Meine Träume sind ziemlich selten und platt geworden, seit ich das Träumen nicht mehr mittels Traumtagebuch etc. fördere aber ich hatte bereits richtige Perlen, die ich direkt nach dem Aufwachen niederschreiben konnte. Ich erinnere mich auch teils irre gern an die.
Meine Träume sind auf ihre Weise schon relativ besonders, wenn ich sie mit denen anderer vergleiche:
Ich habe eigentlich nie angst, meine 'schlimmen' Träume beschränken sich eigentlich vom negativen Gefühlsspektrum her fast komplett auf 'genervt sein', 'gestresst sein' und 'enttäuscht sein' von sich selbst und anderen.
Verfolgungsträume habe ich vergleichsweise selten aber auch in diesen stellt sich kein Angstgefühl ein, sondern vielmehr ein 'ach scheiße, jetzt muss ich schon wieder die Beine in die Hand nehmen. Son Dreck!'
Was vielleicht auch ne Besonderheit darstellt ist, dass ich mich nicht erinnern kann, jemals eine andere Person getötet zu haben. Andererseits kommt es leider gehäuft vor, dass andere wegen mir sterben z.B. wegen irgendeiner Nachlässigkeit oder einfach völlig unvorhersehbar aus dem Causalitätsprinzip heraus.
Luzid habe ich nun schon leider länger nicht mehr geträumt. Und wenn, dann waren dies in letzter Zeit nur kurze Momente, in denen ich wusste, dass ich träume, aber ich bin dann oft wieder zurück in den Traum gedrängt worden.
Was mich auch erstaunt ist mein Einfallsreichtum im Traum. Ich versuche manchmal (gerade wenn ich kurzzeitig luzid oder halbluzid werde) sozusagen die 'Bahn' des Traumes zu verlassen und ihn in eine andere Richtung zu lenken als die vorgesehene.
Dann gibt es gewissermaßen ein kleines Paradoxon, in dem ich als der Protagonist versuche meinen Traum, -in dem ich ja gewissermaßen gefangen bin aber den ich ja gleichzeitig selbst träume- in eine Richtung zu lenken, die mir gerade zusagt. Der 'Traum' also quasi mein Unterbewusstsein wehrt sich allerdings heftigst dagegen und lässt sich teilweise unheimlich schlaue Sachen und Situationen einfallen, um mich wieder zurück in die Bahn zu drängen. Falls das nicht gelingen sollte, dann geht das sogar soweit, dass sich der Traum -durch eine Shocksituation- aktiv selbst beendet und ich aufwache.
Ab hier geht's um Sex und so...
Damit man sich darunter was vorstellen kann ein kleines Beispiel, das so mancher bestimmt kennt (gerade die Männer *fg). Euch ist ja der Feuchte Traum gewiss ein Begriff. Ich für meinen Teil habe praktisch nie welche aber das läuft ja in der Regel so ab, dass man im Traum Sex hat und dann irgendwann so um den Höhepunkt herum mit nasser Boxershort aufwacht. Nun kann es vorkommen, dass ich im Traum kurzzeitig luzid werde und mir bewusst bin: "Oh, das hier ist nur ein Traum."
Was macht Mann also mit dieser Erkenntnis?
-Genau man macht sich blitzschnell an eventuelle weibliche Begleiterinnen oder "Statistinnen" ran.
Ich weiß leider nicht, warum gerade dieser 'Eingriff' so eisern vom Traum selbst unterdrückt wird aber ich habe gewisse Vermutungen diesbezüglich...
Bisher war es bei mir immer so: Auf Orgasmus im Traum folgt auch ein 'realer' Orgasmus. Das wird wohl auch die Regel sein, denn wenn ich dem glauben schenken kann, was ich so gelesen habe, dann kann man rein 'geistig' einen Orgasmus herbeiführen, ohne überhaupt irgendwas anzufassen. Nun würde also der Sex im Traum zweifelsohne zu einem Orgasmus führen, auf den der 'reale' Körper noch nicht vorbereitet ist. Also ergreift der Traum die Initiative und lässt sich die komplett irrsten Dinger einfallen, um einen vom Sex abzuhalten. Ich glaube sogar ich habe diesen Traum einst schon hier geschildert.
Z.B. kam kaum nachdem man zusammen ein ruhiges Eckchen gefunden hat ein freundlicher Polizist vorbei, der uns darauf hinwies, dass der Coitus in der Öffentlichkeit nicht erwünscht ist. (Das hat der Gute ohne scheiss so gesagt, ich könnt jetzt noch drüber ablachen ^^). Zum Glück waren 'wir' da gerade in einer Art Kanalstadt alias Venedig. Ich habe den Bastard also kurzum per Fusstritt von dem Steg ins Wasser befördert.
Die Geschichte ging praktisch endlos so weiter, ständig drängten sich "störende Faktoren" in die Handlung, bis ich mal richtig Druck gegeben hab und der Traum sich gezwungen sah mich aufzuwecken. Was passiert also? Ich verliere mich mit meiner namenlosen Begleiterin im Wald und wir verlieren uns auchnoch gegenseitig aus den Augen.
Der Wald wird immer dichter und ich hol' ne Machete/Messer aus meiner Arschritze oder sonstwoher, um mich durch das Gestrüpp zu schlagen und in dem Moment sieht sie mich und kriegt schiss vor mir. Das war natürlich ein genialer Schachzug: Das Mädchen hat angst davor, dass ich sie in den Wald 'gelockt' habe, um sie abzustechen und ich bin sowas von empört und geshockt, dass irgendwer sowas von mir denken könnte, dass ich kurzum einfach aufwache. Scheisse wars.
Das ist übrigens einer meiner Lieblingsträume, denn er war wirklich sehr LANG und unterhaltsam.
