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Warum werde ich nicht satt?

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Sonic
Alt 06.07.2004, 21:06   #26
Standard

Hallo @all,

ich finde dies ist ein spannendes Thema, welches genau die Belange nicht nur vieler Jugendlicher, zumindest meiner Generation trifft, sondern auch Menschen nahezu aller Altersstufen;
Menschen z.B. in meinem Alter (20), befinden sich an einem Punkt, an dem sie sich in Gedanken langsam ausmalen, wie ihr zukünftiges Leben wohl auszusehen vermag. Ab diesem Alter versucht man herauszufinden, bzw. man stellt fest, was für einen besonders wichtig ist; zwischenmenschliche Beziehungen (Geborgenheit), Geld - materielle Sachen (Wohlstand), Gesundheit, Anerkennung in irgendeiner Gruppe, Macht,... usw...
Bei diesem Prozess bildet sich auch das Wertesystem eines Menschen heraus; entweder man übernimmt die gesellschaftlichen Werte, wie das streben nach materiellen Besitztümern, Statussymbolen, Schönheit, oder man bildet sich ein ganz eigenes, individuelles Wertesystem, etwas was für einen besonders wichtig erscheint, wofür es sich zu leben lohnt; wie Familie, Freunde usw... oder sei es denn das nächste WE in der Disco, der nächste Joint, oder auch eben (sorry) der nächste Fi**.

Die von mir o.g. Beispiele waren vielleicht niveaulos, sie sollten lediglich zur Verahnschauung dienen. Der Mensch an sich kann meiner Meinung nach erst glücklich werden, wenn er in der Lage ist seine Potenziale auszuschöpfen, und somit zu seiner Selbstverwirklichung beizutragen. Dies reicht aber noch lange nicht aus, um die "Leere" zu schließen; Das eigene Leben wird erst interessant und lebenswert, wenn es eine über eine Art "Dynamik" verfügt; d.h. dass man Wünsche hat, für die man jeden tag aufsteht, und kämpft. Ist man vielleicht nicht ganz glücklich, so hat man doch ständig die eigenen Ziele im Visier, und überlegt sich, wie man ihnen näher kommen kann, so dass man die überwiegende Zeit beschäftigt ist. Erreicht man diese Ziele, so wird man mit einem Glücksgefühl belohnt. Das Glück ist wie eine Droge; um das gleiche Glückserlebnis zu verspüren, ist man gezwungen die Dosis immer zu steigern. Wird diese "Dosis" nicht erhöht, so wird das vermeintliche Glück zur Normalität. Z.b. wünschen sich viele Mädchen (Jungs auch) eine Familie, Geborgenheit usw...Ist dieser Wunsch nach einer Familie zunächst in Erfüllung gegangen, so stellt man im nachhinein fest, dass die Gründung einer Familie nicht nur positive Seiten wie Geborgenheit usw. beherbergt, sondern auch Stress/Sorgen, Verantwortung/Pflichten...schreiende Babys...herumpubertierende Jugendliche...Sorge um die materielle Absicherung...teilweiser Verzicht auf eigene Bedürfnisse...usw...

...ich möchte keinem den Wunsch nach einer Familie aus dem Kopf schlagen, nur solltet ihr Euch Heute die alten Menschen in den Altersheimen anschauen; viele sind auf sich allein gestellt, weil z.B. die eigenen Kinder ihre eigene Familie haben die sie versorgen müssen, und weil auch in unserer heutigen materiellen Gesellschaft der "Wert" eines Menschen in erster Linie von seinem "Produktionspotential" abhängt. D.h. dass in unserer materiellen Gesellschaft der Mensch nicht nach seiner Persönlichkeit, sondern vor allem nach Eigenschaften bewertet wird, welche in unserer Gesellschaft, d.h. in den Köpfen der Menschen fest verankert sind; und das sind Eigenschaften wie; Schönheit, oder Jugendwahn, Geld, Erfolg...usw...

...zurück zum Thema;

dotcom schrieb;

"So lang ich denken kann suche ich nach einer Aufgabe, nach einem Sinn oder nach einem Ziel was einen weitergehen lässt und dazu bewegt jeden morgen aufzustehen oder immer abends zurück nach hause zu kommen."

Um sein Leben "ausfüllen" zu können, braucht jeder Mensch Ziele, für die er arbeiten kann. Dies ist auch der Grund dafür warum man sich selber wirklich nie zufrieden stellen kann; ein Leben in dem "scheinbar" alle materiellen Bedürfnisse erfüllt sind, bringt einen Menschen immer dazu sich stets höhere Ziele zu setzen; sagen wir mal man träumt von einer Familie und einem Eigenhaus; hat sich dieser Wunsch erstmal verwirklicht so wünscht man sich vielleicht ein Auto, wenn man das dann hat, wünscht man sich einen Porsche oder Ferrari, dann schraubt man seine Ansprüche immer höher, vielleicht findet man seine Frau nicht gut genug, und sucht sich eine andere, die vielleicht jünger und attraktiver ist...usw. und so fort...

Ihr könnt jetzt alle behaupten dass meine Ausführung überspitzt ist, vielleicht ist sie dass, nur zeigt sie eine sich immer wiederkehrende Gesetzmäßigkeit; der Mensch stellt sich nie zufrieden! Wenn man z.B. alt wird, so wünscht sich doch jeder die Jungend zurück, die Gesundheit, der Mensch hat immer irgendwelche unerfüllte Wünsche, von denen einige leicht andere hingegen kaum, oder gar nicht zu erfüllen sind.


"was eure Antriebsfeder ist so zu leben wie ihr lebt? Manche sagen bestimmt die Liebe, andere nennen materialistische Ziele.
Aber es muss doch auch noch was anderes geben."

Bei jedem Menschen ist die "Antriebsfeder" sicherlich anders, wenn man sie überhaupt zu erkennen vermag.
Ich habe keine "Antriebsfeder" um so zu leben wie ich lebe, ich habe aber eine "Antriebsfeder" genau das zu verändern, oder gar zu "verbessern" so wie ich lebe.

Meine Haupt - "Antriebsfeder" sind meine Paar Lebensziele, und der Glaube daran, dass ich sie eines Tages erreichen kann. Vielleicht nicht alle, ich hoffe wenigsten einige, oder gar ein Ziel...wer weiß das schon?

"Ich hab eine Freundin, wir lieben uns, ich habe einen guten Job, bin nicht reich aber habe genug Geld um mir alles kaufen zu können was ich brauch, Elternhaus und Freunde sind OK.....bin 26 und habe, denke ich, ein tageslichttaugliches Aussehen."

Das hört sich ja an nach "Friede Freude Eierkuchen"...nein Spaß bei Seite...

Für einige Menschen steht vielleicht der "Genuss" der eigenen erreichten Ziele und Errungenschaften...Für andere hingegen ist der Weg zu diesen Zielen interessant, solche Menschen lieben die Herausforderung. Wenn Du damit nicht mehr zufrieden bist, das zu genießen was Du erreicht hast, so nehme einfach die nächste Herausforderung an! Ich weiß das hört sich von einem Außenstehenden wie mir vielleicht blöd an, aber es stimmt wirklich; die "Herausforderung" ist eines der größten "Antriebsfedern" des Menschen überhaupt, weil man nur durch eine Herausforderung die eigenen Grenzen erfahren kann, und sich vielleicht neue Wünsche erfüllt, von denen man früher nicht mal im Traum gewagt hätte zu träumen.

"Aber irgendwie kann ich mich nicht zurücklehnen und das Leben genießen. Ich fühle mich so eingesperrt, es erdrückt mich alles. Ich hab das Gefühl ich müsste raus aber wohin wenn man keinen Ort kennt wo es anders wäre. Wohin wenn man nicht mal weiß wonach man sucht. Man weiß nur was man nicht will..."

Vielleicht brauchst Du dringend Urlaub, evtl. musst Du mal richtig "die Sau rauslassen". Eine Pause, ohne jegliche Verantwortung tut immer gut.

Oder meinst Du ganz was anderes; Findest Du dein Leben nicht voll ausgefüllt? Deinen Aussagen zur Folge, scheint bei dir auf den ersten Blick alles perfekt zu sein, und das ist es doch nicht. Bei Dir scheint alles "Normal" auszusehen, nach dem Muster XY, dass kan genau dein Problem sein, dass dir ein wenig Abwechslung fehlt.

Auf ein spießiges Familienleben mit Bungalow, Garten mit Fischen, und einer lahmen Familienkutsche (Familienauto) hätte ich überhaupt keine Lust, weil ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin...aber jedem das seine...

Woran das liegt kann ich nicht genau sagen, weil ich dich nicht kenne, und die Beschreibung deiner Lebenssituation relativ knapp und auch oberflächlich ist.

Du musst Dich evtl. in deinem Leben neu orientieren; versuche bei Dir neue Interessen zu finden, und somit dein Leben besser als zuvor ausfüllen zu können. Mehr Tipps fallen mir jetzt auch nicht ein.

...so das wars... vielleicht fällt mir später zu dem Thema was ein...
 
 
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Cpt.Picard
Alt 07.07.2004, 01:02   #27
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Den Menschen ist alles egal, so lange sie alles haben.

Daraus resultiert zufriedenheit und die ist der Grundstein allen Übels.

Ich weis nicht was du hast, aber vermutlich bist du nicht ausgelastet.

Fordere dich mal richtig.

Lese ein sehr anspruchsvolles Buch oder bilde dich weiter.

Lerne eine Fremdsprache oder werde künstlerisch tätig.

Ja es stimmt, der Mensch ist vergänglich, aber das sollte nicht unsere Existenz beeinträchtigen.
 
 
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Sonic
Alt 07.07.2004, 01:18   #28
Standard

Cpt.Picard wrote;

"Den Menschen ist alles egal, so lange sie alles haben."

gibt es denn wirklich Menschen die alles haben ???

Das bezweifle ich sehr. Ich glaube dass es bei den "richtig" Reichen Menschen kaum "richtige" Freundschaften gibt, wenn überhaupt dann nur oberflächliche... stell dir mal z.B. die Veranstaltungen der "feinen Gesellschaft" vor, - nehmen wir als Bespiel das golfen; die Reichen treffen sich dort, quasi auf einer Bühne, um dort ihre neuesten Rolex-Uhren, ihre neuen Klamotten, Autos und Jachten den anderen "vorzustellen" und damit vor allem auch zu prahlen. Da herrschen Freundschaften die nicht über die Diskussion a la "was ist die beste Geldanlage" hinausgehen, und mit normal-sterblichen gibt sich die Highsociety nicht ab, weil dann nur noch Neidische Blicke kommen welche nur nerven.

Das Leben in der "Highsociety" wäre für mich undenkbar, weil ich nicht nach meinen Besitztümern, sprich nach der "Größe meiner Yacht" als Mensch bewertet werden möchte, sondern nach meiner Persönlichkeit, nach meinen guten als auch schlechten Eigenschaften.

Der Mensch kann natürlich auch ohne jegliche Besitztümer glücklich sein; z.B. die Shaolin Mönche. Aber das taucht in unseren Breiten kaum auf, und aus unserer anerzogener materiellen Sichtweise heraus werden diese Kultur nie verstehen...
 
 
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Cpt.Picard
Alt 07.07.2004, 01:23   #29
Standard

Ja, du hast verstanden was Ich mit wenigen Worten treffend beschrieben habe.
Die von mir erwähnte Zufriedenheit, ist keine wirkliche.
 
 
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Ephestia
Alt 07.07.2004, 02:43   #30
Standard

Ein weiser Mensch sagte mal: "Die Suche nach einem Sinn ist grundsätzlich zwecklos." Natürlich ist das Schwachsinn, aber es klingt nett.

Warum sind alle so versessen darauf, einen Sinn zu finden? Und warum streiten so viele ab, dass es einen gibt? Ich sage euch, es gibt nicht nur einen, es gibt hunderte! Den einen universellen Grund, der dich glücklich machen wird, der dich beschwingt jeden Morgen aus dem Bett hüpfen lässt, wirst du kaum finden. Es sind die vielen, vielen kleine "Sinne" im Leben, die mich davon abhalten, nicht mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Eine Portion Pommes mit Mayo, wenn ich drei Wochen in Askese lebte, ein kalter Winterabend in der Badewanne mit einem super Buch, im Sommer durch den Regen zu rennen und lachen müssen obwohl nix witzig ist, lachen bis der Bauch weh tut.. Ich denke, ihr wisst was ich meine.
Nun, solche Dinge könnt ihr auch zu tausenden aufzählen und trotzdem bleibt in euch eine kleine (bzw. größere) Leere zurück, ihr fühlt euch nicht ausgefüllt, nicht völlig ausgeglichen? Dann müsst ihr das staunende Kind in euch, dass schon im Tiefschlaf irgendwo in eurer Brust friedlich schlummert, wecken und wieder intensiv leben. Holt euch das Staunen zurück! Macht euch bewusst, dass es total unfassbar ist, das ihr lebt! Niemand der älter als 12 ist, scheint es noch großartig zu stören, dass keiner ne Ahnung hat, warum wir eigentlich leben und wie wir hier herkommen..Ich möchte nicht wie eine "Jesus rettet"-Missionarin klingen (obwohl ich wohl nah dran bin, mögen manche behaupten), aber macht euch wieder klar, das es eigentlich totaler Irrsinn ist zu leben... Fühlt, schmeckt, riecht die Welt, fasst sie an, nehmt eure Liebsten in den Arm, schreit gegen den Wind, spuckt vom Eiffelturm, schwimmt nackt im Meer oder vögelt euch wund.. Macht es intensiv und holt euch das Staunen zurück
 
 
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Desperado
Alt 15.07.2004, 13:54   #31
Standard

"Du musst die Welt nicht verstehen, sondern dich nur in ihr zurecht finden."
Albert Einstein

Traurigerweise gibt es keinen absoluten Sinn, wo jeder danach streben kann, um glücklich zu sein oder damit man seine eigene Existenz als sinnvoll betrachtet. Ich denke auch das jeder seinen Sinn selbst definieren muss, man muss in diesem ziemlichen großen Universum zurechtfinden, ansonsten gibts da nix.
Außerdem wenn es einen Sinn machen würde, dann wäre schon jemand darauf gekommen oder welches Ziel oder welche Sache in deinem Leben wäre es wert, dein ganzes Leben dafür hinzugeben.?

„Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres.“
wieder Albert Einstein

Es ist nicht sinnvoll,das Leben ist ein riesiger Zufall, dass es uns gibt, dass wir aus einer von vielen Spermien entstanden sind.

WIr sollten das Leben so genießen und behandeln als wäre es ein Wunder und es so behandeln.
Wenn du mit deiner Freundin glücklich bist, dan sei froh. Du hast wenigstens eine! ;-)
Wir müssen uns einfach vor Augen führen, dass wir einzigartig sind, auch wenn es oft schwer fällt, wenn man Tag ein Tag aus arbeitet und dies eigentlich als Zeitverschwendung erscheint. Es gibt wahrscheinlich nur ein Leben, was wir verschwenden können. Also:
was ist sinnloser: vielleicht sinnloser weise in den Tag hinein zu leben oder das "einzige" Leben, was man hat, endlos mit dieser Frage zu vergeuden?

Allerdings muss ich gestehen, dass mich jene Selbsterkenntnis auch kaumtröstet, allerdings glaube ich, dass man sich in solchen "Phasen des Lebens" neue Ziele szten muss, etwas neues entdecken sollte, etwas finden muss, was glücklich macht. Wenn dir diese Sinesfrage auch so den Kopf zerbricht, dann verleih deiner Beziehung einen neuen Atem oder mach mal was besonderes, was dir Freude bereiten könnte und wenns nur ne schöne Reise ist.
Ich denke spätestens am Totenbett fällt uns dann ein für was wir gelebt haben oder für was wir hätten leben können, was wir alles nicht getan haben, aber gerne getan hätten, doch dann ist es zu spät und die Erkenntnis kommt zu spät.
 
 
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nangijala
Alt 15.07.2004, 15:10   #32
Standard

Ich befinde mich in einer Lebenssituation, in der meine Zukunft noch sehr schwammig ist, noch nicht eindeutig abgezeichnet. Zugleich bin ich auch noch ziemlich damit beschäftigt, über mich selbst zu lernen und daher von den "äußeren" Dingen etwas distanziert. Das gibt mir zum Glück die Möglichkeit, diese noch eine Zeit lang von mir weg zu schieben. Die Art, nach der ich versuche zu leben: Aus jeder kleine Begebenheit, jeder Erfahrung, etwas zu lernen und mitzunehmen. Ich möchte einfach, wenn ich auf dem Sterbebett liege, wissen, dass ich ein Stück gewachsen bin. (Keine Garantie, dass ich alles in 2 Jahren noch genauso sehe)
Gleichzeitig mache natürlich auch ich mir Gedanken, was einmal konkret und praktisch in meinem Leben sein wird, und habe die selben Ängste wie die meisten hier, wie du sie gerade hast: Wenn alles seine Ordung gefunden hat, wie verhindern, dass sie einem den Atem nimmt?

Ich glaube - ohne dir jetzt welche andrehen zu wollen - dass genau aus deinen Gedanken heraus, aus diesser Angst, während man lebt das Leben zu verpassen, viele sich für Kinder entscheiden. Weil sie versuchen, damit ein Stück Lebendigkeit festzuhalten und um dieses "etwas", diesen Antrieb zum Nachhausekommen zu haben. Vielleicht umgeht das das Problem nur, wenn man sich Erfüllung des Selbst von aussen sucht, vielleicht ist es auch eine Lösung, ich weiss es nicht.

Manchmal muss sich aber auch überhaupt nichts in einem Leben ändern, sondern nur an der inneren Einstellung dazu, an der Art, wie man es betrachtet. Du schreibst ja selbst, dass du an jedem anderen Ort genauso eingesperrt wärest.Vielleicht sperrt das Leben dich nicht aus, vielleicht sperrst du dich selbst ein?

Sind natürlich alles nur Hypothesen, ich hoffe ich trete dir damit nicht irgendwie nahe.
 
 
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Ripper08
Alt 15.07.2004, 22:55   #33
Standard

Oh, da hab ich ja einiges hier verpasst
Naja, dann wirds eben Zeit, dies nachzuholen....

@ DOTCOM:

Was du schreibst über deinen Lebensweg ist so allgemein und unverfänglich das man es auf wirklich alles anwenden könnte. Sicher ist es löblich das du dir für dein Leben nur das beste vorgenommen hast aber das mit dem Paradies und so hört sich schon wieder etwas fanatisch an.
Aber natürlich kann ich meine persönliche ''Lebensweisheit'' von vorhin nicht auf alles übertragen ! Es ist eben nur eine Ideallinie, die ich versuche zu halten !
Und dass wir (Du & Ich & Sonstwer) das Paradies nicht 'erschaffen' können ist mir völlig klar.
-Wir Menschen können es aber schaffen ! Natürlich wird das nicht sehr bald passieren, das werden auch sicherlich nicht unsere Urururenkel erleben aber das ist doch kein Grund, nicht daraufhin zuzuarbeiten, nur weil man es persönlich nicht erreichen kann !?!

Wieso denkst du das man nur glücklich sein kannst wenn man nichts mehr hat und wann hast du all deine Sachen weggeschmissen oder wenn nicht wann willst du denn damit anfangen ???
Bist du in der Kirche oder einen ähnlichen Gemeinschaft ?
-Weil es stimmt ! Ich verbrenne natürlich nicht meine Habseligkeiten und schmeiße sie aus dem Fenster, weil ich hoffe dadurch glücklich zu werden
Aber gewisse Stämme in Afrika haben ja NICHTS und sind trotzdem glücklich ! Wenn ich meinen Computer zu Schrott haue, werde ich nicht dadurch glücklich, sondern das absolute Gegenteil, da ich weiß, dass ich etwas verloren habe !

Aber als so ein afrikanischer Stammesangehöriger weißt du nicht, dass es sowas gibt, von daher kannst du es auch nicht haben wollen und infolgedessen auch nicht unglücklich sein, weil du es nicht bekommst ! Aus diesem Blickwinkel ist 'Unwissenheit' eigentlich ein Segen...
Und obwohl es auch genug Stämme gibt, die von unserer Zivilisation (was für ein Unwort ) wissen aber sich trotzdem für ihr Leben entscheiden. Auch wenn es nicht den Komfort wie unseres bietet, hat man dort eben auch viel weniger Stress... Ich denke diese Menschen leben viel 'Intensiver' als wir, da sie nicht nur nach 'außen hin' leben sondern auch 'in sich hinein'.

-Nein, ich bin in keiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft


Erklär mir mal bitte wie wir das Paradies erschaffen wollen und wie das Paradies aussieht.
Das ist eine sehr gute Frage, die ich nicht beantworten kann ! Es ist mit unserer Jetzigen Lebensweie einfach nicht kompatibel ! Wenn man kein persönliches Paradies haben will, sondern eins für alle, gibt es viel zu viel zu bedenken...

Die einzige Möglichkeit scheint mir zu sein, dass die Roboter in Zukunft nach und nach all unsere Tätigkeiten und Berufe übernehmen. Ob man das allerdings wirklich will ist eine sehr gute Frage...
Ich denke, dass der Mensch dadurch so faul werden würde, dass sein Leben nicht an Qualität zunehmen, sondern abnehmen würde...
Ich denke aber erstmal sollten wir soweit kommen, dass wir Krieg und Hunger endgültig aus dieser Welt schaffen. Das is schon wegen vielen diversen Gründen (Oder bessergesagt Personen) derzeit einfach nicht machbar, obwohl es sehr gut möglich wäre !

aber solange wir in dieser Welt verharren solltest du nicht blauäugig andere Gedanken als die deinen verurteilen oder kritisieren. Dafür fehlt dir wirklich noch die Erfahrung...
Wen habe ich denn bitte kritisiert ? Ich ahbe nur gesagt dass viele einfach sehr kleinkariert denken ! Und das stimmt auch. Ich meine...
Der Sinn des Lebens besteht für viele einfach nur aus möglichst glücklich sein und 24/7 Party bevor man seinem unausweichlichen Ende ins Auge blicken muss...

Aber wo bleiben da die anderen Menschen ? Jeder will selbst glücklich sein (Ich ja auch !) aber an die anderen denken doch die allwenigsten !

Ich denke der Sinn des Lebens sollte nicht nur dazu dienen sich selbst letztendlich glücklich sterben zu sehen sondern auch irgendwo unsere gesamte Menschheit zu bereichern und sie 'weiterzubringen' !

MfG, Ripper
 
 
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