Um einem Wunsch nachzukommen, den ich vom Herzen erfülle, werde ich versuchen den Unterschied von Trauer und Selbstmitleid zu erklären.
Als erstes sollte man unterscheiden, zwischen "Trauer" und "Traurig sein". Traurig sein, ist ein momentaner Gefühlsmoment, (durch einen schlechten Tag, ärger mit Freund, sonstige Ärgernisse im Alltäglichem Leben). Trauer dagegen, ist tiefgründiger, (durch Tod eines Menschen, Verlust einer Freundschaft, Beziehung, Krankheit und sonstige Schicksalsschläge)
Das Traurig sein, geht schneller wieder vorbei, aber die Trauer, kann sich über Jahre hinwegziehen. Jeder Mensch trauert anderst, am Anfang nimmt man es nicht bewußt wahr, oder man verdrängt es. Es holt einen aber irgendwann ein, deshalb sollte man diese Trauer ausleben, verarbeiten. Die Gefühle herauslassen, egal ob man weint, schreit oder schimpft.. man braucht sich deshalb nicht zu schämen, ob Mann oder Frau, in so einem Moment zählt nur der Mensch, so wie er eigentlich überall zählen sollte, nicht nur zu diesem Thema, auch im alltäglichem Leben. Einfach nur Mensch...
Trauer, Traurig sein, hat nichts mit Selbstmitleid zu tun, man verfällt nur manchmal in Selbstmitleid, man fängt an sich zu bedauern, gibt anderen die Schuld, keiner versteht mich, keiner mag mich usw...
Aber das hat mit Gefühlen und Emontionen nichts zu tun. Wenn man den Unterschied erkennt, es wahrnimmt, sich selber wahrnimmt, in sich hineinhört, sich damit auseinandersetzt, kann man begreifen und verstehen, vor allem spüren und fühlen.
Deshalb bedauere dich nicht, sondern nimm deine Gefühle wahr und lass es zu, deinen Schmerz, deine Tränen, deine Wut, herauszulassen. Das ist kein Selbstmitleid, sondern Emontionen, die herausgelassen werden müssen, nur so kann man die Trauer verarbeiten und sich davon befreien und loslassen...
Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo, um die Trauer zu verarbeiten, deshalb ist es egal, ob der Mensch 3mon. oder jahre darüber redet oder weint. Solange der Schmerz fühlbar ist, hat man es noch nicht verarbeitet. Man sollte sich deshalb auch nicht von äußeren Einflüssen blockieren lassen und sich selber auch nicht.
Trauer schafft man in den meisten Fällen, nicht alleine, deshalb ist es ratsam, sich eine vertraute Person zu suchen. (Seelsorger, Therapeut) Den in Begleitung tut man sich leichter, denn einfach sind solche Wege nie, aber es hilft um sein leben, wieder lebenswert zu machen.
Bevor man sich sowas annimmt, muss man im sich im klaren sein, dass es sehr viel Geduld, Kraft kostet. Aber auch der wo trauert, sollte dass erkennen. Das man Geduld haben sollte mit sich selber und das jedes Gefühl erlaubt ist, ohne sich schämen zu müssen. Wenn man das erkennt und versteht, versteht man sich und andere Menschen und kann sich gegenseitig unterstützen, ohne ungeduldig, zornig und genervt zu sein. Denn dann versteht man und steht auf einer Ebene, jeder Trauer, Schmerz geht vorbei... wenn man ihn verarbeitet und zuläßt und nicht verdrängt, egal was für Gefühle in uns hochkommen...
Man darf aber nie außer Acht lassen, sich selber und andere wahrzunehmen und andere damit nicht belasten, dafür bekommt man ein Gespür, man muss viel selber an sich arbeiten und darf nie jemandem anderen die last übertragen..