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Ein Scheiß-Leben, in dem alles perfekt zu sein scheint???

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Sonic
Alt 28.03.2005, 22:21   #1
Beitrag Ein Scheiß-Leben, in dem alles perfekt zu sein scheint???

Hallo liebe Postplanetarier,

ich weiß gar net in welches Forum mein Thread rein passt, aber ich denke, dass ich hier ganz richtig bin.

Der Text wird lang, weil ich es schwierig finde, zu erklären um was es mir dabei geht;

Worum geht es hier? -> Es geht um folgendes;

Man ist total unzufrieden mit seinem Leben, und ist dann plötzlich (von Heute auf Morgen), voll motiviert alles zu tun, damit es endlich besser wird?

Ich bin im Moment in einer komischen Phase, vielleicht hat es ja auch was mit dem Alter zu tun; (bin 21), - ist jedenfalls egal. Es geht darum, dass ich mein bisheriges Leben, besser gesagt, dass ich meine derzeitige Situation total Scheiße finde; und genau weiß das sich was verändern muss, - nur weiß ich nicht was genau, d.h. ich weiß nicht so recht womit ich unzufrieden bin, und was sich genau ändern muss. Ich weiß nur, dass ich was tun muss, damit sich etwas verändert. Im Moment lebe ich mit der Einstellung, "Die ganze Welt die kann mich mal", - und ich mache jetzt nur noch "mein eigenes Ding". Warum "mein eigenes Ding"?, - weil ich in der Vergangenheit von Freunden (aber nicht allen) so ziemlich enttäuscht worden bin, obwohl ich voll oft auf die zugegangen bin, - und von denen im Gegenzug rein gar nix kam. Das ist aber nicht der Hauptpunkt meines Threads.

Ich möchte gerne wissen, ob ihr folgendes schon mal erlebt habt; Man ist plötzlich, ohne einen erkennbaren Grund total motiviert, alles dafür zu tun, um an seinem Leben in materieller/finanzieller und vor allem aber auch in menschlicher Hinsicht zu "verbessern".

Mit "in materieller Hinsicht", meine ich folgendes;
Ich muss sagen, dass ich schon einen guten Ausbildungsplatz habe, den ich mir immer gewünscht habe, und den ich im August dieses Jahres antreten werde, und ich freue mich voll darauf, - und ich bin hochmotiviert alles zu tun, um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, und am Ende, so hoffe ich zumindest, - von dem Unternehmen am Ende der Ausbildung übernommen zu werden.

Das ist aber noch nicht das worum es mir in diesem Thread geht. Ich versuchs mal anders zu beschreiben;

Früher da lebte ich von Tag zu Tag, ich ging brav zur Schule, war ein rel. guter Schüler, aber nicht sonderlich motiviert, habe mich in meinem Leben so treiben lassen. Das war vielleicht auch ganz OK, - dafür ist ja auch die Jugend da, - nur jetzt kann ich unmöglich so weiterleben. Ich brauche einen Sinn in meinem Leben, - ich brauche neue Ziele, - für die ich jeden Tag aufstehen will, - für die ich bereit bin zu kämpfen, und alles zu geben.

Im Moment gehe ich ja noch zur Schule, - und im Juni verlasse ich dann das Gymnasium mit dem Abitur nach Klasse 13. Im Moment bin ich in vielen Fächern so ziemlich der beste. Wenn ich das so ausdrücken darf; ich treibe den ganzen Unterricht (durch meine hohe, und auch gute Beteiligung) nach vorne, - ich bin derzeit motiviert, - das merken die Leute mir auch an; ich werde zum größtenteil in meiner Stufe respektiert, - und ich bin auch dort menschlich ganz anerkannt, weil ich mit fast allen gut klarkomme. Und was ist das Problem dabei? Gar keins, es scheint alles perfekt zu sein, wenn man außer acht lässt, dass ich trotzdessen noch total mit mir selber, und mit meiner Umwelt unzufrieden bin, - warum, ja das würde ich gerne wissen!

Ihr denkt jetzt; ich habe gar keine Probleme? - da irrt ihr euch gewaltig, ich fühle mich in letzter Zeit so beschissen wie noch nie zuvor in meinem ganzen Leben; und das schlimmste ist ja auch noch, ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht bin ich schon total durchgebrannt, und brauche endlich mal Urlaub, um mal richtig auszuspannen. Aber es geht mir hier um mehr;

Vielleicht erlebe ich eine Phase der Umorientierung in meinem Leben; die Schule geht vorbei, und es warten neue Herausforderungen auf mich, auf die ich mich auch freue, ich scheue mich nicht vor ihnen. Nur habe ich Angst, dass wenn ich jetzt z.B. selbstständiger werde, also mit meiner Ausbildung anfange, und bald auch finanziell auf eigenen Füßen stehen werde, ich immer noch unzufrieden mit meinem Leben sein werde.

Ich sagte bereits, dass ich mein Leben in menschlicher Hinsicht verbessern will. Was meine ich damit? - also damit meine ich soziale Kontakte aufzubauen; wie Freunde, oder ähnliches. Ich meine ich habe schon paar gute Freunde, und auch einen "richtigen", d.h. meinen "besten Freund", - mit dem ich über alles sprechen kann. Vielleicht fehlte mir in letzter Zeit etwas menschliche Nähe. Damit meine ich Freunde, oder vielleicht auch eine Beziehung zu einem
Mädchen. Vielleicht ist es ja genau das was mir fehlt?

Ich komme im Moment bei den Leuten voll symphatisch rüber, - ich bin meist nett, freundlich, motiviert. ect... Vielleicht finden die meisten Menschen meine Person irgendwie interessant, weil ich rel. aufgeschlossen bin. Aber das ist teilweise alles nur Fassade, der äußere Schein. Alle denken, dass bei mir alles perfekt wäre, aber fragen die sich nicht, warum ich so motiviert bin?

- Nein sie tun`s nicht! - ich bin so motiviert, weil ich mein Leben (im Moment) so ziemlich scheiße finde. Es geht mit materiell gut, ich habe immer was zum Essen, was zum anziehen, und auch einen Dach über dem Kopf, - ich kann so gut existieren, - aber um zu Leben fehlt es mir an einem Sinn in meinem Leben. - Vielleicht erwarte ich ja in meinem Alter zu viel auf einmal von mir selber, und von meiner Umwelt, - nur frage ich mich, ob meine derzeitige "Phase" jemals vorbei gehen wird, - und ob ich nach einer Lösung suchen muss, - oder nur abzuwarten brauche?

- ach ich weiß, das war viel geschrieben, aber im Moment mache ich mir darüber oft gedanken...

Ich habe große Angst vor einem Leben in dem alles perfekt zu sein scheint, und wo doch jeglicher Sinn fehlt.

...kann mich jemand verstehen, und hat jemand von Euch auch mal so ne Phase durchgemacht - danke sehr, - ich wäre echt dankbar für ein Paar Ratschläge, oder Aufmunterung.

Habe ich vielleicht schon Panik, weil`s bei mir schon auf die 30er zugeht, weil ich vor kurzem 21 geworden bin?

Danke für`s lesen!
 
 
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Luchanel
Alt 28.03.2005, 23:04   #2
Standard

also ich bin überrascht. zwar habe ich nicht den ganzen text gelesen (is a wengal vui *G*), aber dennoch denke ich dich verstanden zu haben. und ich bin überrascht, weil ich momentan viele leute kenne mit dem selben gefühl wie du es hast. ich bin zwar jünger als du, wage dir aber trotzdem eine hilfe zu sein.
du bist unzufrieden, vielleicht auch niedergeschlagen oder gar deprimiert. aus "unerklärlichen" gründen.
mein tipp:
werd dir klar was du möchtest (aber nich in entfernter zukunft, sondern in der greifbaren).
lerne zu entspannen in deinem zimmer oder im garten (?). hör musik und versuch einfach mal alles um dich herum zu vergessen <-- meditation.
du darfst dich nicht stressen lassen von deinen eigenen gedanken! des mädl kommt wenn du es nicht erwartest. du darfst keine situation erzwingen (insbesonders weil dies nichts bringt).
rede dir ein wenig selbstbewusstsein und kraft ein! glaub mir, dadurch fühlst du dich wieder stärker - auch in den zeiten, in denen du unmotiviert/kraftlos/lustlos bist...

um es mit den worten meines bruders auszudrücken:
stress dich nicht!!! hör lieber reggea ;-)
 
 
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Ripper08
Alt 29.03.2005, 00:31   #3
Standard

Hi, Dichter !

Kenne dein Gefühl sehr gut, nur íst es bei mir zur Zeit nicht ganz so 'ausgeprägt' wie bei dir (und du hast mich wiedermal dran erinnert, was ein Mist )

Im Prinzip kann auch ich nicht meckern, da eigentlich alles immer so läuft, wie ich möchte (Naja, paar Unfälle mit hässlichen Narben vllt. weniger und eine Freundin die zu mir passt wäre auch schön aber insgesamt ist es schon ziemlich ok).

Ich denke dein Problem ist, dass du eben kein wirkliches Ziel vor Augen hast oder zumindest kein greifbares oder für dich definierbares...


Ich würde mir an deiner Stelle genau überlegen was deine Ziele sind, was du im Leben erreichen willst -(evtl. auch wie bzw wodurch) und vielleicht stört dich auch etwas an dir, das du dir nur nicht bewusst selber eingestehen kannst.



Ich bin auch irgendwie immer Unzufrieden, da ich mir (hoffentlich nicht aus naiver Jugendlichenperspektive) ziemlich hohe Ziele fürs Leben gesteckt habe und mir auch einiges an mir selber Misfällt, aber ich jedoch nicht wirklich die Kraft aufbringen kann dieses zu verändern.


Ich möchte eigentlich gern Vegtetarier werden aber weiß nicht, woher ich die Kraft nehmen soll die Ernährungsgewohnheiten meiner Familie umzukrempeln, da sie versuchen werden es mir aus dem Kopf zu schlagen bzw. sich erstmal ne ganze Weile querstellen werden.

Mich kotzt es auch total an, dass ich ständig in bestimmten Situationen wie besessen an meinen Fingern herumkaue oder dass ich in Wirklichkeit meine schulische Leitung in ungeahnte Höhen treiben könnte wenn ich nur nicht so faul wäre und eine Lernstrategie entwickeln könnte. Ich lebe zur Zeit mit einem 2,4-Schnitt auf dem Wirtschaftsgymnasium und ich bin mir sicher, dass das garantiert auf 1,8 gehoben werden könnte, wenn ich auch nur mal irgendetwas dafür tun würde...


Und da wäre noch, dass ich den tief in mir verwurzelten Drang habe die Welt irgendwie -in welcher Hinsicht auch immer- zu verbessern, aber -von einem möglichst freundlichen und hilfsbereiten Alltag mal abgesehen- keine wirkliche Ahnung habe wie ich das anstellen könnte.




Ja, das sind so meine seelischen Leiden die auf den ersten und zweiten Blick eigentlich gar keine richtigen sind aber mich trotzdem irgendwie bedrücken


Vielleicht erkennst du dich auch ein wenig darin und ich würde vorschlagen, dir weitere Ziele für dein Leben festzusetzen die du dir irgendwie durch Aufschreiben verdeutlichst und systematisch 'abarbeitest'. (Können auch ruhig ausführlichere Ziele sein, kannst sie ja in irgendein Notizbüchlein aufschreiben und sie -nach einer ganzen Weine -letztendlich mit reinstem Wohlwollen etwas ganz bestimmtes erreicht zu haben, durchstreichen.)

So, wäre jetzt erstmal alles was mir dazu einfällt, ich gehe jetzt wohl mel pennen und schau hier morgen nochmal rein und geb meinen Senf dann dazu
 
 
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nephthys
Alt 29.03.2005, 17:17   #4
Standard

soso.

ja, diese art von gefühlen haben ziemlich viele jugendliche zur zeit, ich denke auch dass der ursprung in der ganzen gesellschaft liegt.

ich erkenne mich in beiden texten, d.h. in dem von dichter und ripper, wieder.

was mir wirklich fehlt weiss ich auch nicht. ich glaube dass es einfach das soziale ist, die menschliche nähe, verständnis, tiefergehende gespräche anstatt oberfächlichkeit. ich nehm jetzt mal an, das ist es auch was dir fehlt, denn was bringt es einem denn von allen respektiert und gemocht zu werden, aber dennoch keine richtigen freunde zu haben denen man alles anvertrauen und mit denen man vieles durchmachen kann? das ist es zur zeit wohl am meisten,was mich nervt. ich sehe menschen, glücklich, miteinander reden,etc. dabei denke ich mir immer: ist das alles nur schein? dieses ganze getue.. sehnen sich die menschen nicht auch nach engerer freundschaft, gesprächen die sinnvoller erscheinen (als der alltägliche smalltalk)? ich bin mir sicher, dass diese leute auch im inneren nicht zufrieden sind mit sich oder der welt um sie herum. ich kenne keine person die mit all diesen sachen zurechtkommt.
ja, solche tage, wochen,monate habe ich auch, an denen ich einfach denke: schluss mit vergangenheit jetzt krempel ich mal mein leben um! tja, ich denke und denke, spinne mir irgendwelche strategien aus wie man das am besten anfängt, dabei scheitere ich schon an der zielsetzung. zur umsetzung dieser ziele kommt es von daher erst garnicht. wobei ich mir schon mehrere gesetzt habe, sie nur nicht erfüllen kann. dabei liegt es meistens an der umgebung, an den leuten um mich herum.


Und da wäre noch, dass ich den tief in mir verwurzelten Drang habe die Welt irgendwie -in welcher Hinsicht auch immer- zu verbessern, aber -von einem möglichst freundlichen und hilfsbereiten Alltag mal abgesehen- keine wirkliche Ahnung habe wie ich das anstellen könnte.
dieses problem habe ich auch. ich habe auch im inneren die motivation und auch den drang etwas zu tun, um etwas in der welt zu verbessern, etwas grundlegendes. keine oberflächlichen sachen wie alten leuten das essen bringen oder so, damit würde ich mich nicht zufriedengeben, obwohl auch diese arbeit ein anfang wäre und sehr wichtig ist für die betroffenen. allerdings ist mir das zu begrenzt,zu lokal.. aber je mehr ich mir gedanken darum mache, desto mehr verzweifel ich. denn es gibt nichts, was die ganze welt plötzlich verändern, etwas ins gute kehren könnte jedenfalls kann ichs mir nicht vorstellen. ich sehe dieses ganze leid, die alltäglichen nachrichten in denen mindestens von 20 toten berichtet wird durch anschläge, menschlichen hass. in diesen momenten frage ich mich, wie es all diese (in heutiger zeit)bekannten personen geschafft haben, rechte durchzusetzen, lebensverhältnisse zu verbessern.. all diese leute hatten schwer zu kämpfen und doch haben sie es geschafft.
ich würde gern ein buch schreiben über all diese probleme, über das leid in der welt doch es gibt schon hunderttausende und kein einziges hat es geschafft den krieg oder leid zu beenden. kein buch ist ausdrucksstark genug um menschen zu verändern.
(wenn dir was passendes einfällt um die welt zu verändern, sag mir bescheid ich mach mit )

das eigentliche problem der gesellschaft scheint der sinnverfall zu sein. was ist heutzutage sinnstiftend ausser vielleicht religion? für religion können sich allerdings auch nicht viele menschen begeistern, bzw. sie sind zu skeptisch und wissen nicht, was sie glauben sollen. dabei liegt das einzige "sinnhafte" ziel im sozialen bereich und somit wollen alle etwas "gutes tun" nur scheitern die menschen an der umsetzung dessen.

viel weitergeholfen hab ich dir wohl nicht, ich würde dir aber raten, deine motivation einer sache zu widmen, die dir oder anderen nutzt.
wie es schon in meiner signatur steht. kunst ist das beste mittel, eine seele zu heilen, probleme zu äussern und sich selbst zu helfen.
ich würde z.b. gerne eine eigene band haben, konzerte geben und menschen in ein glückliches gefühl versetzen. das würde mich erfüllen. doch fehlen mir die kontakte, die menschen die dasselbe ziel haben und in meiner nähe wohnen. dazu fordert es wieder vertrauen zu menschen, gleichgesinnten und diese sind schwer zu finden.


"Art can be therapy for anyone. It doesn't mean that you have to be Picasso, or William Blake; just the act of creating is so important. It doesn't mean that creating has to be your job, or that you're going to change the world, but you are changing yourself and that is what is the most important."


btw..
an ripper:

Ich möchte eigentlich gern Vegtetarier werden aber weiß nicht, woher ich die Kraft nehmen soll die Ernährungsgewohnheiten meiner Familie umzukrempeln, da sie versuchen werden es mir aus dem Kopf zu schlagen bzw. sich erstmal ne ganze Weile querstellen werden.
das hab ich auch schon hinter mir. und ich kann sagen, ich bekomme jetzt noch (nach 1 1/2 jahren) jeden tag mindestens eine dumme bemerkung von meiner familie entgegengeschmissen. in diesem fall hasse ich menschen. sie wollen einfach nicht akzeptieren was sie nicht nachvollziehen können. ich weiss, dass sie es nicht ernst meinen, dennoch kann es ziemlich an den nerven zähren und ich verstehe nicht warum immer und immerwieder.
meine mutter respektiert es zum glück, und seit diesem jahr is auch meine schwester vegetarierin, ich denke schon, dass man das durchsetzen kann wenn man tur bleibt. wieviele leute sind denn in deiner familie die dann gegen dich stehen?
 
 
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Grandylein
Alt 29.03.2005, 17:22   #5
Standard

Wenn man bis zum Hals in Scheisse steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.
 
 
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Joy
Alt 29.03.2005, 20:05   #6
Standard

Hi ihr alle!
es ist immer wieder schön, wenn man weiß, dass man mit seinen teilweise recht komischen gedanken und gefühlen nicht allein ist.
ich bin grad wieder an einem punkt, an dem ich mir wünsche, mein ganzes leben komplett zu ändern un bin doch nicht in der lage dazu, weil es die äußeren umstände nicht zulassen (ich kann nicht weg von hier, wenn ich erst noch die schule beenden muss) usw....es gibt immer irgendwelche faktoren, die einen davon abhalten..
am montag morgen bin ich von einem freund heimgefahren, nachdem wir einen streit hatten un nun die ganze freundschaft auf dem spiel steht...da bin ich dann heimgefahren, und hab mir überlegt: für was machst du das eigentlich alles? warum meinen manche menschen, dich zu kennen und dabei haben sie überhaupt keine ahnung, wer du überhaupt bist?
ich war so wütend, ich hab mir tausend dinge einfallen lassen, die ich in nächster zeit ändern möchte, bzw ziele, die ich erreichen möchte.
es hat total gut getan, diese pläne zu schmieden.
die meisten werden wohl gar nicht erst umgesetzt, zumindest nicht in naher zukunft, weil es einfach nicht möglich ist, gerade durch die äußeren umstände.
meiner meinung nach muten wir uns manchmal zuviel zu.
es ist klar, dass viele menschen versuchen wollen, die welt zu verbessern, grad in bezug auf nephtys beitrag.
aber meinst du nicht, dass gerade die 'kleinen' sachen, wie -dein beispiel- alten leuten das essen bringen, einem viel mehr was gibt, als wenn man sich nur im kopf zusammenreimt, dass man die welt verbessern möchte?
dieses 'kleine ziel', wenn du es als solches sehen würdest, wäre machbarer als wenn du dir sagst: ich möchte die welt verbessern. nach diesem satz wirst du nämlich nichts tun. weil du die welt nicht verbessern kannst.

das beste ist doch, sich kleine ziele zu setzen- die großen ziele werden sowieso scheitern, weil wir sie nie in angriff nehmen werden.
 
 
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Ripper08
Alt 30.03.2005, 00:48   #7
Standard

@ nephthys:

Ich weiß ehrlichgesagt nicht wirklich, wie ich das 'Problem' anpacken soll. Zu deiner Frage: Ich bin Einzelkind, beide Elternteile essen Fleisch. Meine Mutter würde meine Entscheidung vermutlich nichtmal so scharf kritisieren (habe sie ihr schonmal kundgetan) aber mein Vater umso mehr. Das größte Problem ist eigentlich, dass es bei uns irgendwie das ungeschriebene Gesetz gibt, dass bei jeder verfluchten Mahlzeit Fleisch dabei ist.

Ich könnte vermutlich im Rückblick meine letzten 30 Mittagsessen revue passieren lassen und würde nicht ein einziges ausmachen, bei dem nicht in irgendeiner Form Fleisch dabei wäre...
Und da mein Vater nie im Leben darauf verzichten würde ist das wohl der größte Konflikt:

Meine Mutter kann ja nicht 2x Kochen und auch wenn ich bei der Verwandschaft bin oder sonstwo, es wird einfach überall Fleisch gegessen wo ich hinschaue und da kommt es ja wirklich nich gut irgendwie die Fleischstückchen ausm Reis zu 'isolieren'


Für mich selber Kochen wäre vielelicht ne Option weil ich sowieso total nix mit Kochen am Hut habe aber es letztendlich früher oder später lernen muss (Ich kann gerademal Spiegelei, Spaghetti oder Tiefkühlpizza warm machen )
Aber irgendwe fehlt mir auch dazu im Moment die Lust und die nötige Freude um mich jetzt auf sowas einzulassen...


2. Problem:
Fleisch schmeckt mir wirklich gut, aber im Gegensatz dazu stehen für mich nunmal Moral sowie die Wirtschaftliche Aspekte. (Tierhaltung, Platzbedarf d. Weideflächen etc.)



Ich weiß nicht, wie ich das irgendwie mit mir vereinbaren kann aber ich denke ich werde es spätestens dann erreichen, wenn ich meine eigene Wohnung habe und ganz für mich alleine bin...


@ Joy

warum meinen manche menschen, dich zu kennen und dabei haben sie überhaupt keine ahnung, wer du überhaupt bist?
Ist doch oft so aber bist du denn in dieser Tatsache besser ? Ich kann auchz nicht von einer Person auf der Welt -außer mir- behaupten, dass sie tatsächlich weiß, wer ich bin.


Klar ist es nervig, wenn manche Menschen glauben wirklich alles über dich zu wissen und dabei eigentlich garnichts verstehen und trotzdem über dich reden als wärst du aus Glas. Aber wir selbst sind ja oft -zumindest in usneren Gedanken- genauso und meinen diesen und jenen zu kennen obwohl das nciht im geringsten stimmt, weil ein Mensch viel zu komplex ist um ihn wirklich ''bis auf den Grund'' kennenzulernen (Ist ja nicht gleich schlimm, macht doch auch eine Beziehung erst wirklich interessant !) von daher sollte man da ein wenig Verständnis aufbringen, wenn es nicht allzusehr ausartet...




aber meinst du nicht, dass gerade die 'kleinen' sachen, wie -dein beispiel- alten leuten das essen bringen, einem viel mehr was gibt
Naja, ich denke wir finden niemanden, der sagt das wäre alles umsonst. Klar ist es ein kleiner Beitrag aber er ist und bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein und ist -wenn man sich das gegenwärtige Weltbild vor Augen führt- zugegeben recht uneffizient, was ''die Rettung der Welt'' angeht


das beste ist doch, sich kleine ziele zu setzen- die großen ziele werden sowieso scheitern, weil wir sie nie in angriff nehmen werden.
Ich denke das ist die falsche Denkweise. Viele können sich nichtmal vorstellen, wie sehr der Satz: ''Der Glaube kann Berge versetzen'' zutrifft. Wenn du dir die Geschichte ansiehst, kamen die ''klügsten Köpfe'' (auch mal abgesehen von Gesinnung, Moral etc.) fast alle aus dem ''Nichts''. Aus irgendwelchen gewöhnlichen Bauernfamilien oder waren eben einfach völlig unbedeutend aber sie hatten alle früher oder später ein großes Ziel vor Augen, das bei objektiver Betrachtung für einen ''Niemand'' zwar völlig unerreichbar zu sein schien aber viele von ihnen haben es trotzdem erreicht.

Deswegen 2 verdammt gute Säze:
Sag' niemals nie &
Nichts ist Unmöglich


Daraufhin zu arbeiten kann garnicht verkehrt sein oder schief gehen

MfG, Ripper
 
 
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Joy
Alt 30.03.2005, 16:18   #8
Standard

@ripper:
mag sein, dass es die falsche denkweise ist.
bei mir ist das allerdings so, wenn ich mir großes vornehm, zum beispiel (mir fällt grad nichts dümmeres ein), ich würde mir heute vornehmen, mein abi mit einem schnitt von, sagen wir mal, 1,5 zu schaffen. ich mal mir das in gedanken aus, denk, es wäre super, wenn es so sein würde, nur, ich würds nie anpacken und bewältigen können.
weil ich weiß, ich müsste mich so dahinterklemmen wie noch nie, und diese wucht an dingen, die dann zu bewältigen wären, würde mich schneller wieder auf den boden der tatsachen zurückholen, als mir lieb ist. weil ich es einfach nicht bewältigen kann (fehlender ehrgeiz, wille,...)
wenn ich mir allerdings sag, nächsten di schreib ich mathe un versuch, 10 punkte zu schreiben, weiß ich, dass ist ein ziele, dass ich vor augen hab und das ich schaffen kann.
verstehst was ich meine?
ich brauch ziele, die ich sehen kann.
deswegen hab ich für mich rausgefunden, dass es mir nichts bringt, zu sagen: ich möchte die welt verändern.
lieber verändere ich mich so, dass ICH glücklich bin..(ich versuchs zumindest)
[so, ich geh jetzt erst mal zum friseur... ]
 
 
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