Die Ufo-Pläne der Nazi`s
Nazi-UFOs – Jenseitsflugmaschinen unterwegs im absolut Andersartigen
Auszüge anlässlich des Vortrags »Nazi Ufos and other realities« beim Chaos Commication Camp Altlandsberg-Paulshof 2003. Der gesamte Text ist zuerst erschienen in »Prüfstand 7 - Forschungen zum Geist der Rakete« (Hrg. Bramkamp/Fediana), Maas Media Berlin
Der industrialisierte Massenmord der Nazis sendet unwiderstehliche Schockwellen durch alles geschichtliche Denken. Seit Hitlers Tod im Führerbunker 1945 haben sich Historiker und Psychologen bemüht, die fürchterliche Abweichung zu verstehen, die das „Dritte Reich“ in der Geschichte der Menschheit darstellt. Hitler ist 1945 nicht nur einer „gerechten Strafe“ entgangen. Er, der Millionen und zuletzt sich selbst Richter und Henker ist, entzieht sich ebenfalls einer abschließenden Erklärung. Wir – ständige Zeugen seiner Tat – bleiben unerlöst zurück. Die Leere, die er hinterlässt, durchstrebt das expandierende Universum der Geschichte (Historie) als unbestimmte Zustände von Energie (Fantasmagnetia) und Materie (Dark Matter). Es ist die Unbestimmtheit Hitlers wahrer Natur, die für manchen denn auch nicht mehr innerhalb eines Spektrum des menschlichen Wesens liegt, wie es etwa von der Verhaltensforschung definiert wird, sondern bereits irgendwo außerhalb, in einer Zone des radikal Bösen, von wo her dämonische Einflüsse die Geschichte stören. Die verblüffend einfache Volte, die das NS-UFO schlägt, wenn das Extrem die Felder „exakter Wissenschaft“ transzendiert und in Gebieten der Theologie landet, ist die: eine ultimative Natur Hitlers, der Nazis und des Bösen kann nur von GOtt verstanden werden. Wie man sehen wird, kann das allerdings auch ein ALien-GOtt sein. Die Vorstellung, dass die Nazis Weltraumschiffe bauten, die der Kontaktaufnahme und Rekrutierung übernatürlicher Kräfte dienen sollten, erscheint bizarr und mag erschrecken. Seriöse Wissenschaftler haben sie als Unfug der übelsten Sorte abgetan, besonders im Hinblick auf die unerhörten Exzesse der Nazis. So trivial die Idee anmutet, sie ist sicher der Grund für eine dämonisch zu nennende andauernde Faszination, der keine Studie zum gewöhnlichen Faschismus beikommen wird. Die Götter der („ario“)-europäischen Kultur befinden sich im „Kosmos“, wohin der Weg der Techno-Wissenschaft führt, den der „faustisch gewordene deutsche Mensch“ gern be- und ohne Unterlass auch überschreitet. Das NS-UFO kann per definitionem gar nichts anderes sein als eine Jenseitsflugmaschine, unterwegs entlang ungefährer KoordiNAZIon im absolut Andersartigen, eine Zeitmaschine, die neben dem Nazi-Okkultismus (Glauben der Nazis an das Okkulte und Übernatürliche) auch eine okkulte Kraft der Nazis transportiert (Okkultisten, Nazi-UFO-Adepten, Krypto-Historiker glauben, die Nazis kommandierten übernatürliche Kräfte, über die sie durch Kontakt mit transhumanen Intelligenzen verfügten).
Die vorpommersche Ostseeküste gehört zu den romantischsten Landschaften, die deutscher Geist als solche zu erkennen vermag.
Über Jahrhunderte wandelt die Küste ihre Gestalt. Beharrlich verrichten die Wassermassen der Baltischen See ihr Werk, brechen hier ab, glätten, überschwemmen, spülen dort an, schaffen neue Inseln, verbinden andere mit dem Festland. Wilde Steilküsten, das besondere Licht, das Zusammenfließen von Himmel und Meer, die Landschaft, die in ihrer Kargheit eigentümliche Würde ausstrahlt, sind wie geschaffen für eine romantisierende Innerlichkeit, und inspirieren ganze Malergenerationen zur Darstellung des Naturschönen.
Oberforstmeister Bernhard von Bülow sorgt 1820 für eine touristische Erschließung Usedoms. Zu niedlichen Fischerdörfern gesellt sich entlang der feinen weißen Sandstrände mondäne Bäderarchitektur. Ausufernde Jugendstilphantasien zwischen Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin bringen der Gegend den Beinamen „Riviera des Nordens“, oder prosaischer auch den einer „Badewanne Berlins“. Kaiser und Konsorten lustwandeln im Scheine wilhelminischer Pracht und traditionell treibhaus-schwülen Pomps. 1923 wird die erste Freibadeerlaubnis erteilt. Wo man zuvor aus dem Badekarren direkt in die Ostsee steigen musste, ist es den Badegästen fortan erlaubt, in Badekleidung am Strand herumzugehen. Die gute alte Zeit. Intellektuelle Elite fällt zuhauf ein: Thomas Mann, Joachim Ringelnatz, George Grosz, Carl Zuckmayer, Bertholt Brecht, Erich Mühsam, Gottfried Benn, Franz Kafka, Sigmund Freud, Albert Einstein, Max Reinhardt, Heinrich George, Gustav Gründgens, Ernst Barlach, Gerhart Hauptmann, Hans Fallada. „Nirgends ist man so jung, so froh und so frei“, schwärmt Asta Nielsen 1933. Die aufstrebenden Sterne der UFA sehen das genauso.
Peenemünde, am westlichen Zipfel der Insel gelegen, da wo die Peene in die Ostsee fließt, hat es irgendwie nie geschafft, in die Reihe illustrer Seebäder aufzusteigen. Die schon in Zeiten der Schwedenkriege strategische Bedeutung dieses Fleckens hielt den Tourismus in äußersten Grenzen. Der erst 23jährige Physiker und Ingenieur Wernher von Braun befindet 1935 Peenemünde als geeignet für sein Raketenforschungszentrum. Die Gegend wird zum Sperrgebiet erklärt, die Peenemünder Bevölkerung größtenteils evakuiert. Zinnowitz, der nächstgelegene Badeort, wird dem Sperrgebiet zugeschlagen. Hier quartieren sich von Braun und seine Offiziere ein, darunter auch der stellvertretende Einsatzleiter der Baugruppe und Hauptmann der Reserve Heinrich Lübke, der etliche Jahre später zum Bundespräsidenten avancieren soll. Der Badespaß geht also, versehen mit einem Nazi-Präfix, weiter. Der Raketenspaß natürlich auch. Die Arbeit ist erfolgreich. Als am 3. Oktober 1942 ein Aggregat aus Peenemünde bis an die Grenze zwischen Weltall und Erdatmosphäre vorstößt, ist der stellare Raum in unmittelbare Reichweite gerückt. Die unschuldige Zeit des Probierens und Flanierens am malerischen Ostseestrande ist jedoch vorbei, die Saison der langen Bombennächte hat begonnen. Über die Dünen hinan lärmt Grammophonmusik wie eine wilde Jagd: „Ich flieg’ zu dir, über das Meer, durch die Nacht. Und ich bin nicht allein … “
Von Braun und seine Leute ziehen um an einen weniger exponierten Ort – nahe Nordhausen im Harz, wo die SS (Kammlers Büro Sonderelbe Jasmin) bereits Vorarbeit geleistet und ein KZ eingerichtet hat, dessen Insassen Bunker- und Stollenbau vorantreiben. Die durchschnittliche Überlebensdauer gewöhnlicher Häftlinge (entgegen solchen mit speziellen Qualifikationen) beträgt zehn Tage. Baldmöglichst beginnt das Sklavenheer mit der Serienfertigung der Vergeltungswaffe. Am Ende wird man feststellen, dass bei ihrer Produktion im Berg mehr als zehnmal soviele Menschen ums Leben gekommen sind als beim Einsatz der V2.
Es geht zwar auch immer um rein apparativ-technische Perfektion, aber eben nicht ausschließlich: „Die Arbeit war wie ein Rausch, ein Gebanntsein im Prozess, wie es nur der Forscher oder der Arzt bei einer Operation erleben.“ Das Zusammenwirken von Technik und Phantasie beschert von Braun, der neben der SS auch noch der Societät Jesu angehört, allerhöchste Gefühlszustände, wie sie die Alchimisten auf der Suche nach neuen, unerhörten, nie gesehenen Verbindungen erlebt haben mögen: „Ich bin eine leidenschaftliche Persönlichkeit.“ Auch Dornberger Walter als höherem Führer und Wehrmachtsgeneral ist die Vielfalt kosmo-arischer Herkunfts- und Destinationsprogrammatik nicht fremd. Er ist Anhänger eines vulgarisierten, auf Kasino-Geschwätz heruntergebrachten Nietzsche-Kultes: „Ich brauche Leben, den starken Atem des Ungewöhnlichen, die Sensation, Abenteuer.“ In Peenemünde liegt noch heute ein Stein (neben einer Raketenattrappe), der Dornberger „vom Herzen gefallen ist“, als es endlich mal klappte mit einem Abschuss.
Es ist gelegentlich gesagt worden, dass die deutsche Mentalität das „Werden“ höher bewerte als das „Sein“. Dora Mittelbau als Bauhütte ist einer solchen Behauptung zuträglich. Dora Mittelbau ist von Anfang an mehr als eine unter Kriegsbedingungen ins deutsche Mittelgebirge gebunkerte Raketenfabrik. Dora Mittelbau ist Teil einer umfassenden Installation, die Gebärmutter und Grab zu nennen wäre. Ist der Stollen Gebärmutter der Rakete und Grab derer, die sie zusammenschrauben müssen, so ist der Weltenraum Gebärmutter zukünftiger und Grab vergangener arischer Zivilisation. Die Architekten des Projekts erheben den Anspruch, die Welt mit den Mitteln der Rakete noch einmal zu erschaffen, erlaubt diese doch Zugriff auf ein Terrain bizarrer, romantischer, unbegrenzt ausschweifender und jäh zu Gebilden eines Albtraums werdender Phantasie. Die Kosmotechnik verheißt Kompensation für den schmerzhaften Verlust der kaiserlichen Kolonien im WK1, die Bemühungen um Kolonisation des Weltenraumes sind solche um die Wiederherstellung des Reichskörpers, auch eingedenk männlich-sexueller Konnotationen von Kolonisation (eindringen, unterwerfen). Doch zwischen geschlechtlichen Eindeutigkeiten oszillierend ist die Rakete ein kraftvoller Phallus und eine starke Faust zugleich, die zu verheeren und eventuell die Saat der Herrenrasse über das Firmament zu verbreiten vermag (Ha-Ha-Handwerfen), zudem Lustsklavin, kraft menschlichen – ach was: männlichen Geistes gebändigte und gebündelte Triebenergie, die sich auf Kommando selbst verzehrt. Propulsion wird zum Synonym des Weiblichen, der Harz via Dora Mittelbau zum Mitternachtsberge, von woher die Schwarze Sonne das Pulsieren deutscher Seelen bestimmt. Eingang in die Hohlwelt ist er allemal. Wie es in Berlin so oft vom Bauwagen prangt: „Die Erde ist ein Lebewesen, und sie ist innen hohl.“ Natürlich ist der Schreiber jener Zeilen das einzige Lebewesen, dass tatsächlich innen hohl ist, bei besagtem Hohlraum mag es sich um den „menschlichen Geist“ handeln, einen Raum infiniter und indefiniter Ausmaße, der bevölkert wird von allen möglichen Wesenheiten, wie man sie sich eben so vorzustellen vermag. In der Welt dieser Phantome ist nichts falsch und alles erlaubt.
Wernher von Braun, suchend nach Erneuerung und Unsterblichkeit in den Tiefen der Schöpfung, ist nicht nur beach boy eines arischen Arkadien am Ostseestrande („da ging so einiges …“), sondern Synerget einer hermaphroditen Na-Zivilisationsmaschine, die eine ideale ideengeschichtliche Kontinu-Identität erzeugt. Sein physikalisches Weltbild widerspricht seinem „Christentum“ nicht – gegenüber der Herkunft steht die Zukunft. Scheinbar widersprüchliche „Welt“-Anschauungen – linear gedachte, apokalyptische versus zyklische universalis – sind versöhnt: „Sie gab sich hin, so ich ein Deutscher bin. Ich kam in ihr wie Lilien in einem offenen Grab.“ Das Echo des noch immer uneingelösten Versprechens hallt bis zu dieser Minute durch die Korridore unterirdischer Städte und über die eisfreien Ebenen des Neu-Schwabenlandes. (…) Text: Heinrich Dubel.
Quelle:
http://ds.ccc.de (Datenschleuder)
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Hitlers geheime UFO-Pläne
London - Ein großes Geheimnis der deutschen Geschichte scheint gelüftet. Der angesehene Wissenschaftssender „Discovery“ berichtet in einer Dokumentation (am 18. Dezember im TV) über ein UFO-Programm der Nazis. Mit der „Wunderwaffe“ wollte Hitler 1944 den Krieg doch noch gewinnen.
Der Untergang nahte. Doch Hitler glaubte an die Wunderwaffe. Meinte er die UFOs?
Eine Dokumentation des renommierten TV-Senders „Discovery“ enthüllt neue, größenwahnsinnige Details über Hitlers letzte Hoffnung: das geheime Fliegende-Untertassen-Bauprogramm der Nazis. Deckname V 7.
Quelle:
http://www.bild.t-online.de
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