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Warum Schlecht fühlen ohne konventionele Erwerbsarbeit ??

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DerAssie
Alt 09.03.2007, 15:11   #1
Standard Warum Schlecht fühlen ohne konventionele Erwerbsarbeit ??

Überall wollen dir Leute einreden, such dir mal ne Arbeit, mach ne Qualifikation und somit letzendlich leb immer nur für Morgen und ohne biste nix "wert".
Wieso soll man sich Mies fühlen und sich dies einreden lassen weil man keine versicherungspflichtige konventionele Erwerbsarbeit hat und die Vollbeschäftigung schon seit 1950 vorbei ist ??
Man kann es doch auch mal akzeptieren und sich Betätigungsfelder weit abseits von dem suchen was nur nach Ökonomischen Zwängen zählt im Wirtschaftlichen Sinne.
Ich fühl Mich eindeutig NICHT schlecht ohne Erwerbsarbeit so das Ich um jeden Preis eine suchen müste vom Bedürfnis herr.
Ich hab mehr das Bedürfnis nach alternativen Beschäftigungen wie Geselschaftliches Aragmont und alles was halt der Markt nicht honoriert.
Währe Ich Gläubig würd Ich Täglich beten für ein BGE und den Gedanklichen Wandel in diesem Erwerbstätigkeits Fetischismus der Tätigkeiten wie Pflege Angehöriger, Kindererziehung, Kunst ect. nicht annerkennt !!
 
 
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El Sparko
Alt 09.03.2007, 15:26   #2
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dann engagiere dich doch in den feldern in denen du es möchtest... auch ein alg-2 empfänger darf ehrenämter übernehmen. die von dir so verhasste wirtschaft möchte das sogar so.
 
 
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DerAssie
Alt 09.03.2007, 15:31   #3
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Sicher ist doch "schön" wenn man Staatliche Verantwortung auf Individuen outsourchen kann und da durch Steuern an Sie verteilen kann
Das ist ja auch ein staatfindener Prozess das sich immer mehr privat arangierte um die Defizite kümmern müssen wo sich der Staat zurück zieht staat ergänzend tätig werden zu können.
 
 
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Felicitas
Alt 09.03.2007, 15:40   #4
Standard

Sicher ist doch "schön" wenn man Staatliche Verantwortung auf Individuen outsourchen kann und da durch Steuern an Sie verteilen kann
das kapier ich nicht Oo. sparkie hat doch recht. das sozialamt sieht es ganz gern wenn man sich sozial engagiert und lässt einen dafür anderweitig in ruhe. ich halte dein gerede von sozialem engagement für großes blabla. wenn du wirklich wollen würdest, würdest du dich vom system nicht aufhalten lassen.

ahja ein arrangement(verschiedene komponente zu einem gesamtwerk zusammenbringen) ist was anderes als engagement (sich für etwas einsetzen). lass halt besser die fremdwörter weg :/
 
 
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sailor
Alt 09.03.2007, 22:51   #5
Standard

Zitat von DerAssie:
Überall wollen dir Leute einreden, such dir mal ne Arbeit, mach ne Qualifikation und somit letzendlich leb immer nur für Morgen und ohne biste nix "wert".
Wieso soll man sich Mies fühlen und sich dies einreden lassen weil man keine versicherungspflichtige konventionele Erwerbsarbeit hat und die Vollbeschäftigung schon seit 1950 vorbei ist ??
Man kann es doch auch mal akzeptieren und sich Betätigungsfelder weit abseits von dem suchen was nur nach Ökonomischen Zwängen zählt im Wirtschaftlichen Sinne.
Diesbezüglich stimme ich Dir voll zu. Denn es ist ja durchaus nicht so, daß der einzelne arbeitende Mensch, der aufgrund seines (noch) vorhandenen Jobs überheblich über (ungewollt) nicht arbeitende denkt, deshalb zwangsläufig etwas besseres tut. Oder etwas sinnvolleres. Oder etwas, das der Menschheit mehr dient.

Was ist bei ihm (dem Arbeitnehmer) anders? Er erhält Geld von einer Firma, Behörde u.s.w., weil er dort beschäftigt ist. Nicht immer aber entsprechend der Leistung die er dort erbringt. Und erst recht nicht immer gerecht verteilt, sondern nach marktwirtschaftlichen Prinzipien:
"Teller waschen kann jeder, Steine schleppen fast jeder, Recht durchsetzen oder auch verdrehen nicht so viele, deshalb wird ein Anwalt besser bezahlt. Und zwar mit dem zigfachen."

Nun ja, daß die Arbeit des Anwalts eigentlich nicht höher zu bewerten wäre als die eines steineschleppenden Hilfsarbeiters, der mit sechzig körperlich am Ende ist, das dürfte wohl jedem klar sein. Die Marktwirtschaft sagt aber etwas anderes. Er erhält nur einen Bruchteil des Anwaltsgehalts.

Schauen wir uns mal einen Beschäftigten bei Coca Cola, Bayer und solchen Unternehmen an, die viel Unsinn produzieren, welches die Menschheit nicht benötigt, und dabei ausschließlich profitorientiert und egoistisch vorgehen. http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...393574,00.html
http://www.greenpeace.de/themen/gent...technik_riese/

Der Mitarbeiter arbeitet dort, erhält ein Gehalt, die Firma aber produziert wenigstens u.a Produkte, die der Menschheit nicht dienen, sondern sogar schaden. Noch krasser wäre Monsanto. Das Unternehmen produzierte Agent Orange http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Orange und dergleichen, machte damit eine Menge Profit, doch hatte das Unternehmen dieses Geld "verdient", wenn man das Wort mal genau analysiert? Tausende Menschen wurden damit vergiftet, die Gefahren wurden heruntergespielt. Monsanto macht weiter so.
http://www.greenpeace.de/themen/gent...mensaufkaeufe/

Der arbeitende Mitarbeiter erhielt einen Anteil an diesem Profit, sein Gehalt. Hat er sein Geld "verdient"?

Ich sehe es so, daß jeder sozial engagierte Arbeitslose der nicht zuhause sinnlos rumsitzt, seine Staatsbezüge weitaus mehr "verdient" als ein Mitarbeiter solcher Unternehmen sein Gehalt. Auch mehr als ein Mitarbeiter irgendwelcher Unternehmen, die nur sinnlose Konsumgüter produzieren, von denen unsere Müllberge wachsen.

Im Weiteren wäre zu betrachten, woher ein Grossteil der sonstigen Bevölkerung ihr Gehalt bezieht: Der Student erhält Bafög, der Rentner erhält Rente (Solidarprinzip, nicht angespart, von "Recht darauf" kann keine Rede sein), der Airbusmitarbeiter incl Zulieferer Subventionen (hochgerechnet überwiegend ein Jahresgehalt), an vielen Stellen werden hohe Subventionen gezahlt, u.s.w.. ...

Alle die, die bei Aldi und Co, Made in China u.s.w. einkaufen, haben sowieso kein Recht dazu, überheblich zu sein. Denn sie sind im Prinzip Schmarotzer, da sie durch ihren Einkauf Arbeitsplätze vernichten.
Verdient Arbeitslos? -Haben wir selbst schuld an der Misere?
Das sind krasse Worte, die ich aber durchaus für berechtigt halte, wenn man sich einmal darüber Gedanken macht.

Also Assie, fühle Dich nicht schlecht, solange Du etwas tust, Dich ernsthaft sinnvoll engagierst (dabei bei den Stunden auch vergleichbar) und weiter um eine sinnvolle Stelle bemühst oder eine Selbstständigkeit planst. Mehr kannst Du nicht tun, und damit leistest Du für die Menschheit weitaus mehr, als viele andere, die eine bezahlte Position innehaben. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, mit dem nicht schlecht fühlen. Ein Grossteil der Menschen tut sich schwer, das hier zu begreifen.

Geändert von sailor (10.03.2007 um 21:12 Uhr).
 
 
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Felicitas
Alt 10.03.2007, 02:44   #6
Standard

Nun ja, daß die Arbeit des Anwalts eigentlich nicht höher zu bewerten wäre als die eines steineschleppenden Hilfsarbeiters, der mit sechzig körperlich am Ende ist, das dürfte wohl jedem klar sein
steine schleppen kann man ohne schulabschluss und ohne jegliche bildung. wer anwalt ist hat sich das (hart) erarbeitet durch jahrelanges lernen, weiterbilden und qualifizieren. wenn du also auf die bezahlung ansprichst - ja, er hat es sich _verdient_ "mehr" zu bekommen (im wirtschaftlichen sinn). wobei das natürlich hinkt denn ein vergleich zwischen körperlichen und geistigem verschleiß ist doch sehr schwierig zu ziehen. es spielen so viele faktoren mit ein in einen solchen vergleich, dass ich die bisherigen ausführungen zu mager finde. genauso kannst du fragen: ist es notwendig weiter häuser zu bauen? haben wir in deutschland nicht genug leerstand (wenn ich da zB an halle a.d.S. und leipzig denke)? ist es also nützlich was der "bauarbeiter" macht? die thematik ist irgendwie zu komplex um sie mal eben in einem satz dahin zu knallen.

ansonsten: man sollte wohl zwischen wirtschaftlichem verdienen und moralischem verdienen durchaus grenzen ziehen und unterscheiden. ohne jetzt ne vegetarierdiskussion vom zaun brechen zu wollen: jeder fleischer ist überflüssig, da der mensch nicht auf die zufuhr von fleisch angewiesen ist, sie ihm sogar schaden kann. einfach nur um mal wieder simple beispiele zu nehmen. jeder visagist/friseur ist überflüssig, da seine leistung keinen wirklichen nutzen hat außer das eigene ego zu stärken. man muss nicht zwangsläufig auf "moderne" industriezweige bezugnehmen, sondern kann das auch an alten gewerben tun. und an der stelle zeigt sich die fragwürdigkeit der gleichstellung oder verwechslung von wirtschaftlichem und moralischem verdienst.
 
 
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sailor
Alt 10.03.2007, 15:47   #7
Standard

steine schleppen kann man ohne schulabschluss und ohne jegliche bildung. wer anwalt ist hat sich das (hart) erarbeitet durch jahrelanges lernen, weiterbilden und qualifizieren.
Aber felicitas, Du bist doch nicht etwa auch der Idee verfallen, man könnte jeden aufs Gymnasium schicken und das Bildungsproblem wäre gelöst?

Nicht jeder ist dazu in der Lage, Abitur zu machen. Genausowenig ist damit jeder in der Lage, Jura zu studieren, seine entsprechenden Abschlüsse zu machen. Und wer sagt Dir, daß der steineschleppende Hilfsarbeiter nicht gewillt wäre, zu lernen und sich zu qualifizieren....wenn er denn könnte?

Wenn dieses Beispiel zu anfällig ist, dann nehmen wird doch einfach eine/n Krankenpfleger/in (Schwester). Oder eine/n Arzthelfer/in. Da gibt es zig Qualifikationsmöglichkeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten, Fortbildungen... und die werden auch oftmals wahrgenommen. Wenn Du Dich mal informierst, wieviel mehr eine Stationsleitung oder ein Intensivpfleger oder eine Arzthelferin so verdient für das ganze qualifizieren, dann wirst Du nicht mehr so argumentieren. Das sind aber nur wenige Beispiele.

Daß es nicht zweckmässig wäre, wenn jeder studiert, ist auch klar. Wer macht dann eben die "einfachen" Tätigkeiten? Es wäre schon gut so, wie es ist. Wenn nicht immer nur nach wirtschaftlichen, sondern auch mal nach gerechten Gesichtspunkten gehandelt würde. Denn jeder nimmt im System seinen Platz ein und die Allermeisten bringen ihre persönliche, ihnen bestmögliche Leistung: Bei Studierten wie Niedrigqualifizierten.

Viele haben das Glück mit einem wohlhabenden Zuhause, mit den entsprechenden Talenten, mit der entsprechenden Intelligenz ausgestattet zu sein. Viele andere nicht. Und die, die es haben, bilden sich dann oftmals ein, sie selbst hätten das alles aus eigener Kraft erreicht und es deshalb "verdient" mehr Gehalt zu beziehen. Dabei beruht es alles auf den genannten Grundlagen, bei Weitem nicht nur auf Fleiß.
Moralisch "verdient" es der, der entsprechende Leistung/Fleiß und auch Opfer bringt -in Relation zu seinen persönlichen Vorraussetzungen. Meiner Meinung nach für Tätigkeiten die der Menschheit dienen.

jeder fleischer ist überflüssig, da der mensch nicht auf die zufuhr von fleisch angewiesen ist, sie ihm sogar schaden kann.
Fleisch ist gesund (aus Massentierhaltung weniger) und deshalb für die Menschheit von Nutzen. (es enthält viele essentielle Eiweißbausteine, die für den Körper leichter zu verwerten sind, als etwa bei pflanzlichem Eiweiß, im Weiteren Mineralien, Vitamine u.s.w.) Schaden tut es dem Menschen nur, wenn er zuviel davon isst. (dann bekommt er z.B. mgl. Gicht, Herzkreislauferkrankungen etc.) Das ist bei vielem so, zuviel ist nicht gut.

jeder visagist/friseur ist überflüssig, da seine leistung keinen wirklichen nutzen hat außer das eigene ego zu stärken.
Ich bin froh, wenn mir ab und zu mal die Matte gestutzt wird. Das muß ich nicht zwangsläufig für´s Ego beim Friseur machen lassen, (also aus Eitelkeit), sondern es ist schon aufgrund von gesellschaftlichen Zwängen empfehlenswert. Es lebt ja nicht jeder als Trapper irgendwo ganz abgeschieden. Aber ich gönne es dem Friseur, warum soll er nicht davon leben können, mir gefällt ja auch, wenn das einigermaßen vernünftig aussieht. Es ist auch nicht unangenehm, in der Türkei etwa bekommt man sogar noch eine Massage der Kopf und Nackenpartie dazu. Das ist sehr entspannend und krampflösend nach einem harten Arbeitstag. Also ebenso für die Menschheit von Nutzen, bei Visagisten habe ich keine Ahnung, ich benötige sowas nicht.

genauso kannst du fragen: ist es notwendig weiter häuser zu bauen? haben wir in deutschland nicht genug leerstand (wenn ich da zB an halle a.d.S. und leipzig denke)? ist es also nützlich was der "bauarbeiter" macht?
Nun ja, für manche Orte mag das zutreffen, für andere wiederum nicht.
Ausserdem muß auch mal was umgebaut werden, auch behindertengerecht, altengerecht, kindergerecht, u.s.w.. Also ebenso für die Menschheit von Nutzen.

Es geht weniger um Einzelne Berufe, die Tätigkeiten sind überwiegend variabel, sondern vor allem um einzelne Tätigkeiten.
In der Tat dient es beispielsweise ausschließlich der Eitelkeit, sich die Fingernägel mit allen möglichen Bilderchen bemalen zu lassen, verlängern zu lassen und was weiß ich. (was obendrein extrem teuer ist) Das wäre etwa ein Job, den ich oben meinte. Und von dieser Sorte gibt es viele.

Geändert von sailor (10.03.2007 um 21:17 Uhr).
 
 
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DerAssie
Alt 10.03.2007, 20:40   #8
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Ich könnte Mir tatsächlich als "alter" Sozialist mit 25 vorstellen Mich selbständig zu machen da Ich keine Beformundung von Oben mag die Ich ja tag täglich erleb bsp. bei der Arge.
Aber Ich krieg einfach das Kapital nicht zusammen um auch ne ein zu planende Durst Strecke zu überstehn.
Dafon mal abgesehn das mein Laden auch nicht unbedingt besonders "Geselschaftlich" "wertvoll" währe mit dem was Ich verkaufen würde.

Da dies also nicht der Fall ist, verteil Ich weiter Flyer, geh Demonstrieren, bin für viele Leute in Foren und auch draußen der "Psychologe" ect. und bring so meine Zeit rum.
 
 
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sailor
Alt 10.03.2007, 21:37   #9
Standard

Ich könnte Mir tatsächlich als "alter" Sozialist mit 25 vorstellen Mich selbständig zu machen da Ich keine Beformundung von Oben mag die Ich ja tag täglich erleb bsp. bei der Arge.
Aber Ich krieg einfach das Kapital nicht zusammen um auch ne ein zu planende Durst Strecke zu überstehn.
Das stimmt, als Hartz 4er hat man schlechte Startbedingungen. Es sieht so aus, als ob aktuell nur noch eine Variante ("Einstiegsgeld") für Arbeitslosenhilfe (ALG2) in Frage kommt:
http://www.foerderland.de/640.0.html
Ok, man erhält vermutlich zum Arbeitslosengeld 50% der Regelleistung, und das für zunächst 12 Monate, auf maximal 24 Monate verlängerbar. Knapp, aber: Somit kannst Du Deine Lebenshaltungskosten bestreiten. Es ist die Frage, ob Du die Chance hast, Dir irgendwo Kapital zu leihen. Eltern? Grosseltern? Freunde?

Das waren die Nachteile. Der Vorteil ist: Wenn Du von Hartz 4 kommst, was gibt´s da zu verlieren? Wenn das zu etwas gut ist, dann dazu, die Leute abzuhärten nach dem Motto: "Schlimmer geht´s kaum mehr."
Und: Bevormundet wirst Du dann in der Tat nicht mehr. Du bist der Chef, -erstmal nur von Dir selbst. Und wenn´s läuft, dann kannst Du sogar dafür sorgen, daß jemand anderes von Deiner Idee ebenso leben kann.

Dafon mal abgesehn das mein Laden auch nicht unbedingt besonders "Geselschaftlich" "wertvoll" währe mit dem was Ich verkaufen würde.
Tja, dann fehlt halt nur noch die Idee, die auch diese Kriterien erfüllt. Zeit zum Nachdenken hast Du doch genug.
Wenn Du eine wirklich gute hast, dann ist das schon mal die entscheidende Basis. Je nach dem, wie überzeugt Du selbst davon bist und Dir das zutraust (dann bist Du glaubwürdiger) , und das ganze präsentierst, kriegst Du die Förderung und vielleicht von irgendwoher auch Geld. (es ist ja nicht immer viel nötig, je nach Idee halt)

Geändert von sailor (11.03.2007 um 00:40 Uhr).
 
 
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weltretter
Alt 12.03.2007, 12:29   #10
Standard

Zitat von DerAssie
Ich könnte Mir tatsächlich als "alter" Sozialist mit 25 vorstellen Mich selbständig zu machen da Ich keine Beformundung von Oben mag die Ich ja tag täglich erleb bsp. bei der Arge.
Aber Ich krieg einfach das Kapital nicht zusammen um auch ne ein zu planende Durst Strecke zu überstehn.
Dafon mal abgesehn das mein Laden auch nicht unbedingt besonders "Geselschaftlich" "wertvoll" währe mit dem was Ich verkaufen würde.

Da dies also nicht der Fall ist, verteil Ich weiter Flyer, geh Demonstrieren, bin für viele Leute in Foren und auch draußen der "Psychologe" ect. und bring so meine Zeit rum.
PAH! Dann geh halt irgendwas arbeiten, damit du deine Selbstständigkeitspläne in die Tat umsetzen kannst,. Kann dir so wichtig ja nicht sein. Du erzählst immer groß von engagieren und für die Kleinen einsetzen, dann MACH doch mal was. Flyer drucken, süß. Demos mitlaufen, geil. Tu doch mal was, damit du ernstgenommen wirst. Ob das nun richtig ist, oder nicht, dass alle dich nicht ernst nehmen, so ist die Welt und wenn du was verbessern willst, musst du Kompromisse eingehen.
Du kannst nur labern. Und das nicht mal gut. Was genau tust du denn?? Du spielst Psychologe? Toll, dfamit hilfst du vielleicht Leuten. Dann mach doch was in der richtung. Werd dochn Sozialarbeiter! Aber chill nicht dauernd vor deinem PC und heul rum, wie schei*** die Welt ist. Du hilfst keinem, nicht mal dir selbst. -> Nicht mal dir selbst!!!

So, und wenn wir schon dabei sind: Ich wäre tatsächlich interessiert, was genau du tust, was du für sozial so wetvoll hälst. Darüber hast du nämlich noch nie was erzählt!
 
 
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DerAssie
Alt 17.03.2007, 20:44   #11
Standard

Meine Person hat aber nix mit der Ausgangsfrage zu tun wieso Leute überhaupt unzufrieden damit sein sollten keine Erwerbsarbeit zu haben wenn die Vollbeschäftigung schon seit über 50 Jahre vorbei ist im Sinn der Erwerbsarbeit die Entlohnt wird ??!!
Das ist doch nur der Fakt weil man ihnen einredet das Sie nix Wert sind in einer Materialistischen "Geselschaft" die nur Leute aufgrund ihres Kapitals mehr oder weniger teil haben läst und alle anderen aus sortiert wie Ich Müll in die Tonnen die keine haben.
Man muß ohne Einkommen ebenso leben und teil haben können wie mit Voll oder Halbzeit.
Von allem 3 muß man oberhalb der Armutsgrenze leben, es darf generel keine Unterschicht geben in einem Hochtechnologie Land wie Deutschland !!
 
 
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michaelg
Alt 17.03.2007, 21:17   #12
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Ich sehe auch keinen Sinn darin, überhaupt arbeiten zu gehen eben eines gesellschaftlichen Zwanges wegen, eben um irgendetwas zu "leisten". Um einen Lohn zu kriegen, von dem ich auch nicht leben kann? Netto 4, 5, 6, 7 Euro abzubekommen? Sorry, aber das muss man sich nicht geben.

Und Generationenvertrag und Solidargemeinschaft sprechen auch nicht gegen so eine Haltung in Zeiten, in der die Politik den Sozialstaat nahezu systematisch zerstört und behauptet das Gegenteil zu tun.

Denn es sind doch wirklich nicht die Heuschrecken, die Hedgefonds, die Ackermanns die den Sozialstaat schädigen - Ebensowenig sind es die arbeitslosen Schmarotzer, die dann doch noch die Sozialleistungen einfordern. Unsere - leider - gewählten Repräsentanten treffen doch die Entscheidungen, dass sie diese Schädigungen zulassen und eben auch selber genug Schaden anrichten.

Zitat von DerAssie
Man muß ohne Einkommen ebenso leben und teil haben können wie mit Voll oder Halbzeit.
Von allem 3 muß man oberhalb der Armutsgrenze leben, es darf generel keine Unterschicht geben in einem Hochtechnologie Land wie Deutschland !!
Naja, dass man ganz ohne Arbeit (ich schätze mal, das hast du mit 'ohne Einkommen' gemeint hast) wie mit Voll- oder Teilzeitarbeit leben soll ist nun nicht ganz meine Meinung. Ich bin weiß Gott kein Fan von einer übertriebenen Leistungsgesellschaft, insofern ist es für mich schon eine Gratwanderung, aber da ist die Frage, was ist gerechter: Gleichviel für alle, oder Mehr für die, die mehr/bessere Arbeit leisten.

Aber im Grunde ist das egal, das was am wichtigsten ist, sagst du ja selber, vor allem muss man Oberhalb der Armutsgrenze leben können.


Es geht hier nicht um das vor Jahren schon oft diskutierte "Recht auf Faulheit" - das heiße ich nicht gut.


~jaundwirdeutschewissengarnichtwiegutunsdasgeht
 
 
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sailor
Alt 18.03.2007, 15:33   #13
Standard

Zitat von michaelg:
Denn es sind doch wirklich nicht die Heuschrecken, die Hedgefonds, die Ackermanns die den Sozialstaat schädigen - Ebensowenig sind es die arbeitslosen Schmarotzer, die dann doch noch die Sozialleistungen einfordern. Unsere - leider - gewählten Repräsentanten treffen doch die Entscheidungen, dass sie diese Schädigungen zulassen und eben auch selber genug Schaden anrichten.
Ich finde es sind alle. Es sind die Heuschrecken, die Arbeitnehmer und Pensionäre die den Hals nicht voll kriegen können, China-Discount-Käufer mit deutschem Gehalt, viele Politiker, und jene Sozialschmarotzer, die tatsächlich nach dem Prinzip: "Ich habe ein Recht auf Faulheit." leben. Nur ich meine auch: Die gibt es selten unter Arbeitslosen, die ihr angebliches "Recht auf Faulheit" einfordern. Ich sehe es auch durchaus so, daß ein solches Recht nicht existiert.
Häufiger können sie nicht wie sie wollen und es wird ihnen unnötig schwer gemacht, überhaupt irgendetwas zu realisieren. (siehe Assies Beispiel "Von Hartz4 zum Unternehmer") und sie geraten auf vielfältigste Weise in die "Hartz4-Falle".

Man sollte sich darüber im Klaren sein:
Wo es Gewinner gibt, da gibt es immer auch Verlierer. Je mehr Leistungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von den Menschen gefordert wird, desto mehr bleiben auf der Strecke. http://www.stern.de/wirtschaft/arbei...&eid=&nv=ct_cb
Nicht einmal weil sie nicht Leistungsfähig sind. Sie sind nur nicht so Leistungsfähig wie andere. Dafür gibt es vielleicht Gründe. Und vielleicht auch -berechtigterweise- nicht so flexibel wie gefordert. Zum Beispiel weil sie eine Familie haben, mit Kindern die vielleicht in die Schule gehen, Eltern um die man sich kümmern muss, u.s.w..

Da mag es dann den einen oder anderen geben, der -vor lauter Resignation über seine sehr auswegarme Situation- etwas "resignierte" Worte wählt. In meinen Augen nachvollziehbar.

Geändert von sailor (18.03.2007 um 17:24 Uhr).
 
 
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