*seufz*
es gibt so viele „schlimme“ erlebnisse in meinem leben, sodass ich eigentlich kaum aussuchen kann, welches für mich insgeheim wirklich das schlimmste war .. deshalb zähl ich - auch wenns ein längeres posting wird - jetzt erst ainmel ein paar aurf!
Ich beginne mit dem Tag, an dem ich realisiert habe, dass meine Mutter alkoholikerin war.
Ich war so um die 13 .. (oder 14?

) jedenfalls kam ich in ihr Zimmerchen, in dem es stank. Sie heulte, schrie nach ihrer verstorbenen Mutter und war nicht ansprechbar. Ich bin dann zu meiner Schwester gegangen und habe mit ihr gesprochen, bis sie meinte „Verstehst dus eigentlich nich? Mama is ne Säuferin, eine Alkoholikerin!“ ...
nach dem Kommantar hab ich mich erst ainmal ein bisschen zurückgezogen und habe über alles, was da gesagt wurde und die ganze letzte zeit nachgedacht und festgestellt, dass sich meine Mutter so lange ich denken kann eigentlich noch nicht anders verhalten hat. Ergo war sie schon immer ne säuferin!
Dann - nach mehreren entgirftungen usw - bin ich zu meinem vater gezogen, weil sie aggressiv wurde und anfing mich zu verprügeln.
Das war im April 2001.
Im Oktober 2001 fing sie eines abends an, blut in massen zu spucken, wurde dann ins krankenhaus bebracht, wo sie die blutung, die von krampfadern in der speiseröhre kamen, nicht stoppen konnte. Also ab ins nächste krankenhaus, künstliches Koma, zwei wochen später war sie tot.
Es ist nicht die sache, dass sie tot ist, die mich erschrocken hat, aber der Moment in dem ich für mich selbst dachte „Die kommt nicht mehr wieder!“, war für mich selbst im nachhinein sehr schockierend.
Dann kamen noch einige Augenblicke, in denen ich menschlich von anderen sehr enttäuscht wurde. Einerseits hat mich meine beste freundin verlassen und damit mein gesamter freundeskreis, weil sei aus heiterem himmel behauptete, ich würde sie (Zitat) „Scheiße behandeln und sie hätte alles ihren eltern erzählt!“ .. das war, weil ich mit ihr in einer WG lebte und sie zwei mal (!) darauf aufmerksam gemacht habe, doch bitte die telefonrechnung zu begleichen. Sich durch sowas so eine scheiße auszudenken zeugt für mich schon wirklich von Rinderwahn!
Dann hat mich zeitgleich mein Ex verlassen, weil er auf einmal was mit nem Weib anfangen wollte.
Dann musste die Wohnung gekündigt werden, ich hatte ne Miete ausstehen, musste Kaution zusammenkratzen, hatte keine Zeit, musste arbeiten und war am boden zerstört, wieviel doch alles kostet und wusste nicht, wie ich mein leben weiterführen soll.
Ab dem Zeitpunkt hab ich mich dann beim Psychologen gemeldet und war dort mit 25 Sitzungen relativ schnell wieder raus. und nu gehts mir besser, mit freund, eigener wohnung .. aber ich will euch nicht weiter langweilen!