Okay.
Mit dem Gedanken an Selbstmord hat glaub ich schon so ziemlich jeder gespielt.
Ich muss sagen dass mir diese Grenzwerterfahrung aber fehlt. Allerdings bezweifel ich auch sehr stark, dass ich durch meine Einstellung jemals eine derartige Erfahrung machen werde.
Die Einstellung kommt logischerweise durch Lebenserfahrung und durch einen klaren, gesunden Menschenverstand (mehr oder weniger...

).
Wie felicitas erwähnte, gibts es für manche Menschen,
scheinbar nur noch diese eine Lösung.
Da es in der späteren Diskussion eigentlich nur noch um jugendliche Selbstmörder geht, bleiben wir mal dabei.
Mir wurde schon als kleiner Dotz beigebracht, dass es keine Lösung ist, vor seinen Problemen davonzulaufen. Deshalb wär ich auch im Kindesalter niemals auf die Idee gekommen, das als Lösung aufzufassen.
Sind wir uns da eigentlich einig, das Suizid ein Weglaufen ist und es eigentlich keine Problemlösung darstellen dürfte?
Das es generell nicht egoistisch ist, ausser man zieht jemand anderen direkt mit hinein (sei es Zugführer, Busfahrer, etc.), weil man mit seinem Leben machen kann was man will?
Wir wissen, dass man, wenn man sich in der Krankheit Depression verfangen hat, keine "normalen" Gedanken mehr fassen kann und es schwierig ist, dass das ein gesunder Kopf begreift.
Richtig?
Allerdings denke ich, dass man den Gedanken "Suizid ist eine Lösung, wenn man keine Anderen mehr sieht", verhindern und früh das RICHTIGE einimpfen kann (ich schreibe jetzt mal weiter RICHTIG und FALSCH, da ich das einfach so sehe. Hat aber nix mit schwarz/weiss-Denken zu tun). Sei es durch Eltern, Lehrer und sonstige Personen im engeren Umkreis des Jugendlichen (Kindes). Dabei muss man natürlich auch die Freunde erwähnen, die das Kind nicht unbedingt positiv beinflussen müssen.
Und da ja heute eh alles im TV oder I-Net is, zählen wir das mal dazu, denn die meisten Kids machen eh nix anderes als den ganzen Tag in irgendeinen viereckigen Kasten zu glotzen. *klischeesauspack*
Also hauptsächlich durch Erziehung, frühe Lebenserfahrung (Schule, Hobbys etc.)
Und ich denke, dass wenn man das geschafft hat, hat der Jungendliche (oder Mensch generell) diese "Impfung", auch in der tiefsten Phase einer Depression vor Augen. Als FALSCH. Einfach als keine Option. Als irreal.
Was es in meinen Augen halt ist.
Egal wie unglücklich derjenige ist (denn das sind wir im Grunde genommen doch alle, oder?

Der eine mehr, der andere weniger.), darf der Tod nicht eine Lösung, für ein Problem im Leben darstellen.
Deshalb bin ich auch der Meinung, dass diese Grenzwerterfahrung nicht unbedingt nötig ist, um dem Menschen etwas, eigentlich total Offensichtliches, zu lehren.
Denn bevor man der Depression verfallen ist, war man auch mal "normal", das sollte man nicht vergessen.
Wir sind uns auch einig, dass man solchen Menschen helfen sollte. NATÜRLICH! Was sonst?
Man sollte wie, Ephestia und mizü betonten, handeln und Hilfe anbieten und zeigen dass derjenige ernstgenommen wird.
Ist halt nur die Frage ob der Betroffene auch Hilfe haben will.
Aber auch trotzdem nicht vergessen zu erwähnen, dass Suizid nicht unbedingt böse, aber auf jeden Fall doch FALSCH ist. Was man dann natürlich auch erklären und diskutieren muss, so wie wir das hier tun.
@Senjo
Das mit deinem Vater tut mir leid. Hast grade wohl ein hartes Brot zu kauen. Halt die Ohren steif! (Eine meiner Lieblingsphrasen, aber sie kommt von

.)
Deine Erklärung für "nicht mehr leben können" ist für mich allerdings dasselbe, wie nicht mehr wollen.
Und so kommen wir zum Abschluss nochmal zum "Ich kann mit meinem Leben machen was ich will!"
Original geschrieben von mizü
ich selbst bestimme, ob ich mich von einer situation unterkriegen lasse oder mich ihr stelle. ich selbst entscheide, ob ich mich füge oder behaupte, für mich eintrete oder mich vom leben und den details fertig machen lasse, ob ich hilfe suche, hilfe annehme oder mich einfach fallen lasse. ABER... manchmal braucht man erst die erfahrung hilflos am boden zu liegen, um zu erkennen, dass es eigentlich auch anders geht. das is von mensch zu mensch verschieden.
Natürlich!
Aber sorry, die Alternative zum Unterkriegenlassen, Fügen, Fertigmachenlassen, zum AUFGEBEN, etc., ist doch wohl EINDEUTIG die bessere Wahl.
Die RICHTIGE Wahl!
@pille81
Gute, postive Stossrichtung.