Lupuz.de: Artikel-Portal / Magazin

Zurück   Postpla.net - die Forum Community > Postplanet Talk > Philosophie und Gedanken

Umfrage: Glaubt ihr an das karmische Prinzip?

Anzeigen:

Umfrageergebnis anzeigen: Glaubst du an das karmische Prinzip?
Ja, so oder so ähnlich muss es sein. 12 26,09%
Nein, das Leben ist ungerecht. 27 58,70%
Vielleicht! (Ich steh auf wischi-waschi-Antworten ) 7 15,22%
Teilnehmer: 46. Diese Umfrage ist geschlossen

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen
IVI
Alt 05.01.2005, 10:23   #1
Standard Umfrage: Glaubt ihr an das karmische Prinzip?

Hola Leute

Ich wollte nur mal ne kleine Umfrage starten und von den PPlern wissen, ob sie an das karmische Prinzip glauben

Das karmische Prinzip in Stichpunkten:

- du wirst wiedergeboren
- deine Seele ist unsterblich
- alles Leid, was du austeilst, musst du im nächsten Leben selbst durchleiden
- alles Gute, dass du gibst, wird dir im nächsten Leben zurückgegeben
- es gibt so etwas wie Schicksal
- es gibt die makellose Gerechtigkeit

Da bin ich ja jetzt mal gespannt

Danke schonmal im voraus an alle, die sich beteiligen

IVI
 
 
Nach oben
mephisto
Alt 05.01.2005, 10:36   #2
Standard

hmmm .. ich steh mehr uf die wischi-waschi-antworten!


ich finds toll, solche Prinzipien zu verfolgen, mich mit ihnen zu beschäftigen .. allerdings bin ich weniger der typ, der sowas wirklich auf sich selbst anwenden kann.... was bin ich denn dann im letzten leben gewesen? ein arschloch?

die sache ist einfach die, dass ich nicht glaube ... ergo bin ich ein Atheist .... also glaube ich, dass es nichts gibt .. (scho ein Paradoxon .. ? )
 
 
Nach oben
raffis
Alt 05.01.2005, 10:52   #3
Standard

Ich stimme halbwegs zu.
Ich denke tatsächlich dass sich vollzogene Taten, ob gut oder schlecht, sich auf uns, bewusst oder unbewusst, auswirken (ob in diesem oder nächsten Leben).

Allerdings halte ich es für schwachsinnig zu sagen "Wenn du eine Blume pflückst, hast du der Blume leid getan und wirst im nächsten Leben als solche wiedergeboren."
Das kann nicht der Sinn eines karmischen Prinzips sein, denn damit hätte der Mensch ja, sobald er einmal im Leben einer Pflanze oder einem Tier Schaden zugefügt hat, gar keine Chance, aus solchen Erfahrungen zu lernen und sich dementsprechend zu ändern.
Dass gewisse Menschen als Tiere wiedergeboren werden, unterstütze ich nur so weit, wie es Menschen gibt, die tatsächlich stark von animalischen Trieben geleitet werden.
Klar, jeder Mensch hat eine gewisse Animalität (wenn man das so sagen kann) in sich, aber durch Erfahrung und durch Einsicht kann er diese kontrollieren. Die Menschen, die sich jedoch von dieser Animalität leiten lassen, und deren Leben davon bestimmt ist, für solche könnte es in der Tat zutreffen.

Mein Fazit aus dem karmischen Prinzip hat eigentlich mit Karma oder Wiedergeburt nichts zu tun, denn was dieses Prinzip im Endeffekt ja aussagt, ist, dass man gut und rechtschaffen handeln soll, und dass gute Absichten gute Früchte bewirken.
Ich will jetzt nicht zu tiefgründig über die Definition von "gut" und "böse" werden, da ich denke dass jeder weiss was ich meine, wenn ich von gutem oder schlechtem Handeln rede.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
IVI
Alt 05.01.2005, 11:09   #4
Standard

Ich wusste nicht, dass ich mich so unverständlich ausgedrückt hatte. Es ging mir natürlich eher um die zwischenmenschlichen Dinge und das Leid, was man an anderen Menschen begeht oder was man ihnen Gutes tut.

Übrigens hab ich explizit nicht behauptet, dass Blumenpflückerei ernsthafte Konsequenzen für das Karma hat deshalb immer ruhig mit den Pferden Raffis, dir tut keiner was.

BTW kann ich sogar ne Version des Karmas konstruieren, in der man auch Respektlosigkeit vor der Natur bestraft, ohne direkt ne Blume zu werden -
 
 
Nach oben
raffis
Alt 05.01.2005, 11:49   #5
Standard

Ich halte mich ruhig mit den Pferden IVI, das ist bloss meine Meinung.

*edit* Des weiteren habe ich mich schon seit geraumer Zeit mit fernöstlicher Philosophie, allen voran dem karmischen Prinzip wie man es aus Indien's Karma-Yoga Philosophie (der Ursprung des Prinzips) kennt, beschäftigt.
So schön die Schriften auch sind und so wertvoll einige der Einblicke auch sein mögen, gewisse Dinge und Ansichten entsprechen der Zeit, in der diese Philosophie entstanden ist, und lassen sich nicht 1:1 auf die heutige Zeit übernehmen.
Das ist aber kein Nachteil, sondern eher ein Plus: Glaubensrichtungen und Philosophien sollten dir in meinen Augen aufjedenfall die Freiheit geben, sie der Zeit entsprechend anzuwenden.

Aber: Bei deiner Umfrage fühlte ich mich trotzdem bestätigt, für ein "Ja mit einigen Ausnahmen", wie von dir geschrieben ein "Ja so ungefähr", zu stimmen.
Gruss Raffis
 
 
Nach oben
IVI
Alt 05.01.2005, 11:59   #6
Standard

Ganz ehrlich, ich habe mir in meinem Leben noch nie richtig etwas darüber durchgelesen. Ich kenne nur einen ganz groben Teil der Theorie. Mit ein bisschen Nachdenken, kann man sich die "Lücken" des Wissens selber füllen, denk ich. Man muss immer nur logisch bleiben.
 
 
Nach oben
Morris
Alt 05.01.2005, 13:05   #7
Standard

Wie wendet oder passt man denn das karmische Prinzip oder andere Teile vedischer Philosophie an die heutige Zeit an?

Sollte man sich nicht lieber selbst an die gegebene, ewige Philosophie anpassen, als diese an sich selber um sie so zu verfälschen?
 
 
Nach oben
IVI
Alt 05.01.2005, 13:55   #8
Standard

Original geschrieben von Skinni
Wie wendet oder passt man denn das karmische Prinzip oder andere Teile vedischer Philosophie an die heutige Zeit an?

Sollte man sich nicht lieber selbst an die gegebene, ewige Philosophie anpassen, als diese an sich selber um sie so zu verfälschen?
Nur weil etwas sehr alt ist, ist es noch lange nicht die Wahrheit - werfe ich mal kategorisch ein.
 
 
Nach oben
raffis
Alt 05.01.2005, 14:22   #9
Standard

Ivi, ich stimme dir völlig überein. Mir ging es auch nicht darum, mit diesem Wissen zu prahlen, sondern mehr einfach um die Verbindung zwischen Zeitalter und Religion.

"Wie wendet oder passt man denn das karmische Prinzip oder andere Teile vedischer Philosophie an die heutige Zeit an?"

Ich denke dass das eine inidividuelle Sache ist. Gewisse Leute übernehmen grundsätzlich eine gesamte Doktrin 1:1, andere übernehmen nur gewisse Weisheiten davon.
Ich zähle mich zu letzterer Gruppe.

"Sollte man sich nicht lieber selbst an die gegebene, ewige Philosophie anpassen, als diese an sich selber um sie so zu verfälschen?"

Ewig ist nicht gleich statisch. Ewigkeit sehe ich als dynamisch und in ständiger Bewegung an.
Des weiteren würde deine Bemerkung bedeuten, dass man das Karma-Yoga Prinzip so übernimmt wie es gelehrt wurde, und damit jegliche Aktion bzw. jegliche Absicht hinter einer Aktion Gott-geweiht wäre (weil man sonst ja wieder Karma schaffen würde).
Im heutigen Zeitalter des Materialismus, und gerade bei uns im Westen, ist das, zumindest für mich, nicht durchführbar.
Vor einiger Zeit machte ich mir noch vor, dass es durchführbar wäre, aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, so muss ich eingestehen, dass ich mir eine Illusion aufgebaut hatte.

Aber der Grundsatz des karmischen Prinzip ist aufjedenfall ein Glaube, der Teil von mir ist.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
raffis
Alt 05.01.2005, 14:45   #10
Standard

@Skinni:

Mit "ewig ist nicht gleich statisch" will ich auch ein Gedanke aussprechen, der mir in dieser Hinsicht sehr plausibler ertönt.
Seh es doch mal auf diese Weise:
Vielleicht hat diese höhere Macht, Gott, Krishna, oder als was auch immer du diese Instanz definierst, ja die Absicht gehabt, eine Philosophie zu überbringen, die sich über die Zeit hinweg verändern und in individuelle Ansichten verbreiten wird.
Was, wenn dahinter (göttliche) Absicht steckt?
Was, wenn das zur spirituellen Evolution eines jeden gehört?
Wie denkst du darüber?

Gruss Raffi
 
 
Nach oben
Morris
Alt 05.01.2005, 15:25   #11
Standard

Wenn man die Philosophie nicht als ewig annimmt, sondern sie der Gegenwart irgendwie anpasst, wozu ich keine Hinweise kenne, wäre das ja eine Veränderung im eigenen Sinne, eine Spekulation. Da ich aber weiß, dass der eigene Geist sehr unvollkommen ist, hüte ich mich lieber davor, eine Philosophie zu verändern, da dabei kaum was wirklich spirituell sinnvolles herauskommen kann. Genauso ist es doch auch mit Weltbildern, die man sich aus vielen irgendwie zusammenbastelt. Vielmehr sollte man vielleicht probieren, in anderen Überlieferungen die ursprüngliche zu sehen oder dergleichen.

Der Westen ist inzwischen sehr weit abgekommen vom spirituellen Weg, dass es sehr schwierig ist, diesen wieder zu begehen. Schwierig ist es allemale, da er in unserer bunten Welt mit all ihren Verlockungen viel Disziplin abverlangt und auch Idealismus, der einen zu dieser Disziplin verhilft. Aber nur weil er schwierig ist, heißt es nicht, dass man ihn nicht gehen sollte. Sicher, keiner ist perfekt. Aber unter der Anleitung von qualifizierten Personen wird man nach anfänglichem Stolpern gute Fortschritte machen können. Das gilt auch dafür, sein Tun Gott zu widmen, da es ja, wie du schon schreibst, sonst wieder karmische Reaktionen hervorrufen würde. Wie soll man denn sonst aus dem Kreislauf von Leben und Tod ausbrechen, wenn man sein "Karma-Konto" immer wieder auffüllt?
 
 
Nach oben
raffis
Alt 05.01.2005, 16:35   #12
Standard

"Wenn man die Philosophie nicht als ewig annimmt..."

Ich nehme sie aber als ewig an. Wie schon gesagt, Ewigkeit muss nicht bedeuten, dass diese Ewigkeit in sich selbst nicht dynamisch ist und die spirituelle Evolution in sich selbst nicht auch beinhaltet.

"...sondern sie der Gegenwart irgendwie anpasst"
Wenn du in einer uralten Schrift liest, dass eine Kerze dir Licht schenkt, passt du dich trotzdem der Gegenwart an und benutzt eine Glühbirne.
Wenn die vielen konservativen bspw. Christen oder Mosleme sich nicht der heutigen Zeit anpassen und einige Aspekte ihrer Doktrinen gründlich überdenken, ist das in meinen Augen eine Hemmung der spirituellen Evolution.
Klar, Gegner mögen jetzt sagen das "selbst zusammengebastelte Weltbilder ein Schmach gegenüber ihrer heiligen Schrift seien", aber viele grosse Schriften basieren auf der subjektiven Erfahrung ihrer Autoren.

Ich lege grossen Wert darauf, meine Erfahrungen zu deuten und daraus meine spirituelle Schlussfolgerung zu ziehen, -->anstatt eine Doktrin zu übernehmen und meine Erfahrungen jener anzupassen!<--

Aber ich denke wir sollten doch beim karmischen Prinzip bleiben, da jenes das Thema dieses Threads ist.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
IVI
Alt 05.01.2005, 16:38   #13
Standard

Original geschrieben von Skinni
Wenn man die Philosophie nicht als ewig annimmt, sondern sie der Gegenwart irgendwie anpasst, wozu ich keine Hinweise kenne, wäre das ja eine Veränderung im eigenen Sinne, eine Spekulation. Da ich aber weiß, dass der eigene Geist sehr unvollkommen ist, hüte ich mich lieber davor, eine Philosophie zu verändern, da dabei kaum was wirklich spirituell sinnvolles herauskommen kann. Genauso ist es doch auch mit Weltbildern, die man sich aus vielen irgendwie zusammenbastelt. Vielmehr sollte man vielleicht probieren, in anderen Überlieferungen die ursprüngliche zu sehen oder dergleichen.
Wer nur Bestehendes aufnimmt und es nicht verändert, muss immer mit Halbwahrheiten leben. Die Wahrheit ist vollkommen und logisch - die meisten Weltbilder nicht


Original geschrieben von Skinni
Das gilt auch dafür, sein Tun Gott zu widmen, da es ja, wie du schon schreibst, sonst wieder karmische Reaktionen hervorrufen würde. Wie soll man denn sonst aus dem Kreislauf von Leben und Tod ausbrechen, wenn man sein "Karma-Konto" immer wieder auffüllt?
Man soll nicht sein Tun Gott widmen. Man soll Erfahrung machen und aus Fehlern lernen. Übrigens kommst du nicht aus dem Kreislauf, indem du einfach die schlechten Seiten von dir auslässt das ist etwas komplizierter
 
 
Nach oben
Morris
Alt 05.01.2005, 18:15   #14
Standard

Naja, welche Aspekte deiner Philosophie würdest du, raffis, denn der heutigen Zeit anpassen und was würde sich dadurch verändern?
Und das Beispiel mit der Kerze ist kein so gutes, wie ich finde. Die Kerze hat als Lichtquelle nicht viel mit Philosophie zu tun, auch wenn in manchen Ritualen schon Kerzen dabei sind (wo sie eine philosophische Bedeutung hätten, werden sie auch weiterhin benutzt).

Es mag auch sein, dass bestimmte heilige Schriften durch Subjektivität geprägt sind, doch sind diese ja auch unter dem Eindruck von vorherigen Personen und Lehrern entstanden, so dass die Autoren und ihre Schriften sich in einer Reihe mit vergangenen Weisen befinden müssen. Ist dies nicht der Fall, sollte man den Text vielleicht noch einer Untersuchung mit anderen Texten unterziehen um zu einem genauen Ergebnis zu gelangen.

Deine Definition von "ewig" verstehe ich nicht ganz. Ewig heißt doch, nicht veränderlich. Zum Beispiel die karmischen Regeln gelten im Satya-Yuga genauso wie im Kali-Yuga. Was soll sich denn großartig ändern, außer dass heute eben auch das Internet zur spirituellen Entwicklung genutzt wird. Aber das ist ja auch kein Einschnitt in die Philosophie.

Die Wahrheit ist vollkommen und logisch - die meisten Weltbilder nicht
Korrekt. Wenn die Wahrheit nun vorhanden ist (das ist sie, ohne Frage), muss es auch ein Weltbild geben, welches sie mehr oder weniger leicht verständlich erklärt. Als Spiritualist und angehender Devotee () bin ich auch davon überzeugt, dass diese Wahrheit nicht unbedingt unergründbar ist, sondern eben von Zeit zu Zeit offenbart wird, wie z.B. in den Veden. Diesen entnehme ich auch, dass ich mein Tun Gott widmen sollte, um alle karmischen Reaktionen (gut wie schlecht) zu vernichten bzw. zu verhindern. Dies führt letztlich zur Lösung aus dem Kreis der Wiedergeburt. Oder wie denkst du, kommt man da raus?
 
 
Nach oben
Jazhara
Alt 09.01.2005, 11:18   #15
Standard

Nein, ich glaub nich an irgendwelche Wiedergeburten ...
 
 
Nach oben
Ripper08
Alt 09.01.2005, 18:58   #16
Standard

"Wie wendet oder passt man denn das karmische Prinzip oder andere Teile vedischer Philosophie an die heutige Zeit an?"
...gar nicht ? Ich weiß ja nicht, was ihr alles unter dem karmischen Prinzip versteht aber wenn ich mal von den Dingen ausgehe, die IVI ganz am Anfang aufgelistet hat dann verstehe ich garnicht, warum ihr das irgendwie anpassen wollt. Es sind ja sozusagen 'kosmische Regeln' und diese verändern sich sicher nicht so schnell...

Wieso sollte man das Karmische Prinzip nicht 1:1 übernehmen lönnen ?
Aber für die Seite, wie manche das auffassen bin ich nicht unbedingt offen...

Es mag sicher auch Leute geben, die daran glauben aber eben 'gutes' tun, schlicht damit ihnen nichts schlechtes widerfährt, das ist ja eigentlich ein recht selbstsüchtiges Ziel und das ist denke ich nicht im Sinne der Karmischen Lehre... Ich denke auch bei der Lehre geht es mindestens ebenso um den guten Willen und Gedanken -nicht nur die Taten ! Ich persönlich versuche sicherlich nicht deswegen ein 'guter' Mensch zu sein nur weil ich Angst vor den Konsequenzen habe falls ich es nicht tue.

Was ist z.B. mit einem der unschuldig im Knast sitzt aber eigentlich ein herzensguter Kerl ist, der die Welt gerne zum guten hin ändern würde aber aus seiner Position nunmal kaum Einfluss auf irgendwas außerhalb seiner Zelle hat. Nehmen wir mal an er stirbt und was dann ? Wird er vielleicht als Faultier wiedergeboren weil er im letzten Leben nichts unternommen hat ? Ich denke allein der Wille zählt schon viel wobei man natürlich immer darauf bedacht sein sollte diesen auch möglichst konsequent in die Tat umzusetzen wobei natürlich klar ist, dass es oft eben genau daran hapert.

Ich denke prinzipiell jeder Mensch hat irgendwo seinen 'guten' Kern auch wenn er unter nochsoviel Scheiße begraben ist... diesen gilt es dann nunmal irgendwie anzusprechen...


Den letzten Punkt von IVIs Definition würd ich aber so nicht unterschreiben. Wir irkarnieren ja hier um Erfahrungen zu sammeln und ich denke nicht, dass 'schlechte' Lebensumstände immer völlig auf das Karma zurückzuführen sind sondern auch auf den Wunsch etwas zu erfahren... auch wenn es vielleicht mal weh tut...

PS: Ich muss sagen, dass mir -seit ich das so praktiziere bzw. darum bemüht bin- saugut geht ! Klar, mal hier und da ein paar Kleinigkeiten aber das ist absolut kein Vergleich zu früher !
Heute ist bei mir die Welt inordnung !
(Naja, die Welt nicht aber ich bin mit mir ziemlich im Reinen und das schlägt sich sehr merklich auf mein Umfeld nieder. Und sicher nicht nur dadurch, dass ich vieles anders -und positiver- sehe sondern es scheint auch materiell aufzublühen)

MfG, Ripper
 
 
Nach oben
Morris
Alt 09.01.2005, 23:02   #17
Standard

Aus der Karma-Lehre lässt sich nicht unbedingt schlussfolgern, dass die Motive und Wünsche der Handlungen guter Natur sein sollen, geschweige dass dies der Sinn ist. Was wäre denn, wenn dem so wäre? Würde sich auch nichts ändern. Vielmehr soll man doch erkennen, dass man nicht selbst im Mittelpunkt steht, man nicht unabhängig ist, sondern vielmehr gefangen.

Auch ist es quasi ein Ding der Unmöglichkeit, nur positive Sachen zu erfahren. Irgendwann sind positive Reaktionen aufgebraucht und man fällt wieder herab und steht da mit leeren Händen. Manchmal wird das materielle Leben auch mit einem Rad verglichen; wenn es sich dreht, erfährt man alle Seiten, gute wie schlechte.

Und zu deinem Beispiel mit dem unschuldig Verurteilten:
Die Gefängnisstrafe ist nur eine eintreffende Reaktion auf eine vorhergehende Aktion. Wenn wir die Karma-Lehre betrachten, dann nur im Zusammenhang mit Reinkarnation, sonst wär die Gerechtigkeit nicht erklärbar. Die Gefängnisstrafe also ist zu Ende seines Lebens abgesessen und somit verbüßt. Er bekommt in der nächsten Inkarnation nun wegen seiner Untätigkeit keinen Faultierkörper (*g*), sondern einen gemäß seines Bewusstseins. In deinem Beispiel würde er vielleicht die Gelegenheit erhalten was in seinem Sinne zu tun. Doch ergründen kann dies keine normale Seele, denn das Karma-Netz ist dicht gestrickt.

Wir erhalten also unseren Körper und die Lebenssituation aufgrund unseres Bewusstsein und der noch auszustehenden Karma-Reaktionen. Wenn jemand den Drang hat, auch die negativen Seiten des Lebens kennenzulernen, wird er auch die Gelegenheit haben. Doch muss man dieser Stelle fragen, was denn nun überhaupt positiv und negativ bedeutet, in einer Welt voller Dualitäten wie dieser hier. Eine negative Lebenslage kann ein sehr guter Anfang sein, sich aus dem Gestrüpp von Aktion und Reaktion zu befreien, während andersrum Wohlstand einen noch weiter verstricken kann und sich somit negativ auswirkt.
Ich denke prinzipiell jeder Mensch hat irgendwo seinen 'guten' Kern auch wenn er unter nochsoviel Scheiße begraben ist... diesen gilt es dann nunmal irgendwie anzusprechen...
Korrekt. Nur ist dies zuweilen nicht wirklich einfach.
 
 
Nach oben
Cpt.Picard
Alt 10.01.2005, 16:56   #18
Standard

Ich bin zwar Katholisch, aber Wiedergeburt ist garnicht mal übel!
Denke Ich zumindest!

Dieses Prinzip, wir funktioniert das deiner Meinung nach?
Wer kontrolliert was du gutes und was du schlechtes getan hast?
Wie wird da im einzelnen Bewertet?

Das stelle Ich mir so umfassend wie unser Rechtssystem vor!


*g*
 
 
Nach oben
raffis
Alt 11.01.2005, 14:39   #19
Standard

"Wieso sollte man das Karmische Prinzip nicht 1:1 übernehmen lönnen ?
"

Das karmische Prinzip bzw. die Schriften des Karma-Yoga, in welcher das karmische Prinzip zum ersten Mal erläutert werden, sind aber etwas anders und etwas umfassender als jenes karmische Prinzip, welches heutzutage von der Esoterik-Branche präsentiert wird, Ripper!

Es besagt: Jegliche gute oder böse Absicht generiert gute oder böse Früchte, und jene Früchte halten dich im Kreislauf von Geburt und Tod.

Deswegen meinte ich auch, dass man dieses Prinzip nicht 1:1 auf heute übernehmen kann. Jegliche Absicht müsste Gott geweiht sein, um diesem Kreislauf zu entkommen. Du kannst mir nicht weiss machen, dass du nicht auch persönliche Absichten hegst, und dass persönliche Absichten bloss ein Hindernis im Leben darstellen?
Ich kann es aufjedenfall nicht!
Denn das ist es ja, was Karma-Yoga im Grunde vermittelt!

Es kann natürlich auch sein, dass es aufgrund des Niederschreibens bzw. der Übersetzung etwas verzerrt von uns aufgenommen wird. Es könnte natürlich auch gemeint sein, das wenn man mit einem Bewusstsein an Gott handelt, ob eine Absicht vielleicht mal persönlich sei oder nicht, dass man somit diesen Kreislauf beendet.
Aber im originalen Kontext der Lehre müsste jede Absicht eines Menschen Gott geweiht sein, und dass ist in meinen Augen nicht realisierbar.

Deswegen auch meine Anspielung auf die Verbindung zwischen Geschichte und Religion: Zu der Zeit, in welcher dieser Lehre verbreitet wurde, und an dem Ort, wo der Ursprung stattfand (Indien), war das Land von vielen Asketen bewohnt, und vorallem hatten die Bewohner eine viel intensivere Beziehung zu ihrer Religion! Dass es dann nicht möglich gewesen wäre, wirklich in kompletter Synthese mit oder durch Gott zu handeln, bestreite ich auch nicht!
Aber die Zeiten haben sich geändert, der Stellenwert von Religionen im Allgemeinen ist arg zurückgegangen, und es ist ja nicht gerade so, dass alle zwei Tage eine Gruppe von asketischen Pilgern an deiner Haustür klingelt, um für etwas Essen zu bitten! =)

Gruss Raffis

PS
"Ich denke auch bei der Lehre geht es mindestens ebenso um den guten Willen und Gedanken -nicht nur die Taten !"

Die Lehre besagt sogar, dass Taten kein Karma bewirken. Es ist die Absicht hinter der Tat, welche das Karma erzeugt. Dies ist in meinen Augen sehr plausibel, denn wie gesagt, macht ja nicht die Tat den Menschen aus, sondern seine Absicht dahinter.

"Wir irkarnieren ja hier um Erfahrungen zu sammeln und ich denke nicht, dass 'schlechte' Lebensumstände immer völlig auf das Karma zurückzuführen sind sondern auch auf den Wunsch etwas zu erfahren... auch wenn es vielleicht mal weh tut... "

Ich denke auch, dass unser Selbst nach Vervollständigung bzw. Vollkommenheit strebt, und dass jene Vollkommenheit auch die Schattenseiten des Menschseins umfasst.
Das schliesst Karma jedoch nicht aus, sondern im Gegenteil: Das karmische Prinzip bewirkt, dass wir überhaupt zu dieser Vollkommenheit aufsteigen können!

War ein bisschen ein langes PS, deshalb nochmals: Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Morris
Alt 11.01.2005, 15:49   #20
Standard

Angenommen, du schlägst jemanden, dann erhält dieser Jemand die Möglichkeit zurückzuschlagen. Das kann gleich sein, morgen oder aber erst in zwei, drei Inkarnationen. Die Möglichkeit, dass er das tun kann, wird von der materiellen Natur bereitgestellt, welche Gottes niedere Energie ist und unter seiner Kontrolle steht.
Bewerten tut da niemand etwas. Vereinfacht kann man sich das vielleicht so vorstellen:
Wenn du ein paar Steine auf eine Waage legst, werden zum Ausgleich auch auf die andere Seite Steine gelegt, so dass alles wieder im Lot ist.
Dies ist aber nur eine sehr vereinfachte Darstellung, denn diese würde besagen, dass alle Reaktionen eintreffen müssen, was aber nicht der Fall ist. Wenn nun die geschlagene Person die Gelegenheit erhält, zurückzuschlagen, so ist dies die vorausbestimmte Situation. Allerdings ist es besagter Person überlassen nun zu schlagen oder nicht. Genauso gut kann sie dir auch verzeihen womit das Thema erledigt wäre.

Aber im originalen Kontext der Lehre müsste jede Absicht eines Menschen Gott geweiht sein, und dass ist in meinen Augen nicht realisierbar.
Ich versteh nicht wieso. Schwer ist es, keine Frage. Schau dir nur das leuchtende Beispiel von Srila Prabhupada an. Unermüdlich zog er für seine, gottgeweihte, Mission durch die Welt ohne Kompromisse zu machen. Dem Beispiel solcher großer Seelen gilt es zu folgen.

edit:
Warum haben sich die Zeiten geändert? Weil immer weniger Menschen ihr Leben Gott weihen sondern stattdessen sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Doch das funktioniert nicht.
Man muss ja nichtmal ein asketisches Leben führen um Gott zu dienen, man kann den ganzen modernen Schnickschnack auch im religiösen Sinne benutzen.

Ich denke auch, dass unser Selbst nach Vervollständigung bzw. Vollkommenheit strebt, und dass jene Vollkommenheit auch die Schattenseiten des Menschseins umfasst.
Und wie sieht das denn aus?
 
 
Nach oben
raffis
Alt 11.01.2005, 16:38   #21
Standard

"Warum haben sich die Zeiten geändert? Weil immer weniger Menschen ihr Leben Gott weihen sondern stattdessen sich selbst in den Mittelpunkt stellen."
Bin ich deiner Meinung.

"Man muss ja nichtmal ein asketisches Leben führen um Gott zu dienen, man kann den ganzen modernen Schnickschnack auch im religiösen Sinne benutzen."
Wenn du den Fernseher anschaltest um bspw. die Nachrichten zu sehen, tust du dies mit der Absicht, Neuigkeiten über die Welt zu erfahren. Du tust dies, weil DU erfahren möchtest, was geschehen ist. Es ist eine persönliche Absicht. Damit hast du bereits wieder eine karmische Reaktion produziert. Die Absicht, den Fernseher anzuschalten und die News zu verfolgen, ist eine persönliche Absicht, die dir etwas bringt, nämlich: dass DU weisst, was passiert ist.
Es ist keine gott-geweihte Absicht.
Und das ist gerade der Punkt: Das muss und soll es ja auch nicht sein. Es ist doch schlichtweg unmöglich, jegliche Absicht hinter jeglicher Tat Gott zu weihen. Gewisse Absichten hegst du, weil sie dir etwas verschaffen, was du vielleicht brauchst, oder was dich weiterbringt im Leben.
Deswegen ja auch meine Meinung dazu: Es geht doch nicht um jede einzelne Absicht hinter einer Tat (viel zu engstirnig, um realisiert werden zu können), sondern um das allgemeine Bewusstsein und die allgemeine Einsicht, dass Gott in uns allen steckt (um es so auszudrücken).
Wenn du mir hier Antwort gibst, tust du dies, weil du deinen Standpunkt rechtfertigen willst. Hast du diese Absicht Gott geweiht?

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Ripper08
Alt 11.01.2005, 19:29   #22
Standard

Es besagt: Jegliche gute oder böse Absicht generiert gute oder böse Früchte, und jene Früchte halten dich im Kreislauf von Geburt und Tod.
Gut, den letzten Teil kann ich natürlich keineswegs so annehmen. Ich finde ihn auch unlogisch denn er ist in meinen Augen nicht realisierbar auch und wenn er das wäre, würde ich das so nicht leben. Es ist unmöglich KEIN Karma auszustreuen... selbst wenn wir nichts tun, tun wir etwas. Auch kurz vor unserem dem Tod denken oder tun wir etwas und das Karma müssten wir dann logischerweise im nächsten Leben erfahren womit sicher niemals ein Ausbruch aus dem 'Rad der Pein' möglich wäre...

Warum haben sich die Zeiten geändert? Weil immer weniger Menschen ihr Leben Gott weihen sondern stattdessen sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Doch das funktioniert nicht.
Natürlich bin ich mir selbst der Mittelpunkt ! Das heißt ja im Umkehrschluss nicht gleich, dass ich mich nicht um andere scheren würde oder ein totaler Egoist bin. Da im Prinzip aber jeder nur sich selbst hat und ganz in seinem Inneresten doch irgendwo alleine ist und sich selbst am besten verstehen kann ist sich jeder Mensch selbst der Mittelpunkt da es ja um den eigenen seelischen Reifeprozess geht. Es ist zu einem Teil auch die schwere Last des Lebens, man ist eigentlich immer alleine auch wenn man denn nun einen Partner hat, den man über alles liebt und mit dem man ein halbes Leben zusammen ist... man geht dann den Weg zusammen aber letztendlich doch immer jeder für sich.

Das karmische Prinzip bewirkt, dass wir überhaupt zu dieser Vollkommenheit aufsteigen können!
Damit kann ich mich irgendwie nicht ganz anfreunden. Vollkommenheit hört sich so absolut und blank an, dass es im Prinzip verlangen würde dass alle Menschen seelisch gleich wären, völlig nach einem Ideal ausgerichtet. Ich denke darum geht es garnicht. Gibt es denn überhaupt die völlige Pefektion ? Also man könnte sie zwar möglicherweise formulieren aber leben könnte sie keiner so, dass am Ende bei allen das Selbe rauskommt...

Weil immer weniger Menschen ihr Leben Gott weihen
Ich halte mich selbst für einen kleinen Teil Gottes und weihe damit doch indirekt schon mein Leben einem Teil Gottes. Ich hatte schon immer Probleme damit vor einer Autorität zu kriechen von daher halte ich dieses 'jemandem weihen' nicht für Sinnvoll. Ich erfülle meinen Job schon damit, dass ich Mensch bin und mich mit meinem Leben auseinandersetze wie es die wenigsten tun und das ist doch auch schon was entscheidendes...

MfG, Ripper
 
 
Nach oben
Morris
Alt 12.01.2005, 00:18   #23
Standard

Wir sind alle winzige fragmentarische Teilchen Gottes, das ist richtig. Wenn wir dies erkannt haben, wie kann man sich dann noch selbst im Mittelpunkt sehen, auch wenn man kein Egoist ist? Das ist doch eindeutig Illusion.
Als Mensch hat man endlich die Möglichkeit den Kreis von Geburt und Tod zu durchbrechen. Doch wie wollt ihr das schaffen ohne euer Leben Gott zu weihen? Bemüht man sich nicht im spirituellen Leben voranzukommen, ist schließlich jede philosophische Spekulation nutzlos und man verbleibt in der materiellen Welt ohne zu wissen, was noch auf einen zukommen kann.

Was soll auch so schlimm daran sein, sein Leben Gott zu weihen? Das hat nichts mit Heuchelei zu tun. Wenn man sich selbst Gott widmet, ist es im Prinzip das Gleiche was man ohnehin schon tut, nur jetzt eben gottbezogen. Sonst dient man der Freundin, dem Staat, der Katze, seinen Sinnen. Doch all diese Dinge sind nicht von Dauer. Irgendwann geht die Beziehung mit der Freundin vorüber, der Staat betrügt einen, die Katze stirbt und die Sinne sind eh unersättlich. Was ist also der Nutzen eines solchen Lebens? Ich finde keinen. Beim Tod hat man nichts mehr in der Hand, also sollte man sich um unvergängliche Dinge kümmern, um spirituelle Selbstverwirklichung. Fortschritte auf diesem Gebiet gehen beim Tod nicht verloren.

Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Es ist ein allmählicher Prozess und wenn man sich aufrichtig bemüht, macht man auch Fortschritte und schon scheint es gar nicht mehr allzu schwer, sein Leben Gott zu weihen.
Wenn man noch am Anfang steht, hast du mit dem Fernseher gar nicht so unrecht, raffis. Man sollte weltliche Literatur vermeiden und sich eher mit religiösen Schriften befassen und darüber diskutieren. Nach Srila Prabhupada sind Nachrichten aber weiterhin erlaubt, da sie einen mehr oder weniger zeigen, was auf dem Planeten vorsichgeht. So wird das Wirken Kalis, der Streit und Zwiespalt bringt, offenbart und kann so neue Motivation für sein Bestreben nach spirituellen Fortschritt erlangen.
Aber was hat es für einen Sinn, resigniert aufzugeben, man schaffe es eh nicht? Mit der Erkenntnis, Gott wohnt in unserem Herzen ist ja noch nicht der Ausbruch aus der materiellen Welt geschafft. Oder ist diese Welt, gerade jetzt in diesem Zeitalter, es wert, dass man hierbleibt? Ich finde nicht.
 
 
Nach oben
raffis
Alt 12.01.2005, 10:06   #24
Standard

"Vollkommenheit hört sich so absolut und blank an, dass es im Prinzip verlangen würde dass alle Menschen seelisch gleich wären, völlig nach einem Ideal ausgerichtet. Ich denke darum geht es garnicht. Gibt es denn überhaupt die völlige Pefektion ?"

Nein, nein, da hast du mich nicht richtig verstanden Ripper.
Was ich meinte ist, dass das Selbst (oder in deiner Sprache die "Seele") über ihre vielen Inkarnationen hinweg nach Vollkommenheit strebt. Damit meine ich nicht, dass es möglich ist, in einem Leben vollkommen bzw. perfekt zu werden, sondern dass die Summe aller gelebten Leben, und damit das Endprodukt aller Erfahrungen die Vollkommenheit sei!

"Es ist unmöglich KEIN Karma auszustreuen... "
Genau Ripper, das ist es ja, was mich an dem Prinzip der originalen Lehre des Karma genauso stimmt: Selbst eine Person, die im Geiste fast nur bei Gott weilt, hat hin und wieder mal persönliche Absichten, welche dann laut Lehre wieder Karma produzieren würden.
Dieser Teil der Lehre ist mir zu engstirnig, kann aber mit der nötigen Offenheit, und der stattfindenen, spirituellen Evolution auch in einem anderen Lichte gesehen werden, so dass der Grundatz des karmischen Prinzips erhalten bleibt.

"Was soll auch so schlimm daran sein, sein Leben Gott zu weihen?"
Man kann sein Leben aber auch Gott weihen bzw. mit einem Bewusstsein an Gott leben, und trotzdem eine Freundin und andere, irdische Begehrungen besitzen. Jede Absicht Gott zu weihen ist ein Extrem, und in meinen Augen der Gegenpol von totalem Materialismus bzw. ein Leben des Genusses. Hier kommt in meinen Augen die goldene Mitte zwischen diesen beiden Polen hervorragend ins Spiel. Man sollte trotz aller Spiritualität und trotz aller erkannten Göttlichkeit dankbar dafür sein, als Mensch leben zu können, als Mensch menschliche Erfahrungen machen zu können, denn jene sind unbezahlbar und lassen uns erst erkennen, wie wertvoll das Leben eigentlich ist.

"Sonst dient man der Freundin[...]"
Hast du schon jemals eine Freundin gehabt? Weisst du was für ein schönes Gefühl das sein kann?
Ich bin überzeugt von der Göttlichkeit in jedem, aber solange wir als menschliche Inkarnationen verweilen, hat das einen Grund: Um Erfahrungen auf MENSCHLICHER Ebene zu machen, die uns dazu verhelfen, das Göttliche überhaupt zu erkennen.
Und mal ganz ehrlich: Hat das Menschliche, das Unvollkommene nicht auch etwas schönes an sich?! Ich würde mein Menschsein für nichts in der Welt aufgeben!

"Aber was hat es für einen Sinn, resigniert aufzugeben, man schaffe es eh nicht?"
Ich weiss nicht ob dass eine Anspielung auf mich sein sollte, aber ich habe nichts aufgegeben und ich habe auch nicht gesagt, man schaffe es nicht. Ich habe lediglich in letzter Zeit die Einsicht gewonnen, dass man Gott auch erkennen kann, ohne in totaler Hirnwäsche zu leben und dem Menschlichen vollkommen abzuschwören.

Gruss Raffis
 
 
Nach oben
Grandylein
Alt 12.01.2005, 12:23   #25
Standard Re: Umfrage: Glaubt ihr an das karmische Prinzip?

Original geschrieben von IVI

Das karmische Prinzip in Stichpunkten:

- du wirst wiedergeboren
- deine Seele ist unsterblich
- alles Leid, was du austeilst, musst du im nächsten Leben selbst durchleiden
- alles Gute, dass du gibst, wird dir im nächsten Leben zurückgegeben
- es gibt so etwas wie Schicksal
- es gibt die makellose Gerechtigkeit


IVI
Intressant, so könnten also Leute wie Hitler demnächst als Ghandi und Dalai Lama wieder geboren sein.

Zudem geht es ja nur in die eine Richtung, also aus Jesus könnte kein Stalin werde. Man könnte ja immer gutes tun, und je öfters ich sterbe desto mehr kriege ich zurück?

Oha wird man ja demnächst als Milliardär geboren?


Original geschrieben von IVI
Hola Leute

- alles Gute, dass du gibst, wird dir im nächsten Leben zurückgegeben

IVI
Klingt ein wenig wie bei der Kriche im Mittelalter: Ora et la bora (?). Sich dumm und dämmlich arbeiten, weil am "Ende" gibt es ja das Paradies, während die Adeligen einen ruhigen schieben.
 
 
Nach oben
Ähnliche Themen, die dich vielleicht interessieren
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Umfrage zu Gewaltspielen xoey Politik und Gesellschaft 34 06.03.2007 12:34
UMFRAGE: Bist du modebewusst und giltst als Trendsetter(in)? Dann lies weiter… ansteffen Mode, Lifestyle und Kosmetik 3 07.03.2006 22:08
Uno Umfrage... pitzti Fun und Rätsel-Planet 3 29.04.2003 13:04
uno - weltweite umfrage! Anarchnophobia Politik und Gesellschaft 4 29.12.2002 22:19
Neue Foren. Umfrage. asdf Postplanet & Lupuz.de Support 29 28.05.2002 19:15
Anzeigen:
Thema geschlossen

Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:56 Uhr.


Lupuz.de - wir können auch anders!
©1998 - 2008, Lupuz:Information-Network
Powered by vBulletin Version 3.7.1 (Deutsch), Jelsoft Enterprises Ltd.

SEO by vBSEO 3.1.0 ©2007, Crawlability, Inc.