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Suizid = Egoismus?

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raffis
Alt 10.12.2004, 14:54   #1
Standard Suizid = Egoismus?

Hallo zusammen,

dies ist ein sehr heikles Thema und ich werde mich auch darum bemühen, keine vorschnellen Urteile zu fällen.

Desweiteren habe ich zu diesem Thema nicht wirklich eine subjektive Ansicht (gerade weil es vielleicht so eine heikle Sache ist), sondern würde gerne eure Meinungen dazu hören, um auf objektiver Basis abwägen zu können.

Folgendes: Einer meiner Freunde hat einen Verwandten, der sozusagen
"im ganzen Ort" bekannt ist, ein ca. 30-jähriger, der nicht gerade die einfachste Vergangenheit hatte (Drogen, Knast), aber mittlerweile ein sehr einfühlsamer, und dennoch offensichtlich depressiver Mensch geworden ist.
In einem Gespräch sagte er mir einmal: "Wenn es um mich ginge, wäre ich schon lange nicht mehr hier."
Warum er dann immer noch hier sei?
"Wegen meinen Bekannten, wegen euch." Einige kaufen bei ihm im Laden ein, andere kennen ihn auf freundschaftlicher Basis - "was würden die Menschen, die mich (geschäftlich und freundschaftlich) brauchen, tun, wenn ich nicht mehr hier wäre?"

Dies war quasi seine Begründung. Es kam mir auch sehr glaubwürdig vor und es schien so, als ob er von innerstem Herzen sprechen würde.
Jedenfalls schien er sich selbst in den Hintergrund zu stellen, und die Menschen um ihn herum in den Vordergrund - beinahe schon selbstlos, denn wie gesagt, wenn es um ihn gegangen wäre, hätte er schon längst Suizid begangen.

Das brachte mich zu folgendem Gedanken: Sind Menschen, die Suizid begehen, auf eine Art egoistisch?
Denn in ihren Gedanken spielt sich ja so etwas ab wie "Das Leben kotzt mich an, ich bring nichts mehr zu Stande, ich habe die Schnauze voll, ich bringe mich um."
Wenn jemand an Suizid denkt, denkt er ja meistens wegen sich selbst so, weil er mit sich selbst nicht zufrieden ist.
Wenn so einer hingegen denken würde "Ich hasse das Leben, ich will mich umbringen.. aber moment Mal, da ist noch meine Familie, meine Bekannten, etc. und wie sehr würden die unter meinem Selbstmord leiden?" Dann würde er den Suizid sein lassen und allein schon wegen seinen Mitmenschen das (vielleicht harte) Leben weiterführen.

Da also Suizid eine Sache ist, deren Ursache meist auf innere Probleme beim Menschen, und selten auf äussere Bedingungen (natürlich existiert letzteres auch) zurück zuführen ist, meine Frage: Kann man Suizid als Egoismus bezeichnen?
In dem Sinne dass solch ein Mensch nur noch an sich und seine Probleme denkt, und dem Leben und seinen Mitmenschen den Korb gibt?

Oder meint ihr, es sei falsch, Suizid und Egoismus auf die gleiche Ebene zu setzen bzw. miteinander zu vergleichen?

Wie gesagt, ich selbst bin nicht der Meinung, dass Suizid unbedingt etwas mit Egoismus zu tun haben muss, weil sich viele auch umbringen, weil sie vielleicht mit sich selbst nicht klar kommen, und sich dadurch auch den Mitmenschen gegenüber "nutzlos" fühlen.

Was denkt ihr dazu?

Gruss Raffis
 
 
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RegularJohn
Alt 10.12.2004, 15:09   #2
Standard

ich denke, man hat schon seine gründe sich selbst aus dem leben zu manövrieren und das sollte auch irgendwo akzeptiert werden. man hasst ja nicht nur sich, sondern wird gehasst oder ausgegrenzt oder einem ist was schlimmes widerfahren, was auch immer... der mensch macht das schließlich nicht ohne grund
 
 
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Bi-Zar
Alt 10.12.2004, 15:49   #3
Standard

Egoistisch ist der Selbstmord natürlich.

Aber vorwerfen kann man ihm den Selbstmörder nicht.
 
 
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Jazhara
Alt 10.12.2004, 16:26   #4
Standard

Najaaaa, das is jetzt wieder so ne Sache ...

ich denke mal es kommt auf den Fall drauf an ... wenn du weiß, dass du nichts mehr hast, dann is da auch kein egoismus mehr, weil du eh für niemand anderes mehr was tun kannst, bzw für niemand anderen leben kannst!

wenn du aber noch leute hast, die für dich da sind, die dir helfen wollen und im prinzip auch können, dann isses egoismus oder einfach nur blindheit!
allerdings isses nicht unbedingt die schuld des selbstmörders, denn ohne grund bringt man sich glaube ich nicht um ....
 
 
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juLY
Alt 11.12.2004, 12:59   #5
Standard

hmm ja auf eine weise finde ich es schon egoistisch. meine beste freundin meinte ich würde ihr das leben so zerstören wenn ich mich umbringen würde das sie selbst keinen Lebenswillen mehr hätte. das heißt das man seine freunde doch sehr enttäuscht und das nur weil MAN SELBER keine lust mehr zu leben hatte was dann wieder rum hieße man handle egoistisch. doch wenn man einmal nahe dran ist sich umzubringen und es dann wirklich tut, denke ich, wird man an ganz andere dinge denken (zb shit ich hab vergessen meinen pc auszumachen^^) und nicht daran denken das man jetzt andere menschen sehr enttäuscht. wenn du an diesem punkt bist ist doch eh schon alles egal......
 
 
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Jazhara
Alt 12.12.2004, 12:36   #6
Standard

das glaub ich jetzt weniger ... wenn wirklich jemand für dich da is sollte man das schon irgendwie merken ....
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 12.12.2004, 13:14   #7
Standard

Nein, nicht unbedingt. Ein ziemlich guter Freund von mir hat sich wegen einer Beziehungsgeschichte hinüberbefördert, die aus seiner Sicht total verfahren war.
Es gab aber durchaus Leute die das gesehen haben und ihm da geholfen hätten. Es hätte sich schon lösen lassen, sag ich mal, auch wenns nicht einfach gewesen wäre. Aber er war so in seiner Sache verstrickt und hat gar nix anderes mehr gesehen, also schon ziemlich auf sich und seine Seite des Tellerrands fixiert.
Ich würde sagen dass da Egozentrik/Egosimus im Spiel war
 
 
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Jazhara
Alt 13.12.2004, 17:41   #8
Standard

du sagst sie HÄTTEN ihm geholfen ... warum haben sies denn nicht getan?
 
 
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Buschmeister
Alt 14.12.2004, 00:51   #9
Standard

Also ich bin davon ueberzeugt, dass jeder Selbstmmoerder aus Egoismus handelt, ob man ihm das jetzt hoch anrechnen kann oder nicht weiss ich nicht. In bin allerdings auch der Meinung, dass jeder Mensch sein ganzes Leben lang aus Egoismus handelt, was man ihm mehr oder weniger anmerkt. Ich sehe in diesem Egoismus allerdings nichts negatives.

Vielleicht sind fuer diesen Mann (siehe Themenstarter) die anderen Menschen ein Beweis, dass er doch noch gebraucht wird, er hat also einen Wert, auf den er stolz sein kann, und Stolz hat schon irgendetwas mit Egoismus zu tun ...
 
 
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mephisto
Alt 14.12.2004, 09:13   #10
Standard

ich denke nicht, dass der egoismus so sehr da mit hineingenommen werden sollte!

Natürlich ist der Selbstmord egoistisch, allerdings denkt man dabei doch nicht wirklich nur an sich!
Man denkt AUCH an seine Umwelt, seine (ehemaligen) freunde, verwandten usw .. wenn nicht sogar mehr als an sich!

bringt man sich um, damit es einem "besser" geht, oder damit man das alles nicht mehr ertragen muss oder gar aus dem grund, dass es nach dem ableben einigen menschen besser geht?
Im prinip tut man leuten, die einen mobben, quälen, einem das leben zur hölle machen, ja einen gefallen, indem man sich selbst die klippe runterschubbst! Allein das wäre schon ein grund, sich nich umzubringen .. ich würd den leuten dann lieber nachstellen und DIE umbringen, wenn das bei mir der fall wäre!

ich denke das jeder mensch irgendwann mal über selbstmord nachgedacht hat .. ich auch .. und bei mir war es ungefähr genauso wie in deinem fallbeispiel! Ich hab an meine schwester und meinen bruder gedacht und den gedanken ziemlich schnell wieder verworfen!
Ich bin trotzdem ziemlich egoistisch!
kleiner scherz ...


aber ich stimme dir zu, dass das ein sehr eigenartiges thema ist,was du da angeschnitten hast!
ich habe jetzt 10 minuten daran gesessen, das - was oben steht - zu schreiben .. und das ist dabei rausgekommen .. und ich bin gerade in meinem kopf auf nem wackelkontakt .. ich kann mich nicht genau entscheiden! von daher lass ich das jetzt einfach mal stehen!
 
 
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Alt 14.12.2004, 17:16   #11
Standard

nuja, so mancher bringt sich auch um weil er denkt das seine mitmenschen besser dran wären ohne ihn. dann wohl selektive wahrnehmung aber aus der sicht des selbstmörders nicht egoistisch.

begründungen für egoismus stehen oben genug.
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 14.12.2004, 17:46   #12
Standard

Original geschrieben von Jazhara
du sagst sie HÄTTEN ihm geholfen ... warum haben sies denn nicht getan?
Er muss sich auch helfen lassen. Es ist seine Entscheidung ob er was von aussen annimmt oder sich immer nur einkapselt und langsam aber sicher immer stärker um sich kreiselt und am Schluss so in seinen Kram verstrickt ist, dass er keine andere Lösung mehr sieht als zu springen.
Dabei hätts ganz einfach sein können. Einfach mal von sich selber wegschauen ...
 
 
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Sivar
Alt 14.12.2004, 18:36   #13
Standard

Meine Einstellung zu Suizid hat sich innerhalb der letzten 6 Monate grundlegend geändert, weil ich zu einem Glauben gefunden habe, der zwar keiner Religion direkt entspricht, mir aber zu einer anderen Einstellung dem Leben gegenüber verholfen hat.

Früher war ich der Meinung, jeder Mensch sollte das Recht haben, sich das Leben zu nehmen, wenn er niemand anderem damit direkt wehtun würde. Zum Beispiel hätte ein Familienvater moralisch das Recht dazu gehabt, wenn seine Frau und seine Kinder bei einem Unfall gestorben wären, er aufgrund seiner kaputten Psyche noch seinen
Job verloren hätte, kurz davor wäre auf der Strasse zu landen, möglicherweise keine wirklich engen Freunde hatte, etc... das wäre eine Möglichkeit gewesen (bitte nicht zu wörtlich nehmen). Er hätte damit keinem direkt geschadet, weil die Menschen, die ihn lieben, vor ihm gestorben wären, also niemand an der Trauer über ihn zerbrochen wäre. Das hätte zwar auch mit einem bestimmten Egoismus zu tun, aber nicht unbedingt gegenüber anderen Menschen, sondern der Welt, für die man vielleicht doch in irgendeiner Form wichtig ist.

Heute sehe ich es so, dass man auf keinen Fall Suizid begehen darf. Ich glaube inzwischen, dass jeder Mensch in seinem Leben eine Aufgabe hat, dass das Leben eine Prüfung bzw Herausforderung darstellt um sich weiterzuentwickeln. Suizid ist Weglaufen vor seiner Aufgabe, die man früher oder später sowieso bewältigen muss, ob in diesem Leben oder einem nächsten. Mit Suizid kann man somit keine Probleme lösen, sondern verschiebt sie nur auf später. Im Endeffekt erschwert man seine Aufgabe noch zusätzlich, weil sie länger bestehen bleibt. Ausserdem ist das Leben auf dieser unserer Erde ein Geschenk Gottes, und ich betrachte es als Unverschämtheit, ihm dieses Wunder vor die Füße zu werfen, ohne es zu schätzen zu wissen. Man stelle sich vor, man erfüllt seiner Familie einen Lebenstraum, meinetwegen ein eigenes Haus, und irgendwann beschwert sich die Familie über die beschissene Arbeit, die ein Haus so mit sich bringt, zieht aus, und lässt einen alleine in dem Haus zurück. Kommt man sich da nicht verarscht vor, und empfindet man seine Familie da nicht als undankbar, zumal man ständig bemüht ist, ihr bei der Arbeit zu helfen?
 
 
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Pretender
Alt 15.12.2004, 03:24   #14
Standard

ich denke, man hat schon seine gründe sich selbst aus dem leben zu manövrieren und das sollte auch irgendwo akzeptiert werden.
Es gibt keine Gründe sich selbst umzubringen...
Wenn man sich selbst umbringen will ist man nicht verzweifelt.. sondern man ist schon psychisch krank... das widerrum kann durch irgendwelche Aktionen hervorgerufen werden....

Deshalb sehe ich auch gar nicht ein warum man solchen Menschen gut zureden sollte... Wenn jemmand suizidpläne hat... Dann rufe ich die Polizei und die Person wird von denen in Verwahrung genommen und evtl. eingewiesen... Hier wird keiner dir sagen "du hast deine gründe...is deine Sache" ....Wenn du dich umbringen willst und dir das nachgewiesen wird durch einen Test deiner psychischen stabilität wirste in Verwahrung genommen....
*kopfschüttel* mir gehen die selbstmörder auffen keks
 
 
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ALTERnaTIEF
Alt 15.12.2004, 10:26   #15
Standard

Ich finde, dass man dieses Thema noch weitaus weitreichender sehen muss.
So kommen zB noch die Selbstmordversuche dazu.

Es ist statistisch erwiesen, dass Frauen häufiger Selbstmordversuche starten, bei Männern aber die Selbstmordrate höher ist.
Das liegt daran, dass Frauen (und natürlich auch Männer, aber eben weniger im Verhältnis) sich häufig gar nicht wirklich umbringen wollen, sondern es sich einfach nur um eine Verzweiflungstat handelt, um irgendwie Aufmerksamkeit zu erregen. Und sowas ist in jedem Fall egoistisch, da es ganz klar darauf abzielt, dass sich andere - die einen vielleicht irgendwie geärgert haben - sich Vorwürfe machen.

Das andere ist langsamer Selbstmord, zB durch Rauchen (bin selbst Raucher). Es ist schließlich erwiesen, dass Raucher früher sterben, von daher ist Rauchen auch eine Form von Selbstmord, nur halt eine sehr sehr langsame. Ob das nun egoistisch ist, einfach nur dumm oder was auch immer, kann ich nicht sagen, da ich, wie die meisten anderen Raucher vermutlich auch, nicht wirklich sagen kann, wieso ich eigentlich rauche.

Und dann sind da noch die Leute, die Selbstmord begehen und dabei andere mitnehmen und damit meine ich jetzt am wenigsten die Selbstmordattentäter, sondern vielmehr Leute, die zB vorsätzlich einen Autounfall verursachen oder Leute, die ihre Familie töten und danach sich selbst. Diese Leute sind so egoistisch, das geht nicht mehr.

Allerdings ist die Frage weniger, ob ein Mensch egoistisch ist oder nicht, sondern, ob er zu egoistisch ist, denn zu einem gewissen Grad ist jeder - und ich meine wirklich jeder - Mensch egoistisch und das ist auch gut so. zB ist einer unserer grundlegenden Ur-Instinkte die Selbsterhaltung, d.h. im Zweifel lieber sich selbst zu schützen (Gut, bei Selbstmördern ist dieser Instinkt etwas kaputt... ;o)

Na gut, könnte noch Stunden weiter über dieses Thema schreiben, aber der Post ist schon lang genug, schließlich sollen ihn ja auch noch Leute lesen.
 
 
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Jazhara
Alt 15.12.2004, 19:49   #16
Standard

Original geschrieben von Lupus Silvanus
Er muss sich auch helfen lassen. Es ist seine Entscheidung ob er was von aussen annimmt oder sich immer nur einkapselt und langsam aber sicher immer stärker um sich kreiselt und am Schluss so in seinen Kram verstrickt ist, dass er keine andere Lösung mehr sieht als zu springen.
Dabei hätts ganz einfach sein können. Einfach mal von sich selber wegschauen ...
Ja sicher muss man hilfe an sich ranlassen .... aber als 'Helfer' sllte man da auf keinen fall lockerlassen!
 
 
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Sed!ce
Alt 17.12.2004, 20:28   #17
Standard

Also meiner Meinung nach ist es egoistisch wenn z.b. jemand aus Liebeskummer zu seiner/m Ex-Freund/in sagt:"Ich bringe mich um wenn du nicht zu mir zurück kommst!" oder sowas...
Jedoch gibt es auch Menschen die einfach psychisch oder auch physisch am Ende sind. Vielleicht weil ihnen schreckliche Dinge wiederfahren sind oder weil sie einfach keine Lust mehr haben.
Auf jeden Fall würde ich sagen, dass es nicht unter die "Egoisten-Kategorie" fällt, wenn man nur noch wegen Freunden, Bekannten oder einfach Menschen die einen brauchen, weiterlebt...ich würde eher sagen das sich derjenige einsam fühlt und vielleicht versucht sich so etwas Aufmerksamkeit zu verschaffen!
 
 
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Jazhara
Alt 18.12.2004, 14:00   #18
Standard

Original geschrieben von Yama
ich würde eher sagen das sich derjenige einsam fühlt und vielleicht versucht sich so etwas Aufmerksamkeit zu verschaffen!
hä? und was bringt demjenigen dann die aufmerksamkeit wenner tot is?
oder meintest du das jetzt anders? Oo
 
 
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Sed!ce
Alt 18.12.2004, 15:03   #19
Standard

ich mein das so: wenn er sich z.b. einsam fühlt und zu einem geht und demjenigen sagt er will sich umbringen oder so, dass die person ihm dann aufmerksamkeit schenkt....allein schon deshalb da man ja normalerweise versucht menschen den selbstmord auszureden!
kann sein dad ich mich n bissel schlecht ausgedrückt hab....hoffe ma du verstehst jetz was ich mein!
 
 
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Jazhara
Alt 18.12.2004, 21:52   #20
Standard

ahaaaaaa! Sag das doch! (Ich weiß, hast du ...)
okay, jetzt hats *klick* gemacht .. danke!
 
 
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Wildkatzchen
Alt 23.12.2004, 15:00   #21
Standard

Ich glaube, dass es einige Faelle gibt, in denen Suizide sowohl unegoistisch als auch tugendhaft ist. zB in der Welt der Romanen, wenn jemand zum Tode verurteilt wurde, ginge alle seiner Besitzungen zu dem Staat. Aber wenn er Selbstmord begeht, darf die Familie sie behalten. Ein anderes Beispiel ist, wenn man Lebensversicherung hat und verschuldet ist - die Familie wird finanziell gerettet, wenn man stirbt.

Was meint ihr darueber? Was ist hier egoistisch?
 
 
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Bi-Zar
Alt 23.12.2004, 15:08   #22
Standard

Im Falle von Selbstmord zahlt die Versicherung nichts.
 
 
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Wildkatzchen
Alt 23.12.2004, 17:31   #23
Standard

Tja, man kann die Lage manipulieren. Herzschlag ist so unberechenbar.
 
 
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Bi-Zar
Alt 23.12.2004, 17:40   #24
Standard

Dort flieht eher ein Mensch vor einem Leben in Armut.

der Priester Kolbe opferte sich im KZ und lies sich anstelle eines anderen Häftlings erschießen. Wollte er dem anderen Menschen das Leben retten, oder wollte er dem Terror des KZs so schnell als nur möglich entfliehen? Sah er als Priester das Paradies schon ganz nah vor sich? Für mich kein Held(dies ungeachtet der Tatsache dass er Katholik war)
 
 
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ALTERnaTIEF
Alt 23.12.2004, 18:25   #25
Standard

Ich sags ja, der Mensch ist einfach egoistisch, selbst wenn er allen - einschließlich ihm selbst - vormacht, selbstlos zu handeln...
 
 
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