
15.10.2004, 16:54
# 28 Jo, wo sind die sogenannten Tierschützer bzw. Artenschützer wenn in Südamerika und anderswo Regenwald abgeholzt oder brandgerodet wird für großflächigen Rindermastbetrieb? Bekanntlich ist dort die Artenvielfalt enorm groß, genauso wie die Gefährdung eben dieser. Die Weiden die nach der Rodung entstehen können, sind aber nich allzu lange verfügbar, so dass man alle paar Jahre weiterziehen muss. Auf diese Weise betreiben große Konzerne die gleiche zerstörerische Art von Wirtschaft wie viele arme Bauern dort, nur um die Mägen von Fleischessern auf der ganzen Welt zu füllen.
In einem Atlas in der Schule konnte man sehr gut sehen, dass sich die Rinderzucht vorrangig genau an der Grenze zum Regenwald aufhält.
In Deutschland wird nun mehr Schwein als Rind gegessen, doch in den meisten anderen Ländern sieht es da anders aus. Über die Abholzung des Regenwaldes wird ab und zu mal berichtet, doch über eine (von mehreren), nicht unwesentliche, Ursache, nämlich der Rindfleischkonsum, wird eigentlich nie ein Wort verloren.
Weiterhin finde ich es blöd, den NS-Vergleich ständig kategorisch abzulehnen. Wie sind denn die Zustände in den hiesigen Mastbetrieben? Wie sind sie auf den Viehtransporten (in Dokumentationen über den Holocaust wird die Deportation der Juden oft mit einem Viehtransport verglichen, was bereits die Widerwärtigkeit der Tierindustrie zeigt)? Und wie sind die Zustände in Schlachtanlagen? |