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Wie sieht unsere Zukunft aus und werdet ihr mitziehen?

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baedr
Alt 06.03.2008, 15:28   #26
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@cobain
Die Modifikation von Leben ruft jetzt schon eine enorme Kontroverse hervor, und die berechtigten moralischen Bedenken, die viele Politiker und Menschen aus der Bevölkerung haben, werden nicht von einem auf den anderen Tag überstimmt sein. Das ist nunmal ein vollkommen neuer Themenbereich, der sich nicht einfach mit der Entwicklung des Automobils oder der Nukleartechnologie vergleichen lässt.

Und das mit den Sportlern, die sich mit irgendwelchen technischen Modulen vollstopfen, glaubst du ja wohl selbst nicht. Fairness und die physische und psychische Leistung die erbracht wird, zählt beim Sport, darauf wird schon seit etlichen Jahren geachtet. Schachspieler, die sich einen Schachcomputer ins Gehirn pflanzen, oder Boxer mit künstlicher Schulter-/Armmuskulatur, und titanknochen wirds nie geben.
Zukunftsprognosen stellen sich im Nachhinein fast immer als naiv heraus. In sofern kann man vielleicht eine vorsichtige Prognose für die nächsten 10-15 Jahre machen, aber mit Cyborgs sollte man gar nicht erst anfangen.
 
 
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Reh
Alt 06.03.2008, 15:59   #27
Standard

Zitat von baedr
Fairness und die physische und psychische Leistung die erbracht wird, zählt beim Sport, darauf wird schon seit etlichen Jahren geachtet.
löl
Seit etlichen Jahrzehnten wird im Sport streng darauf geachtet, sich mit unerlaubten Mitteln, auch Doping genannt, einen unfairen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Die Sportler sind so bemüht darin, dass nicht einmal Riesenskandale ein Ende bereiten.
 
 
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Ripper08
Alt 07.03.2008, 07:38   #28
Standard

In sofern kann man vielleicht eine vorsichtige Prognose für die nächsten 10-15 Jahre machen, aber mit Cyborgs sollte man gar nicht erst anfangen.
Da widerspreche ich. Cyborgs leben doch schon unter uns.
Es gibt bereits Hoerapparate und Herzschrittmacher, solltest du also eine dieser technischen Geraete in dir tragen, bist du per Definition ein Cyborg. Bisher beschraenkt sich dieser Bereich zwar auf den medizinischen Sektor aber der medizinische Schritt von "wieder herstellen was verloren ging" und "verbessern was da ist", ist nicht gerade gigantisch.
 
 
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Reh
Alt 07.03.2008, 19:38   #29
Standard

Zitat von Ripper08
Bisher beschraenkt sich dieser Bereich zwar auf den medizinischen Sektor aber der medizinische Schritt von "wieder herstellen was verloren ging" und "verbessern was da ist", ist nicht gerade gigantisch.
Doch. Genau dieser Schritt ist gigantisch.
 
 
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Ripper08
Alt 08.03.2008, 11:01   #30
Standard

Zitat von Ripper08
Bisher beschraenkt sich dieser Bereich zwar auf den medizinischen Sektor aber der medizinische Schritt von "wieder herstellen was verloren ging" und "verbessern was da ist", ist nicht gerade gigantisch.
Zitat von Reh
Doch. Genau dieser Schritt ist gigantisch.
Vielleicht im Sinne von moralisch fraglich aber nicht unbedingt im Sinne von technisch machbar. Wenn die moralische Fragwuerdigkeit dieser Sache nicht existieren wuerde, gaebe es sicher heute schon diverse Moeglichkeiten einen Menschen technisch aufzuruesten - wenn auch nur sehr begrenzt im Moment.

Zu Beispiel im Bereich Wahrnehmungserweiterung fuers Militaer:
Man koennte mit einem speziellen Hoergeraet den Frequenzbereich der wahrnehmbaren Geraeusche erweitern bzw. einen Menschen auch Gerausche hoeren lassen, die er sonst nicht wahrnehmen koennte weil sie zu leise sind.
Zu "laute" Geraeusche koennten dann zuerst durch einen Filter geschickt wereden, der die Lautstaerke herunterdimmt.

Auch Hitzesensoren oder die Faehigkeit Infrarotlicht wahrzunehmen waeren denkbar, obwohl vrmutlich nocht nicht ganz realisierbar.

Im Militaerbereich waere auch die Anwendung von automatischer Medikamentierung fuer verwundetere Soldaten moeglich.
Durch ein Implantat koennten die Koerperfunktionen ueberwacht werden und sollte eine Koerperfunktion aussetzen oder sich veraendern wird direkt das noetige Medikament freigesetzt. Bei laehmendem Schmerz Morphium, bei Blutverlust ein anderes entsprechendes Medikament usw. Das sind Beispiele die mit ein bisschen Aufwand sicher schon heute machbar waeren und wenn ich mir diese Beispiele ohne Muehe innerhalb von drei Minuten aus den Fingern saugen kann, gibt es noch weitaus mehr Anwendungsmoeglichkeiten, die bereits heute moeglich waeren aber nicht genutzt werden.

Geändert von Felicitas (08.03.2008 um 12:03 Uhr).
 
 
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Fränze
Alt 08.03.2008, 11:57   #31
Standard

Zitat von Ripper08
Bisher beschraenkt sich dieser Bereich zwar auf den medizinischen Sektor aber der medizinische Schritt von "wieder herstellen was verloren ging" und "verbessern was da ist", ist nicht gerade gigantisch.

Zitat von Reh
Doch. Genau dieser Schritt ist gigantisch.
__________________

Zitat von Ripper08
Vielleicht im Sinne von moralisch fraglich aber nicht unbedingt im Sinne von technisch machbar. Wenn die moralische Fragwuerdigkeit dieser Sache nicht existieren wuerde, gaebe es sicher heute schon diverse Moeglichkeiten einen Menschen technisch aufzuruesten - wenn auch nur sehr begrenzt im Moment.
Hier handelt es sich nicht um technische Aufrüstung, das ist sicher nicht gigantisch, denn Hörgeräte und Beinprothesen gibt es heute schon.

Was gemeint war, ist das Nachwachsen verloren gegangener Körperteile, also der komplette Ersatz durch Nachzüchten der jeweils erforderlichen Zellen, wie man es heute schon mit Haut machen kann. Heute schon wird Haut aus körpereigenen Zellen im Labor gezüchtet und auf Wunden aufgebracht. Wenn man sich vorstellt, dass irgendwann ganze Organe oder Glieder nachwachsen können, ist das wahrhaftig ein gigantischer Schritt.
 
 
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Reh
Alt 08.03.2008, 12:06   #32
Standard

Zitat von Ripper08
Vielleicht im Sinne von moralisch fraglich aber nicht unbedingt im Sinne von technisch machbar.
Genau umgekehrt. Was die Evolution im Laufe von Jahrmilliarden hervorgebracht hat, ist so perfekt, dass im Vergleich dazu unsere technischen Möglichkeiten ein schlechter Witz sind.

Die modernsten und spektakulärsten Entwicklungen sind bezeichnenderweise solche, bei denen wir die Natur kopieren.
 
 
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OrionX
Alt 08.03.2008, 13:00   #33
Standard

ich stelle mal eine frage: sind diese technischen möglichkeiten nicht ein _teil_ der evolution? je mehr wir machen können desto weiter entwickeln wir uns.

die natur hat ja auch nicht gewollt das wir fliegen, jedoch wird jeder zugeben das es praktisch ist das zu können. wir kopieren die natur, aber wir eignen uns fähigkeiten an die wir vorher nicht hatten.
 
 
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Ripper08
Alt 08.03.2008, 13:57   #34
Standard

die natur hat ja auch nicht gewollt das wir fliegen
Das ist auch immer so ein Ding bei dem ich ins Gruebeln komme. Wenns die Natur nicht so gewollt hat, wie ist es dann ueberhaupt dazu gekommen?
Sind wir Menschen wirklich ne totale Abnormalitaet, die jemand ausversehen verbrochen hat oder was?
Ich denke jeder bewohnte Planet bringt frueher oder spaeter eine halbwegs intelligente Lebensform hervor, weil dieser Evolutionsschritt einfach ungeheuer vorteilhaft fuer die Spezies ist und eine Tierart sofort an die Spitze der Nahrungskette stellen kann. Und diese Sache kann nicht nur schaedlich, sonderen sogar ungeheuer nuetzlich fuer einen Planeten und dessen Oekosystem sein.

Sobald wir eine Methode entwickelt haben um beispielsweise einen vernichtenden Asteroiden vom Einschlag auf Mutter Erde abzuhalten, haben wir Menschen uns gerade durch unsere Technik als eine durchaus nuetzliche Spezies herausgestellt und alle vorherigen Umweltsuenden sind angesichts einer derartigen Rettungsaktion vergeben und vergessen.



Somit ist der Schritt, dass eine intelligente Lebensform sich selbst durch Technik oder Genetik weiterentwickelt vielleicht garnicht so unnatuerlich sondern nur eine Art von beschleunigter Evolution, die schneller ablaeuft als die derzeitige Evolutionsbiologie, welche auf langwierige Selektion und vergleichsweise langsame Veraenderungen angewiesen ist.

Hier eine weiter Ueberlegung dazu:
Unsere eigenen Koerperzellen sowie einfache Organismen vervielfaeltigen sich und sichern ihr Ueberleben durch das Kopieren von sich selbst.
Da diese Zellen durch einfaches Kopieren bzw. durch den Mangel von Vielfalt jedoch sehr anfaellig und eingeschraenkt sind, baut auf diesem simplen "Kopiersystem" die heutige Evolutionsbiologie mit ihrer Selektion und der Idee, dass zwei Tierchen Sex miteinander haben und dabei etwas neues und einzigartiges entsteht, auf.
Dadurch sind Lebewesen letztendlich in der Lage sich schneller an veraenderte Gegenebheiten anzupassen und viel komplexere und ueberlebensfaehigere Arten von Lebewesen sind dadurch moeglich.
Wenn nun eine intelligente Lebensform die Technologie fuer sich entdeckt, kann sie sich noch weitaus schneller entwickeln und anpassen, als das bisher bei allen anderen Lebewesen der fall war... insofern ist es vielleicht nur der naechste logische Schritt jeder Evolution: Dass ein Lebewesen selbst bewusst bestimmen kann, wie es sich veraendern will um zu ueberleben.

Wenn eine intelligente Lebensform nun die Technologie besitzt, um beispielsweise den Koerper zu entwerfen, in dem sie leben will (damit meine ich nicht nur technisch-mechanisch mit Hydraulik und hassunichgesehn, sondern durchaus auch genetisch), dann ist diese Lebensform im Gegensatz zu der Evolutionsbiologie um das Hundertfache anpassungsfaehiger, ueberlebensfaehiger und fortschrittlicher. Insofern halte ich es fuer sehr natuerlich, dass eine intelligente Lebensform damit beginnt ihre eigene "Huelle" zu designen und Verbesserungen an sich vorzunehmen.

Von allen moralischen Bedenken und der Tatsache, dass unser ziemlich unterentwickelter Intellekt diese Idee mit ihren Konsequenzen kaum erfassen kann, mal abgesehen, scheint das doch wirklich ein verflucht logischer Schritt zu sein, den jede intelligente Lebensform frueher oder spaeter gehen sollte, meint ihr nicht? All die Missbrauchsmoeglichkeiten und Schaeden, die eine derartig ungeheure Umstellung mit sich bringen und anrichten kann, sind doch letztendlich nur Kinderkrankheiten einer neuen Evolutionsstufe, die frueher oder spaeter ziemlich sichere ohnehin stattfinden wird.





Insofern zu sagen wir waeren die totale Ausnahme und irgendein Unfall im ansonsten recht geordneten Design des Universums stoesst mir daher immer wieder auf. Wird nicht vielmehr jede Form von intelligentem Leben frueher oder spaeter (die Moeglichkeit des Aussterbens mal ausser Acht gelassen) aehnliche Dinge wie wir entdecken und erfinden?

Man koennte noch weiter gehen und in ferner Zukunft ein Lebewesen entwickeln, das seinen Geist vervielfaeltigen kann und seinen Koerper nicht nur wechseln, sondern sogar in jedem einzelnen Augenblick komplett veraendern kann. Das ist nahezu unvorstellar vom heutigen Standpunkt aus aber wieso sollte das nicht moeglich sein? Ein derartiges Lebewesen waere ziemlch unkaputtbar und erfuellt in gewisser Weise die de-facto-Kriterien der Evolution (so schnell wie moeglich auf Veraenderungen zu reagiern und unter nahezu allen Umstaenden zu ueberleben) ziemlich perfekt.
 
 
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Reh
Alt 08.03.2008, 14:34   #35
Standard

Zitat von OrionX
ich stelle mal eine frage: sind diese technischen möglichkeiten nicht ein _teil_ der evolution? je mehr wir machen können desto weiter entwickeln wir uns.
Selbstverständlich. Wir Menschen und unsere Erzeugnisse sind Teil der Natur.

Zitat von Ripper08
Wenn eine intelligente Lebensform nun die Technologie besitzt, um beispielsweise den Koerper zu entwerfen, in dem sie leben will (damit meine ich nicht nur technisch-mechanisch mit Hydraulik und hassunichgesehn, sondern durchaus auch genetisch), dann ist diese Lebensform im Gegensatz zu der Evolutionsbiologie um das Hundertfache anpassungsfaehiger, ueberlebensfaehiger und fortschrittlicher. Insofern halte ich es fuer sehr natuerlich, dass eine intelligente Lebensform damit beginnt ihre eigene "Huelle" zu designen und Verbesserungen an sich vorzunehmen.
Irgendwann könnte es so weit sein. Aber zur Zeit sind wir ganz weit weg davon, die nötige Technologie zu besitzen. Und wir sind noch viel weiter weg davon, die entsprechenden Technologien planmäßig einzusetzen. Unsere ersten Experimente erweisen sich als Flops, weil wir in ein System eingreifen, das wir nicht kennen. Folglich kommt nicht das heraus, was wir erwarten oder uns wünschen.

Theoretisch könnten wir irgendwann so weit sein, uns selbst nach Wunsch zu modellieren. Realistischer ist, dass wir auf dem Weg dahin mit unseren Experimenten das Ökosystem zu sehr verändern und damit Lebensbedingungen schaffen, unter denen wir selbst nicht mehr überlebensfähig sind.
 
 
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baedr
Alt 08.03.2008, 14:58   #36
Standard

Somit ist der Schritt, dass eine intelligente Lebensform sich selbst durch Technik oder Genetik weiterentwickelt vielleicht garnicht so unnatuerlich sondern nur eine Art von beschleunigter Evolution, die schneller ablaeuft als die derzeitige Evolutionsbiologie, welche auf langwierige Selektion und vergleichsweise langsame Veraenderungen angewiesen ist.
Es lässt sich jede Handlung damit begründen, dass die Natur es so gewollt hat. Ansonsten hätte man ja auch anders gehandelt.

Da einen diese Sichtweise zu jeder Handlung berechtigt, und Hitler beispielsweise das Darwinsche Prinzip der Evolution auf die Völker dieser Erde ausgeweitet hat, müssen wir anders denken. Wir sind längst aus der Evolution ausgestiegen:
Sehbehinderte, kranke oder sonst von natur aus benachteiligte Menschen pflanzen sich fort, und verteilen ihre "schlechten" Gene an unsere Kinder und Enkel. Natürliche Mutation wirkt sich im allgemeinen eher negativ auf die Menschheit aus, weil kaum mehr selektiert wird. Akademiker und gebildete entschließen sich aus Karrieregründen dafür, keine Kinder zu bekommen, wo hingegen das "einfache Volk" sich um so mehr fortpflanzt. Dass sich der menschliche Genpool qualitativ rapide verschlechtert, lässt sich nach heutigem wissenschaftlichen Stand nicht bestreiten. Kurzum:

Wir boykottieren das komplette System, und wenn wir auch von der Natur stammen, so ist das was wir machen, und was wir schaffen nicht mehr Natur (nicht umsonst ist "kultur" das gegenteil von "natur"). In dieser Hinsicht sind wir etwas vollkommen anderes als Tiere. Wir haben die Möglichkeit tiefgreifende Veränderungen in der Natur zu bewerkstelligen, und haben selbst so viele wandelnde Bedürfnisse und Anforderungen an die Natur, dass sich erwartungsgemäß erst dann wieder ein "natürliches Gleichgewicht"(welches längere zeit besteht) einstellt, wenn wir von dem Planeten verschwunden sind. Die "Notlösung", regulierend in die Natur einzugreifen, um die von Menschenhand geschaffenen Probleme einzudämmen, und deren Konsequenzen hinauszuzögern, ist das beste was wir dafür tun können, diesen Planeten noch möglichst lang in der für uns gewohnten Form zu bewohnen.

Und darum geht es eigentlich immmer: Wir möchten eigentlich immer die guten alten Zeiten haben, aber trotzdem die neue Technologie besitzen, die unser Leben erleichtert und unsere Freizeit verlängert. Im prinzip möchten wir doch nur in ruhe und zufrieden Leben. Den Menschlichen Körper zu modifizieren, bringt jedoch eine Reihe großer Risiken mit sich, und bis jetzt ist es nicht mal im entferntesten möglich den menschlichen Körper so zu modifizieren, dass er übermenschliche Fähigkeiten erlangt. Wir haben ja schon enorme Probleme einen Schaden wieder vollständig zu beheben, bzw. es gelingt in der Regel nicht.

Und dass das Gehirn sich jemals vollständig selbst verstehen wird, ist doch mehr als zweifelhaft... Das ist, als wolle man mit der Logik der Mathematik, Mathematische Axiome erklären...

edit: Achja nochwas zu den superohren:
ein C.I.(künstliches implantiertes ohr) sollte so schnell wie möglich implantiert werden, weil unbenutzte nervenstränge sich einfach zurückbilden... so ist es z.B. nicht mehr möglich bestimmte Frequenzbereiche zu hören, wenn zwischen der Ertaubung (auf den entsprechenden frequenzbereichen) und der Implantation des C.I. eine längere Zeit liegt.

Wenn jemand z.b. schon 10 Jahre nichts mehr hört, wird ihm ein C.I. absolut nichts bringen, weil die Nerven gar nicht mehr funktionstüchtig sind. Insofern lassen sich auch nicht einfach irgendwelche neuen Module ins gehirn einbauen, die das Gehirn dann per plug and play erkennt, das ist Unsinn.
Bis jetzt kann man nur Vorhandenes teilweise regenerieren.

Geändert von baedr (08.03.2008 um 15:17 Uhr).
 
 
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Reh
Alt 12.03.2008, 10:40   #37
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IceBaer
Alt 14.03.2008, 20:37   #38
Standard

Zitat von baedr
Sehbehinderte, kranke oder sonst von natur aus benachteiligte Menschen pflanzen sich fort, und verteilen ihre "schlechten" Gene an unsere Kinder und Enkel. Natürliche Mutation wirkt sich im allgemeinen eher negativ auf die Menschheit aus, weil kaum mehr selektiert wird. Akademiker und gebildete entschließen sich aus Karrieregründen dafür, keine Kinder zu bekommen, wo hingegen das "einfache Volk" sich um so mehr fortpflanzt. Dass sich der menschliche Genpool qualitativ rapide verschlechtert, lässt sich nach heutigem wissenschaftlichen Stand nicht bestreiten.
Das würde ich aber schon bestreiten. Evolution bedeutet nicht "Überleben des Schlauesten" oder "Überleben desjenigen mit dem besten Sehvermögen". Tatsache ist, dass eine Fehlsichtigkeit heute kein Nachteil mehr ist. Dementsprechend wird auf diese Eigenschaft kaum Evolutionsdruck ausgeübt. Heute sind es andere Eigenschaften, nach denen selektiert wird. Diese Selektion findet statt, immer und zu jedem Zeitpunkt, egal ob wir es wollen oder nicht. Und sollten sich intelligente Menschen sich weniger stark fortpflanzen als nicht-intelligente Menschen, so bedeutete das nur eins: Offensichtlich sind nicht-intelligente Menschen fitter.


Zitat von baedr
Und dass das Gehirn sich jemals vollständig selbst verstehen wird, ist doch mehr als zweifelhaft... Das ist, als wolle man mit der Logik der Mathematik, Mathematische Axiome erklären...
Das ist ja das tolle an axiomen: Sie gelten unmittelbar. Sie bedürfen weder einer Erklärung noch eines Beweises.

Edit: "Fitter" bezieht sich in diesem Zusammenhang nicht auf größere Sportlichkeit, sondern auf eine bessere Anpassung der Gesamtheit aller Eigenschaften an die jeweilige Nische
 
 
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Ripper08
Alt 17.03.2008, 16:15   #39
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Evolution bedeutet nicht "Überleben des Schlauesten"
Genau das wuerde ich aber behaupten, sicher spielen da ne menge anderer Aspekte mit aber ich wuerde glatt sagen das ist der wichtigste von allen.

Ich wuerde den Begriff "schlau" allerdings klar von "intelligent" trennen, da "schlau" letztendlich vielmehr die tatsaechliche Anwendung des eigenen Verstandes in der realen Welt bedeutet, was einen normalerweise in allen Ebenen des Lebens voranbringt und erfolgreicher bzw. ueberlebensfaehiger macht.

Der Begriff "Intelligenz" degegen beinhaltet nicht unbedingt die effiziente Anwendung dieses Wissens in der realen Welt, sondern die Nachdenkerei ist recht oft nur Hirnwichserei. (Nachdenken um des Nachdenkens willen, ohne die Kraft/Intention die eigenen Gedanken physisch in die Tat umzusetzen).


Aber das war jetzt wohl auch nur Hirnwichserei so wie eigentlich alles was hier zu lesen ist.
 
 
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Reh
Alt 17.03.2008, 17:37   #40
Standard

Zitat von Ripper08
Der Begriff "Intelligenz" degegen beinhaltet nicht unbedingt die effiziente Anwendung dieses Wissens in der realen Welt, sondern die Nachdenkerei ist recht oft nur Hirnwichserei. (Nachdenken um des Nachdenkens willen, ohne die Kraft/Intention die eigenen Gedanken physisch in die Tat umzusetzen).
Offenbart diese Aussage besonders große Intelligenz, besondere Schläue oder das Fehlen von beidem?
Ernste Frage.
 
 
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Fränze
Alt 17.03.2008, 19:45   #41
Standard

Sie offenbart einen gewissen Pragmatismus, nicht mehr.
 
 
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Reh
Alt 17.03.2008, 21:10   #42
Standard

Oha. Wo entdeckst du da Pragmatismus?
 
 
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