soso.
ja, diese art von gefühlen haben ziemlich viele jugendliche zur zeit, ich denke auch dass der ursprung in der ganzen gesellschaft liegt.
ich erkenne mich in beiden texten, d.h. in dem von dichter und ripper, wieder.
was mir wirklich fehlt weiss ich auch nicht. ich glaube dass es einfach das soziale ist, die menschliche nähe, verständnis, tiefergehende gespräche anstatt oberfächlichkeit. ich nehm jetzt mal an, das ist es auch was dir fehlt, denn was bringt es einem denn von allen respektiert und gemocht zu werden, aber dennoch keine richtigen freunde zu haben denen man alles anvertrauen und mit denen man vieles durchmachen kann? das ist es zur zeit wohl am meisten,was mich nervt. ich sehe menschen, glücklich, miteinander reden,etc. dabei denke ich mir immer: ist das alles nur schein? dieses ganze getue.. sehnen sich die menschen nicht auch nach engerer freundschaft, gesprächen die sinnvoller erscheinen (als der alltägliche smalltalk)? ich bin mir sicher, dass diese leute auch im inneren nicht zufrieden sind mit sich oder der welt um sie herum. ich kenne keine person die mit all diesen sachen zurechtkommt.
ja, solche tage, wochen,monate habe ich auch, an denen ich einfach denke: schluss mit vergangenheit jetzt krempel ich mal mein leben um! tja, ich denke und denke, spinne mir irgendwelche strategien aus wie man das am besten anfängt, dabei scheitere ich schon an der zielsetzung. zur umsetzung dieser ziele kommt es von daher erst garnicht. wobei ich mir schon mehrere gesetzt habe, sie nur nicht erfüllen kann. dabei liegt es meistens an der umgebung, an den leuten um mich herum.
Und da wäre noch, dass ich den tief in mir verwurzelten Drang habe die Welt irgendwie -in welcher Hinsicht auch immer- zu verbessern, aber -von einem möglichst freundlichen und hilfsbereiten Alltag mal abgesehen- keine wirkliche Ahnung habe wie ich das anstellen könnte.
dieses problem habe ich auch. ich habe auch im inneren die motivation und auch den drang etwas zu tun, um etwas in der welt zu verbessern, etwas grundlegendes. keine oberflächlichen sachen wie alten leuten das essen bringen oder so, damit würde ich mich nicht zufriedengeben, obwohl auch diese arbeit ein anfang wäre und sehr wichtig ist für die betroffenen. allerdings ist mir das zu begrenzt,zu lokal.. aber je mehr ich mir gedanken darum mache, desto mehr verzweifel ich. denn es gibt nichts, was die ganze welt plötzlich verändern, etwas ins gute kehren könnte jedenfalls kann ichs mir nicht vorstellen. ich sehe dieses ganze leid, die alltäglichen nachrichten in denen mindestens von 20 toten berichtet wird durch anschläge, menschlichen hass. in diesen momenten frage ich mich, wie es all diese (in heutiger zeit)bekannten personen geschafft haben, rechte durchzusetzen, lebensverhältnisse zu verbessern.. all diese leute hatten schwer zu kämpfen und doch haben sie es geschafft.
ich würde gern ein buch schreiben über all diese probleme, über das leid in der welt doch es gibt schon hunderttausende und kein einziges hat es geschafft den krieg oder leid zu beenden. kein buch ist ausdrucksstark genug um menschen zu verändern.
(wenn dir was passendes einfällt um die welt zu verändern, sag mir bescheid ich mach mit

)
das eigentliche problem der gesellschaft scheint der sinnverfall zu sein. was ist heutzutage sinnstiftend ausser vielleicht religion? für religion können sich allerdings auch nicht viele menschen begeistern, bzw. sie sind zu skeptisch und wissen nicht, was sie glauben sollen. dabei liegt das einzige "sinnhafte" ziel im sozialen bereich und somit wollen alle etwas "gutes tun" nur scheitern die menschen an der umsetzung dessen.
viel weitergeholfen hab ich dir wohl nicht, ich würde dir aber raten, deine motivation einer sache zu widmen, die dir oder anderen nutzt.
wie es schon in meiner signatur steht. kunst ist das beste mittel, eine seele zu heilen, probleme zu äussern und sich selbst zu helfen.
ich würde z.b. gerne eine eigene band haben, konzerte geben und menschen in ein glückliches gefühl versetzen. das würde mich erfüllen. doch fehlen mir die kontakte, die menschen die dasselbe ziel haben und in meiner nähe wohnen. dazu fordert es wieder vertrauen zu menschen, gleichgesinnten und diese sind schwer zu finden.
"Art can be therapy for anyone. It doesn't mean that you have to be Picasso, or William Blake; just the act of creating is so important. It doesn't mean that creating has to be your job, or that you're going to change the world, but you are changing yourself and that is what is the most important."
btw..
an ripper:
Ich möchte eigentlich gern Vegtetarier werden aber weiß nicht, woher ich die Kraft nehmen soll die Ernährungsgewohnheiten meiner Familie umzukrempeln, da sie versuchen werden es mir aus dem Kopf zu schlagen bzw. sich erstmal ne ganze Weile querstellen werden.
das hab ich auch schon hinter mir. und ich kann sagen, ich bekomme jetzt noch (nach 1 1/2 jahren) jeden tag mindestens eine dumme bemerkung von meiner familie entgegengeschmissen. in diesem fall hasse ich menschen. sie wollen einfach nicht akzeptieren was sie nicht nachvollziehen können. ich weiss, dass sie es nicht ernst meinen, dennoch kann es ziemlich an den nerven zähren und ich verstehe nicht warum immer und immerwieder.
meine mutter respektiert es zum glück, und seit diesem jahr is auch meine schwester vegetarierin, ich denke schon, dass man das durchsetzen kann wenn man tur bleibt. wieviele leute sind denn in deiner familie die dann gegen dich stehen?