Frohes neues Jahr Sonic, ja und nun wird sich alles ändern. Klar.
Ich wollte heute nacht schon antworten aber gut, dass ich es nicht getan habe. Denn ich habe noch nicht ganz verstanden, worum es geht. Geht es um die Frage ob Menschen sich ändern, geht es um gute Vorsätze (und deren Sinn) oder geht es um Oberflächlichkeit?
Zitat von Sonic Und wer hat schon Lust zuzugeben dass man selber Fehler hat, und nochmehr, bereit daran was zu verändern.
Man selber ist doch immer der beste - nur die anderen sind doch meistens scheiße. und genauso bleibt das auch 2008,2009,20010 usw.
Fehler einzuräumen und sich ändern das kostet viel Kraft und man muss auch mal über seinen Schatten springen. Aber glaub mir, es gibt Menschen, die das machen, so selten das auch sein mag. Und das erntet dann auch durchaus Respekt.
Der beste ist man selten, das ist wohl ein Wahrnehmungsproblem wo u.a. noch Stolz und Eitelkeit hinzukommen. Von der reinen Wahrnehmung gehört eigentlich nicht viel dazu zu erkennen wie es wirklich ist, aber dass man dann auch mal ehrlich ist, also auch zu sich selbst, das ist schon schwerer.
Zitat von Sonic Und genau aus diesem Grund habe ich mir in diesem Jahr ein Damenfahrrad gekauft, nicht extra deswegen sondern weils billig war und werde damit im Sommer wieder rumgurgen - und wieder sagen alle - kuck mal der da wie peinlich. Und das ist nur ein Beispiel dass sich Menschen nicht ändern - es ändert sich doch nichts. Und wenn sich was ändert dann an den Steuern die gehen höher und höher und das Ende vom Lied, dass der kleine Mann wieder der gearschte ist.
Sich etwas vorzunehmen ist natürlich keine Leistung, wichtig ist doch einfach die tatsächliche Bereitschaft etwas zu ändern, die zu oft zu gering ist. Ich hatte schon die komplette zweite hälfte 2006 vor, eine Freundschaft wiederzubeleben und habe es dann kurz vor Weihnachten spontan getan und es auch nicht dabei belassen.
Für 2007 habe ich mir auch was vorgenommen, nichts groß wichtiges aber schon was sinnvolles. Über den Haufen werfe ich es wohl nicht, vergessen werde ich es vielleicht. Man kann auch lernen, sich selbst zu motivieren. Es hängt natürlich an mir.
Zitat von Sonic Ich liebe dieses Land, alle reden sich ein, dass es ihnen so schlecht geht obwohl wir hier alle in Saus und Braus leben - nicht nur das wir versuchen uns sogar noch zu übertrumpfen - so oberflächlich wie wir sind.
Diese Wahrnehmung ist nachvollziehbar aber eben auch oberflächlich. Es ist ja schon ein urdeutsches Problem mit unserer pessimistischen Gesellschaftsstimmung, trotzdem ich wette jeder von uns kennt Menschen die wirkliche Probleme haben. Und denen es wirklich schlecht geht. Krankheiten, Schulden, Todesfälle, zerbrochene Herzen und mehr. Und da ist dann auch irgendwann nichts mehr mit Saus und Braus.
Ich bin leider auch oft ein großer Jammerlappen, auch da, wo es gar nicht nötig ist, insofern könnte deine Aussage bei mir sogar zutreffen, aber wenn ich an die Sachen denke, die mir wirklich an die Substanz gingen hat das nichts mehr mit eingeredet zu tun. Obwohl ich auch wieder oft selbst Schuld war, weil ich meistens zu spät handle.
Zitat von Sonic WOW - ich habe es dann wohl wirklich zu etwas geschafft - dann könnt ihr alle stolz auf mich sein - gerade das ist mir so wichtig - die Meinung von anderen Leuten. Die selber nicht mal wissen was die wollen, meistens das gleiche was die anderen. Tja warum wohl? - Ganz einfach man kann nur das Glück erreichen, wenn man die Ideale einer Gesellschaft erfült in der man lebt.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Glücksverständnis bei uns immer noch von einer Mehrheit geteilt wird, ich hoffe nicht. Auch wenn zuviele quasi Automatismen in unserer Gesellschaft so ein Verständnis verstärken. Ich habe in diesem Sinne (mein Haus, mein Auto und von mir aus meine Stereoanlage, mein Handy, mein Fernseher...) noch nichts erreicht in meinem Leben. Manchmal strebt man sicher nach etwas, weil man es braucht oder glaubt, es zu brauchen.
Ich kann also noch gar nicht für mich sagen, dass ich Glück erreichen würde, wenn ich in dieser Hinsicht gesellschaftliche Ideale erfülle.
Was ich aber machen kann ist, Konsum oder Status nicht als gesellschaftliche Ideale anzuerkennen und sie schon gar nicht als Vorraussetzung zum Glücklichsein zu betrachten.
Wenn du dieses Glücksverständnis kritisierst nehme ich nicht an, dass du es auch teilst. Oder doch? Hast du dich einer vermeintlich traurigen Realität gebeugt, resigniert?
Sei nicht niedergeschlagen, wenn Menschen ein solches Glück propagieren. Trug und schein ist doch selten leichter zu entlarven als an materiellen Dingen.