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Sterbehilfe

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moechen
Alt 31.07.2003, 00:25   #1
Standard Sterbehilfe

Ich weiss nicht genau, ob es schon mal so einen Thread gibt, ich habe zwar geschaut, aber keines entdeckt.

Mich wuerde es interessieren, wie ihr darueber denkt, ob ihr es machen wuerdet oder ob ihr es fuer nicht gerechtfertigt haltet.
Ich weiss, dass es in Deutschland nicht gestattet ist, aber wuerdet ihr es befuerworten, oder seid ihr strikt dagegen???
Gibt es Faelle, in denen ihr es wirklich fuer angebracht haltet??

schreibt mal eure Meinung, wuerd mich echt mal interessieren.
 
 
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Alt 31.07.2003, 00:50   #2
Standard

Ich verstehe irgendwie nicht warum es moralisch sooo verwerflich ist das wenn jemand sterben möchte - es ihm auch zu erlauben? Natürlich müsste das vernünftig medizinisch "gelöst" werden - und natürlich auch nicht für jedermann erlaubt sein der grad mal bock auf sterben hat. Also nur mit triftigen Grund, das man sein eigenes leben aufgrund einer unheilbaren krankheit / Altershinvegetieren für nicht mehr lebenswürdig hält - und dieser zustand auch con medizinern anerkannt wird. Warum sollte man nicht über sein eigenes Leben auch in der letzten Konsequenz entscheiden dürfen?

was spricht dagegen...
- angehörige die diese entscheidung nicht ertragen könnten
- angehörige (kinder / frau) die einen extentiellen "bedarf" an einem haben
- vater staat, der noch interesse an Arbeitskraft und Rassenbestandssicherung hat (sich aber auch über einen freien arbeitsplatz und nicht-zu-bezahlende rente freuen könnte)
- Man selbst - weil es trotz lebensunmöglicher situation noch tausende schöner momente / gedanken erleben könnte?

Ich weiss nich... gebt ihr mir die Antwort

Jedenfalls würde ich mir für mich wünschen (jetzt im moment, vllt in 50 jahren ganz anders) das ich im hohen alter, sämtliche lebensenergien entflohen und unfähig alleine überhaupt noch irgendwas zu machen selbst entscheiden dürfte über meine "zukunft". Diese letze entscheidung sollte man auch anerkennen - es ist selbst in diesem zustand die schwierigste entscheidung die man jemals (und auch nur einmal) im leben treffen kann.

...als Alternative bliebe noch sich das schon frühzeitig zu überlegen - und sich selbst ein ende setzen, bevor man nichtmal das alleine kann...
 
 
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RegularJohn
Alt 31.07.2003, 01:16   #3
Standard

es ist doch so, dass die menschen so lange am leben erhalten werden wie nur irgendwie möglich. das ist irgendwo mist. ok, das leben ist viel wert und bla sülz, aber hey, wir haben zu entscheiden, wann wir sterben möchten und wann nicht. mein oma hat z.b. festlegen lassen, dass sie nicht an maschinen kommt.
wenn jemand sterben möchte, sollte man ihn gehen lassen... *schulterzuck*
 
 
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Krashok
Alt 31.07.2003, 01:20   #4
Standard

für solche fälle gibt's doch patientenvollmachten ?
 
 
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-V-
Alt 31.07.2003, 01:30   #5
Standard

Wenn jemand an einer unheilbaren Krankheit leidet und sein Leben (wenn man es dann noch so nennen kann) nur noch aus einen dahin vegetieren besteht, sollte es ein Recht haben zu sterben.
 
 
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RegularJohn
Alt 31.07.2003, 01:39   #6
Standard

ja, aber erklär das mal angehörigen zum beispiel, die nicht wollen, dass einer stirbt... es gibt ja solche extremen leute, die das leid nicht erkennen...
 
 
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-V-
Alt 31.07.2003, 01:57   #7
Standard

Die Angehörigen müssen ja auch nicht mit der Krankheit und den Schmerzen fertig werden. Auserdem sollte jeder selber über sein Leben entscheiden und nicht irggendwelche Angehörigen.
 
 
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RegularJohn
Alt 31.07.2003, 01:58   #8
Standard

eben. ich mein, wenn wir uns schon nicht aussuchen konnten, ob wir auf die welt kommen oder nicht... und wenn wir doch überall alles selbst entscheiden sollen wie wir unser leben führen, warum dann auch nicht den zeitpunkt, wann diese leben zu ende ist?
 
 
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cinimini
Alt 31.07.2003, 02:02   #9
Standard

Wenn jemand aufgrund unheilbarer Krankheiten, etc. sterben will, so soll er das von mir aus machen. Ich finde nicht, dass jemand das Recht hat zu bestimmen, dass ein anderer Mensch sein Leben weiterleben muss, wenn die betreffende Person an Schmerzen und Krankheit leidet. Solange die Person kein Problem mit Selbstmord hat(damit meine ich ethische Probleme), so soll sie tun, was sie meint tun zu müssen.

Ich selbst finde es allerdings auch irgendwo frevelhaft sich selbst zu töten (ich weiss auch nicht genau wieso, jedenfalls sagt mir mein Inneres Gewissen, dass das nicht so 100% richtig ist...vielleicht liegt das auch an jahrelangem katholischem Schulunterricht...), jedoch würde es für mich im Falle von unheilbaren, schmerzbringenden Krankheiten im hohen Alter nicht gänzlich ausschliessen.
 
 
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RegularJohn
Alt 31.07.2003, 02:14   #10
Standard

selbstmord heiße ich persönlich nicht gut, weil es immer ein schmerzlicher verlust ist, aber für die person ist es irgendwo ein weg. klar, es ist angeblich feige und und und, aber so sehe ich das nicht. die person kam in keiner weise mit dem leben klar, egal wie... es ging nicht, es tat zu sehr weh oder es war zu unterträglich... jeder hat einen grund und man muss es dann akzeptieren
 
 
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Krashok
Alt 31.07.2003, 02:32   #11
Standard

also nochmal von wegen krankheit und so .. es gibt ein teil das nennt sich patientenvollmacht - wie ich oben schon mal erwähnt habe -, welches jegliche lebensverlängernden maßnahmen und reanimationsversuche untersagt in dem fall das man schwere hirnschäden davon trägt. Muss von 2 Ärzten unabhängig voneinander bescheinigt werden. Find ich, is keine schlechte Sache.

Zur Sterbehilfe: passive Sterbehilfe sollte auch in Deutschland legalisiert werden, so wie das in der Schweiz der Fall ist.
Da nimmt der Sterbewillige ein paar Tropfen von irgendwas (ka weiss nicht mehr was das war) und schläft ganz friedlich ein. Dann kommt ein Arzt, bestätigt den Tod und gut is.
 
 
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moechen
Alt 01.08.2003, 00:28   #12
Standard

Ich denke, dass wenn man wirklich vor so einer entscheidung steht, dass man wirklich nicht mehr weiter leben moechte, dass man halt unheilbar krank ist, denkt man vielleicht anders drueber nach, was man vielleicht noch mal erleben moechte, was man unbedingt noch machen moechte. Man hat vielleicht noch Wuensche, die man unbedingt erfuellt haben moechte. Gut, es gibt natuerlich auch diese, die sofort in ihrem leben keinen sinn mehr sehen, die nicht mehr wollen, die sich gehen lassen. Aber andere, versuchen noch ihr moegliches, obwohl sie wissen, dass die Krankheit schon unheilbar fortgeschritten ist und es eigentlich keinen sinn mehr hat, dagegen zu kaempfen, aber sie wollen noch ihre letzten monate so schoen wie moeglich erleben.

@Cinimini ich denke nicht, dass es an deinem katholischen Schulunterricht liegt oder so etwas, ich selbst war auf einer katholischen schule und sehe das nicht so mit dem selbstmord etc.
Aerzte retten nun mal leben, oder versuchen dieses, dass ist klar. andere leute bestimmen nur dann ueber deinem leben, wenn du selbst nicht mehr in der lage bist, ueber dein leben zu bestimmen.

Fuer Angehoerige ist es so oder so schwer und sie brauchen wohl Zeit um damit auch fertig zu werden, um sich damit abzufinden. Der betroffene hat meist auch vielleicht gar nicht mehr die Kraft ueber sich selbst zu entscheiden. So ich kenne es zumindest . Fuer die Schmerzen, die der betroffene leidet gibt es uebrings auch dementsprechend schmerzmittel, um diese ihm zu nehmen und ihm die weiter fortschreitene krankheit zu erleichern.
Ich sehe die Sterbehilfe ehr kritisch entgegen.
 
 
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Anardil
Alt 01.08.2003, 16:48   #13
Standard

Ich versteh nur nicht warum ein Mensch der qualvoll leidet nicht das Recht bekommt zu sterben. Wenn er den Wunsch hat sein Leiden zu beenden, dann soll er die Möglichkeit auch bekommen.
 
 
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moechen
Alt 02.08.2003, 02:19   #14
Standard

Dann hat der Mensch immer noch die moeglichkeit, soweit er noch entscheiden kann, dass er weitere lebensverlaengernde massnahmen ablehnt. es kommt natuerlich noch drauf an, ob er in der lage ist, das zu entscheiden.
es ist natuerlich nich das gleiche, wie sterbehilfe, aber ich persoenlich finde diese art von entscheidung auch schon sehr hilfreich.
 
 
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Anardil
Alt 02.08.2003, 02:22   #15
Standard

Ob er nun ein Mittel bekommt das er ruhig einschläft oder die "Maschinen" einfach abgestellt werden. Ich finde es zumindest nicht ok jemanden künstlich am Leben zu erhalten ok wenn eine Chance besteht das Besserung gegeben ist und der Patient auch wirklich möchte wieso nicht aber genauso muss auch respektiert werden wenn er nicht mehr möchte
 
 
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Invi
Alt 02.08.2003, 16:16   #16
Standard

Ich finde, solang der mensch es selbst will und es auch keine aussicht mehr auf besserung gibt sollte man seinem wunsch nachgehen...
Jeder Mensch hat die entscheidung über sein leben ganz allein und in so einem fall soll er auch entscheiden können ob und wann er sterben will.
 
 
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asdf
Alt 02.08.2003, 17:03   #17
Standard

Original geschrieben von moechen

Fuer die Schmerzen, die der betroffene leidet gibt es uebrings auch dementsprechend schmerzmittel, um diese ihm zu nehmen und ihm die weiter fortschreitene krankheit zu erleichern.
Natürlich gibts die, aber es gibt auch Fälle da hilfts nichma mehr viel den Patienten mit Morphium o.ä. vollzupumpen.
Zudem kann man das alles auch nicht ewig anwenden und irgendwann schlagen auch medizinisch korrekt verabreichte Schmerzmittel auf den Körper/Geist . Wenn derjenige Patient dann nichtmehr zu retten ist und nurnoch vollgepupmpt mit hochdosierten Schmerzmitteln im Bett liegt gibt ihm das Leben vielleicht auch nichmehr soviel.

Ich empfinde es teilweise als Frechheit, dass manche Leute nicht "gehen dürfen".
Erlauben alle zu töten die momentan mal sterben wollen is natürlich auch Blödsinn, das sollte schon medizinisch diagnostiziert sein.
Oder so..
 
 
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cinnamon hooded
Alt 22.08.2003, 15:06   #18
Standard

also eigentlich finde ich auch man sollte sterbehilfe in anspruch nehmen können. aber andererseits könnte das natürlich auch von erbgeldgeilen verwandten ausgenutzt werden...und der dann um sein restliches leben betrogene kann dann nicht einfach wieder zurückgeholt werden wenn mans merkt...
 
 
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Chrissi
Alt 28.08.2003, 21:58   #19
Standard

Also, wenn die Person nur noch mit Maschinen am Leben erhalten wird bin ich für Sterbehilfe. Denn das hat meiner Meinung nach keinen Sinn und ist doch für keinen der Beteitigten schön.
 
 
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Dawn
Alt 28.08.2003, 22:31   #20
Standard

ich finde auch wenn der jenige noch im vollen besitz seiner geistigen fähigkeiten ist und darum bittet, darf man ihm das nicht verwehren - also wenn wirklich klar das für ihn/sie nichts mehr getan werden kann, ausser vielleicht an maschinen vor sich hin zu vegetieren, was wahrscheinlich zusätzlich mit starken schmerzen verbunden ist. Ich finde es bewundernswert wenn diese menschen den mut finden diesen Wunsch zu äussern. Für die Angehörigen ist es natürlich schlimm aber ich finde man muss in dem moment an den Menschen denken, der da leidend vor einem liegt und einfach nur noch den Wunsch hat zu sterben - und nicht an sein eigenes Ego was es vielleicht nicht oder nur schwer verkraftet einen geliebten menschen zu verlieren.
Allerdings muss wirklich klar sein das es keine Rettung mehr geben kann und das der Patient es aus EIGENEM Willen möchte.
 
 
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F.R.O.G.
Alt 28.08.2003, 23:41   #21
Standard

Ich bin trotzdem voll dagegen! Sterbehilfe? Nein, unter keinen Umständen!
 
 
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MissisippiGurlHB
Alt 29.08.2003, 00:34   #22
Standard

ich finde, das man bei wirklich extremen unheilbaren kranken wie krebs aids oder sontwas die sterbehilfe schon erlauben sollte.

denn gewissensbisse hin oder her..man sollte einen menschen nur wegen unnützen ethischen gefühlen nicht monate oder sogar jahrelang weiter leiden lassen, denn wer will zb. weiterleben wenn erfährt, das er krebs im endstadium hat!?

das leben ist so schon sinnlos genug und dann noch unnötig qualen und schmerzen leiden, wenn man sie beenden könnte? nein danke!

in holland ist die sterbehilfe in schweren fällen sogar erlaubt wenn ich das ma richtig im fernseh mitbekommen hatte.
 
 
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moechen
Alt 29.08.2003, 01:12   #23
Standard

denn wer will zb. weiterleben wenn erfährt, das er krebs im endstadium hat!?
na, gibts schon welche ... die vielleicht noch was unbedingt erleben wollen, oder sich was vorgenommen haben und wenn dieses noch möglich ist, bzw. sie im stande dazu sind, wollen sie bestimmt noch weiterleben.
hab gestern nen film gesehen "das haus am meer" das handelte auch darüber, dass ein mann krebs im endstadium hatte u. dann noch seinen sohn zu sich genommen hat und ein neues haus gebaut hat, weil es sein traum war, ein neues, schönes, grosses haus zu bauen, was er selbst konstruiert hat. ...
das nur ma so am rande, gibt bestimmt noch andere dinge, wofür manche leben wollen, vielleicht die heirat eines kindes, die geburt eines enkels oder sowas gibts zu genüge ...
 
 
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rattenjunge
Alt 29.08.2003, 14:25   #24
Standard

denn wer will zb. weiterleben wenn erfährt, das er krebs im endstadium hat!?
die meißten! also... ich bin für die sterbehilfe, aber die leute die sterbehilfe wollen sind ja eine minderheit... meine tante hat zum beispiel noch 6 jahre mit massivstem krebs gelebt, auch wenn die ärzte ihr wohl nie soviel zeit gegeben hätten... und ich bin mir sicher dass sie im nach hinein keinen tag davon bereut...
 
 
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