Zitat von Janshi Das sich wie und woraus begründet?
Jo genau, wieso bist du dann davon überzeugt dass es überhaupt welche gibt?

Begründung? Zu menschlich gedacht?
Janshi
Hab nun mal einiges rausgesucht zur Begründung warum ich so überzeugt bin:
Lange Zeit wusste man nicht, ob unser Sonnensystem das einzige Sonnensystem ist, das Planeten besitzt und auch noch heute können wir extrasolare Planeten nicht direkt sehen, trotzdem wurden bereits hundert solcher Planeten in anderen Sonnensystemen gefunden und bei geschätzten 40 Trillionen Sternen (200 Milliarden Galaxien mit durchschnittlich etwa 200 Milliarden Sternen) in dem uns bekannten Universum, dürfte die Anzahl der Planeten noch weiter ansteigen.
des weiteren die Drake Formel
Wie viele dieser Planeten Leben hervorgebracht könnten, lässt sich mit der Drake Formel, auch Greenbank Formel genannt, abschätzen, auch wenn ich persönlich denke, dass sie viel zu pessimistisch ausfällt. Frank Drake war übrigens der Mitbegründer des SETI Projektes und führte 1960 die erste Suche nach außerirdischen Radiosignalen durch.
N=R*fh*fp*ne*fl*fi*fc*L N= Anzahl der intelligenten Zivilisationen, die heute existieren
R= Sternentstehungsrate einer Galaxie
fh= Anteil der Sterne, die eine Ökosphäre haben
fp= Anteil der Sterne die ein Planetensystem besitzen
ne= mittlere Anzahl von Planeten in einem Planetensystem, die in Ökosphäre fallen
fl= Anzahl der Planeten die tatsächlich Leben hervorbringen
fi= Anteil solcher Biosphären, auf denen sich intelligentes Leben bildet
fc= Anteil solcher Zivilisationen die fortschrittliche Kommunikationsmittel entwickeln
L= mittlere Lebensdauer dieser technisch hoch entwickelten Zivilisationen
Erläuterung:
R * mittlere Sternentstehungsrate pro Jahr:
Die mittlere
Sternentstehungsrate ist durch empirische Beobachtungen zum Beispiel durch das
Hubble-Weltraumteleskop relativ genau bekannt und beträgt 1. Bei der Betrachtung ist zu beachten, dass ein
Stern mittlerer Größenordnung benötigt wird. Sterne, die größer und leuchtstärker als die Sonne sind, verbrauchen ihre Energie bereits in weniger als einer Milliarde Jahre, so dass für die Entwicklung von Leben auf geeigneten Planeten nicht genug Zeit bleibt. Es wird deshalb nach Sternen gesucht, die mit unserer Sonne vergleichbar sind, da man davon ausgeht, dass die Entwicklung von Leben wie auf der Erde etwa eine Milliarde Jahre dauert. Etwa 70 Prozent der Sterne sind leuchtschwache
rote Zwerge. Zwar haben diese Sterne eine Lebensdauer, die um eine Größenordnung höher ist als die der Sonne, dafür ist ihre Leuchtkraft, ihre Masse und
Gravitationskraft wesentlich geringer. Weiterhin ist ca. jede zweite Entstehung ein
Doppel- oder Mehrfachsternsystem. Es handelt sich hierbei um zwei oder mehr Sterne, die sich gegenseitig umkreisen, genauer gesagt um ihren gemeinsamen
Schwerpunkt rotieren. Physikalische Simulationen haben gezeigt, dass Planeten in solchen Systemen eine äußerst instabile Bahn haben, und früher oder später in eine der Sonnen abstürzen oder gänzlich aus dem System hinausgeschleudert werden (
Drei- und Mehrkörperproblem). Eine Ausnahme bilden Planeten, die von ihren Sonnen so weit entfernt sind, dass die Anziehungskraft der beiden Sterne auf den Planeten wie die eines einzelnen Sterns wirkt und der Planet dadurch wieder eine stabilere Bahn hat (Zweikörperproblem). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mehrfachsternsystem über längere Zeit Planeten hat, ist sehr gering. Wenn zwei Galaxien zusammenstoßen, geschieht das aufgrund der großen Zwischenräume zwar kollisionsfrei, jedoch verlieren sie dabei in der Regel so viel kosmisches Gas, dass in der dabei entstandenen Galaxie (meist Ringgalaxie) so gut wie keine Sterne mehr entstehen können.
fs Anzahl der Sonnenähnlichen Sterne fp Anteil an Sternen mit Planetensystem:
Wie viele Sterne in unserer Galaxie haben ein Planetensystem? Beobachtungen zeigen, dass ungefähr die Hälfte aller Sterne Planetensysteme wie unsere Sonne haben können. Seit 1995 wurden mit sehr empfindlichen Detektoren durch Messung der Radialgeschwindigkeit von sonnenähnlichen Sternen bereits über 30 extrasolare Planeten entdeckt. Der Stand Februar 2002: 70 Planeten bei 60 Sternen. Mit zunehmender Genauigkeit der Instrumente, neuen Methoden und besser auflösenden
Teleskopen werden noch genauere Messungen möglich sein. Bisher können wir nur extrasolare Planeten finden, die sehr groß (mehrere Jupitermassen) und/oder sehr nahe an ihrer Sonne sind. Diese haben voraussichtlich sehr unwirtliche Lebensbedingungen.
ne Anzahl der Planeten in der Ökosphäre:
Die Ökosphäre ist der Bereich im Sonnensystem, in dem die physikalischen Bedingungen die Entstehung von Leben nicht von vornherein ausschließen. Ein Planet darf, je nach Sonnengröße, nicht zu nah und nicht zu weit von seinem Stern entfernt sein. Ist er zu weit weg, ist er einfach zu kalt; ist er zu nahe, ist er zu heiß und der Sonnenwind bläst die Atmosphäre weg. In unserem Sonnensystem befinden sich
Venus,
Mars und
Erde in der Ökosphäre.
fl Planeten mit Leben:
Auf wie vielen Planeten in der Ökosphäre könnte Leben entstehen? Für diesen Faktor gibt es keine wissenschaftlich belegbaren Zahlen. Es gibt nur das Beispiel unseres Sonnensystems. Eine eindeutige Definition von Leben ist schon schwer genug.
fi Planeten mit intelligentem Leben:
Wenn sich auf einem Planeten Leben entwickelt, so muss es sich nicht zu intelligentem Leben entwickeln. Auch für diesen Faktor gibt es keine wissenschaftlich belegbaren Zahlen. Es kann nur unser Sonnensystem als Beispiel herangezogen werden. Hier stellt sich auch die Frage, wie
Intelligenz definiert ist.
fc Interstellare Kommunikation:
Wie viele der intelligenten Zivilisationen haben Interesse an Kommunikation mit anderen Individuen? Denn nur wenn sie Interesse an Kommunikation haben, besteht für uns die Möglichkeit, sie zu finden. Man geht davon aus, dass intelligente Wesen auch auf die Suche nach extraterrestrischem Leben gehen.
L Lebensdauer einer technischen Zivilisation:
Als technische Zivilisation bezeichnet man eine Zivilisation, die in der Lage ist ein
Radiosignal aus dem
Weltraum zu empfangen und ein Signal in den Weltraum zu senden. Leben auf Planeten ist durch externe und interne Faktoren bedroht. Eine komplette Zerstörung kann durch Ereignisse ausgelöst werden, die in der Erdgeschichte schon mehrmals zu Massenaussterben geführt haben. Dazu zählen drastische Klimaveränderungen durch massive
Vulkanausbrüche und Einschläge von Kometen oder
Kleinplaneten. Denkbar wäre auch die Selbstzerstörung einer technischen Zivilisation, bzw. die Zerstörung einer technischen intelligenten Zivilisation durch eine andere Spezies wie z.B. einem Virus. Da die Lebensdauer von Sternen begrenzt ist, ist auch die Lebensdauer einer Zivilisation in diesem Sonnensystem begrenzt. Zivilisationen außerhalb von Sonnensystemen müssten auf ausreichende sonnenunabhängige Energiequellen umgestiegen sein, der Energieerhaltungssatz verbietet jedoch Perpetuummobiles und weit entfernt von Sonnen gibt es kaum Energiequellen.
Durch diese Gleichung kommt man dann zu keinem bestimmten Ergebnis,da es eine Faustformel ist aber man kann das hier als Grundlage nehmen.
Also ich bin Optimistisch
- Gemäßigtes Modell: Eine Zivilisation in unserer Milchstraße.
- Optimistisches Modell: 100 Zivilisationen in unserer Milchstraße, 5000 Lichtjahre Mittlerer Abstand zweier sendenden Zivilisationen.
- Enthusiastisches Modell: 4.000.000 Zivilisationen in unserer Milchstraße, 150 Lichtjahre mittlerer Abstand zweier sendenden Zivilisationen.
So ich Glaube hab für mich jetzt genug begründet..
Nun bitte Fakten und Zahlen oder zumindest eine Begründung von denen die
gegen eine andere Zivilisation sprechen.