steine schleppen kann man ohne schulabschluss und ohne jegliche bildung. wer anwalt ist hat sich das (hart) erarbeitet durch jahrelanges lernen, weiterbilden und qualifizieren.
Aber felicitas, Du bist doch nicht etwa auch der Idee verfallen, man könnte jeden aufs Gymnasium schicken und das Bildungsproblem wäre gelöst?
Nicht jeder ist dazu in der Lage, Abitur zu machen. Genausowenig ist damit jeder in der Lage, Jura zu studieren, seine entsprechenden Abschlüsse zu machen. Und wer sagt Dir, daß der steineschleppende Hilfsarbeiter nicht gewillt wäre, zu lernen und sich zu qualifizieren....wenn er denn könnte?
Wenn dieses Beispiel zu anfällig ist, dann nehmen wird doch einfach eine/n Krankenpfleger/in (Schwester). Oder eine/n Arzthelfer/in. Da gibt es zig Qualifikationsmöglichkeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten, Fortbildungen... und die werden auch oftmals wahrgenommen. Wenn Du Dich mal informierst, wieviel mehr eine Stationsleitung oder ein Intensivpfleger oder eine Arzthelferin so verdient für das ganze qualifizieren, dann wirst Du nicht mehr so argumentieren. Das sind aber nur wenige Beispiele.
Daß es nicht zweckmässig wäre, wenn jeder studiert, ist auch klar. Wer macht dann eben die "einfachen" Tätigkeiten? Es wäre schon gut so, wie es ist. Wenn nicht immer nur nach wirtschaftlichen, sondern auch mal nach gerechten Gesichtspunkten gehandelt würde. Denn jeder nimmt im System seinen Platz ein und die Allermeisten bringen ihre persönliche, ihnen bestmögliche Leistung: Bei Studierten wie Niedrigqualifizierten.
Viele haben das Glück mit einem wohlhabenden Zuhause, mit den entsprechenden Talenten, mit der entsprechenden Intelligenz ausgestattet zu sein. Viele andere nicht. Und die, die es haben, bilden sich dann oftmals ein, sie selbst hätten das alles aus eigener Kraft erreicht und es deshalb "verdient" mehr Gehalt zu beziehen. Dabei beruht es alles auf den genannten Grundlagen, bei Weitem nicht nur auf Fleiß.
Moralisch "verdient" es der, der entsprechende Leistung/Fleiß und auch Opfer bringt -in Relation zu seinen persönlichen Vorraussetzungen. Meiner Meinung nach für Tätigkeiten die der Menschheit dienen.
jeder fleischer ist überflüssig, da der mensch nicht auf die zufuhr von fleisch angewiesen ist, sie ihm sogar schaden kann.
Fleisch ist gesund (aus Massentierhaltung weniger) und deshalb für die Menschheit von Nutzen. (es enthält viele essentielle Eiweißbausteine, die für den Körper leichter zu verwerten sind, als etwa bei pflanzlichem Eiweiß, im Weiteren Mineralien, Vitamine u.s.w.) Schaden tut es dem Menschen nur, wenn er zuviel davon isst. (dann bekommt er z.B. mgl. Gicht, Herzkreislauferkrankungen etc.) Das ist bei vielem so, zuviel ist nicht gut.
jeder visagist/friseur ist überflüssig, da seine leistung keinen wirklichen nutzen hat außer das eigene ego zu stärken.
Ich bin froh, wenn mir ab und zu mal die Matte gestutzt wird. Das muß ich nicht zwangsläufig für´s Ego beim Friseur machen lassen, (also aus Eitelkeit), sondern es ist schon aufgrund von gesellschaftlichen Zwängen empfehlenswert. Es lebt ja nicht jeder als Trapper irgendwo ganz abgeschieden. Aber ich gönne es dem Friseur, warum soll er nicht davon leben können, mir gefällt ja auch, wenn das einigermaßen vernünftig aussieht. Es ist auch nicht unangenehm, in der Türkei etwa bekommt man sogar noch eine Massage der Kopf und Nackenpartie dazu. Das ist sehr entspannend und krampflösend nach einem harten Arbeitstag. Also ebenso für die Menschheit von Nutzen, bei Visagisten habe ich keine Ahnung, ich benötige sowas nicht.
genauso kannst du fragen: ist es notwendig weiter häuser zu bauen? haben wir in deutschland nicht genug leerstand (wenn ich da zB an halle a.d.S. und leipzig denke)? ist es also nützlich was der "bauarbeiter" macht?
Nun ja, für manche Orte mag das zutreffen, für andere wiederum nicht.
Ausserdem muß auch mal was umgebaut werden, auch behindertengerecht, altengerecht, kindergerecht, u.s.w.. Also ebenso für die Menschheit von Nutzen.
Es geht weniger um Einzelne Berufe, die Tätigkeiten sind überwiegend variabel, sondern vor allem um einzelne Tätigkeiten.
In der Tat dient es beispielsweise ausschließlich der Eitelkeit, sich die Fingernägel mit allen möglichen Bilderchen bemalen zu lassen, verlängern zu lassen und was weiß ich. (was obendrein extrem teuer ist) Das wäre etwa ein Job, den ich oben meinte. Und von dieser Sorte gibt es viele.