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Säuglingstaufe, Konfirmation, Kommunion -Was haltet ihr davon?

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Ich erhielt die Säuglingstaufe, im Nachhinein empfinde ich es als unfreiwillig/zwanghaft. 18 56,25%
Bin konfirmiert/erhielt Kommunion, aber im Nachhinein halte ich es für genötigt. 13 40,63%
Ich halte nichts von der Mitgliederrekrutierung durch die Säuglingstaufe 21 65,63%
Ich habe damals aus finanziellem Interesse Konfirmation/Kommunion erhalten. 13 40,63%
Ich habe Konfirmation/Kommunion aus familiären Gründen (Eltern etc.) zugelassen 10 31,25%
Ich meine, die protestant. Kirchen verhalten sich bzgl. genannter Thematik korrekt. 2 6,25%
Ich meine, die kathol. Kirche verhält sich bzgl. genannter Thematik korrekt. 4 12,50%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 32. Diese Umfrage ist geschlossen

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sailor
Alt 16.01.2007, 20:09   #1
Standard Säuglingstaufe, Konfirmation, Kommunion -Was haltet ihr davon?

Hallo!

Ihr wisst ja, daß in vielen Kirchen Säuglinge getauft werden, vermutlich sind viele von Euch selbst damals getauft worden. (Mir ging es auch so.)
Weil wir uns ja gar nicht freiwillig dazu entscheiden konnten, war das in meinen Augen gezwungen. Mich hat auch niemand gefragt, ob ich zu der Kirche gehören möchte, stattdessen bin ich automatisch durch diese Säuglingstaufe Kirchenmitglied geworden----> so werden neue Mitglieder "rekrutiert".
Nun bin ich schon vor einiger Zeit dahinter gekommen, daß das mit der Säuglingstaufe noch nicht einmal in der Bibel steht und daß es also gar keine Taufe ist:
Man muß sich lt. Bibel zur Taufe freiwillig entscheiden.
Das kann man aber nur, wenn man ein Alter erreicht hat, in dem man das Evangelium von Jesus Christus verstehen kann und in dem man sich selbst für eine Nachfolge entscheiden kann. Auch ein Alter, in dem man tatsächlich realisiert, was man tut, und welche Konsequenzen das hat.

Weil die Kirchen das auch begriffen haben, daß da was falsch läuft, wurde dort die Kommunion (Erstkommunion) und Konfirmation eingeführt. (damit es also doch "freiwillig" ist und man ein wenig davon versteht)
Vorher muß man zum Unterricht und wird -wieder einmal mehr oder weniger dazu genötigt, gedrängt u.s.w..
Bei mir war es jedenfalls so, daß man ab einem bestimmten Alter (12-13?) automatisch in den Konfirmandenunterricht kam. Jedenfalls wurden die Eltern informiert und dann nahm das seinen Lauf. Man war zwei Jahre dabei und musste (so war´s bei mir) den Katechismus auswendig lernen und so weiter.

Und warum tat man das? Ich tat es, weil meine Eltern es so wollten. Und weil die anderen aus der Gemeinde dort auch hingingen. Hinterfragt habe ich es (meine ich) nie und wirklich an Gott geglaubt (Glauben= Vertrauen)habe ich auch nicht.
Ich gebe ganz offen zu, daß ich durchaus an dem Geld interessiert war, das es zur Konfirmation gab. Da meine Eltern nicht wenige im Ort kannten, fiel das Geld nicht zu knapp aus. Ausserdem waren die Ausflüge und der Unterricht ganz unterhaltsam, so unter gleichaltrigen.

Hat man Euch eigentlich auch erzählt, daß die Kinder wegen der Erbsünde getauft werden müssten, damit der Teufel sie nicht holt? (deshalb gibt es übrigens auch die "Nottaufe" für Säuglinge) Das ist übrigens völliger Unsinn, man lese Hesekiel (Ezechiel) Kapitel 18 und 33; Mk 10,13-16; Lk 18,15-17.

Was meint ihr dazu?
Ich würde mich freuen, wenn ihr Euch rege beteiligt. Denn dann könnte ich evtl. meinem ehemaligen Pastor mal einen Link schicken, damit er sich darüber informiert, was man tatsächlich von dieser Kirchenpraxis vieler Grosskirchen (etwa katholisch, lutherisch, calvinistisch, zwingli,...) hält und wie "gläubig" die Jugendlichen tatsächlich waren, als sie konfirmiert wurden. Interessant ist dabei auch, wie viele danach nichts (oder sehr wenig) noch mit der Kirche zu tun haben.

Edit: Bei Unsicherheit bzgl. der Ausdrucksweise der letzten beiden Spalten zum Ankreuzen.--> Mit "Ich meine... verhalten sich...korrekt." sind folgende drei Punkte gemeint:
1.Die Praxis der Säuglingstaufe 2. die Praxis der Konfirmation/Erstkommunion
3. Mitglied wird man automatisch,wenn man als Säugling in der Gemeinde getauft wird.

Geändert von sailor (16.01.2007 um 23:43 Uhr).
 
 
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MiKe
Alt 16.01.2007, 20:19   #2
Standard

Vorher muß man zum Unterricht und wird -wieder einmal mehr oder weniger dazu genötigt, gedrängt u.s.w..
Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Warum sollte man im Unterricht dazu genötigt/gedrängt werden? Wer zum Konfis-Unterricht geht, der hat sich doch bereits entschieden. WENN Druck ausgeübt wird, dann doch wohl von den Eltern und nicht von der Kirche.

Ich hab nix gegen Taufe/Konfirmation/Kommunion und werde auch meine Kinder MINDESTENS taufen lassen!
 
 
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-V-
Alt 16.01.2007, 20:25   #3
Standard

Ich würde meine Kinder nicht taufen lassen.
Wenn sie alt genug sind können sie selbst entscheiden ob sie getauft werden möchten.
 
 
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distressed
Alt 16.01.2007, 20:26   #4
Standard

Bei mir war es auch der typische Verlauf:
- Taufe, ohne eirklich was mitbekommen zu haben
- Kommunion; damals war ja das, was die Eltern sagten das nonplusultra
- Firmung mit 13... wäre es nur 1 oder 2 Jahre später gewesen, wäre ich wohl nicht hingegangen: genau in dieser Zeit entwickelte sich bei mir die Skepsis den Kirchen gegenüber (und hat sich gehalten).

Die Sakramente werde ich wohl auch nicht weiterführen, denn in einer Kirche zu heiraten, obwohl man sich von ihr abgewendet hat, ist nicht besonders ...

Durch die Taufe wird man eben sofort an die Kirche gebunden, und es "gehört sich nun mal so"... was glaubt ihr wie komisch meine Cousine geguckt hat als sie bemerkte dass ich die Kirche nicht leiden kann... (ahja klar und ich renn auch auf friedhöfen rum und trink blut von kleinen kindern )

Die Kirche an sich hat viele Widersprüche zur Bibel... welche, fallen mir gerade nicht ein, aber irgendwo gabs mal ne nette Doku dadrüber.

Sobald ich Geld für die Kirche abtreten muss, tret ich aus, das könnt ihr mir glauben.
 
 
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MiKe
Alt 16.01.2007, 20:35   #5
Standard

Durch die Taufe wird man eben sofort an die Kirche gebunden, und es "gehört sich nun mal so"...
Was mich nun aber mal interessieren würde: Was ist daran so schlimm? Inwiefern beeinträchtigt(e) dich die Taufe jemals?
 
 
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German Psycho
Alt 16.01.2007, 20:46   #6
Standard

Ich empfinde das ganze als indoktrination und werde meine kinder acuh nciht taufen lassen -.-.
 
 
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distressed
Alt 16.01.2007, 20:49   #7
Standard

Ich bin dadurch schon fast mein ganzes Leben der Kirche angehörig, der Kirche, an die ich nicht glaube. Natürlich sind die Eltern da viel mitschuld:
Wann hatte ich die Möglichkeit bzw das Wissen mich frei entscheiden zu können? Weder in der Schule, noch zuhause werden einem die anderen Religionen so richtig nahegebracht.
Taufe: Vergebung der Sünden, Bündnis mit Gott, Zugehörigkeit zur Kirche
-> welche Sünden bitteschön? Kinder sind das Unschuldigste überhaupt
-> warum gehe ich ein Bündnis mit Gott ein? ein Bündnis geschieht mit beidseitigem Verständnis und in den Alter ist es noch zu früh

Es gibt auch eine Religion/Konfession, in der die Taufe erst im jugendlichen Alter vollzogen wird (weiß grad nicht welche).
So kann der junge Mensch immernoch bei vollem Bewusstsein entscheiden, ob er dieses Bündnis eingehen will oder nicht.
 
 
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MiKe
Alt 16.01.2007, 20:55   #8
Standard

Es gibt auch eine Religion/Konfession, in der die Taufe erst im jugendlichen Alter vollzogen wird (weiß grad nicht welche).
So kann der junge Mensch immernoch bei vollem Bewusstsein entscheiden, ob er dieses Bündnis eingehen will oder nicht.
Das ist auch z.B. in der evangelischen Kirche möglich...

Ich bin dadurch schon fast mein ganzes Leben der Kirche angehörig, der Kirche, an die ich nicht glaube. Natürlich sind die Eltern da viel mitschuld:
Ich habe immer noch keine konkrete Antwort auf meine Frage bekommen... Inwiefern beeinträchigte dich das jemals in deinem Leben? Oder geht's hier nur ums "Prinzip"?
 
 
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distressed
Alt 16.01.2007, 21:12   #9
Standard

nein hat es nicht.

Aber wieviele Eltern, die ihr Kind taufen, glauben selbst noch an Gott?
Meine Mutter nicht, auch wenn sie es nicht offen zugibt.
In manchen Fällen ist es doch nur dieses auf "heile Familie" machen und bloß nicht aus dem Rahmen fallen, obwohl man garnicht daran glaubt.

In der Pubertät habe ich mich oft gefragt, warum mir diese Entscheidung abgenommen wurde: Ist es denn hinderlich, nicht getauft zu sein um dann selbst entscheiden zu können?
 
 
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Morris
Alt 16.01.2007, 21:19   #10
Standard

Zitat von MiKe
Was mich nun aber mal interessieren würde: Was ist daran so schlimm? Inwiefern beeinträchtigt(e) dich die Taufe jemals?
Vernünftigerweise müsste man erst fragen, was einem (besonders einem unmündigen Kind) die Taufe denn überhaupt bringe. Fragen, warum man denn die Kinder nun nicht tauft, kann man hinterher immernoch. Also Mike, lass hören!
 
 
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michaelg
Alt 16.01.2007, 22:54   #11
Standard

Warum gibt es keine Antwortmöglichkeit(en) wie:

Ich habe mich zu Taufe/Konfirmation freiwillig entschieden?

Das Kreuz bei "Ich meine, ... verhalten sich korrekt" würde bei mir auch nicht passen.

Die Kirchen verhalten sich ja in dem Sinne gar nicht, sondern bei einer Säuglingstaufe die Eltern und bei den anderen Arten dann eben die Eltern und/oder Kinder.

Welche Praxis ist nun gemeint? Ich kenne ja selber nur die, meiner eigenen Kirchengemeinde. Zwang gibt es da keinen, auch keinen Quasi-zwang und selbst das Wort Werbung würde ich noch nicht einmal in den Mund nehmen.

Zitat von sailor
Man muß sich lt. Bibel zur Taufe freiwillig entscheiden.
In Ordnung. Ab wann kann ein junger Mensch denn Christ sein? Ist ein Kind es automatisch? Ich bin mir unsicher über den Stellenwert der Taufe in der Bibel, habe Ihn aber gemäß den Evangelien als hoch in Erinnerung. Wobei ich die "Formalia" (wann Taufe) mal vernachlässigen möchte.

Zitat von sailor
Bei mir war es jedenfalls so, daß man ab einem bestimmten Alter (12-13?) automatisch in den Konfirmandenunterricht kam. Jedenfalls wurden die Eltern informiert und dann nahm das seinen Lauf. Man war zwei Jahre dabei und musste (so war´s bei mir) den Katechismus auswendig lernen und so weiter.
Das finde ich interessant, inwiefern denn automatisch? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Ich ging ungetauft freiwillig in den Konfirmandenunterricht, wir hatten uns einen Begleitordner und eine Bibel (GNB) zu kaufen, lasen viel, diskutierten und informierten uns, ganz grob gesagt. Auszuwendig lernen hatten wir das Vater Unser, die zehn Gebote und das Credo. Ich fand das alles sehr angenehm.


Ich selber würde meine Kinder eventuell als Säuglinge taufen lassen, wenn es sich insofern ergibt, dass Partnerin einverstanden ist und es eben dazu kommt. Auch wenn es dann eine "falsche" Taufe sein sollte, eben keine echte, weil die Freiwilligkeit fehlt. Diese wirkliche Taufe liegt ja weder in meinen Händen, noch in denen der Kirche. Schändlich finde ich das nicht.

Juden werden nach acht Tagen beschnitten, der Herr will es so (wollte es so).
 
 
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sailor
Alt 16.01.2007, 23:04   #12
Standard

Ich möchte mal etwas dazu schreiben, weshalb eine Säuglingstaufe schlimm ist und inwiefern sie beeinträchtigt.
Mir wurde vorgegaukelt, ich sei getauft. Dabei ist dies nicht die Wahrheit.
Im kleinen Katechismus Luthers (4.Hauptst. "zum Zweiten") steht:

"Was gibt oder nützt die Taufe?
Sie wirkt Vergebung der Sünden,
erlöst vom Tode und Teufel
und gibt die ewige Seligkeit allen,
die es glauben,
wie die Worte und Verheißung Gottes lauten."

Das ist schon die moderne Niederschrift. Also nach meinem Verständnis heißt das, ich sei durch die Säuglingstaufe (ist ja dort Praxis) erlöst (von Tod und Teufel) wenn ich nur glaube, was Gottes Wort sagt.
Nun ja, Gottes Wort sagt aber nicht, daß man Säuglinge oder Kleinkinder taufen soll, sondern spricht davon, daß man zuvor Gottes Wort verkündigt bekommen muß, das Evangelium:

Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen;
13 »denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.«
14 Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber sollen sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger?
15 Wie aber sollen sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Gutes verkündigen!«
16 Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaja sagt: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?« a a) Jes 53,1
Römer 10,12-16

Hier ist schonmal eindeutig die Rede davon, daß wir das Evangelium erst verkündet bekommen müssen, um es zu glauben. Und der Glaube wiederum ist Vorraussetzung dafür, daß wir Jesus Christus anrufen= zu ihm beten.
Das ist also der eindeutige Beweis dafür, daß Säuglinge nicht glauben können, (sie sind nämlich noch viel zu Klein um das Evangelium zu begreifen, noch nicht einmal der Sprache mächtig)
und demnach auch (nach Luthers obigen Worten) nicht gerettet sind. (was ja die Motivation für die Taufe ist).

Tatsächlich sind die Kinder aber sowieso gerettet, (ganz ohne Taufe) wenn man mal Mk 10,13-16 oder Lk 18,15-17; Mt 19,13-15 liest. Dort steht es eindeutig:

"Dann wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er ihnen die Hände auflege und bete; die Jünger aber fuhren sie an.
14 Jesus aber sprach: Laßt die Kinder, und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen! Denn solchen gehört das Reich der Himmel.
15 Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dort weg."
Mt 19,13-15

Die Kinder wurden von Jesus nicht getauft, sondern gesegnet und ganz eindeutig gesagt: "Denn solchen gehört das Reich der Himmel"

Es gibt also keinen Anlaß für die Säuglings- oder Kindertaufe nach diesen Worten von Jesus Christus. Im Gegenzug dazu gibt es nicht einen einzigen erwähnten Fall, wo Säuglinge oder Kinder in der Bibel getauft wurden. Immer wurde ihnen zuvor das Wort Gottes verkündet. Mündigen Menschen:


"Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit dieser Schrift an und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus.
36 Als sie aber auf dem Weg fortzogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Kämmerer spricht: Siehe, <da ist> Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?
37 Philippus aber sprach zu ihm: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, ist es erlaubt. Er aber antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist.
38 Und er befahl, den Wagen anzuhalten. Und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philippus als auch der Kämmerer; und er taufte ihn."
Apg 8,35-38

Das ist mehr als eindeutig.

"Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und dem Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.
13 Auch Simon selbst glaubte, und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus; und als er die Zeichen und großen Wunder sah, die geschahen, geriet er außer sich."
Apg 8,12-13

"Er aber forderte Licht und sprang hinein; und zitternd fiel er vor Paulus und Silas nieder.
30 Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muß ich tun, daß ich errettet werde?
31 Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus.
32 Und sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren.
33 Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab; und er ließ sich taufen und alle die Seinen sogleich."
34 Und er führte sie hinauf in sein Haus, ließ ihnen den Tisch decken und jubelte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus.
Apg 16,29-34

Im ersten Fall ist eindeutig von Männern und Frauen die Rede, die zuvor glaubten. Im zweiten Fall ist eindeutig gesagt: "Und sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren." bevor im nächsten Vers von der Taufe die Rede ist.
Das bedeutet, ihnen wurde das Evangelium verkündet, bevor sie sich taufen ließen. Das geht ebenso nicht zu kleinen Kindern, weil sie es nicht verstanden hätten. Es ist auch erwähnt, daß in dem Haus durch das Evangelium alle gläubig geworden waren.
Wovon ist im Evangelium konkret die Rede, was wird dort gefordert?

[FONT=Times New Roman]Es ist eine Taufe der Buße d.h. der Umkehr. Von Johannes dem Täufer lesen wir z.B.:[/FONT]


[FONT=Times New Roman]"Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan; und sie wurden von ihm im Jordanfluß getauft, indem sie ihre Sünden bekannten." (Mt 3,5.6)

[/FONT][FONT=Times New Roman]Was aber ging jeweils einer konkreten Taufhandlung voraus, oder [/FONT]
[FONT=Times New Roman]anders gefragt: In welcher inneren Verfassung musste sich ein Mensch [/FONT]
[FONT=Times New Roman]vor seiner Taufe befinden? Johannes predigte:[/FONT]

[FONT=Times New Roman]Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.
Denn dieser ist der, von dem durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!«
[/FONT][FONT=Times New Roman](Mt 3,2-3)

[/FONT][FONT=Times New Roman]Angesichts des kommenden Christus – des Königs des Reiches der [/FONT]
[FONT=Times New Roman]Himmel – hatte Johannes die Menschen zum Umdenken aufgerufen, indem [/FONT]
[FONT=Times New Roman]er sie aufforderte, sich auf das Wort Gottes zu besinnen und ihre [/FONT]
[FONT=Times New Roman]Sünden zu bekennen. Von allen Getauften wird verlangt, die Sünden zu [/FONT]
[FONT=Times New Roman]lassen:[/FONT]

[FONT=Times New Roman]Bringt nun der Buße würdige Frucht!” (Matth. 3,8; Apg 26,20).[/FONT]

[FONT=Times New Roman]Johannes taufte also nur solche Menschen, welche aufrichtig bereit [/FONT]
[FONT=Times New Roman]waren, ihre Sünden vor Gott [/FONT][FONT=Times New Roman]zu bekennen, indem er ihnen sagte, dass sie dem kommenden Christus [/FONT][FONT=Times New Roman]gehorchen sollten. [/FONT][FONT=Times New Roman]Denn Jesus Christus kam deshalb auf die Erde, um Menschen aus allen Nationen[/FONT][FONT=Times New Roman] von ihren Sünden zu erretten, [/FONT]
[FONT=Times New Roman]indem ER selbst durch seinen [/FONT][FONT=Times New Roman]Tod am Kreuz, das stellvertretende Opfer [/FONT]
[FONT=Times New Roman]für die Sünden der Menschen [/FONT][FONT=Times New Roman]erbrachte. Stellvertretend wirksam für alle die, die ihr Leben ändern wollen= umkehren.[/FONT]
[FONT=Times New Roman]Warum hätte Johannes hier Säuglinge taufen sollen? Welchen Sinn hätte das [/FONT]
[FONT=Times New Roman]bei einer Taufe der Buße (Buße = Umdenken/Umkehr) gehabt? [/FONT]

[FONT=Times New Roman]Säuglinge haben noch nicht gesündigt und denken auch nicht um. Wozu [/FONT]
[FONT=Times New Roman]also hier eine “Taufe der Buße”, d.i. eine “Taufe des Umdenkens”?[/FONT]
[FONT=Times New Roman]Gottes Bedingung für die Taufe ist unser Umdenken. Auch[/FONT][FONT=Times New Roman] Petrus sagte:[/FONT]

[FONT=Times New Roman]Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden... (Apg. 2:38).[/FONT]

Als Jesus nach Galiläa kam, predigte er das Evangelium (Vers 14) und sprach:

"Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1,15)


Es gibt noch weit mehr Begründungen dafür, daß die Säuglings"taufe" keine tatsächliche Taufe ist. Es ist eine Säuglingsbesprenkelung mit Wasser, nichts weiter. Jeder auf diese Weise besprenkelte wurde aber betrogen. Man denke an die damit verbundenen Verheißungen (Mk 16,16)Das gilt genauso für jeden Erwachsenen, der ohne echte Reue seiner Sünden und ernsthafte Umkehr zu Gott getauft wurde. Er/Sie meint von sich, getauft zu sein, doch er ist es nicht.

Denn eine Taufe muß nach dem Willen Gottes erfolgen, um auch seinen Segen zu haben. (Joh 3,27) Sonst ist sie wirkungslos.
Wie etwa sollte der Getaufte den Geist Gottes empfangen, wenn er Gott nicht gehorsam ist? (Apg 5,32)
Es spielt also überhaupt keine Rolle, was irgendwelche Theologen behaupten, entscheidend ist: Was steht im Wort Gottes. Und dort steht:
Zuvor muß es Reue, Umkehr, ein Verstehen und Vertrauen in das Evangelium geben. Dann kann getauft werden.
Und des weiteren erfolgt die Taufe durch Untertauchen, nicht durch Wasserbeträufeln, was aus folgenden Stellen: Joh 3,23; Mt 3,6; Apg 8,38; der griech. Bedeutung des Ursprungswortes für "taufte" hervorgeht.

Geändert von sailor (16.01.2007 um 23:41 Uhr).
 
 
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PowerWapiti
Alt 16.01.2007, 23:50   #13
Standard

ich war jung und brauchte das Geld für einen neuen Computer, N64 und so . Würde es aber wohl auch nicht mehr machen..
mein Bruder wird bald gefirmt, er macht es auch nur wegem Geld
 
 
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Felicitas
Alt 17.01.2007, 00:30   #14
Standard

Zitat von -V-
Ich würde meine Kinder nicht taufen lassen.
Wenn sie alt genug sind können sie selbst entscheiden ob sie getauft werden möchten.
so und irgendwie nicht anders.

ich weigere mich meinen kindern einen religiösen weg quasi vorzugeben. sollen sie selbst entscheiden ob sich sich a) überhaupt damit beschäftigen wollen und wenn ja, was sie dann tun wollen.


@mike, was so schlimm daran ist? dass dieses arme ding keine chance hat. ich hätt meinen eltern ganz schön was erzählt wenn sie solche, für mich doch recht wichtigen fragen, einfach mal eben so vorweg entschieden hätten. ja klar, man kann ja wieder austreten und sich anders entscheiden. bla. wenn ich mich zu einer religion bekenne, dann weil ICH es will, nicht weil meine familie, das dorf oder sonstwer es will.


was lesen wir daraus? ich wurde nicht getauft, nicht konfirmiert oder weiß der geier was. nun bin ich 22 und weiß immer noch nicht wo mein platz ist, bzw. in welcher religion ich mich wiederfinde, bzw ob ich mich überhaupt in einer wiederfinden werde. ich lass mir damit auch zeit. "gott" wird es einem wohl nicht übel nehmen sich vllt spät zu entscheiden. besser als nur halbherzig bei der sache zu sein, oder gar nicht bei der sache zu sein, nur weil die eltern es mal irgendwann bestimmt haben.
 
 
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-V-
Alt 17.01.2007, 00:36   #15
Standard

Zitat von PowerWapiti
ich war jung und brauchte das Geld für einen neuen Computer, N64 und so . Würde es aber wohl auch nicht mehr machen..
mein Bruder wird bald gefirmt, er macht es auch nur wegem Geld
Das ist scheinbar immer noch daß größte Lockmittel.
 
 
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Cassandra
Alt 21.01.2007, 12:01   #16
Standard

Ich wurde als Baby auch getauft. Bei uns gibts zwar Konfirmation ect. nicht, aber die Taufe. Im Nachhinein finde ich das absolut richtig. Ich fühle mich immer noch irgendwie erleichtert wenn ich mein Taufkreutz trage. Wenn es mir schlecht geht fühl ich mich direkt besser. Ich kann es kaum in Worte fassen und sehr schlecht erklähren.

Teilweise wissen Kinder allerdings nicht was eine Taufe bedeutet. Im katholischen sieht man als Kind glaube ich ehe das Geld, die Geschenke und vorallem weil das irgendwie alle erwarten von einem. Das finde ich schon irgendwie abwägig und falsch. Dann sollten die Kinder eher mit der Taufe warten, bis sie soweit sind.
 
 
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marylin
Alt 21.01.2007, 12:26   #17
Standard

Obwohl meine Familie nicht (wirklich) gläubig ist, wurde ich getauft, bin zur kommunion gegangen und bedingt durch den kath. Kindergarten, und ne kath. private mädchenschule auch ziemlich stark religiös sozialisiert worden. Das war kein zwang, sondern das war halt so, auf nem dorf geht doch alles irgendwie seinen gang.
Fand das auch in Ordnung so, kann mich an ziemlich viel schöne Sachen erinnern, gerade so im kindergarten- und grundschulalter.
Je älter ich wurde desto kritischer habe ich das natürlich hinterfragt, so soll es ja auch sein.
Ich habe den katholischen Glauben als Teil (unserer) meiner Kulturwelt erlebt, deshalb zwingt mich aber niemand dazu mich daran zu beteiligen, bzw. man wird nicht gesteinigt wenn man eine eigene Einstellung dazu entwickelt.

Im Regelfall ist es ja so das man nicht "wie die jungfrau zum Kind" zu einer Religion kommt, sonder dass (in den meisten Fällen) dies davon abhängt, wo man geboren wird und welche religionen dort ausgeübt werden.
Glaube ist also in den meisten Fällen ein Produkt aus Sozialisation und Enkulturation.
Wer also nicht mit religion konfrontiert wird (von außen), findet in den meisten fällen nur zu einer, wenn man nach einer sucht, oder bei der Frage nach dem Sinn des lebens, über eine stolpert.
 
 
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Sivar
Alt 21.01.2007, 18:29   #18
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Also ich wurde als Neugeborener getauft, und hatte mit 9 Jahren auch Kommunion. Im Nachhinein mache ich niemandem Vorwürfe deswegen, hätte mich aber aus freien Stücken ganz sicher nicht entschieden, mich taufen zu lassen oder die Kommunion zu erhalten. Das mit der Kommunion fand btw auch ziemlich "automatisch" statt... es gab keinen in meiner Grundschul-Klasse, der nicht entweder katholisch oder evangelisch war, somit hatte jeder irgendwann seine Party . Geld hat mich bei der Sache nun weniger motiviert, es war eher sone Art Gruppenzwang.

Bei meinen Eltern war/ist es so... sie sind nicht wirklich gläubige Christen, aber sie finden die Ideale der Kirche (Nächstenliebe, 10 Gebote, etc) richtig und gut. Natürlich würden sie (behaupte ich mal) auch ohne Kirche danach leben, aber das hat sich eben gesellschaftlich so entwickelt, dass man einer Kirche zugehörig war, also stellte sich eher die Frage "Warum nicht?" statt "Warum sollte ich?".

Ich finde es zudem nicht richtig von der Kirche, neue Mitglieder auf diese Weise zu rekrutieren, zumal ja teilweise (heutzutage etwas weniger) starker gesellschaftlicher Druck damit verbunden ist. Man braucht nur versuchen, in einer kindergartenarmen Gegend einen Platz für ein ungetauftes Kind zu finden... da sieht man schon, wie abhängig man evtl doch ist, und solche Dinge überlegen sich Eltern natürlich auch bei der Geburt eines Kindes. Viele lassen ihr Kind also nicht taufen, weil sie wirklich fest an den Sinn glauben, sondern weil sie der Meinung sind, es dem Kind zumindest etwas leichter zu machen.

Manche Türen bleiben Ungetauften heutzutage immer noch verschlossen. Kindergartenplatz erwähnte ich schon, hinzu kommen Arbeitsplätze an kirchlich orientierten Krankenhäusern, Schulen, auch Kindergärten (als Erzieherin), etc pp... und das ist das wahre Drama. Nicht dass man nur gewissermaßen zur Taufe "gedrängt" ("Man macht das nunmal so"), sondern man wird auch von einigen Organisationen ausgeschlossen. Dabei sollte es doch eher im Sinne der Kirche sein, die Ungläubigen aufzunehmen und sie zu "bekehren", oder sie zumindest anzunehmen und ihnen einen "Weg zu Gott" anzubieten.

Jedenfalls überlege ich mittlerweile stark, aus der Kirche auszutreten, und werde das auch ganz sicher tun, sobald ich regelmäßig eigenes Geld verdiene. Denn wenn ich schaue, wie die katholische ("meine") Kirche mit ihrem Geld umgeht, wird mir schlecht. Das gilt - wenn auch nicht im gleichen Ausmaß - auch für die evangelische.

Meine Kinder werde ich auch nicht taufen lassen, sondern sie können sich irgendwann, wenn sie die nötige Reife besitzen, selber aussuchen, ob sie offiziell Mitglieder einer Religion werden wollen oder nicht. Und wenn sie Muslime oder Buddhisten oder sonstwas werden wollen, dann sollen sie das machen - jeder muss seinen eigenen Weg finden.

ps: Gebeichtet habe ich genau zweimal in meinem Leben... vor der Kommunion während des Unterrichts, und direkt bei (oder nach?) der Kommunionsfeier. Beides war vorgegeben, und ich hatte echt wenig Ahnung, was ich denn nun überhaupt beichten sollte, da ich trotz Religions- und Firmunterricht nicht wirklich wusste, ob und inwiefern ich nun gegen "Gottes Wille" gehandelt haben soll. Spricht ja auch irgendwie dafür, dass es nur darum geht, Mitglieder zu bekommen, und weniger, den Leuten auch den Glauben nahezubringen. Sonst hätte man doch dafür gesorgt, dass ich das als 9jähriger gewusst hätte, oder?
 
 
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tj
Alt 21.01.2007, 18:36   #19
Standard

ich selbst finde es total überflüssig, da es eigentlich auch nur der s.g.
Rekrutierung dient ^^
Ich selbst habe zwar beide Prozedere über mich ergehen lassen aber bei der Firmung dann damit aufgehört.
 
 
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reyals
Alt 21.01.2007, 19:04   #20
Standard

Ich persöhnlich bin getauft worden, als ich ein Jahr alt war, ich habe als ich 10 war ein Jahr Konfirmandenunterricht gehabt, als das fertig war ne fette Party, und dann letztes Jahr im August, den Rest meiner Konferstunden abgearbeitet.
Seit der Konfirmation habe ich keine Kirche mehr betreten.
Ich wurde getauft, ich kam in den Kirchenkindergarten, wo mir alles mögliche eingebläut wurde, dann wollte meine Mutter das eine Jahr in der 4. Klasse, damit ich später nicht zwei Jahre machen müsste, sondern mir ein halbes Jahr sparen könnte.
In gewisser Weise finde ich die Bibel wichtig. Wie ich wohl handeln würde, wenn wir n der Grundschule nicht diese ganzen Geschichten übers Gerecht sein etc. gehört hätten. Nein, ehrlich, zur Erziehung finde ich die Geschichten aus der Bibel gut und richig. Aber dieses ganze Taufgedings und der liebe Gott, sind mir höchst suspekt. Ich habe mich in der Kirche nie wohlgefühlt. Hundert Leute, die komische Gebete sprechen zusammen in einem großen kalten Raum und dann diese ganze Abendmahlszeremonie, ich finde schon Gedanken daran, das wäre Blut und so abartig. Wie bei den Kannibalen... Jaja, das ist nur symbolisch gemeint aber trotzdem: Kirchen widern mich an.
Meine Kinder werden nicht getauft. Aber mit Sankt Martin, der seinen Manel teilt werden sie ganz sicher konfrontiert.
 
 
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OrionX
Alt 21.01.2007, 19:45   #21
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mh das hier ist einseitig. es fehlt eine antwortmöglichkeit das man froh ist getauft worden zu sein, und das man freiwillig in den konfiunterricht bzw kommunionsunterricht gegangen zu sein. bei den katholiken ist btw die sakramentenspendung freiwillig und geteilt. das was protestanten hardcore in 2 jahren durchziehen machen wir katholiken einmal mit 9 bei der kommunion und einmal mit 15/16 bei der Firmung. Und die Firmung hab ich freiwillig "machen lassen".

ähm und inwiefern schadet man seinem kind denn wenn man es taufen lässt? ich werde meine kinder auf gedei und verderb taufen lassen, allein schon wegen nem kindergartenplatz. es tut doch keinem weh. ausserdem kriegt man auch wenn mans nich weiss im kommunionsunterricht die richtigen werte vermittelt. für kommunionskinder ist an dem ritual eher das ritual besonders, anstatt das geld was sie bekommen weil sie eben noch zu jung sind um das mit dem geld gut zu finden. ich tippe ca. 80% der Konfirmatnten machen es wegen dem geld und weil ihre eltern das so wollen, die interessieren die werte einen scheissdreck. natürlich geb ich meinen kindern auch selber werte mit, aber in diesem jungen jahren ist eine kirche als sinnbild der rechtschaffenheit wunderbar zur erziehung der kinder. hätte meine religionslehrerin uns nicht die bibel von vorne bis hinten vorgelesen hätte ich nie auch nur einen blick rein geworfen.

bla wie gesagt das tut keinem weh, bringt zu anfang sogar vorteile, ich lasse meinen kindern lieber die entscheidung später auszutreten
 
 
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sailor
Alt 21.01.2007, 21:17   #22
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mh das hier ist einseitig. es fehlt eine antwortmöglichkeit das man froh ist getauft worden zu sein
Du hast recht, auch michaelg hatte dazu was geschrieben.
Aber ich habe dann ja in meinem Anfangstext unter "EDIT" nochmal genau definiert, was die letzten beiden Antwortmöglichkeiten beinhalten. Ansonsten bitte ich alle hier antwortenden, die fehlenden Antwortmöglichkeiten zu berücksichtigen und das dann entsprechend in den Text zu schreiben -so wie Du das ja auch schon getan hast, OrionX. Danke.

ähm und inwiefern schadet man seinem kind denn wenn man es taufen lässt?
Ich hatte das schon versucht zu erklären. #12 Hast Du den Text gelesen?
Nochmal ganz einfach. Jesus Christus sagt:

"Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden."
(Mk 16,16)

Er sagt also klar aus, das die Taufe notwendig ist, um errettet zu werden. Und gleichfalls auch: Wenn dann aber letztlich der Glaube fehlt, dann nützt es alles nichts.
Es gibt nur eine Ausnahme, wo das mit der Taufe nicht erfolgt sein muß. (ich rede hier von mündigen Menschen, bei Säuglingen ist sie eh nicht notwendig) Und zwar da, wo keine Zeit mehr ist, die Taufe erfolgen zu lassen, der Glaube aber vorhanden ist:

Jesus wurde mit zwei Verbrechern zusammen gekreuzigt:

"Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!
40 Da wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist?
41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42 Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!
43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
(Lk 23,39-43)

Das was der zweite Verbrecher sagte, sagte er, weil er doch noch an Jesus Christus glaubte (ihm vertraute), wenn auch im letzten Moment.
Da Jesus den Menschen ins Herz sehen kann (Joh 2,24-25), wußte er, ob dieser Glaube echt ist. Deshalb sagte er: "Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
Der zweite Verbrecher wurde also (ausnahmsweise auch ohne Taufe) gerettet. Gott ist gerecht.

Warum also schadet die Taufe dem Kind?
Nach den obigen Worten (Mk 16,16) fühlt man sich (wenn man obendrein der Ansicht ist, man würde glauben) sicher, wenn man als Säugling getauft wurde. Man hat dann ja scheinbar beides: Glaube und Taufe.
Wie aber in meinem obigen Text #12 hoffentlich verständlich war, ist es keinesfalls so, daß man mit der Säuglingbesprenkelung (angeblich Taufe)getauft ist. Denn es widerspricht vollkommen Gottes Wort. Vor Gott zählt aber sein Wort, und nicht das, was irgendwelche Kirchen sich da so zusammengereimt oder sich aus traditionellen Gründen ergeben hat u.s.w..

Der zweite Faktor ist, daß man durch die Taufe wie erwähnt in die Kirche "rekrutiert" wird, und offiziell als Christ gilt.
Nur weil ich aber das Glaubensbekenntnis aufsage und das Vaterunser und so weiter, bin ich aber noch lange kein Christ. Was einen Christen ausmacht, dazu: Wer ist eigentlich wirklich Christ ... oder -was ist "Glaube" genau?

Die Gefahr ist eben, daß wir -je öfter wir im Glaubensbekenntnis aufsagen "ich glaube, daß...."- , daß wir tatsächlich irgendwann glauben, daß wir glauben. Wir glauben also gar nicht wirklich, wir denken es nur, daß es so ist.
Dazu trägt auch (wie ich finde) Luthers ziemlich undeutliche und verschwommene Aussage aus dem kleinen Katechismus (4.Hauptst. "zum Zweiten") bei. (-----> #12 oben)

Wir denken also zwei Dinge:

1. wir denken, wir seien getauft, das ist aber nicht der Fall. Aus genannten Gründen.

2. Wir denken (möglicherweise, vermutlich häufig) wir würden glauben, weil uns vielleicht auch gar nicht klar ist, was eigentlich "Glauben" ist. Es ist aber:
Vertrauen. D.h.: Ich tue, was Jesus gesagt hat, folge ihm nach. Wie gesagt: Link oben.

Dann werden wir aber nicht errettet, sondern es passiert, was Jesus Christus gesagt hat:

"Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden."

Wäre das ungerecht? Nein, Gott ist nicht ungerecht. Jeder der solch ein Urteil empfängt, hatte vorher reichlich Gelegenheit...

1. die Bibel zu lesen und demzufolge herauszufinden, daß es falsch ist.
2. auf Leute zu hören, die wie ich so etwas publik machen.
3. durch Gottes Wort auf ihn aufmerksam zu werden und seinem Sohn Jesus Christus tatsächlich zu glauben.
4. getauft zu werden, durch eigene Initiative dazu.
5. die Geschichten irgendwelcher Kirchen zu hinterfragen, die so etwas lehren.

Ich hoffe, Du siehst jetzt klarer!?

Geändert von sailor (21.01.2007 um 21:34 Uhr).
 
 
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Ford Prefect
Alt 21.01.2007, 23:50   #23
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Interessantes Thema hier...

Ich wurde nie getauft, weil meine Eltern (damals) eher Atheisten waren (das hat sich bei meinem Vater inzwischen leider geändert).

Dennoch war ich in einem kirchlichen Kindergarten, und meine Mutter hat sich 3 Jahre lang mit meiner Erzieherin gestritten... meine Schwester kam danach logischerweise in einen Gemeindekindergarten, der zwar nicht 20 Meter von unserer Wohnung entfernt war, der dafür aber tolerante Erzieherinnen hatte.

Außer 3 türkischstämmigen Mitschülerinnen war ich in der Grundschule der einzige, der nicht in den Religionsunterricht ging. Als dann die Sachen mit Konfirmation, Kommunion, Firmung oder was auch immer (ich verwechsel das immer) kamen, hab ich nicht wirklich gewusst worum es ging, ich hab das auch nur so am Rande mitgekriegt.

Ein Freund von mir hat sich mit 17 noch taufen lassen - in einem Alter, in dem er selbst entscheiden konnte. Ich würde nie meine Kinder taufen lassen und mag es auch nicht, wenn andere das tun. Getaufte Kinder müssen ja in den Religionsunterricht gehen - ein Unding, wie ich finde. In der ersten Klasse ist man vielleicht alt genug, um Mathe und Deutsch zu lernen, aber ganz bestimmt nicht alt genug, um sich kritisch mit dem Glauben auseinandersetzen zu können. Und bevor man das nicht kann, empfinde ich den Religionsunterricht als Rekrutierung und Eintrichterung der übelsten Sorte.

Wie sailor sagt: Man muss sich freiwillig dazu bekennen - eine Bekenntnis aufgrund von autoritär vermittelten und nicht hinterfragten Ansichten wird selbst von der Bibel nicht toleriert.
 
 
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