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Tugend

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Christian
Alt 20.12.2006, 22:33   #1
Standard Tugend

Hallo,

wollte mal wissen was ihr von Tugend haltet. Wenn man danach Lebt hat man doch bestimmt ein Schönes und Glückliches Leben. Wieso soll man Dinge tun die Falsch sind. Manchmal macht man ja auch Dinge die Falsch sind aber man hat ein Schlechtes Gefühl dabei weil man eigentlich weiss das es Falsch ist, aber man tut es trotzdem, aber wieso? Jeder hat bestimmt schon was von seinen Eltern mit auf den Weg bekommen, Gespräche von Vater zu Sohn usw. Früher dachte ich immer "Was redet der Alte da für einen Scheiß?!" aber jetzt weiß ich das es kein Scheiß war. Ob man es animmt oder nicht ist jedem selbst
überlassen. Wenn man vor einer Handlung ein wenig Nachdenkt ob es richtig oder falsch ist kann dieses vor großem Unheil bewahren. Wenn man nur handelt ohne zu Denken kann die Handlung unter Umständen ein ganzes Leben zerstören. Ich habe mir für das neue Jahr das Ziel gesetzt das ich nichts mehr tun werde was irgenteinem anderen Schadet oder was von der Ethik her nicht vertretbar ist.
 
 
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Sivar
Alt 20.12.2006, 22:50   #2
Standard

Tugend... ich find das Wort schon zum Kotzen... "Tugenden" sind aber eher sowas wie Fleiß, Strebsamkeit, Gehorsam, Disziplin. Alles irgendwie stark angestaubte Dinge, die zwar grundsätzlich nicht schlecht, aber mit alter Schule verbunden sind.

Was du beschreibst, ist Moral oder Gewissen, und naja... was soll verkehrt sein, danach zu leben? Natürlich hat jeder dann noch irgendwie seine eigene Moral, und es gibt verschiedene Dinge, die jeder einzelne mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Man sollte aber dabei immer bedenken, dass alles irgendwie und irgendwann auf einen zurückfällt, und man von daher nur so handeln sollte, wie man es selbst auch haben könnte. Will jemand zB Fremdgehen, muss er es auch akzeptieren, wenn der Partner mal fremdgeht. Wer schlägt, muss damit rechnen, auch mal aufs Maul zu kriegen.

Ist ja löblich, was du dir Schönes fürs neue Jahr vorgenommen hast, aber eigentlich sollte das doch sowieso immer so sein. Warum also nicht jetzt sofort, sondern erst als Vorsatz fürs neue Jahr? *g* Wie hast du denn bisher gelebt, dass du dir jetzt solche - eigentlich selbstverständlichen - Vorsätze fassen musst? Das würde ja eigentlich auch bedeuten, dass du bisher bewusst anderen geschadet hast (wobei ich mal unterstellen will, dass du einfach ohne nachzudenken gehandelt und dadurch anderen geschadet hast).

Gespräche von Vater (oder Mutter) zu Sohn gab es bei mir nicht wirklich, aber ich möchte mal behaupten, dass ich mich auch ohne sowas recht positiv entwickelt hab .

Aber um deine eigentliche Frage zu beantworten, was Leute von sowas halten... für mich ist das irgendwie (s.o.) eine Selbstverständlichkeit... ich nehme mir ja zB auch nicht vor, im nächsten Jahr nicht zu klauen, was aber keineswegs bedeutet dass ich das bisher getan habe oder sonst nächstes Jahr tun würde . Ich glaube sogar, dass jeder Mensch ein Gefühl für richtig und falsch hat, aber viele vor allem das Gefühl für "falsch" ignorieren, weil sie sich möglicherweise von der Gesellschaft/etc ungerecht behandelt fühlen oder sich die falschen Vorbilder nehmen.

"Schlecht sein" ist in meinen Augen nichts anderes als "fehlgeleitet sein", von daher hilft es auch nix, Kindern bestimmte Dinge einzutrichtern, solange sie nicht den Sinn dahinter und/oder den grösseren Zusammenhang erkennen.
 
 
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Ford Prefect
Alt 21.12.2006, 00:14   #3
Standard

Ich will nicht bestreiten, dass Menschen durchaus ein Gefühl für richtig und falsch haben, aber dennoch zweifle ich daran, dass es wirklich etwas wie ein objektives Richtig oder Falsch gibt. Denn wenn wir uns schon von unserem Gefühl sagen lassen, was richtig und was falsch ist, dann ist das eine zutiefst subjektive Einteilung.
Natürlich gibt es Gesetze und Sitten, die uns sagen sollen, was richtig oder falsch ist, doch in der Regel gehe ich lieber nach meinem Gefühl als nach Vorschriften, die von Anderen gemacht wurden.

Zu den Tugenden: Nach Aristoteles (ich glaub der wars, bin mir aber nicht 100% sicher) liegt jede Tugend zwischen zwei Extremen, die er als schlecht ansieht. So liegt etwa die Tapferkeit zwischen Feigheit und Tollkühnheit.

Zu Christian: Mit diesem Vorsatz wirst du kein Leben bestreiten können. Schon alleine wenn du einen Arbeitsplatz findest, schadest du damit anderen Menschen, die den Arbeitsplatz auch hätten haben wollen. Genauso schadest du Anderen, wenn du etwa Auto fährst oder Lotto spielst. Alleine deine Existenz schadet Anderen. Insofern ist dein Vorsatz nicht durchführbar.
 
 
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