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Du musst ein Schwein sein...

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Sivar
Alt 14.12.2004, 21:33   #1
Standard Du musst ein Schwein sein...

... in dieser Welt?

Ich musste in letzter Zeit einige Diskussionen über mich ergehen lassen, dass man in unserer Welt nur Erfolg haben kann, wenn man sich wie ein Arschloch verhält. Sei es Skrupellosigkeit gegenüber Kollegen, wenn man in einer Firma aufsteigen will, oder dass man als Chef knallhart sein und kein Mitleid mit Untergebenen haben sollte, oder für einen One-Night-Stand Frauen belügen muss, dass man sich in sie verliebt hat?

Leider gibt es viele viele Leute, die nach diesen Prinzipien leben, Intrigen schmieden, andere schlechtmachen, lügen ("Wieso, macht doch jeder, nur so funktioniert das halt!"). Können die Leute nicht anders, oder wollen sie nicht? Verhaltet ihr euch manchmal so?

Ich persönlich denke, dass Hilflosigkeit und Angst dabei eine große Rolle spielen, aber später dazu mehr .


Sivar
 
 
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Traico
Alt 14.12.2004, 21:45   #2
Standard

hm, frauen fürn one night stand gibts wie sand am meer... die die man dafür belügen müsste würd ich für beziehung nehmen fürn ons muss man nicht lügen

und sonst... ajo, jeder lügt, so funktionert es halt
 
 
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Morris
Alt 14.12.2004, 22:20   #3
Standard

Wenn ich lüge, werde ich rot , also lass ich es lieber sein.
Ehrlich währt am längsten. Ich glaube nicht, dass solche Betrüger glücklich sind. Sie sind höchstens für kurze Zeit befriedigt, aber so findet man kein Glück.
 
 
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Ripper08
Alt 14.12.2004, 22:53   #4
Standard

Also irgendwo stimmt es schon ein wenig...

Aber es ist so nicht wirklich richtig formuliert. Man kann sein Leben durchaus viel besser leben, ohne es auf Kosten anderer zu tun !

Also ich finde solche Lebensweise total scheiße. Man sollte kein Schwein sein, keineswegs ! Aber man sollte sich z.B: auch nicht ausnutzen lassen, weil man nun ein ach so ein gutmütiger Kerl ist. Man sollte halt schon wissen wo die Grenzen sind um sich nicht von Jedem ausnehmen zu lassen...

Der Frau mit dem Kinderwagen ausm Bus helfen oder nem Großväterchen sienen Platz anbieten

Dem Passanten oder Autofahrer die Vorfahrt schenken, wenn hinter einem noch 20 andere stehen

Einem Freund ne Stange Geld leihen...

Sowas ist doch alles kein Problem, das macht einen doch viel reicher auch wenn man nun weitere 30 Sekunden seines Lebens 'verschenkt' hat tut man das doch gern wenn man dafür ein Lächeln geschenkt bekommt


Aber Intrigen und andere fertigmachen, lügen dass sich die Balken biegen und betrügen, andere ausnehmen und Frauen bescheißen...

Nix da ! Ich kann solche Denkweise schon verstehen, gerade wenn man selbst solchen Menschen ständig zum Opfer fällt aber das rechtfertigt doch noch lange nicht, dass man sich ebenso verhält !

MfG, Ripper
 
 
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Pretender
Alt 15.12.2004, 03:16   #5
Standard

das man als chef einfach objektiv handeln muss ist nunmal so... Wenn man personalkürzungen vornehmen muss ...dann geht man objektiv nach den leistungen der mitarbeiter... ZACK und dann weg mit dem oder der
....
Genauso objektiv muss man als mitarbeiter vorgehen wenn man an die spitze will... Mann muss sich von der anderen Masse abheben...

So ist es in vielen Dingen des Lebens...
Mir hat mal ein Lehrer (Seine Vergangenheit sah so aus das er paralell an verschiedenen Orten studiert hat... ne Zeit lang Goldschmied war und nun Kunstausstellungen betreibt.... nun eine eigenen Betrieb aufmacht...) ..naja er hat mich gefragt ... "Was würdest du lieber haben? Einen Beruf der dich glücklich macht... oder einen Beruf in dem du unmengen von Geld verdienst" ...Ich sagte "Einen der mich glücklich macht".....
Er meinte ich sei ein Idiot... und wenn ich nun auf meine Antwort zurück denke... dann muss ich sagen... Im Zusammenhang mit meiner Antwort hatte er Recht...
 
 
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ALTERnaTIEF
Alt 15.12.2004, 10:37   #6
Standard

Wie bei so vielen Dingen, muss man auch hier einen Mittelweg finden und darf nicht zu sehr in ein Extrem verfallen.

Bei manchen Sachen muss man einfach seinen Standpunkt vertreten, auch wenn man sich damit unbeliebt macht und in bestimmten Dingen muss man eben lügen, solange man differenzieren kann, ob es nun unbedingt nötig ist, anderen zu schaden - in welcher Form auch immer - oder ob man es auch anders lösen kann, ist alles in Ordnung.

Ich bin allerdings der Meinung, dass man - bis auf ganz wenige Ausnahmen - eigentlich immer freundlich oder zumindest höflich bleiben kann, egal was ist. Und lügen ist auch nur in den seltensten Fällen wirklich nötig. Kleine Notlügen sind dabei nicht das Problem, sondern Leute, die vorsätzlich die Unwahrheit sagen, um sich selbst besser oder jemand anderen schlechter darzustellen, zum Beispiel, wenn man die Arbeit eines anderen als seine eigene darstellt.
Es mag sein, dass einen sowas Beruflich weiterbringt, aber ich bin der Meinung, dass das nicht alles ist. (Ich habe einen Ausbildungsplatz mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, der Übernahme, einen netten Chef, nette Kollegen, flexible Arbeitszeiten, und wenn ich dann in knapp drei Jahren fertig bin und übernommen werde, krieg ich auch noch gutes Geld für meine Arbeit - und das alles ohne ein Schwein zu sein, einfach indem ich ich bin.)
Das wichtige ist meiner Meinung nach, dass man sich selbst treu bleibt und auch wenn ich der Meinung bin, dass jeder Mensch von natur aus schlecht und egoistisch ist, bin ich doch auch der Meinung, dass in jedem Menschen eigentlich ein netter und umgänglicher Kerl steckt. Man muss ihn nur erstmal entdecken...

Verdammt, jetzt hab ich ja schon wieder so einen mega-langen Post geschrieben... Ich sollte aufhören im Philosophie-Forum zu schreiben, das ist mir zu philosophisch und daraus folgend zu episch...
 
 
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Jazhara
Alt 15.12.2004, 19:52   #7
Standard

ich denk mal nicht, dass man NUR auf diese weise erfolg hat ... aber wahrscheinlich mehr oder schneller!
 
 
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Sivar
Alt 18.12.2004, 01:01   #8
Standard

Jemand (er heisst Ralf) hat mir vor einigen Wochen eine Geschichte erzählt...

Vor ungefähr 10 Jahren war er in der 9. Klasse, in der Schule einer der jüngeren, die mit den älteren in den Pausen in der Raucherecke standen und rauchten. Einer seiner besten Freunde stand als Nichtraucher dabei, nur um ihm Gesellschaft zu leisten. Rauchen war natürlich verboten, und als Ralf einen Lehrer kommen sah, bat er seinen Freund, für ihn kurz die Zigarette zu halten, er müsse eben aufs Klo. Dann hat er sich verpisst, der gute Freund wurde allerdings erwischt und bestraft, da der Lehrer natürlich kein Wort glaubte, dass dieser nicht selber geraucht hatte.

Während Ralf mir die Geschichte erzählte, musste er immer wieder zwischendurch grinsen. Er schien wirklich stolz auf sein Verhalten zu sein, anstatt es irgendwie zu bereuen. Mit dem Freund hatte er einen handfesten Streit, die beiden haben sich aber wohl wieder vertragen. Ralf argumentierte noch ein wenig dafür, dass man im Leben Vorteile davon hätte, sich wie ein Arschloch zu verhalten. Er ist einer der intrigantesten Leute, die ich kenne, ohne dass man es ihm auf den ersten Blick ansieht.

Ich bin der festen Überzeugung, dass solche Leute ein Problem mit sich selber haben, Minderwertigkeitskomplexe, Versagensängste, was auch immer. Sie glauben, mit ihren Intrigen immer ihren Willen zu bekommen, und ihre Vergangenheit hat ihnen zum Teil sogar Recht gegeben. Schade dass es keinen Weg gibt, Leute dazu zu zwingen, ehrlich zu sein, sich auf anständige Art und Weise durchs Leben zu schlagen... wieviele Leute wohl an ihrer Unfähigkeit, durch Authentizität und Ehrlichkeit Erfolg zu haben, scheitern würden? Kein Mensch fühlt sich gut, wenn er etwas nicht verdient hat, er gewöhnt sich nur an das ungute Gefühl.

Man könnte mir vorwerfen, ich sei ein Idealist, und dass ich es mit meiner Einstellung nicht weit bringen werde. Ich schätze, das stimmt . Dafür kann ich morgens in den Spiegel sehen und mir sagen, dass ich anderen Menschen nicht zu meinem Vorteil täglich Unrecht tue, und das ist so ein gutes Gefühl, dass ich dafür liebend gern auf Unmengen an Geld und/oder Macht verzichte. Was habe ich von viel Geld, wenn mich die meisten Menschen (zurecht) hassen? Ich muss nicht auf anderen Leuten herumtrampeln, um mir etwas zu beweisen.

"Ich wünsche mir eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann, ohne Ausschlag zu kriegen!"

Musstet ihr schonmal unter eurer Ehrlichkeit leiden? Und ich meine wirklich leiden, nicht eine kleine Strafe bekommen zu haben. Und hattet ihr persönlich schonmal einen wirklichen Vorteil von Lügen/Intrigen?
 
 
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mizue
Alt 18.12.2004, 04:36   #9
Standard

vorteile durch lügen oder intrigen? nein... mein schlechtes gewissen und der drang mich zu entschuldigen wäre viel zu groß, als dass ich einen möglichen vorteil genießen könnte. ich kann mich nicht damit anfreunden andere leute zu verarschen nur um selbst besser wegzukommen. es würde mich nich befriedigen.

die aussage mancher menschen "öh das macht halt jeder, die welt ist nunmal schlecht" find ich einfach nur dämlich: es ist KEINE rechtfertigung für egoistisches verhalten.
 
 
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moechen
Alt 18.12.2004, 10:44   #10
Standard

wenn man dreist ist, kommt man halt besser durchs leben... ist so, habe ich schon öfters erfahren müssen.
das man in die extreme geht... auch gut u. schön, machen viele. das schlimme ist, dass die mehr erreichen wie du es selbst tust. man selbst versucht einfach gut zu sein u. am ende hat es doch nicht gereicht, weil andere durch ihre böshaftigkeit es geschafft haben...
C'est la vie
 
 
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Jazhara
Alt 18.12.2004, 14:07   #11
Standard

Original geschrieben von Sivar

Musstet ihr schonmal unter eurer Ehrlichkeit leiden? Und ich meine wirklich leiden, nicht eine kleine Strafe bekommen zu haben. Und hattet ihr persönlich schonmal einen wirklichen Vorteil von Lügen/Intrigen?
Beides nicht ... ich bin eigentlich immer recht ehrlich, merke aber eigentlich auch recht schnell, wenn mich jemand anlügt ... ich denke mal es gibt mehrere leute, die merken wann du lügst ... von daher wird man sich auf dauer sicher nicht vorteile verschaffen können!
 
 
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Anardil
Alt 18.12.2004, 14:47   #12
Standard

Original geschrieben von ALTERnaTIEF
Wie bei so vielen Dingen, muss man auch hier einen Mittelweg finden und darf nicht zu sehr in ein Extrem verfallen.
Der Meinung bin ich auch. Gerechtigkeit zahlt sich auf seine Art und Weise immer aus. Jemand, der immer nur draufhaut, drangagiert, nervt, sich über alles stellt, hat ganz klar irgendwleche Probleme - ist vom Wickeltisch gefallen, etc. Meist ist es aber auch so, daß diese Leute in Ihrem Bereich wenig Ahnung haben bzw. sich gerade die Leute besonders vornehmen, die ihnen gefährlich werden könnten. Ich find hier würde das Sprichwort: "Wie es in den Wald hineinschallt ... " ganz passend. Wennmir jemand ständig eins auswischen möchte, dann muss er dies tun, so ein Gedächtnis kann aber viel behalten. Man sieht sich immer zweimal im Leben, in der Firma mit Sicherheit öfters Wenn ein Chef oder Vorgesetzter in seinem Auftreten streng ist, dann find ich das wiederum in Ordnung. Voraussetzung ist aber eine faire, gerechte und freundliche Art und Weise, wie er seine Mitarbeiter motiviert, bzw. in die Schranken weist.

[Anardils Vorstellungen beendet / IST-Bestand an]

Du darfst nur soviel in der Birne haben, daß du den Anweisungen des Chefs vom Chef Folge leisten kannst, du musst eine grosse Fresse haben und Lügen können, so daß sich die Balken biegen, du musst extrem ungerecht sein, egoistisch und ein Nach-mir-die-Sintflut-Denken haben.

Und schon kommst du weiter im Leben und wirst sehr erfolgreich. Lass die anderen arbeiten, dir das Geld geben und schon bist du was.

[IST-Bestand aus]

traurig aber wahr ... Zum Glück gibt es aber auch noch die "Guten".
 
 
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Wildkatzchen
Alt 26.12.2004, 14:10   #13
Standard

Ich glaube, diese Frage ist komplizierter als sich nur gut oder schlecht zu verhalten. zB benimmt man sich grosszuegig um anderen zu helfen oder nur um sich besser zu fuehlen?

Wenn ich darueber denke, vermute ich, dass ich sympathisch bin, nur damit ich mich nicht schuldig fuehle. Ich habe keine Religion, also ist es nicht weil ich den Himmel erreichen will, nur weil die Gesellschaft/ meine Erziehung mich gelehrt hat, dass ich unegoistisch sein muss.

Vielleicht funktionieren unsere Gemeinschaften besser, wenn wir zusammenarbeiten, aber wir sind als evolutionierte Tiere dafuer nicht entworfen. Wir luegen, wenn wir sagen, dass wir unselbstsuechtig sein wollen.
 
 
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juLY
Alt 27.12.2004, 01:49   #14
Standard

dazu fallen mir diese tollen treffenden worte aus fightclub ein:
"du bist nicht dein geld auf deinem konto und auch nicht dein auto das du fährst, nicht den job den du hast..."
du bist du und man will kein arschloch sein und das sollte man auch nciht, vielleicht in manchen situationen in denen es als richtig scheint, aber man sollte es nicht als maske vor dem wahren "ich" benutzen. vielleicht sehen es auch viele leute als eine art schutzschild, schutzwall, an, um nicht als kleiner mikrieger mensch, der sie leider sind zu gelten. jeder mensch hat das natürliche verhalten auf andere gut zu wirken, doch es nur als wall um sich aufzubauen, damit andere menschen einen gut finden können ist falsch.
 
 
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Bierkaiser
Alt 25.01.2005, 00:09   #15
Standard

WORD @july
 
 
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Lacri
Alt 25.01.2005, 18:27   #16
Standard

So ist es in vielen Dingen des Lebens...
Mir hat mal ein Lehrer (Seine Vergangenheit sah so aus das er paralell an verschiedenen Orten studiert hat... ne Zeit lang Goldschmied war und nun Kunstausstellungen betreibt.... nun eine eigenen Betrieb aufmacht...) ..naja er hat mich gefragt ... "Was würdest du lieber haben? Einen Beruf der dich glücklich macht... oder einen Beruf in dem du unmengen von Geld verdienst" ...Ich sagte "Einen der mich glücklich macht".....
Er meinte ich sei ein Idiot... und wenn ich nun auf meine Antwort zurück denke... dann muss ich sagen... Im Zusammenhang mit meiner Antwort hatte er Recht...
Dann habt ihr total den Bezug zur Realität verloren.
Denn du sagst, dass dir nen Job mit Geld mehr wert ist, als ein Job der Spass macht.

Man bedenke, dass das ca. 8 Std./Tag deines Lebens sind! Daher sollte man versuchen einen Kompromiss zwischen einem spassigen Job und Einem der viel Geld bringt, finden. (sofern man sich das aussuchen kann, aber das würde sonst zu weit abschweifen)

Außerdem sollte man sich mal überlegen aus welchem Grund das Geld und unsere Marktwirtschaft überhaupt eingesetzt werden. Ist das Ziel am Ende wirklich das Geld, eine egoistische sozialdarwinistische Gesellschaft oder vielleicht doch einer möglichst breiten Masse einen möglichst hohen lebensstandard zu ermöglichen?!

Also wenn ich mich richtig erinnere, dann haben früher nen paar kluge Köpfe nen System erfunden um eine möglichst breite Masse (über Generationen) glücklich zu machen. Und das geht halt (dachten se sich) am besten mit dem menschlichen Egoismus.

Najo, aber wer glaubt, dass man mit "möglichst viel Geld scheffeln" glücklich wird, der ist eigentlich nur Opfer eines nicht funktionierenden Systems.

Denn wie denkst du über dein Leben, wenn du mit 80 Jahren in deinem Geldspeicher schwimmst ... aber nie wirklich gelebt hast ... und wenn dann nur auf Kosten Anderer!?

Ich glaube, diese Frage ist komplizierter als sich nur gut oder schlecht zu verhalten. zB benimmt man sich grosszuegig um anderen zu helfen oder nur um sich besser zu fuehlen?
WH: Also wenn man sich grosszuegig benimmt, dann macht man es entweder um anderen zu helfen und/oder um sich besser zu fühlen.

Es spielt doch keine Rolle warum du das machst. Entscheidend ist doch der Effekt. Du fühlst dich gut, weil du dich grosszuegig benommen hast und die andere "Person" fühlt sich gut, weil ihr geholfen wurde.

Einer Gesellschaft ,die einen gesunden Kompromiss zwischen Ego- und Allgemeinwohl findet, geht es doch besser als einer Gesellschaft die zum Egoismus tendiert und sich das Leben so gegenseitig schwer macht.

Glaub' ich ....
 
 
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bigMAC
Alt 28.01.2005, 17:05   #17
Standard

Ich persönlich kann auch nur den Gedanken des Mittelwegs unterstützen. Allgemein sollte man halt wissen, dass wir in einer Demokratie auf(ge)wachsen (sind). Das Typische für eine solche sind nun mal Kompromisse, sprich die goldene Mitte.
Dabei sollte allerdings jeder für sich festmachen was ihm wichtiger ist und zu seinem persönlichem Glück führt. Bei den einen ist es Geld bei den anderen ist es das Wohlbefinden durch Wohltaten. Ich hab einen Freund der zum ersten Typ gehört, ich persönlich gehöre eher zum zweiten Typ. Ich lebe mehr oder weniger wohl und zufrieden in den Tag hinein währen er sich mit Gerichtsverhandlungen und ähnlichem rumschlagen muss, weil er früher mit Drogen gedealt hat, was wiederum daran liegt, dass er sein Wohlbefinden in Geld defenirt! Genau so wie er Ärger hatte wegen Gegenständen, die er zwar nicht selber gestohlen hatte, aber vom Diebstahl wusste und diese Gegenstände trotzdem versucht hat zu verkaufen.
Ich würde mal sagen, wenn du einmal unehrlich bist dann musst du es die ganze Zeit lang sein. Ein Teufelskreis! Und mir mag wohl einer erzählen, dass sie sich egoistisch verhalten ohne gegen das Gesetz zu verstoßen um ihren Erfolg zu haben, allerdings ist das Ziel eines solchen Verhaltens in unserer Gesellschaft das Anhäufen von Geld und Wertgegenständen und je weiter man damit geht desto schneller verwischen die Grenzen zwischen legal und illegal und früher oder später kassiert man dann seine Rechnung, ob auf dem Weg über den Gesetzgeber oder über den Moralischen weg. Meinen Kumpel wurde, wird immer noch und auch in Zukunft über beide Wege bestraft.

Eine Parallel frage zu diesem Thema könnte auch sein:
Soll ich jetzt in meiner Jugend die Sau raus hängen lassen, damit ich später nicht denke muss, dass ich nichts erlebt hab oder mich lieber schulisch anstrengen damit es mir später besser geht?

Jeder muss hier seine eigenen Prioritäten setzen um zu seinem eigenem Wohlbefinden zu gelangen.
 
 
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