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Seid ihr auch so ungeduldig auf´s Leben?

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Alt 22.06.2006, 12:37   #1
Standard Seid ihr auch so ungeduldig auf´s Leben?

Also was ich fragen will, geht/ ging euch das ganze Gelerne nicht auch auf die Nerven? Ich mein ich bin 20, 13 Jahre Schule, jetzt Ausbildung und Fernstudium wollte ich auch noch machen.
Ich will endlich genug Geld verdienen, nicht nur die drei 3 cent, die gerade mal meinen Sprit abdecken. Und ich will auch Zeit haben. Etwas unternehmen - wozu auch meist Geld benötigt wird.
Nicht das ich die ganze Zeit zu Hause sitze und lerne, im Gegenteil, hab Glück, dass mir viel zu fällt. Aber die Berufsschule + Verbundausbildung, das nervt alles!! Und Mutter will ich auch nicht erst mit 35 werden!
Ich mein, gute Bildung ist richtig und wichtig, aber ich will endlich den Kopf für andere Sachen frei haben!

Hm... Hätte wohl doch bei Klagemauer reinsetzen sollen...
 
 
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Jonaz
Alt 22.06.2006, 13:57   #2
Standard

sei-->D<--- !!!!! X[ ich dacht das gabs nur bei so bloeden zockerkiddies...

topic:
Ja auf jeden Fall, auch wenn ich aufm Technischen Gymi noch glück hab , hätt ich echt mal Lust auf was richtiges.

Blow ist es auf der Schule wohl viel bequemer, da es im Gegensatz zu einem festen Job bzw. Ausbildung sowas wie ferien sind.

Hat alles seine Vor- und Nachteile, zufrieden ist man nie.
 
 
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Xeo
Alt 22.06.2006, 23:00   #3
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Also ich hab jetzt durchn Zivi und Praktikum knapp 1,5 Jahre nix lernen "müssen". Ich fand die Pause eigentlich sehr angenehm - jetzt hab ich wieder die Power zum lernen ^^

Naja, war auch nie der Typ, der in der Schulzeit fett am lernen war, aber irgendwie freu ich mich wieder, mein Hirn mal nen bissl arbeiten zu lassen.
Ich freu mich auf jedenfall auf mein Studium. Warum? Weil ich kein Bock hab, mein ganzes Berufsleben als Handwerker oder kleiner Büromensch zu arbeiten...
 
 
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RVD
Alt 23.06.2006, 06:20   #4
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schulische ausbildung war eigentlich recht lässig, man hat schule von 8 bis 3, brauch nich all zu viel lernen, wenn ma bischen was drauf hat, hat ferien, genug freizeit und bekommt bafög ^^ also nichts tun, dafür geld bekommen und freizeit haben ... war schon toll, nu leider vorbei, aber stimmt schon jetz muss mehr kohle her *gg*
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 26.06.2006, 21:18   #5
Standard

nein. Wenn ich das fertig hab, wird die Wirtschaft so am Ende sein, dass ich mit gutem Abitur nur noch Baustellen beaufsichtigen werde.
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 26.06.2006, 21:22   #6
Standard

Mein Leben hat vor 3 Jahren angefangen. Und jetzt, jetzt geht es noch viel besser weiter!
Ich zieh von zuhause aus, nach Zürich. Endlich mal eine riesige Stadt nach dem ganzen Provinz-Leben. Auf mein Studium freu ich mich wahnsinnig...

Leben, machen wir beide doch so weiter, wie wir angefangen haben
 
 
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PowerWapiti
Alt 26.06.2006, 21:32   #7
Standard

mach dich am besten selbstständig... mach ne Spielefirma auf.. oder was dir eben Spaß macht

ich bin jetzt dann im Aug/Sept. auch das 13 Jahr in der Schule!
10 Jahre Real/Grund
2 Jahre Berufskolleg
1 Jahr Ausbildung (bin ich gerade noch)
und im Sept. bin ich im 2. Lehrjahr.. danach noch das 3.

danach hab ich noch kein Plan.. Studieren hab ich eigentlich kein Bock, lieber Geld verdienen

zu Realschulzeiten hat man noch gesagt.. nur noch die Prüfung, dann nie wieder Schule ^^..
 
 
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Raubtier
Alt 26.06.2006, 23:35   #8
Standard

Also ich freu mich, wenn ich in knapp 2 Jahren mein Abi hab und endlich studieren kann.
Dann zieh ich in eine eigene Wohnung und werd selbstständig.

Vllt./ wahrscheinlich ist bzw. wird das alles gar nich so toll wie ich es mir vorstelle aber ich lasse es einfach mal auf mich zukommen. ^^

@ Themenstarterin :

Vielleich kommt dir das alles ein wenig grau vor und du fragst dich wann endlich die ganze 'Vorbereitung' aufs Leben aufhört....aber im Prinzip lebst du doch schon das Leben.
Musst es eventuell nur anders auslegen.

Ich denk mir das Leben aus irgendeinem Grund in Stufen. Na ja...ich laber vllt gerad nur Müll. ^^
(Man, vlt hatte ich auch schon ein Weinglas zu viel...?)
 
 
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Janshi
Alt 27.06.2006, 00:06   #9
Standard

Wer etwas anspruchsvolles machen will, der muss nun mal sehr viel lernen, nimm dir als Beispiel einen Ingenieur: Für ihn heißt es lebenslanges Lernen, Fortbildungen und Umdenken.

Aber vlt. solltest du "Lernen" nicht als notwendiges Übel betrachten, sondern als einen gewissen Teil deiner Lebensweise? Ist es nicht schön sein Wissen und seine Fähigkeiten immer weiter zu schärfen? Das Geld, vorrausgesetzt natürlich man ist in den richtigen Branchen tätig, kommt auch noch.

Ich hatte letztes Jahr mein Abitur, da ich kein Deutscher bin, konnte ich sofort anfangen zu studieren und hab das auch gemacht, von Langeweile keine Spur , schon allein die Mathevorlesungen sind höchstes Vergnügen.

Janshi
 
 
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Sili
Alt 27.06.2006, 00:07   #10
Standard

ich bin erstmal froh wenn wieder sommerferien sind... dann hab ich noch 2 jahre bis zum abi... die werden schneller rumgehn als ich denke und dann wirds anders werden... nichmehr jeden tag mit den freunden rumeiern... nichmehr soviel lernen.. weniger klausuren tztztz wie die zeit verfliegt
 
 
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Ripper08
Alt 29.06.2006, 18:58   #11
Ausrufezeichen Liberty

Ich weiß ganz genau, wovon die Themenstarterin redet... das ist echt bitter, denn ich seh die Sache im Moment genauso aber ich hab da für mich persönlich womöglich den Ausweg gefunden.

Mein gegenwärtiges Problem besteht darin, dass ich meine Kraft, mein Interesse etc. nicht auf eine Sache bündeln kann, weil ich durch vieles abgelenkt werde, wodurch ich viel wirklich interessantes anfange aber das wenigste in irgendeiner Form fertig wird, sondern vielmehr alles gleichzeitig vor sich hinsiecht. Das Problem ist für mich wohl vorallem die Schule, die mich von den "wichtigen Dingen des Lebens" ablenkt, wenn man so will. Sprich ich werde irgendwie ausgezehrt von der Tatsache, dass ich jeden Morgen um 6 Uhr aus dem Bett kriechen muss, um mich für die Schule fertig zu machen, mich dort einen Tag lang zu quälen, nur um dann teilweise irgendwann spät Mittags nach Hause zu kommen und mir den Stress für die Arbeit zu geben, die ich gleich am nächsten Tag schreibe und für die ich antürlich noch nichts getan habe. Tatsächlich ist es so, dass ich die Zeit in der Schule wie eine Haftstrafe empfinde, die ich absitzen muss. Ein Jahr auf Bewährung steht noch aus...

Nun kann man zwar sagen ich könnte jederzeit aufhören, da ich ja praktisch 'Freiwillig' an der Schule angemeldet bin aber wenn man 12 Jahre Qualen hinter sich hat und dann nur mit einer Mittleren Reife dasteht, mit der man im Berufsleben irgendwas zwischen Müllmann, Bäcker und Friseur werden kann, dann ist es eigentlich selbstverständlich, dass man sich noch durch den Endspurt zum ABI quält um wenigstens irgendwie irgendwas zu bekommen, das einem nicht total stinkt.
Ich lebe im Moment in einer Art Knechtschaft, wo ich ständig allen Rechenschaft über meine Leistungen ablegen muss. Die Schule fordert ein, die Eltern fordern irgendwas ein, selbst der verfluchte Staat erdreißt sich allen Ernstes, von mir ein Jahr meines Lebens einzufordern. Ich habe keinen Bock mehr auf diese Scheiße, ich will meine verdammte Freiheit und ich fordere sie ein, sobald ich sie nur irgendwie bekommen kann, ich brauche auch mal Zeit für mich und im Moment sieht die an typischen Schultagen so aus, dass ich gelangweilt, ausgezehrt und manchmal frustriert heimkomme, meinen Schulscheiß in eine Ecke pfeffere und den restlichen Tag zu 90% vor dem Rechner oder ähnlichem zubringe um... ja, vermutlich um mich irgendwie zu betäuben, damit die Sache erträglich wird. Wenn dann Ferien sind und die Freunde auch mal zeit haben, ist das wirklich sehr angenehm aber wirklich frei fühle ich mich auch da nicht, denn eigentlich müsste ich ja noch den Lernstoff der letzten 5 Jahre nachholen und nach den Ferien wird auch gleich Arbeit XY geschrieben... sowas ist echt beschissen, das ist einfach deprimierend.


Um sicherzustellen, dass mein restliches Leben nicht so verläuft, dass ich eine weitere Handvoll Jahre meines Lebens für Studium und Lehre 'verschwände', nur um im Anschluss einen Job zu machen, den ich vielleicht hasse oder der mich zumindest langweilt, um für Geld zu schuften, das mich nicht glücklich macht, weil ich weiß, dass ich am nächsten Morgen aufstehe und gezwungen bin, diese und jene Norm zu erfüllen, diese und jene Aufgabe zu tun, ist es für mich wichtig, Ziele zu definieren und sie zu erreichen. Ich muss wissen, was ich will, statt nur zu wissen, was ich nicht will.

Nein, das ist nicht die Art von Leben, die ich im Sinn habe, ich will das nicht tun, ich würde daran gewiss krepieren. Deswegen strebe ich eine Künstlerkarriere als Buchautor oder vielleicht auch in anderen Kunstformen an und ich werde es auch irgendwie schaffen, mich in dem Sektor durchzusetzen, denn dann habe ich alles was ich im Leben will:
Ich möchte selbstständig sein, ich möchte unabhängig und frei sein und ich will mein Geld für eine Sache bekommen, die ich gerne tue und die nicht jeder andere für mich erledigen könnte, ich will ebenso Reisen wann ich will und wie ich will, ich will an nichts im Leben gebunden sein, keinen verfluchten Klotz am Bein tragen, der andauernd "ich will aber ich kann nicht" verursacht. Ich werde noch ein Jahr lang auf der Schulbank sitzen und dann abhauen von hier so weit es geht -um konkret zu werden nach Australien-. Australien steht in meinem Geiste für Freiheit, während ich hier in Deutschland ständig das Gefühl habe, dass alle mich in ein Netz einweben wollen, das mir einen Platz zuweist, den ich nicht mehr zu verlassen habe und auf dem ich mein Dasein fristen muss, bis ich meine -in Frage stehende- Rente bekomme und darüber hinaus. Und bevor das geschehen ist, muss ich mich daraus befreien und mein eigenes Ding durchsetzen.

Ein Vorteil dieser angestrebten Laufbahn ist sicherlich, dass ich nach dem Abitur endlich auf unbestimme Zeit abhauen kann. Es geht jetzt schon soweit, dass ich das Abitur nurnoch als kleine Absicherung betrachte, ich hoffe ich kann diesen verschissenen Zettel mit dem Stempel in die Schublade legen und für immer dort liegen lassen, wenn ich ihn nächstes Jahr bekomme. Um im künstlerischen Bereich Erfolg zu haben, ist schließlich kein bestimmter Abschluss vonnöten und ich hoffe ich muss mich nie im Leben irgendwo damit bewerben.


PS: Sorry dass ich so exessiv darüber schreibe und vorallem nur über mich aber das ist ein Thema, das mich in letzter Zeit Tag und Nacht beschäftigt und ich muss all den Gedankenwust irgendwo loslassen und da wir hier ja ohnehin schon an der Klagemauer sind...
Ich hoffe ihr konntet irgendwas für euch relevantes aus dem Roman ziehen.

MfG, Ripper
 
 
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DoCtOrING
Alt 29.06.2006, 21:28   #12
Standard

das richtige leben kommt meist schneller als dem ein oder anderm lieb ist. und vieles sehen viele (gerade) im schulalter als einfach nur ätzend an. ich hab damals auch die (real)schule gehasst, aber eher wegen bestimmer mitschüler und so gutem leerpersonal... ich hab mir zu schulzeiten zwar schon gedanken gemacht was kommt danach, aber nie die endlösung bis zum ziel gehabt. das ich da stehe wo ich heute bin ist eher zufall, doch es war das beste was mir je hätte passieren können. selbst in den drei jahren abitur hätte ich nie daran gedacht. in dieser zeit habe ich jedoch das erste mal so richtig gelebt, es war die zeit des aufbruchs, der unabhängigkeit, man war in gewissen grenzen für sich selbst verantwortlich, es war eine schöne zeit. in dieser zeit habe ich auch feststellen müssen das schönes auch wehtun kann, aber man (zumindest ich) nicht die finger davon lassen kann: autos und frauen ;-) die folgende zeit war in einer art und weise eine erprobungs- und findungsphase, fürs leben, für beziehungen und das was ich eigentlich will. heute lache ich über den mist, die leute und die lehrer von damals, es kommt mir alles manchmal unwahr vor. ich konnte es früher nie erwarten "groß" zu sein. und verdammt noch mal ja, es ist wahr: man lernt nicht für die schule, man lernt fürs leben, man lernt für sich. ich hätte auch nie gedacht das ich diesen beschissenen satz jemals selber sagen werde, aber genau das ist es. und der hat nichts mit super noten zu tun, man lernt aus dem was man macht! den wer nicht stetig lernt, bleibt nicht nur stehen, er fällt zurück und geht unter. das leben ist hart und ungerecht, es gibt auch mal glück, doch jeder ist selbst dafür verantwortlich was (mit einem) passiert, nicht die anderen! es ist sicherlich schön, schön bequem und einfach oben bei (mit) mutti unterm dach den rest des lebens zu wohnen, doch soll das alles sein? und so schön einfach wie in der schule wirds nie wieder sein. auch eine dieser elternweisheiten... doch diese zeit ist immer irgendwann vorbei und jeder zieht sein resumeé (s.o.). auf die frage lässt sich das leben planen gibts nur eine antwort: nein, alles andere ist wunschdenken. man kann nur ein ziel haben und sich auf dem weg dort hin zubegeben. und ob man gerade aus und links oder erst dreimal rechts gehen muß stellt man immer erst fest wenn es soweit ist.

sorry wenn ich etwas abgeschweift bin, ich denke es passt trotzdem ganz gut hier hin.
 
 
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baschdi
Alt 30.06.2006, 23:04   #13
Standard

ich bin mittlerweile auch schon fast an dem punkt angekommen wo ich sagen muss, dass ich jetzt keinen schritt mehr weiter ins leben machen will. die letzten jahre sind einfach viel zu schnell vorbei gegangen. mein studium ist fast vorbei und das war einfach die schönste zeit und das obwohl ich mich gleichzeitig bei der arbeit so ans leben gewöhnen musste dass es mir zum hals raus hängt. nur vollidioten um einen rum die einen bei der arbeit in den wahnsinn treiben und dann auch noch wirtschaftliche probleme im betrieb die mich dauernd um meinen ausbildungsplatz zittern lassen. das ist genau der richtige vorgeschmack auf später
 
 
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