[FONT=Verdana]Ich weiß nicht, ob ichs in die Richtige Kategorie gepostet habe.. aber ich dachte das hier kommt am nächsten hin, weil ich nicht klagen will sondern versuchen will mit meiner geschichte leuten zu helfen.
[/FONT] [FONT=Verdana]Aufwachen, nicht zu Schule gehen, Computer einschalten…. Abends Computer wieder ausschalten und ins Bett gehen. Treffender lässt sich mein Leben in den letzten Monaten nicht beschreiben!
[/FONT] [FONT=Verdana]Ob es „Computersucht“ war oder ob ich einfach keine Lust mehr hatte mich der Realität zu stellen kann ich jetzt noch nicht sagen, vielleicht werde ich es nie können. Mein Abitur scheint mir im Moment unerreichbar, aber ich werde tun was ich kann um diesen „Checkpoint“ in meinem Leben zu erreichen und die letzte Chance zu ergreifen mich noch zu retten. Über die Jahre habe ich festgestellt, dass ich gerade dann, wenn ich mit dem Rücken zu Wand stehe am stärksten bin, ich kann nur hoffen, dass es auch hier zutrifft.
[/FONT] [FONT=Verdana]Ich denke spätestens jetzt stellt sich vielen die Frage, warum ich das hier schreibe.. . Ich habe lange Zeit all meine Probleme für mich behalten, wollte mich niemandem öffnen, wurde oft enttäuscht, wenn ich mich geöffnet habe. Ich sah es als Zeichen von Schwäche und ich wollte nicht schwach sein, weil ich dachte, dass ich die Leute in meinem Umfeld nicht enttäuschen darf und zu gebe das auch ich Probleme habe und sich nicht immer alles reibungslos Funktioniert. Die Quittung habe ich bekommen.. Meine Freundin hat mich verlassen, Freunde haben mir oft gedroht sich von mir ab zu wenden und ich fühlte mich einsam. Ich erkannte nicht wie viele Leute mir helfen wollten, sich um mich sorgten. Hätte ich es gemerkt, hätte ich mich wahrscheinlich nur weiter zurückgezogen, weil ich dachte Sie machen sich weniger Sorgen, wenn sie meine Probleme nicht sehen.
[/FONT] [FONT=Verdana]Rückblickend muss ich sagen, dass ich die Hilfe die mir angeboten wurde nicht annähernd verdient habe. Ich bin auf den Gefühlen der Leute herum getrampelt, die mir am meisten bedeuten..
[/FONT] [FONT=Verdana]Am meisten hat es meine mhm.. ich benutze nicht gerne das Wort Ex-Freundin, aber möchte sie nicht bei ihrem Namen nennen, um wenigstens ein bisschen Anonymität zu wahren, also nenne ich sie jetzt einfach Marge. Also die Person, welche am meisten abbekommen hat ist Marge, sie hat sich mir geöffnet hat mir viel über sich und ihr Leben erzählt. Hat viel wegen mir gelitten und trotzdem weiter zu mir gestanden und das über einen sehr langen Zeitraum. Ich an ihrer Stelle hätte wohl schon sehr viel früher die Notbremse gezogen und nicht alles hingenommen. Sie hat mir oft die Chance gegeben an mir zu arbeiten, mir oft gezeigt was ich falsch mache, aber ich wollte und konnte es mir nicht eingestehen. Ich habe lange eine Fassade aufrecht erhalten und immer cool gespielt.
[/FONT] [FONT=Verdana]Es tut mir leid, dass ich so unstrukturiert schreibe, aber ich glaube wenn ich zu viel über meine Worte nachdenke verliere ich nur die Authentizität meiner Gefühle.
[/FONT] [FONT=Verdana]Ich hatte mein Selbstbewusstsein verloren! Früher hatte ich alles fest im Griff und bin aus jeder Zwickmühle mit wenig Aufwand herausgekommen. Ich wusste was ich kann, auch wenn es jetzt arrogant klingt, aber ich habe mein Potential, ob in Schule, Sport oder sonst etwas, jemals richtig ausgeschöpft. Aber ich habe gerne gezeigt, was ich kann. In den letzten Monaten wollte ich das nicht, ich wollte unterschätzt werden, wollte nicht, dass jemand Erwartungen in mich setzt und somit der Gefahr entgehen jemanden zu enttäuschen.
[/FONT] [FONT=Verdana]Ich habe mich schnell Leuten anvertraut und wurde oft fallen gelassen und ich wollte nicht, dass es sich wiederholt. Das ich den falschen Weg gewählt habe ist mir jetzt klar. Ich hätte früher erkennen müssen, das ich jetzt Menschen habe, denen ich vertrauen kann, die mich verstehen und mich akzeptieren mit meinen vielen kleinen und großen Macken. Als meine Mutter 2004 starb, war hatte ich den Menschen verloren, der mir am meisten bedeutet, den Menschen der mich am besten kannte, den Menschen der wusste was in mir steckt, der Mensch für den ich gekämpft habe! Zu meinem Vater hatte ich nie ein besonders gutes oder inniges Verhältnis. Ich wollte ihn nicht an meinem Leben teil haben lassen. Ihm nicht den Weg zeigen, den ich gehe, sondern nur Ergebnisse liefern.
[/FONT] [FONT=Verdana]Ich war als Kind oft alleine, bei jedem Wetter, auf dem Fußballplatz, habe stundenlang auf das leere Tor geschossen, um meine Schusstechnik zu verbessern. Ich habe mich dort geschunden, war immer mit vollem Einsatz dabei und habe mir dort die Knie ruiniert. Aber es war mir egal, ich hatte einen Traum und habe dafür gekämpft, mich durchgebissen. Ich stand mit gebrochenen Zehen und überdehnten Bändern auf dem Platz, die Tränen standen mir bei jedem Schritt in den Augen, aber ich habe weitergemacht, weil ich beweisen wollte was in mir steckt.
[/FONT] [FONT=Verdana]Aber diese Kraft habe ich verloren.. ich dachte ich hätte sie verloren! Jetzt weiß ich was ich kann, zu was ich fähig bin und was ich für ein Mensch bin. Ich weiß, dass ich einen langen und harten Weg vor mir habe. Aber ich bin mir sicher, dass es sich lohnt, dass ich am Ziel zurückblicken kann und stolz auf mich sein kann alle Hürden gemeistert zu haben! Ich werde für mein Leben, für meinen Traum kämpfen! Ich will beim Abiball auf der Bühne stehen, mein Abschlusszeugnis entgegen nehmen und Marge im Arm halten und mich auf die Abschlussfahrt mit ihr freuen. Wenn ich sie nicht als Freundin zurück bekommen kann, so will ich ihr wenigstens zeigen, wer ich wirklich bin. Ihr zu zeigen, dass ich ein Mensch bin der ihre Liebe verdient hatte und auf den sie stolz sein kann. Ich weiß das ich sie sehr viel Kraft gekostet habe und das auch ihre schulische Leistung unter meinem Verhalten gelitten hat. Wenn ich könnte, würde ich alles dafür tun um ihr zu helfen und ihr Leben zu bereichern wie es mir möglich ist. Aber ich werde sie der Schule hinten anstellen und versuchen dort die meiste Energie dort hinein zu stecken. Ich denke auch das wird sie schon sehr glücklich machen, weil ich sicher bin, das sie nur das Beste für mich will. Ich denke auch, das ein Hauptgrund für das Ende der Beziehung ist, das sie mich wachrütteln wollte, mir zeigen das es so nicht weiter gehen kann. Ich habe ihr das nie gesagt, aber ich hatte auch nach einem Jahr noch ein kribbeln im Bauch wenn ich sie angerufen habe oder das ich alles um mich herum vergessen habe wenn ich sie nur berührt habe…
[/FONT] [FONT=Verdana]Ich denke ich stehe an einem Punkt in meinem Leben, an dem sich sehr viel verändert. Es wird Personen geben, die aus meinem Leben verschwinden und andere, die stärker involviert werden. Ich bin überzeugt davon, das es schwer wird sich an mein „neues ich“ zu gewöhnen, aber ich bin genauso davon überzeugt, dass es lohnenswert ist, mir noch einmal eine Chance zu geben, um neu anzufangen. Mit den Fehlern der Vergangenheit ab zu schließen. Ich werde wieder Fehler machen, aber ich hoffe dass ich weiterhin die Unterstützung erhalte, die ich zuvor abgelehnt habe. Mir ist klar geworden, dass ich es alleine nicht schaffen kann. Und ich habe gemerkt wie wichtig es ist, Freunde zu haben, die sich für dich einsetzen, eine Familie, die hinter dir steht und einen Partner zu dem man sich zurückziehen kann. Überhaupt ist eine gute Partnerschaft wohl das wichtigste, weil es dir Rückhalt gibt und dich ruhiger macht, nachdenklicher und einfach zufriedener. Ich spreche nicht von Sex oder etwas Derartiges… ich kann mir im Moment nichts schöner vorstellen, was mir mehr helfen würde, als nach einem harten Tag nach Hause zu kommen.. und mit jemandem über den Tag zu sprechen, egal wie trivial manche Dinge erscheinen und später in ihren Armen einzuschlafen, in dem Wissen das jemand da ist, man nicht alleine ist und das diese Person auch am nächsten Tag noch da ist und dir zu Seite steht.
[/FONT] [FONT=Verdana]Die meisten Leute, die mich kennen und das hier lesen werden wahrscheinlich nicht daran glauben, dass ich alles schaffe aber euch kann ich nur sagen: Wartet ab, beobachtet mich und bitte unterstützt mich, ich weiß das es nicht einfach ist, aber ich bin überzeugt davon, dass ich alles schaffen kann, wenn ich dafür kämpfe und ich sehe, dass es Menschen gibt, die sich für mich einsetzen und an mich glauben.
[/FONT] [FONT=Verdana]Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, das hier zu lesen und ich hoffe ihr versteht mich jetzt besser.
Achja warum ich das hier schreibe.. ich sehe es als ersten Schritt in die richtige Richtung und will den Leuten, denen ich geschadet habe einen Einblick in mich zu geben... und um mich von dieser Last zu befreien[/FONT]