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ist selbstmord wirklich feige

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Senjo
Alt 26.06.2005, 20:45   #51
Standard

Ich finde nich das man sagen kann das selbst Mord egoistisch, klar es wird aufverzweifelung getan und wahrscheinlich sieht die Person keinen anderen Ausweg aber ich finde es einfach erschreckend das sich manche Menschen (zum größtenteil junge) das Leben nehmen und andere probieren zu Leben und es eigentlich keine Chance mehr gibt, ich finde, dass das eine Ungerechtigkeit ist!
Dann sollen doch die Sterben die nicht mehr Leben können aber nicht die die wollen!
(so denke ich wahrscheinlich weil das zur Zeit bei mir der Fall ist)
 
 
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Ephestia
Alt 26.06.2005, 20:48   #52
Standard

Selbstmörder hätten Hilfe gebraucht und keine Anschuldigen und weiter Vorwürfe!! Kapiert ihr das nicht?! Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass man sein Leben mal so zum Spaß wegschmeißt? Oder aus Rache??? Gehts noch? Boah, kann bitte jemand diesen Thread schließen, mich macht das wahnsinnig! Das klingt alles für mich so, als würde man jemandem, der am Boden liegen noch nen Tritt in den Arsch geben. "Ach komm endlich von der Brücke runter, scheiß dir doch nicht ins Hemd, du feige Sau. Du willst dich umbringen? Du bist soooo feige und arm! Wegen solcher Lapalien!"
Jawoll Leute, SO KLAPPT DAS BESTIMMT PRIMA!
 
 
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Ephestia
Alt 26.06.2005, 20:53   #53
Standard

Und Heavensearth meine Liebe, warum denkst du denn, wollen Menschen sich umbringen? Du scheinst ja durch dein Forum totaaaaaal informiert zu sein.
Wahrscheinlich sind Selbstmörder alle bloß bockig. Da läuft mal was n bißchen schief und da wollen sie "bumm" mal eben von ner Brücke hopsen. Du hast Recht, warum soll ich mich darum kümmern? Egoistische Schweine...
 
 
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Caleb Crackpot
Alt 26.06.2005, 21:55   #54
Standard

Original geschrieben von felicitas
mich hätte damals niemand aufhalten können mit den worten "du bist egoistisch"
denn genau das, wollte ich sein. ich wollte einmal etwas für mich tun. nur ein einziges mal.

ich kann eure gedanken verstehen, aber ich erinner mich an meine gedanken und ich weiß das man diese welt nicht mit der euren vergleichen kann

aber wenn der mensch schon zu weit weg ist, zu unerreichbar, dann soll es so sein. dann muss er seinen weg gehen.
Lassen wir den Egoismus mal wegfallen.

Es geht doch hier um Angst. Die Angst vor dem Leben. Suizidler schaffen es, dass sie mehr Angst vor dem Leben haben als vor der Tat und dem darauffolgendem Tod. Sehen ihn als Erlösung, als die einzigste Möglichkeit damit ihre Probleme usw. zu beenden.

Wo sind denn die Ur-Instinkte?
Die verliert man doch nicht einfach.
Instinkte haben mit Gedanken doch gar nix zu tun. Sie durchfluten einen.

Es geht mir auch nicht darum das derjenige zu unerreichbar für andere ist.
Mir ist es nur unbegreiflich wie man für sich sowas überhaupt als Option sehen kann.
Ich weiss nicht ob das etwas mit verschiedenen Welten zu tun hat. Das ist 'ne Grundeinstellung. Die tief im Menschen verankert sein sollte.

Und der Weg den derjenige gehen MUSS, der ist ja besonders weise...

Ich bin blind und nehm den leichtesten Weg.
Ich laufe davon, statt mich meinen Problemen zu stellen.
Ich nehme dass einzige was wirklich mir gehört und opfere es.
Super!


Original geschrieben von Senjo
...ich finde es einfach erschreckend das sich manche Menschen (zum größtenteil junge) das Leben nehmen und andere probieren zu Leben und es eigentlich keine Chance mehr gibt, ich finde, dass das eine Ungerechtigkeit ist!
Dann sollen doch die Sterben die nicht mehr Leben können aber nicht die die wollen!
Wie definierst du "keine Chance mehr" und "nicht mehr leben können"?


Original geschrieben von Ephestia
Selbstmörder hätten Hilfe gebraucht und keine Anschuldigen und weiter Vorwürfe!
Das ist kein Vorwurf und auch keine Anschuldigung, sondern eine durchaus vertretbare Lebenseinstellung!


Original geschrieben von Ephestia
Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass man sein Leben mal so zum Spaß wegschmeißt? Oder aus Rache??? Gehts noch?
Es gibt KEINEN vernünftigen Grund sein Leben zu beenden.
Und das sollte man erkennen und wissen, egal wie "am Arsch" man ist.

Original geschrieben von Ephestia
Boah, kann bitte jemand diesen Thread schließen, mich macht das wahnsinnig!
Genau. Wie erwachsen... Schliesst diesen Thread, weil es Leute gibt die eine andere Einstellung haben als Ephestia!

Original geschrieben von Ephestia
Das klingt alles für mich so, als würde man jemandem, der am Boden liegen noch nen Tritt in den Arsch geben. "Ach komm endlich von der Brücke runter, scheiß dir doch nicht ins Hemd, du feige Sau. Du willst dich umbringen? Du bist soooo feige und arm! Wegen solcher Lapalien!"
Jawoll Leute, SO KLAPPT DAS BESTIMMT PRIMA!
So sollte das aber nicht klingen. Das ist nicht meine Meinung und ich habs auch nicht so bei den anderen verstanden.
Vielleicht bist du nur ein bisschen empfindlich, wenn du gleich so ins Extrem gehen musst...

Man darf es für sich erst gar nicht soweit kommen lassen, dass man auf der Brücke steht. Das muss man verhindern. Und dass es keine Lapalien für diese Menschen sind, ist sicher jedem bewusst und davon war auch nie die Rede...


edit:\ aus dem letzten Absatz nimm ich Shawna raus, wegen Lapalien und so...
 
 
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Alt 26.06.2005, 22:34   #55
Standard

und was ist mit den menschen die es immer und immer wieder versuchen und scheitern? die sich immer wieder stellen und scheitern? die gekämpft haben udn gescheitert sind? mensch junge, hier gehts doch zum größten teil um jugendliche. so wahnsinnig viel lebens und welterfahrung haben die nun auch wieder nicht. für die gibts dann halt manchmal scheinbar nur noch diesen ausweg.
 
 
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Ephestia
Alt 26.06.2005, 22:39   #56
Standard

Es SOLLTE keinen vernünftigen Grund geben, sein Leben zu beenden. Es sollte immer jemand da sein, der solche Menschen auffängt.
Mich macht es einfach wütend und traurig, dass sich Menschen vor lauter Kummer umgebracht haben und nun andere ankommen, und diesen dann nach Egoismus und Feigheit unterstellen.
Und bei vielen hier klingt es einfach so, als sollten sich Suizidgefährdete doch mal "nicht so anstellen". Das zeugt doch von mangelndem Taktgefühl..
Natürlich nimmt das alles überhand, mit Selbstmord-Foren, etc. Aber es ist doch falsch, die Tatsache zu ignorieren, dass viele Jugendliche sich unglücklich fühlen. Man sollte da handeln und Hilfe anbieten, anstatt zu sagen wie böse, böse, böse Suizid doch sei.
 
 
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Senjo
Alt 26.06.2005, 22:39   #57
Standard

@Caleb Crackpot
Keine Chance:
wenn man den Tod vor Augen hat, z.B. weiß mein Vater das er nur noch 2-5 Monate zu Leben hat und er kämpft um vllt doch noch ein Jahr zu leben, er würde alles dafür tun, aber es sieht aussichtslos aus, also keine Chance
nicht mehr leben können:
na ja wenn halt das antrifft was hier einige sagen, zB Feli, wenn man einfach keinen Ausweg mehr weiß, wenn man total am ende is, wenn man seinem leben keinem Sinn mehr gibt, also nich mehr leben kann..
 
 
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mizue
Alt 26.06.2005, 22:40   #58
Standard

ich kenne so einige leute, die vorhatten sich umzubringen... viele haben das, wie feli beschreibt, als grenzwertig empfunden. an der schwelle zum tod ist ihnen dann plötzlich klar geworden, dass ihnen das leben viel mehr wert ist, als sie vorher dachten und sie nicht bereit sind diese grenze zu übertreten. ein funken lebenswille und lebendigkeit ist aufgeflammt... genau das, was vielen depressiven menschen fehlt.

selbstmord ist nicht feige oder mutig. es ist eine persönliche entscheidung und hat mit anderen menschen nicht viel zu tun. ich selbst bestimme, ob ich mich von einer situation unterkriegen lasse oder mich ihr stelle. ich selbst entscheide, ob ich mich füge oder behaupte, für mich eintrete oder mich vom leben und den details fertig machen lasse, ob ich hilfe suche, hilfe annehme oder mich einfach fallen lasse. ABER... manchmal braucht man erst die erfahrung hilflos am boden zu liegen, um zu erkennen, dass es eigentlich auch anders geht. das is von mensch zu mensch verschieden.

desweiteren stimm ich ephestia zu:
Original geschrieben von Ephestia
Selbstmörder hätten Hilfe gebraucht und keine Anschuldigen und weiter Vorwürfe!
im sinne von "hilfe zur selbsthilfe". einem suizidwilligen menschen lieber zuhören, anregungen geben und zeigen, dass er mit seinen problemen ernst genommen wird, bevor die große "jetzt stell dich ned so an, bis du heiratest wird alles wieder gut"-keule kommt. die treibt einen ja geradezu in die ecke und man fühlt sich noch schäbiger, als vorher.
 
 
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pille81
Alt 26.06.2005, 23:36   #59
Standard

Also das ist ja echt interressant was man hier so alles zu hören bekommt aber ich denke die Diskussion wird müßig.

Den meisten von uns fehlt vielleicht diese Grenzwerterfahrung die hier einige haben.
(Nicht das ich nicht schon über Suizid nachgedacht hätte aber das sind bei mir Optionen die ich zum Glück immer sehr schnell wegschieben kann)

Also auf einen Nenner kommen wir wohl heute und auch morgen nicht aber eins hat die Diskussion mir gebracht.

Ich hätte am Anfang auch voll in dieses FEIGE, EGOISTISCH und ANGST Horn geblasen aber diesen Zahn haben mir einige Beiträge gezogen.

Der Grundzweck einer Diskussion ist also erfüllt man kann und sollte seine Argumente bringen und dann seinen eigenene Standpunkt überdenken.
Leider fällt eins auf, man muss überspitzt und provokativ in eine Diskussion gehen um seinen Standpunkt zu verdeutlichen (meine Meinung) ich finds nur traurig das sich hier keiner von seinem Standpunkt entfernt oder ihn aufweichen kann oder will, weil eigentlich seid ihr gar nicht so weitz voneinander weg.

Also schön weiter diskutieren und die anderen BEiträge nicht nach Kritikpunkten sondern nach Inhalten durchsuchen die man unterstützen kann.

MfG Pilger

PS: WEnigstens bei der Frage das Selbstmord sehr traurig ist sind wir uns einig darauf kann man doch aufbauen

Man ich hab zu lange nicht getippt sau viele Rechtschreibfehler berichtigt :P
 
 
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sc0rp
Alt 26.06.2005, 23:44   #60
Standard

Hallo,

ich seh das so.
Muttern hat mich auf die Welt gebracht, also darf auch nur sie mir erlauben von der Welt zu verschwinden. Da Vattern immer auch zur Haelfte daran beteiligt war das es einen gibt, raeumt man ihm das Vetorecht ein. Feige find ich Selbstmord uebrigens nicht, ich find es ist Verzweiflung und Müdigkeit. Letztlich find ich aber, dass viele Menschen schlichtweg selbst dran schuld sind was aus ihnen geworden ist. Das liegt an ihre Art und vor allem an ihrem andauernden Selbstmitleid. Das ist Wahrheitsverzug, nichts anderes. Wohl aber wahr, dass es so manche Situationen im Leben gibt wo es der leichtere Weg ist aufzugeben. Da's da kein richtig oder falsch gibt, wirds auch schwer fallen eine allumfassende Pro- Comtrahaltung zum Thema einzunehmen. Ich denk einfach nachdem ich im Westen nichts Neues gelesen hab, dass es nicht schlimmer werden kann als wenn man wieder im Schuetzengraben irgendwo in Frankreich lieg. Noch nen weiterer Grund wäre fuer mich sich umzubringen, wenn die ganze Stadt ploetzlich (like in Resident Evil) zu Untoten mutiert. Die erste Kugel wär fuer mich. Weglaufen wäre doch sinnlos, is man nru aus der puste und wird nachher noch in den Zeh gebissen.
 
 
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pille81
Alt 26.06.2005, 23:55   #61
Standard

interressante Beispielführung "Im Westen nix neues" mit "resident Evil" zu verknüpfen.
Im allgemeinen ist dein Beitrag etwas lachs

MfG
Pilger
 
 
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Caleb Crackpot
Alt 27.06.2005, 02:20   #62
Standard

Okay.

Mit dem Gedanken an Selbstmord hat glaub ich schon so ziemlich jeder gespielt.
Ich muss sagen dass mir diese Grenzwerterfahrung aber fehlt. Allerdings bezweifel ich auch sehr stark, dass ich durch meine Einstellung jemals eine derartige Erfahrung machen werde.
Die Einstellung kommt logischerweise durch Lebenserfahrung und durch einen klaren, gesunden Menschenverstand (mehr oder weniger... ).

Wie felicitas erwähnte, gibts es für manche Menschen, scheinbar nur noch diese eine Lösung.
Da es in der späteren Diskussion eigentlich nur noch um jugendliche Selbstmörder geht, bleiben wir mal dabei.

Mir wurde schon als kleiner Dotz beigebracht, dass es keine Lösung ist, vor seinen Problemen davonzulaufen. Deshalb wär ich auch im Kindesalter niemals auf die Idee gekommen, das als Lösung aufzufassen.

Sind wir uns da eigentlich einig, das Suizid ein Weglaufen ist und es eigentlich keine Problemlösung darstellen dürfte?
Das es generell nicht egoistisch ist, ausser man zieht jemand anderen direkt mit hinein (sei es Zugführer, Busfahrer, etc.), weil man mit seinem Leben machen kann was man will?


Wir wissen, dass man, wenn man sich in der Krankheit Depression verfangen hat, keine "normalen" Gedanken mehr fassen kann und es schwierig ist, dass das ein gesunder Kopf begreift.

Richtig?

Allerdings denke ich, dass man den Gedanken "Suizid ist eine Lösung, wenn man keine Anderen mehr sieht", verhindern und früh das RICHTIGE einimpfen kann (ich schreibe jetzt mal weiter RICHTIG und FALSCH, da ich das einfach so sehe. Hat aber nix mit schwarz/weiss-Denken zu tun). Sei es durch Eltern, Lehrer und sonstige Personen im engeren Umkreis des Jugendlichen (Kindes). Dabei muss man natürlich auch die Freunde erwähnen, die das Kind nicht unbedingt positiv beinflussen müssen.
Und da ja heute eh alles im TV oder I-Net is, zählen wir das mal dazu, denn die meisten Kids machen eh nix anderes als den ganzen Tag in irgendeinen viereckigen Kasten zu glotzen. *klischeesauspack*
Also hauptsächlich durch Erziehung, frühe Lebenserfahrung (Schule, Hobbys etc.)

Und ich denke, dass wenn man das geschafft hat, hat der Jungendliche (oder Mensch generell) diese "Impfung", auch in der tiefsten Phase einer Depression vor Augen. Als FALSCH. Einfach als keine Option. Als irreal.
Was es in meinen Augen halt ist.
Egal wie unglücklich derjenige ist (denn das sind wir im Grunde genommen doch alle, oder? Der eine mehr, der andere weniger.), darf der Tod nicht eine Lösung, für ein Problem im Leben darstellen.

Deshalb bin ich auch der Meinung, dass diese Grenzwerterfahrung nicht unbedingt nötig ist, um dem Menschen etwas, eigentlich total Offensichtliches, zu lehren.
Denn bevor man der Depression verfallen ist, war man auch mal "normal", das sollte man nicht vergessen.

Wir sind uns auch einig, dass man solchen Menschen helfen sollte. NATÜRLICH! Was sonst?

Man sollte wie, Ephestia und mizü betonten, handeln und Hilfe anbieten und zeigen dass derjenige ernstgenommen wird.
Ist halt nur die Frage ob der Betroffene auch Hilfe haben will.
Aber auch trotzdem nicht vergessen zu erwähnen, dass Suizid nicht unbedingt böse, aber auf jeden Fall doch FALSCH ist. Was man dann natürlich auch erklären und diskutieren muss, so wie wir das hier tun.

@Senjo

Das mit deinem Vater tut mir leid. Hast grade wohl ein hartes Brot zu kauen. Halt die Ohren steif! (Eine meiner Lieblingsphrasen, aber sie kommt von .)

Deine Erklärung für "nicht mehr leben können" ist für mich allerdings dasselbe, wie nicht mehr wollen.

Und so kommen wir zum Abschluss nochmal zum "Ich kann mit meinem Leben machen was ich will!"

Original geschrieben von mizü
ich selbst bestimme, ob ich mich von einer situation unterkriegen lasse oder mich ihr stelle. ich selbst entscheide, ob ich mich füge oder behaupte, für mich eintrete oder mich vom leben und den details fertig machen lasse, ob ich hilfe suche, hilfe annehme oder mich einfach fallen lasse. ABER... manchmal braucht man erst die erfahrung hilflos am boden zu liegen, um zu erkennen, dass es eigentlich auch anders geht. das is von mensch zu mensch verschieden.
Natürlich!

Aber sorry, die Alternative zum Unterkriegenlassen, Fügen, Fertigmachenlassen, zum AUFGEBEN, etc., ist doch wohl EINDEUTIG die bessere Wahl.
Die RICHTIGE Wahl!

@pille81

Gute, postive Stossrichtung.
 
 
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mizue
Alt 27.06.2005, 08:27   #63
Standard

Original geschrieben von Caleb Crackpot

Aber sorry, die Alternative zum Unterkriegenlassen, Fügen, Fertigmachenlassen, zum AUFGEBEN, etc., ist doch wohl EINDEUTIG die bessere Wahl.
Die RICHTIGE Wahl!
ja ja, die bessere UND richtige wahl. aber wie du dir bestimmt vorstellen kannst ist nicht jeder von anfang an mit einem gesunden selbstbewusstsein und - wertgefühl gesegnet. bis jemand versteht, dass er selbst herr über sein leben ist und nicht zb. irgendein dahergelaufener mensch, der ihn fertig macht oder die äußeren umstände, die einem wenig platz zum atmen zu lassen scheinen, kann viel zeit vergehen... bzw. müssen viele erfahrungen erlebt werden.
 
 
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Zukünftiger
Alt 27.06.2005, 12:22   #64
Standard

Hmz.

Mal n bisschen Ausholen...

Das Gewaltmonopol liegt immer noch beim Staat !
d.h. die einzige Institution die Gewalt ausüben darf (gegen sich oder andere) liegt immer noch beim Staat. Die Tatsache das Selbstmörder unbescholten davonkommen liegt wohl einzig und allein an der Tatsache das man einen Toten nicht mehr bestrafen kann. Ist der Suizid aber schiefgegangen findet man sich in der Klapse wieder. Das ist (in meinen Augen) die Höchststrafe, denn aus der Klapse kommt man weniger schnell wegen guter Führung raus als aus dem Gefängnis.
Der Staat kümmert sich um Sozial schwache, schützt vor schlechten Einflüssen, stellt die Grundversorgung sicher...
Schlecht geht es eigentlich keinem.

Aber mal im Ernst :

Das eigene Leben ist kein Sachgegenstand den man einfach fix wegwerfen kann und das eigene Leben ist unwiederbringlich weil Individuell einzigartig. Das Leben prägt einen, dazu gehören schlechte wie gute Erfahrungen.

Eure eigenen Eltern haben hunderttausende Euro in euer Leben gesteckt, angefangen beim Pamperskauf bis hin zu Schulunterlagen. Und dann kommt ihr mit der Aussage "Das ist MEIN Leben" ? Lachhaft !

Wieviel Sorgen habt ihr euren Eltern denn bereitet ? Haben sie sich mit den Nachbarn zerstritten weil IHR die Hecke des Nachbarn mit einem Plastikschwert niedergemäht habt ? Haben sie Kredite zu Horrorkonditionen aufgenommen um euer Zimmer nach euren Wünschen zu gestalten ? Haben sie nicht auf Teile ihrer eigenen Persönlichkeit verzichtet (Kino, Party, ...) nur um auf euch aufzupassen ? Haben sie das Haus wegen euch oder wegen sich selbst zugelegt an em sie die nächsten 30 Jahre immer noch zahlen werden ?

Die Liebe die sie in euch gesteckt haben zählt auch nicht mehr, nur weil die Eltern nach 20 Jahren "Erziehung" sagen "Das schaffst DU inzischen auch alleine, Du musst es nur versuchen, wir wünschen Dir viel Glück" ?

Was soll denn das jetzt ?
 
 
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Krähe
Alt 27.06.2005, 12:44   #65
Standard

Hinter dem Wunsch seinem Leben ein Ende zu setzen steht oft eine für andere nicht nachvollziehbare tiefe Verzweiflung. Gerade bei Kindern und Jugendlichen. So jemand hat oft Gedanken, wie "Keiner liebt mich", sie fühlen sich nicht liebenswert, denken in Ihrer Verzweiflung, dass sie eh jedem egal sind. Wichtig ist hier doch, dass jemand die Zeichen sieht und eingreift/hilft, bevor es zu spät ist. Und gerade eien verletzte kindliche Seele gibt vorher viele Zeichen, bevor sie zur Tat schreitet. Einem Suzidgefährdetem Egoismus vorzuhalten, halte ich für Mist. Denn wer der festen Überzeugung ist, er sei jedem egal, hat auch niemanden auf den er Rücksicht nehmen müsste. Jedenfalls in seinen Gedankengängen. Das die Realität vielleicht anders aussieht nehmen diese verzeifelten Menschen doch gar nicht mehr war.

Und dann sei noch anzumerken, dass es tatsächlich Kulturen gibt, in denen ein Selbstmord aus bestimmten Gründen als etwas Ehrenvolles angesehen wird. Da ich aber hier nur sehr grobe Infos über die genauen Hintergründe habe, will ich das jetzt hier mal nicht ausarbeiten.

Mein persönliches Fazit ist, wer Zeichen die auf eine Gefährdung hindeuten erkennt, sollte eingreifen, zur Not sogar das Jugendamt und die Polizei einschalten. Wer wegschaut macht sich schuldig. Verständnis ist angesagt, Hilfe leisten oder Hilfe holen.
 
 
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mizue
Alt 27.06.2005, 13:41   #66
Standard

@zukünftige
"bring dich ja ned um, sonst war die ganze arbeit und liebe deiner eltern umsonst, du undankbare/r schmarotzer/in!!!!!!!" so klingt das für mich. meinst du, damit kannst du nen suizidwilligen überreden, es doch nicht zu tun, bzw. ihm die gründe, weswegen er einen suizid überhaupt in erwägung zieht, vom herzen nehmen oder meinst du nich doch vllt, dass es ihn noch mehr runterziehen wird, sein negatives weltbild noch schwärzer macht, wenn er sich zusätzlich noch schuldig fühlt?

viel eher sollte man fragen: "was ist die geschehen, dass du keinen anderen ausweg mehr siehst?"
 
 
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Zukünftiger
Alt 27.06.2005, 14:04   #67
Standard

Man kann dem Suizidwilligen natürlich auch einiges Vorlügen von wegen "Alles wird gut" oder so. Ob er dann fröhlicher ist wenn er merkt das das Leben dann immer noch beschissen ist, nur mit einem Problem weniger... Das sollte man mal ausprobiern...

Ich finde es nicht verkehrt denjenigen (auch) ins Gewissen zu reden wie sie es bis hierhin geschafft haben. Nämlich nur mit der Hilfe ANDERER !!! (Die man dann Verrät!!!) Welche Qualität das Leben an der Stelle hat an der man sich umbringen will hat nichts damit zu tun das man es LEBEND überhaupt bis zu den Punkt gebracht hat an dem man sich umbringen will.

[Beispiel]
viel eher sollte man fragen: "was ist die geschehen, dass du keinen anderen ausweg mehr siehst?"
Warscheinliche Antwort (unter vielen anderen):
* Keiner mag mich

Wenn einen aber keiner mag wird man sicher nicht in das Alter kommen mit dem Eigenen PC (Sponsored bei Muddi, oder glaubst Du an den Weihnachtsmann?) in einem Forum sein Leid zu klagen und mit Selbstmord zu drohen wenn was Eintritt für das man nur selber was kann !
[/Beispiel]
 
 
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mizue
Alt 27.06.2005, 14:51   #68
Standard

Original geschrieben von Zukünftiger
Man kann dem Suizidwilligen natürlich auch einiges Vorlügen von wegen "Alles wird gut" oder so. Ob er dann fröhlicher ist wenn er merkt das das Leben dann immer noch beschissen ist, nur mit einem Problem weniger... Das sollte man mal ausprobiern...

tja, siehst du. ich red von "sich damit auseinander setzen" und du verstehst "schön reden". dazwischen liegt ein unterschied. und ob ich mich ernsthaft mit einem suizidkandidaten und seinen problemen auseinander setze (bzw. ihn dazu bringe es selbst zu tun!) oder ihn mit standardsprüchen abwürg ("das wird schon wieder, immerhin hast du soviel: nen pc von deinen eltern, krasse klamotten, gute noten blubb")... darin liegt ein SEHR großer unterschied. ersteres greift direkt an der quelle (wenn alles gut läuft), zweiteres wirft ein paar blümchen auf den schlammberg, o.a: ist oberflächlich, im inneren brodeln die probleme weiter, nur ist man jetzt ein bisschen oberflächlich glücklicher geworden. ui.

Ich finde es nicht verkehrt denjenigen (auch) ins Gewissen zu reden wie sie es bis hierhin geschafft haben. Nämlich nur mit der Hilfe ANDERER !!! (Die man dann Verrät!!!) Welche Qualität das Leben an der Stelle hat an der man sich umbringen will hat nichts damit zu tun das man es LEBEND überhaupt bis zu den Punkt gebracht hat an dem man sich umbringen will.
achso, du willst dem selbstmordkandidaten also weiß machen, dass es besser wäre zu leben, sonst würde er leute verraten, ohne die er EH NIE SO WEIT gekommen wäre. öhm du willst den menschen also in seinem glauben, er würde allein nicht zurecht kommen und generell unfähig und verdammt sein, noch mehr bestärken und denkst dann, dass alles wieder gut wird (naja, immerhin LEBT er ja noch, gott sei dank, da war müh und plag ja ned umsonst!)?

vllt funktioniert der mensch dann nach außen hin, aber ist innerlich ein kaputtes wrack? siehst du sowas wirklich als ne lösung an? vllt gehst du ja tatsächlich nur davon aus, dass jeder, der sich umbringen will, rumpisst, weil er von anderen ned kriegt, was er will. ach ja... die pubertierenden teenies, immer so undankbar.



Warscheinliche Antwort (unter vielen anderen):
* Keiner mag mich
kein fähiger psychologe oder einigermaßen intelligenter mensch würde sich mit so einer antwort abspeisen lassen... ich zumindest würde weiter fragen: "wieso denkst du, dass keiner dich mag. wieso willst du überhaupt von jedem gemocht werden, was würde sich für dich dann ändern, wenn jeder dich bewundern würde?" etc.

solche antworten sind doch nur symptome, die probleme liegen tiefer... da muss man rankommen, durch gezieltes fragen zb. die person dazu bringen, sich mal selbst damit auseinander zu setzen und zu sehen, obs denn wirklich alles so schlimm und ausweglos ist oder ob sie sich nur im "schlecht" suhlt, ohne WEITER zu denken.

selbstständigkeit fördern. erhöht meistens auch das selbstwertgefühl, wenn man weiß, dass man für sich selbst auch was schafft (den lebenswillen wiederfinden zb.)

desweiteren muss ich sagen, dass du ziemlich materiell denkst. wenn jemand psychisch labil ist, soll er sich gefälligst darüber freuen, dass mami ihm den pc gesponsort hat?

"oh, stimmt... ich bin ja so egoistisch, noch dazu. jetzt fühl ich mich erst recht scheiße."

gute taktik.
 
 
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Heavensearth
Alt 27.06.2005, 17:17   #69
Standard

…a friend…
Deine Handynummer habe ich immer noch nicht gelöscht… Auch wenn die Nummer nicht mehr existiert… Anrufen wirst Du ganz sicher nicht mehr… Wo Du jetzt wohl sein magst…Irgendwo da draußen, …im weiten Etwas… Ich vermisse zwischen durch Deine Anrufe und Deine E-Mails, oder Deine SMS:"Hi Lydi, alles ok bei Dir…?"… Was würdest Du anders machen, wenn Du die Zeit zurück drehen könntest? Was würdest Du sagen, wenn Du sprechen könntest… Redest Du manchmal?…Was würdest Du denken, wenn Du denken könntest…Denkst Du manchmal nach?… Ich glaube Du würdest gern wissen wollen, wie es ihnen geht,… was sie tun,…wie sie aussehen werden in 10 Jahren…,Deine Kinder…Besuchst Du sie ab und zu?…Gibt es eigentlich Engel,da wo Du jetzt bist? Bist Du auch einer von ihnen? Darfst Du überhaupt ein Engel sein? Du bist bestimmt ein Schutzengel… Werden alle Selbstmörder Schutzengel für andere,um zu bereuen oder wiedergut machen zu können, was sie sich angetan haben?
(Lydia Lowag)


Tja, das sind Fragen von Lydia; einer wundervollen lebenslustigen Frau, die ihresgleichen sucht. Sie hat schon viele Menschen verloren – Feunde, die ihr wichtig waren, um die sie gekämpft hat. Damit meine ich kein globales und unpersönliches Gerede, wie es hier zur Zeit stattfindet, sondern es war eine Aufopferung über Wochen, Monate, denn es ging um Menschen mit einem Gesicht, Menschen die einem Nahestanden. Wer selbst in der Lage ist oder war, einen lieben Menschen völlig unnötig verloren zu haben, der ist unendlich traurig, plagt sich mit Selbstvorwürfen versagt zu haben die von Wut bis zum Hass mutieren können.
Man könnte die Gefühle und Gedanken der Hinterbliebenen in folgende Stadien einteilen:


Nach Liebe die Wut.
Nach Wut die Angst.
Nach Angst die Hoffnung
Nach Hoffnung die Enttäuschung.
Nach Enttäuschung die Gleichgültigkeit



Dieser Aphorismus stammt auch von Lydia. Ich weiß nicht ob er in direktem Zusammenhang mit dem Selbstmord steht, aber er könnte es bei näherer Betrachtung.

In dieser Diskussion ist es wohl leicht, schlaue Sätze von sich zu geben oder distanziert zu argumentieren, wie es Mizü und Ephestia hier machen. Menschen die direkt Opfer eines Selbstmörders wurden, sehen Rot bei dem Verständnis gegenüber dieser Tat.

Ausgangspunkt dieses Threads war eine Frage, welche man mit "Ja" und "Nein" und einer Begründung beantworten kann. Von Selbstmordgegnern las ich klare Sichtweisen:
Feige, weil sie sich einer Verantwortung entziehen. Für ihr Leben nicht einstehen
Egoistisch, weil sie in ihrer Tat nur den eigenen Vorteil sehen und das Umfeld ihnen egal ist.

Aussagen und Begründungen, die ohne Zweifel nachvollziehbar sind. Ob man potenzielle Selbstmörder mit dieser Ansicht konfrontieren soll oder nicht, ist ein anderes Thema und muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, der in die Situation kommt, sich mit solch einem Menschen auseinander zu setzen. Ich sehe die Tat Selbstmord so, wie ich es bereits geschrieben habe. Ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass sich meine Ansicht auf die vollendete Tat bezieht – so, wie ich es im ersten Thread verstanden habe.

Von den Verständnisträgern lese ich leider keine Begründung, warum sie es nicht als Feige sehen. Sie zerpflücken nur einzelne Aussagen, was mir hier von beteiligten Personen ja auch schon vorgeworfen wurde. Mal mit mehr, mal mit weniger Recht

Letztendlich sieht wohl niemand hier den Selbstmord als den richtigen Weg an, wobei diese Tatsache ein Verständnis für dieses Vorhaben schon ausschließen müsste.

Mir stehen lebende Menschen näher als Tote, deshalb liegen mir diese, die damit leben müssen mehr am Herzen. Obwohl, um jetzt mal den Sarkasmus und die überspitztheit von Mizü und Ephestia auszupacken: sie müssen ja nicht damit leben, sie können ja hinterher springen. wenn sie dem Schmerz und der Situation nicht gewachsen sind. Man kann ja verständnis dafür haben...


--Heavens
 
 
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mizue
Alt 27.06.2005, 17:27   #70
Standard

@heavensearth
ich kann nachvollziehen, wieso jemand sich selbst umbringen will. ich finde es allerdings nicht positiv, wenn es jemand tut, weil ein mensch stirbt.

lies dir meine beiträge bitte nochmal durch, dann weißt du vllt worauf ich damit hinaus wollte. es geht mir nämlich eher um die art, WIE ich einen menschen von selbstmordgedanken abbringe. flöß ich ihm noch mehr schuldgefühle ein (so wie ich persönlich zukünftigers methode empfinden würde) oder gehe ich auf die wahren gründe seines suizidwillens ein?

edit:
für die hinterbliebenen ist es ganz klar traurig, wenn eine ihnen nahestehende person freiwillig dahinscheidet. das steht AUßER FRAGE und ist absolut nachvollziehbar.

so, ABER:

AUS MEINER SICHT ist es der genesung eines depressiven suizidgefährdeten menschen NICHT förderlich, wenn ich ihn mit diesem argument von einem selbstmord abzubringen versuche. die erwähnten schuldgefühle, das außer-acht-lassen des eigentlichen problems.

AUS MEINER SICHT ist es WICHTIG, zu erörtern, WARUM der betreffende suizidkandidat überhaupt an selbstmord denkt und wieso er keine freude am leben empfindet und sich den sich stellenden herausforderungen nicht gewachsen fühlt.

wie ich vorhin schon sagte: das ganze an der wurzel anpacken. bringt man diese probleme nämlich einmal ans tageslicht ist es um einiges einfacher diese probleme zu beheben... und der "patient" wird von allein drauf kommen, dass ihm seine familie, die ihm nahestehenden menschen und sein eigenes leben wichtig sind, weil er vllt verstanden hat, dass er es in der hand hat.


ps.
ich bitte dich - heavensearth - nicht alle meiner wörter zu verdrehen und dir meine aussagen so hinzubiegen, wie es dir gerade passt. und was überspitztheit & sarkasmus anbelangt: allein schon, dass du selbst darauf zurückgreifst, um mich und ephestia zu diffamieren bzw. unsere VERMEINTLICH böse absichten hier noch zusätzlich zu betonen, spricht für deine mangelnde bereitschaft zu VERSTEHEN.
 
 
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Alt 27.06.2005, 17:33   #71
Standard

Von den Verständnisträgern lese ich leider keine Begründung, warum sie es nicht als Feige sehen. Sie zerpflücken nur einzelne Aussagen, was mir hier von beteiligten Personen ja auch schon vorgeworfen wurde. Mal mit mehr, mal mit wenigerem Recht
vielleicht sollte man auch mal die sachen lesen und verstehen die nicht der eigenen meinung entsprechen.......

ma so n bissl über den tellerrand hinausschauen.

ohman, was für ein thread......
 
 
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Heavensearth
Alt 27.06.2005, 18:10   #72
Standard

Original geschrieben von mizü
@heavensearth
ich kann nachvollziehen, wieso jemand sich selbst umbringen will. ich finde es allerdings nicht positiv, wenn es jemand tut, weil ein mensch stirbt.
Wenn man etwas nachvollziehen kann, dann folgt es einer Logik. Wäre Selbstmord eine logische Konsequenz für Situationen, aus denen man selbst keinen Ausweg sieht, könnte ich dich verstehen. Ist es aber nicht. Deshalb arbeitest du potenziellen Selbstmördern zu, denn du bestätigst ihnen ein logisches - eben nachvollziehbares Verhalten und somit auch die Richtigkeit.
Ich weiß, dass das bestimmt nicht in deiner Absicht liegt. Aber nicht alles, was letztlich in guter Absicht geschieht, ist der Situation zuträglich.

Original geschrieben von felicitas


vielleicht sollte man auch mal die sachen lesen und verstehen die nicht der eigenen meinung entsprechen.......

ma so n bissl über den tellerrand hinausschauen.
Wie gesagt: Ich kann nur verstehen, wenn ich etwas nachvollziehen kann, und dies setzt ein gewisses Maß an Logik voraus. Du schreibst selbst, dass die Gedanken eines Selbstmörders nicht normal und somit von "normalen" Menschen nicht oder nur sehr schwer nachvollziehbar sind. Was erwartest du dann von mir?
Einerseits freut mich deine Aussage, weil ich durch mein Unverständnis wohl zu den "normalen" Menschen zähle, andererseits macht es mich sehr traurig, denn es wäre ein Beweis, dass nur selbsgeartete Menschen einem potenziellen Selbstmörder "helfen" können. Und in den vielen Selbstmordforen kann man ganz genau sehen wie das aussieht... in der Rubrik Selbstmordarten - der beste weg zum sterben

http://forum.selbstmord.com/index.ph...Selbstmord.Art




Original geschrieben von felicitas


ohman, was für ein thread......

Wieso? Was stimmt mit dem Thread nicht?
 
 
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Zukünftiger
Alt 27.06.2005, 18:15   #73
Standard

Trotzdem ist Selbstmord feige.
Die Gründe warum es zum Suizid kommt sind doch dabei völlig zweitrangig. Suizid ist eine Flucht (nicht nach vorne)...
Und Flucht kommt aus einer Angst heraus, und wer aus Angst vor Konfrontation flüchtet ist (wer hätts gedacht?) in allen sozialen Schichten Feige !
 
 
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mizue
Alt 27.06.2005, 18:21   #74
Standard

Original geschrieben von Heavensearth
Wenn man etwas nachvollziehen kann, dann folgt es einer Logik. Wäre Selbstmord eine logische Konsequenz für Situationen, aus denen man selbst keinen Ausweg sieht, könnte ich dich verstehen. Ist es aber nicht. Deshalb arbeitest du potenziellen Selbstmördern zu, denn du bestätigst ihnen ein logisches - eben nachvollziehbares Verhalten und somit auch die Richtigkeit.
Ich weiß, dass das bestimmt nicht in deiner Absicht liegt. Aber nicht alles, was letztlich in guter Absicht geschieht, ist der Situation zuträglich.
nachvollziehen bedeutet: ich kann verstehen, wieso der andere so handelt oder keinen anderen ausweg sieht, als so zu handeln. ohne dabei aber selbst dieser logik zu folgen. und das ist vllt auch dein problem: du kannst dich nicht in das denken anderer menschen hinein versetzen.

was wäre ein psychologe, wenn er zu einem suizidgefährdeten patienten nur sagen würde: du darfst das nicht tun, denk an deine eltern, freunde etc. ? ein psychologe fragt sich, WARUM denkt er so und was ist der grund für seine blockaden? er muss sich in den patienten HINEINVERSETZEN, um zu verstehen, WIESO er von lebensunlust gepackt ist. und dann ansetzen und die probleme schritt für schritt auflösen.

ich verweise auch auf meinen letzten editierten post.
 
 
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mizue
Alt 27.06.2005, 18:30   #75
Standard

@zukünftiger
wenn ein depressiver mensch in seiner kleinen eingekapselten welt nichts mehr sieht, außer grauer einöde und negativem und sich aus diesem grund dazu entschließt sich umzubringen (weil er in dieser seiner verzerrt wahrgenommenden welt keinen SINN im weiterleben mehr sieht), dann nennst du das auch feige, obwohl keine angst, sondern eher trostlosigkeit vorangegangen ist, lebensUNLUST?
 
 
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