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Ritzen um zu leben?

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Felicitas
Alt 25.04.2004, 16:05   #51
Standard

hm...und du rigo überlass das moderieren mal der moe
 
 
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La_lupa
Alt 29.04.2004, 23:35   #52
Standard

Okay.... also ich will erst noch einmal den Unterschied zwischen Borderlinern und SVVlern klar machen. Oftmals verletzen sich eben diese Borderliner auch selbst jedoch ist das nicht zwangsläufig ein Symptom von Borderline wie Feli sagte. Man erkennt Borderliner oft an
anderen zwischenmenschlichen geschichten oder ebenso an der Identität oder ähnlichem. Bei mir wurde vor einiger Zeit diese Krankheit fest gestellt. Die Therapeuten dachten zu Anfang auch an SVV es ist nun aber wohl beides. Man kan nicht immer sagen Borderline ist schlimmer da die Ausprägung von beidem verschieden stark sein kann. Somit auch verschieden schlimm.
Das Gefühl beim selbstverletzenden Verhalten ist eine Art Befreiung. Oft hat man dasgefühl nicht zu leben und nur eine lebslose Hülle zu sein die aus Gewohnheiten handelt. Existieren - jedoch nicht leben. Dann sieht man sein Blut und erkennt das leben in sich. Der äussere Schmerz treibt den inneren aus.
Ich möchte hier keine Persönlichen Erfahrungen rein schreiben aber hier ist ein Bericht einer jungen Frau der recht treffend für manche sein mag:

Bis zum nächsten Mal...

Ich sitze in meinem Zimmer und höre nur diese Stimme.Sie singt über den Schmerz und dass es der letzte Ausweg sei...wie oft habe ich mir diese Zeilen schon angehört?Immer und immer wieder...Jedes Mal das Gleiche...

Sehe das Glitzern und Glänzen der nicht mehr so scharfen,fast stumpfen Klinge,die schon ganz abgenutzt ist.Gleich wird sie blutverschmiert sein...sie wird mich von meinem Schmerz erlösen,nur sie schafft es,mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.Nur sie ist es,die mir helfen kann,mich besser und erleichtert zu fühlen.Ich krämpel meine Ärmel und Hosenbeine hoch.Setze die Klinge an.Zuerst an den Beinen.Ich drücke die Klinge in die Haut,da sie kaum noch schneidet,und ziehe sie durch das mit Narben übersähte Bein.Das Blut rennt daran hinab,als würde es ein Wettlauf machen.Wer schafft es,dem "Anzutrocknen" zu widerkommen?Aber es bringt doch sowieso nichts.Es ist nur eine Frage der Zeit,bis alles Blut angetrocknet ist und nur darauf wartet,bis des Schorf,der dabei entstand,wieder abgekratzt wird...Ich höre erst auf mich zu schneiden,wenn meine Hände zu sehr zittern.Ich fühle nichts-nur die Leere,die sich in mir breit macht!Ich lege mich auf den Boden und höre der Musik zu...Es war mein letzter Ausweg-wieder einmal...LAST RESORT...ich genieße noch einen Moment das Gefühl,dass ich am Leben bin,dann steh ich auf,schalte die Musik aus,ziehe mir die Ärmel und Hose wieder richtig an,schließe die Tür auf und gehe hinunter,wo meine Mutter sitzt und mit dem Essen auf mich wartet...

Beim nächsten Mal werde ich stark genug sein um zu widerstehen-das habe ich mir dieses Mal zum letzten Mal geschworen!

Wenige Stunden später sehe ich das Glitzern und Glänzen und sage mir: Nur noch dieses Mal...doch ich weiß, es wird ein nächstes Mal geben!



So...
es ist für einen Aussenstehenden wohl unmögklich zu verstehen was einen Menschen dazu bringen kann sich selbst zu verletzen... Man versteht wieso jmd Drogen nimmt oder Alkohl trinkt um die Schmerzen zu verdrängen doch dies... Naja...
 
 
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DeepSoul
Alt 02.05.2004, 13:28   #53
Standard

hmmm... mir gehts da so wie wondergirl. wenn ich heute die narben überall sehe, könnte ich echt kotzen. naja, jedenfalls hab ich damals aufgehört weil mir meine mutter "du bist so dumm, warum willst du dich wichtig machen???" ins gesicht geschriehen hat. da ist mir klar geworden, dass ich mit dem ritzen meine probleme und gefühle nur verdrängt habe und mich andererseits wirklich nur wichtig machen wollte und aufmerksamkeit brauchte. das lag daran, dass ich (als damals mittleres kind) nur sehr wenig beachtung von meiner mum bekam.
also an alle, deren freunde das machen: sagt ihnen, klipp und klar was sache ist und dass sie damit nichts erreichen, außer spätere narben... bei mir hat das jedenfalls geholfen. ist allerdings bei jedem menschen anders.
naja, das wars erstmal von meiner seite
 
 
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skinnygirl
Alt 06.05.2004, 13:07   #54
Standard

also ich ritze auch seit c.a. einem jahr aber ich bin deshalb auch bei einer therapeutin die ir echt sehr hilft. zum beispiel weiß ich jetzt warum und in welchen situationen ich das mache und weil ich das jetzt besser abschätzen kann lenk ich mich ab wenn ich wieder ritzen will. das klappt ganz gut und ich hoff das es bald vorbei ist
 
 
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RegularJohn
Alt 06.05.2004, 13:28   #55
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mein seelenklempner sagt, dass es normal ist, wenn man sich im jugendlichen alter die arme aufritzt ich mach es nicht mehr und würde es auch nicht mehr machen. es ist dumm und bringt mal so gar nichts!
 
 
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La_lupa
Alt 06.05.2004, 19:24   #56
Standard

Oh Gott wie schön oberflächlich ihr seid, sicher gibt es auch Menschen die sich verletzen um Aufmerksamkeit zu erlangen oder sonstiges aber jemanden so etwas ins Gesicht zu schreien ist nur noch eine weitere Narbe in der Seele. Es ist das Falscheste was man nur tun kann. Denn es gibt Kinder wie euch oder es gibt Menschen die Gründe haben udn darunter sehr leiden.


Hilfe für Angehörige und Freunde



Nimm es nicht persönlich

SVV hat mit der Person zu tun, die es tut und weniger mit den Leuten, die um sie herum sind. Die Person, um welche Du Dich sorgst schneidet, brennt, schlägt oder kratzt tut das alles nicht, damit Du Dich schlecht oder schuldig fühlst. Sogar wenn es wie eine Manipulation aussieht; ist es wahrscheinlich nicht so gemeint. Leute verletzen sich generell nicht selber um dramatisch zu wirken, um andere zu ärgern oder um auf sich aufmerksam zu machen.



Informiere Dich

Informiere Dich so gut es geht über SVV. Diese HP (www.rotetraenen.de) ist ein guter Start; es gibt auch einige sehr aufschlussreiche Bücher über das Thema ("Bodies under siege" von Favazza, "The scarred soul" von Alderman und "a bright red scream" von Strong).Das Buch von Favazza ist in einem sehr nüchternen Ton geschrieben, Das Buch von Alderman orientiert sich in Richtung Selbsthilfe und das Buch von Strong präsentiert die Stimmen von SVV-lern, welche darüber sprechen, was sie tun und weshalb - es lässt Dich die SVV-ler besser verstehen. Alle drei Bücher enthalten sehr viele gute Informationen und Ratschläge.



Versuche, Deine Gefühle zu verstehen

Sei ehrlich zu Dir selbst und bei Deinen Gefühlen, wenn Du von SVV hörst und was Du darüber denkst. Mach Dir nicht vor, es sei für Dich o.k., wenn dem nicht so ist - viele Leute finden SVV abstossend, beängstigend oder provozierend (Favazza 1996, Alderman, 1997). Wenn Du Hilfe brauchst um mit diesen aufkommenden Gefühlen fertig zu werden, suche eine gute Terapeutin. Sei vorsichtig, dass Du nicht versuchst eine "Ersatz-Therapie" für das betroffene Familienmitglied, den betroffenen Freund zu machen. Was in Deiner Therapie abgeht, das sollte zwischen Dir und Deiner Therapeutin bleiben.
Frag Deine Therapeutin nicht, ob sie eine Diagnose über den befreundeten/verwandten SVV-ler erstellt oder ihn/sie gar therapiert (abgesehen davon, dass eine gute Therapeutin dies sowieso ablehnen würde). Falls der SVV-ler eine Therapie möchte stell sicher, dass er/sie nicht zu Deiner Therapeutin geht. Diskutiere den Inhalt Deiner Therapie nicht in allen, aber in den meißten allgemeinen Punkten und sage nie:" meine Therapeutin sagt, du solltest..." Eine Therapie ist dazu da, sich selber zu verstehen und nicht um andere dazu zu bringen, sich zu ändern.



Helfen, ohne das SVV zu verstärken

Es ist wichtig, dass Dein Freund, Liebhaber, Kind, Geschwisterteil weiß, dass Du unterscheiden kannst zwischen dem, was er tut und dem, was er ist und dass Du ihn trotz allem liebst. Sei verfügbar, so oft wie Du kannst. Lege Deine persönlichen Gefühle von Angst oder Ekel was SVV betrifft zur Seite und konzentriere Dich darauf, was mit der Person passiert.



Drücke Dich nicht vor dem Thema SVV.

Lass die Person wissen, dass Du bereit bist darüber zu sprechen. Alles weitere überlässt du dem SVV-ler selber. Sage dem SVV-ler auch, dass du das Thema nicht selber aufbringst, weil Du ihn nicht unter Druck setzen willst und nicht, weil Du es nicht ansprechen möchtest oder eine Aversion dagegen hast.



Mach' den ersten Schritt.

"Ich weiss, dass Du Dich ab und zu verletzt und ich würde das gerne verstehen. Es gibt so viele Gründe, weshalb jemand so etwas tut. Wenn Du mir helfen würdest, Deine Gründe zu verstehen, dann würde mir das sehr helfen." Danach forciere bitte nichts. Wenn die Person sagt, dass sie lieber nicht darüber sprechen will, dann akzeptiere das und wechsel das Thema. Sag' vielleicht, dass Du bereit bist zuzuhören, wann immer er/sie bereit dazu ist.



Sei erreichbar.

Du kannst nur jemandem helfen, wenn du erreicht werden kannst. Setze vernünftige Grenzen. "Du bedeutest mir sehr viel. Darum habe ich grosse Mühe damit umzugehen, dass Du Dich in dem Zeitraum verletzt, wenn wir miteinander sprechen". Dies ist z.B. eine vernünftige Äusserung. Überhaupt nicht sinnvoll ist: Ich mag Dich nicht mehr, wenn Du Dich wieder verletzt, wenn Du die Beziehung erhalten möchtest.



Missverstände vermeiden.

Mache unmissverständlich klar, dass die Person um die Du Dich sorgst kein SVV ausüben muss um von Dir beachtet und umsorgt zu werden. Fühle Dich frei, dem SVV-ler mit liebevollen, sorgenden Gesten zu begegnen, auch wenn diese nicht immer (oder sogar nur selten) erwiedert werden. Entziehe dem SVV-ler Deine Liebe nicht! Der Weg zu verhindern, dass SVV verstärkt wird ist der, konstant für den SVV-ler da zu sein. So dass es nichts ungewöhnliches oder spezielles ist sich um den SVV-ler zu kümmern, wenn er sich wieder selber verletzt hat.



Sorge für Ablenkung, wenn nötig.

Manchmal kann etwas Ablenkung Wunder wirken. Ins Kino gehen, spazieren, ein Eis essen gehen. Einfach Sachen, die nichts mit SVV zu tun haben. Wenn die Person um die Du Dich sorgst bedrückt ist, dann kann es manchmal helfen, wenn man etwas schönes und zerstreuendes in ihr Leben bringt. Das heisst nicht, dass Du ihre Gefühle ignorieren sollst; Du kannst wahrnehmen, dass sich jemand schlecht fühlt und dennoch etwas nettes und ablenkendes tun. Es ist nicht damit zu vergleichen, dass man jemanden damit vollquatscht im Stil "da kommst Du schon drüber weg". Es soll ein Versuch sein die Negativ-Spirale zu durchbrechen, indem man etwas Positives einbringt. Es kann so etwas einfaches sein, wie jemandem eine Blume zu bringen. Glaub jedoch nicht, dass diese Bemühungen eine länger anhaltende Heilung bewirken. Hier geht es um eine ganz simple wie verbessere ich den Moment -Technik.



Biete physisch sicheren Platz an.

Wenn Du nicht in der Nähe der Person wohnst, dann biete ihr einen physisch sicheren Platz an: "Ich sorge mich um Dich; willst Du heute nacht bei mir übernachten?" Wenn dies auch oft ausgeschlagen wird so ist es manchmal dennoch beruhigend zu wissen, dass die Möglichkeit da wäre, auszubrechen.



Frag nicht "Kann ich etwas für Dich tun"? Finde Sachen, die Du tun kannst und frage "Kann ich..?". Leute, die sich sehr schlecht fühlen wissen oft nicht, was ihnen helfen könnte um sich etwas besser zu fühlen. Da hilft es oft wenn man fragt, ob man zusammen ins Kino gehen willoder ob Du das (monatealte) dreckige Geschirr abwaschen sollst (sofern Du dies ohne Wertung machst). Spontane Handlungen der Nächstenliebe wie z.B. "Ich habe diese Blume gesehen und ich wusste, die gehört zu Dir" wirken Wunder.



Pass auf Dich auf

Es hört sich nach harter Arbeit an und das ist es auch. Und wenn Du jemanden wirklich rund um die Uhr, sieben Tage die Woche betreuen willst, dann wirst Du ausbrennen (speziell da der SVV-ler dann keinen Ansporn mehr zur Besserung bestitzt). Du musst Wege finden, wie auch Deine Bedürfnisse gestillt werden.



Mach eine Pause, wenn Du eine brauchst.

Wenn Du Grenzen setzt, denk daran, dass auch wenn Du jemanden noch so liebst, Du ab und zu für eine Weile von ihm/ihr weg musst. Sag' der Person, dass Du deine Batterien wieder aufladen musst und dass dies Deine Liebe für ihn/sie nicht verändert. Unterbrich jedoch solch eine Aus-Zeit nur im Fall einer Krise, in der es um Leben oder Tod geht.
Es ist sehr schwierig, hier ein gutes Mass zu finden. Je mehr Du Dich von der Person entfernst, desto grösser kann die Krise werden, in welche der SVV-ler kommt. Wenn Du den SVV-ler wissen lässt, dass er/sie nicht am sterben sein muss, damit er/sie Deine Liebe und Aufmerksamkeit erhält, kannst Du Dir eine Pause gönnen, ohne dass der SVV-ler gleich ausflippt. Der Schlüssel ist, Vertrauen aufzubauen. Dies ist ein Prozess, der längere Zeit in Anspruch nimmt. Wenn Du einmal bewiesen hast, dass Du nicht jemand bist, der bei den ersten Schwierigkeiten gleich abhaut, dann wirst du in Zeiten ohne Krise weggehen können, ohne dass Du bei der anderen Person eine Krise heraufbeschwörst.

Ein Ultimatum setzen nützt NICHTS.
Jemanden zu lieben, der/die sich selber verletzt ist eine Übung, die eigenen Grenzen kennenzulernen. Es ist egal, wie sehr Du Dich um jemanden sorgst. Du hast kein Recht diese Person zu zwingen so zu handeln, wie Du es für richtig hältst. In den zwei Jahren, in denen die die Bodies under Siege mailing-Liste geführt wurde, wurde nur ein Fall erlebt, in dem ein Ultimatum gewirkt hat. Manchmal wird SVV nur unterdrückt und bricht später heftiger und schlimmer aus als vorher. Manchmal wird SVV einfach heimlich gemacht. Eine Person reagierte darauf so, dass sie sich darauf konditionierte, möglichst versteckte Stellen am Körper zu finden, an denen sie sich verletzen konnte. Werkzeuge zu konfiszieren ist ebenso sinnlos. Es fordert den SVV-ler nur dazu heraus, Ersatz zu finden. Es gibt Leute, die haben es geschafft, sich mit Plastikbesteck zu verletzen.
Bestrafung heizt den Teufelskreis des Selbsthasses, wecher zu SVV führt nur an. Schuldzuweisungen ebenso. Beides ist sehr gängig und beides macht die Sache ganz klar nur schlimmer. Der grösste Trugschluss ist der Glaube, dass SVV etwas mit DIR zu tun hat; von wenigen Ausnahmen abgesehen ist das nicht der Fall.



Erkenne den Schmerz der Person, um die Du Dich sorgst an.

Akzeptieren und Anerkennen, dass jemand Schmerzen hat heilt die Schmerzen zwar nicht, aber sie können erträglicher werden. Lass' den SVV-ler wissen, dass Du sein SVV nicht als Erpressung siehst oder um Dir das Leben hart oder unbequem zu machen. Anerkenne, dass es



-7-

sich um wirklichen Schmerz handelt, für den noch kein anderer Weg gefunden wurde, um mit ihm umzugehen. Zeige Hoffnung, dass es die Möglichkeit gibt, andere Wege zu finden damit umzugehen. Wenn der SVV-ler darauf anspricht, dann besprich mit ihm/ihr die möglichen Vorgehensweisen.



Forciere die Dinge nicht

Wenn Du ein Angebot machst und dies abgelehnt wird, warte ein paar Tage. Sei nicht ungeduldig. Es ist für einen SVV-ler nicht einfach, zu jemandem Vertrauen zu fassen. Vor allem, weil die Meisten schon viele negative Reaktionen auf ihr SVV erhalten hab



Greez LUpa
 
 
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Pöbel
Alt 06.05.2004, 20:29   #57
Standard

ui, da muss ich schlucken

der text im letzen post ist wirklich gut, und entspricht der wahrheit

ich hab den letzen 8 monaten krasse erfahrungen mit dem thema machen müssen (ich hatte vorher auch schon begegnungen damit, aber nie so krass)

die frau die ich über alles liebe, leidet an ssv, evntl sogar borderline (das einzuschätzen.. bin ich nicht fähig, bin auch kein therapeut)

der grund dafür liegt in ihrer vergangenheit

ich habe noch nie erlebt das ein mensch so gequält werden konnte, körperlich, selisch gefoltert, die schlimmsten dinge die man sich vorstellen kann sind ihr wiederfahren

die vergangene zeit war ein weg der schwerer nicht hätte sein können, ich kann absolut bestätigen was oben bei den tips steht, man brennt selber völlig aus, irgendwann ist man am ende, aber wenn man merkt, das alles geholfen hat - auch wenn es immer und immer wieder rückschläge gibt - dann sammelt man neue kraft weiterzumachen

glücklicherweise hilft das, was einen selber fertig macht, im gewissen sinne der betroffenen person

denn sie spürt das jemand für sie da ist, jemandem bedeutet man selber etwas

ich weiß das mich meine maus über alles auf der welt liebt, und sie weiß das ich für sie selber genauso fühle

trotzdem hat sie extreme probleme zu verstehen das sie "gut genug" für mich ist, sie denkt immer und immer wieder sie wäre zu schlecht, ich hätte besseres verdient

um sich zu bestrafen will sie sich selber weh tun, dazu zählen drogen, nichts essen, ritzen, cutten


ich denke das viele schon aufgegeben hätten, oft wunder ich mich selber wie ich das alles durchhalte

aber ich weiß das ist die frau meines lebens, und darum muss es weiter gehen

(ps: sie is 22)
 
 
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Flasher
Alt 06.05.2004, 20:53   #58
Standard

Ne freundin von mir ist schon seit Jahren Boarderlinerin (Fachausdruck für die Krankheit)
Ihre Arme sehen sowas von schlimm aus, sie könnte man in jedem Horrorfilm unterbringen. (nicht als verarsche ihr gegnüber gedacht!)
Sie ist mittlerweile 24 und macht diese krankhafte schei**e schon seit 8 Jahren. Sie sagte mir das es den Druck der auf ihr sitzt ablässt. Gleichzustellen mit einem Überdruckventil.....
Sie war auch schon einige male in der Psychatrie um behandelt zu werden. Aus dem einfachen Grund, weil ihr selbstbewusstsein so am boden ist, das man noch nicht mal mehr drauftreten könnte.
Im moment hat sie ne eigene Wohnung und einen Freund welchen ich persönlich nicht abkann. Und vor einigen wochen erfahre ich auch noch das sie im dritten Monat schwanger ist......
Naja, es gibt zwei möglichkeiten.
1. Sie bekommt das kind und hat darin ihre erfüllung gefunden, und kann endlich mal ein normales leben führen. Oder
2. Sie kommt absout nicht damit zurecht und rastet wie schon so oft einfach aus. (Wohnungseinrichtungen zerstören gehört auch dazu)

Ich hoffe sicherlich auf ersteres.
Naja....wurde doch viel mehr als ich ursprünglich schreiben wollte
 
 
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Black_Angel182
Alt 18.07.2004, 21:29   #59
Standard

ich habe mich selbst auch schon mal geritzt...aber ich war wirklich psychisch am arsch....meine mutter war nie zu hause, mein vater ebenso und meine schwester war für ein jahr in amerika für einen schüleraustausch und freunde hatte ich keine, zumindest keine die ich hätte meine probleme anvertrauen können. ich hatte stress mit meiner mutter, die immer auf mir rumgehackt hat und da hab ich halt geritzt...nichts hat sich an der situation geändert, außer das ich nicht mehr ritze...wie bin ich rausgekommen?? Hab dann doch endlich jemanden meine ''ritzerei' jemandem anvertraut, der mir dann auch geholfen..das war dann auch die zeit, wo ich angefangen hab an Gott zu glauben......*grins*
 
 
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Squdus
Alt 18.07.2004, 21:54   #60
Standard

Ich hab das erst 2 mal gemacht.
Einmal um zugucken wie weh das tut, war schon recht Schmerzhaft.
Und das 2te mal naja ich weiss nicht mehr warum ich das gemacht habe. Mir ging es einfach nur noch dreckig und ich kannte nen Menschen der das machte. In meinem Krankenhirn bin ich dann auf den Gedanken gekommen das auch zu machen. Vielleicht auch in der Hoffnung so dem Menschen wieder näher zu kommen. Erstaunlicher weise tat es diesmal gar nicht mehr weh. Hab das dann beide Oberarme runter gemacht, bis ich Handtücher drum wickeln musste damit ich nichts einsau. Seitdem prangen diese Entstellenden Kerben auf meinen Armen, die mich immer an einen Fehler erinnern. Aber eins weiss ich mittlerweile, nie wirklich nie wieder werd ich es machen. Egal wie groß die Problem sein werden, egal wie sehr ich einem Menschen nah sein will der das macht. Es war eine törrichte Idee zu versuchen dem Menschen im Schmerz nahe sein zu können. Ich kamm mir danach auch irgendwie dreckig vor. Ich saß alleine zuhause auf dem Boden hörte Musik und meine Arme waren voller Blut. Irgendwie fand ich es danach voll erbärmmlich wie dumm ich doch sein kann. Naja man lernt aus Fehlern und ich habe viel draus gelernt.
 
 
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nimsaj
Alt 19.07.2004, 00:20   #61
Standard

Mh.. also, ich kann nur sagen warum ich es mache.
Manchmal weiss ich es garnicht, tut nur gut.
Vielleicht auch um was zu tun, was nicht jeder weiss
manchmal fühl ich mich schuldig für so'n paar probleme zuhause und dann ist es auch nicht hilfreich, wenn man hört, das man ein rad ab hat (auch wenn es vielleicht so ist).
 
 
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fantamaus
Alt 19.07.2004, 00:40   #62
Standard

Ich habe geritzt, weil ich irgendetwas suchte, das grösser war als der Schmerz in mir drinn. Ich habe mich damit betäubt. Und ich habe es geliebt. Bis mein Freund es entdeckzt hat und ich ihm versprechen musste, es zu lassen. Er hat mir gedroht, sich vor meinen Augen zu verletzen, doppelt so viele und doppelt so tiefe Schnitte. Ich will nicht, dass er leidet, nur weil ich einen Ausweg suche. Das ist nun schon länger her, habe nocheinige male den Drang nach der Klinge verspürt. Im Moment geht es eigentlich problemlos. Ich hoffe, dass es so bleibt...
 
 
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Ripper08
Alt 19.07.2004, 14:14   #63
Standard

Iiiiih !
Hier ham sich ja schon alle mal die Haut vom Leib abgezogen !

Mal ganz im Ernst: Ist es nicht irgendwie extrem Schwachsinnig sich Physische Schmerzen zuzufügen, nur weil man glaubt dass sich dadurch Psychische lösen lassen ?

Im besten Falle lassen sie sich vielleich verdrängen, aber wenn ich nen Krampf im Fuß hab, dann hack' ich mir ja auch nicht ne Hand ab, weil mich die darauffolgenden Schmerzen an der 'hand' von denen im Fuß ablenken, oder ?

Is doch irgendwo fast das Selbe ?!?
Statt seine Psychischen Probleme zu lösen, fügt man sich auchnoch andere Schmerzen zu, ich weiß garnich wie man auf sowas kommen kann

Auch wenn ich kein Verständnis für sowas habe würde ich natürlich einem Ritzer/ einer Ritzerin versuchen zu helfen aber verstehen tu ichs trotzdem nicht

MfG, Ripper :
 
 
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Squdus
Alt 19.07.2004, 15:10   #64
Standard

Manchmal hat man halt das Gefühl, man würde nicht mehr Exestieren. Man könnte durch die eine volle Stadt gehen und keiner würde dich bemerken. Du zweifelst ganz einfach an deinem Physischen da sein. Naja und dann will man halt gucken ob das vielleicht stimmt, und fügst dir Schmerz zu. Oder deine Probleme erdrücken dich ganz einfach so das du keinen Ausweg mehr siehst. Dann fügst du dir Schmerzen zu um etwas ablenkung zu finden, weil alles andere nicht geholfen hat. Natürlich gibt es da auch noch den Selbst hass. Du machst dir selber so viele Vorwürfe, das du anfängst dich zu hassen. Du willst dich dann einfach nur damit selber bestrafen. usw.
Capiche?
 
 
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Pretender
Alt 19.07.2004, 15:42   #65
Standard

Leute die ritzen sind für mich einfach idioten die es nich schaffen mit ihrem Leben ins reine zukommen ^^
90% aller Leute die ich bisher als kenengelernt hab und die "Ritzer" waren/sind tun das um aufmerksamkeit auf sich zu ziehn... Sorry aber bei Ritzern muss ich nur mittem Kopf schütteln ^^
....zu schlecht für diese Welt
 
 
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RegularJohn
Alt 19.07.2004, 17:03   #66
Standard

Original geschrieben von Angel Aldous Mo
90% aller Leute die ich bisher als kenengelernt hab und die "Ritzer" waren/sind tun das um aufmerksamkeit auf sich zu ziehn...
ist auch so! aber das ist meist auch so eine phase in der pubertät, hat nichts weltbewegendes, weil es ja wieder aufhört. leute, die das dagegen ständig machen, sind krank im kopf
 
 
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Ripper08
Alt 19.07.2004, 21:57   #67
Standard

Aufmerksamkeit ?
Ich versuche mich ihr zu entziehen und andere tun alles um sie auf sich zu lenken, schon komisch

MfG, Ripper
 
 
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Squdus
Alt 19.07.2004, 22:03   #68
Standard

Es ist ja auch ein Stillerschrei nach Aufmerksamkeit.
 
 
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Ripper08
Alt 19.07.2004, 22:04   #69
Standard

...weil man zu feige ist um 'laut zu schreien' ?

MfG, Ripper
 
 
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Squdus
Alt 19.07.2004, 22:08   #70
Standard

Nein, weil man beim ritzen mit den Stimmbändern anfängt. Deshalb macht man es auch hinter an den Armen. *Mim Kopf auf'n Tisch schlag*
Manch einer traut sich nun mal nich sich einfach so in den Mittelpunkt zustellen, wie es so manch andere Artgenossen gerne tuen.
 
 
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RegularJohn
Alt 19.07.2004, 22:25   #71
Standard

es ist ja eher unbewusst und manchen fehlt halt das selbstvertrauen oder was auch immer sich von alleine durchsetzen zu können...
 
 
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Flasher
Alt 06.09.2004, 18:18   #72
Standard

Jo Servus. Meine Freundin von welcher ich berichtete hat ihr Kind bekommen....war dann vorher doch nicht im dritten monat sondern schon weit darüber...egal. Zur Sache. Sie hat die kleine jetzt eine Woche und es funktioniert bestens muss ich sagen. So zufrieden habe ich sie schon seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen. Ich hoffe das bleibt so.
Ihren Freund kann ich immer noch nicht ab, aber daran wird sich wohl nichts mehr ändern. Ich drück euch allen unter uns jene diesen Dreck auch mit sich anstellen auf jeden Fall die Daumen, dass ihr nicht so viele Probleme habt damit aufzuhören. Denn der Anblick im Nachhinein auf sein Arme oder andere Stellen am Körper ist doch mehr oder weniger niederträchtig sich selbst gegenüber. Oder liege ich da falsch?
Naja, so long....Rock on!

Flash
 
 
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^Der_Kleine^
Alt 06.09.2004, 19:57   #73
Standard

Schrecklich!!! Ich glaube das das ne krankheit ist!

Ich glaube die Leute ahebn Psychische pbleme und denen Muss geholfen werden! SIe tun mir leid! UNd sie sollten damit aufhören und so mit suich zu frieden sein wie sie sind und mit den eltern oder andern drüber rede!
 
 
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fantamaus
Alt 06.09.2004, 20:34   #74
Standard

@der Kleine: ritzen ist keine Krankheit, ritzen ist eine Erlösung, eine Ablenkung. (die, zugegeben, süchtig machen kann.) Und in meinen Augen ist ritzen immer noch etwas wahnsinnig schönes - und ich sage das, obwohl ich selber nicht mehr ritze (n darf).

Ein Mensch der ritzt (und ich meine jetzt nicht die, die es nur machen, um aufmerksamkeit auf sich zu ziehen), macht es eigentlich nur für sich allein. Um sich zu spüren. Um zu merken, dass man die Macht über den Körper hat und nicht die Gefühle, die einem von innen her zerfressen.

Ritzer ritzen sich, weil sie eben nicht mit anderen über ihre Probleme reden wollen (weil sie auch nicht verstanden würden). Ich selber habe über alle meine Probleme geredet, seit ich meinen Freund kenne, im kann ich alles anvertrauen und mein Vertrauen würde nie missbraucht. Es half auch. Aber vorher war es immer so, dass ich geritzt habe. Ich musste mich erst selber fühlen, mich selber in den Griff bekommen. Erst das war dann der Auslöser dafür, zu ihm zu fahren und ihm alles anzuvertrauen.

Ich ritze momentan nicht mehr, ihm zuliebe, obwohl ich es oft noch tun möchte. Aber ich möchte ihn nicht noch damit belasten.
 
 
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Joya
Alt 06.09.2004, 22:21   #75
Standard

bei mir war es einfach so, dass ich etwas suchte das grösser war als den schmerz den ich in mir spürte. es war wie ein betäuben der seelischen schmerzen. etwas wo ich die schmerzen wie messen konnte...
 
 
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