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Religiosität bedeutet Ignoranz, Abhängigkeit und Charakterschwäche

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Calli
Alt 15.01.2008, 16:46   #1
Standard Religiosität bedeutet Ignoranz, Abhängigkeit und Charakterschwäche

Folgenden Text habe ich aus einem Forum in dem ich häufig aktiv bin gefunden und er vertritt so in etwa meine Einstellung zur Relegion.

Die Diskussion im besagten Forum ist sehr groß, also bin ich auf die Antworten hier gespannt. Zumal der Themenbereich im Ursprungsforum ein ganz andere ist als hier und die Anschauung sich bestimmt deutlich Unterscheidet wird.

Liebe Leute,

ich möchte nicht lange um den heißen Brei herumreden. Glaube an Gott und Mitgliedschaft in einer theistischen oder dogmatischen Religion (Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus) sind ein Zeichen dafür, dass man sich vehement gegen Eigenverantwortlichkeit, Selbstkritik und Offenheit entscheidet und sich gegen Argumente stellt, für die es keine validen Gegenargumente gibt. Es ist tatsächliche eine Entscheidung gegen das Denken in seiner Gesamtheit. Religiosität entspricht dem Glauben, dass es eine gute Idee ist, sich selbst zu belügen, abzuwerten, zu beschränken und unterzuordnen. Es entspricht dem Glauben, dass es eine gute Idee ist, den Mund zu schließen, nicht zu kritisieren, nicht aufzufallen, nicht aus der Reihe zu tanzen. Religiosität ist nicht Alpha.

Die großen Relgionen und von ihnen insbesondere der Islam und die katholische Kirche sind eins der größten Übel, denen wir uns heutzutage gegenübergestellt sehen. Es liegt an jedem einzelnen von uns, eine Entscheidung für ein besseres Leben zu treffen und uns gegen Ignoranz, Intoleranz und Unsinn auszusprechen. Religiosität wurde schon viel zu lange grundlos gegen Kritik immunisiert. Es ist Zeit dies zu ändern. Entscheidet euch für ein menschenwürdiges Leben mit Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Ihr braucht keinen Papst, der euch sagt, was zu tun ist, keinen Mohammed, zu dem ihr aufschauen könnnt, keinen Gott, der in eurem Geist ein totalitäres Regime betreibt, das ihr auch noch unterstützt.

Zeigt auf eurer persönlichen Ebene, dass ihr noch menschlich seid, dass ihr widersprechen könnt und dass ihr euch nicht von unbegründetem Bullshit einschüchtern lasst.
Der einzige Grund dafür, dass Religionen heutzutage nicht mehr so ausgelebt werden, wie sie es eigenlich sollten, nämlich ihren Büchern entsprechend, ist, dass die Fortschrittsbewegung des Säkularismus konsequent und immer wieder aufgezeigt hat, wie grausam die Konsequenzen von Religionsausübung und Ignoranz sind. Die Religionen mussten sich stetig dem menschlichen Fortschritt anpassen, stetig Fehler eingestehen und Kompromisse eingehen. Heutzutage ist das moderne Christentum nichts als eine leere Hülle von leeren Versprechungen, unbegründeten Behauptungen und psychischer Gewalt. Das Christentum hat versagt, die Bibel ist eine Lüge. Gleiches gilt für den Islam.

Es ist an der Zeit, einzusehen, dass die Religionen keine Recht haben sollten, das Leben auf der Erde in solch einem Maße zu verschlimmern.
 
 
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Morris
Alt 15.01.2008, 17:19   #2
Standard

Billige Polemik, die Gläubigen die Fähigkeit zu denken abspricht, andererseits Nichtgläubige aufwertet. Es gibt sehr wohl auch jenseits von Religionen großte Zwänge und in vielen Gegenden, ich denke insbesondere an Ostdeutschland, wird man schief angeschaut, wenn man religiös ist. Das sollte man von fortschrittsliebenden, atheistischen Demokraten (ich gehe mal davon aus, dass die meisten der modernen Atheisten Demokraten sidn) nicht erwarten. Zwänge sind da zum Beispiel die leichte Wissenschaftsgläubigkeit, z.B. wenn irgendwelche Studienergebnisse aufgegriffen werden um den eigenen Standpunkt zu untermauern, ohne sich aber die Studie anzuschauen um dann vielleicht zu sehen, dass die Methode möglicherweise ungenügend ist. Auch lassen sich vorschnelle, populäre und schließlich falsche Schlussfolgerungen, von denen in großen Medien bevorzugter berichtet wird als von seriösen, dafür weniger spektakulären wissenschaftlichen Ergebissen, nur sehr schwer aus dem "Gedächtnis des Volkes" wieder entfernen. Weiterhin würden sich auch in einer historisch stets nichtreligiösen Gesellschaft immer wieder Sitten und Bräuche, Traditionen entwickeln, denen man aus sozialen Zwängen nachzugehen hat.

Weiterhin kann es auch in voraufgeklärten Gesellschaften religiöse Toleranz geben, Beispiele wären etwa das Reich der Mongolen oder bis zu einem gewissen Grade das Römische Reich. In Indien und Griechenland haben sich jeweils trotz einer ausgeprägten Religiösität vielfältige philosophische Systeme entwickelt, die z.T., aber nicht nur, energisch dem zeitgenössischen Weltbild widersprachen. Die im Text angedeuteten Probleme mit dem Katholizismus und dem Islam sind meiner Meinung nach nicht der Religion geschuldet, sondern den jeweils aktuellen politischen Entwicklungen. Ich will hier keinesfalls den in diesem Fall negativen Einfluss der Religion leugnen, aber wir müssen auch erkennen, dass Dogmen bzw. dogmenartige Theorien auch unabhängig von Religion in modernen Gesellschaften propagiert wurden und werden, wie z.B. der Sozialismus im ehemaligen Ostblock bzw. die Evolutionstheorie bei uns im Westen. Ganz egal wie begründet diese Theorie ist oder nicht, aber wir können beobachten, dass Leute, die die Evolutionstheorie aus welchen Gründen auch immer angreifen bzw. sie nicht vertreten, scharf angegriffen werden.
 
 
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michaelg
Alt 15.01.2008, 17:53   #3
Standard

Ich denke nur an die Paulus Worte im ersten Brief an die Thessalonicher: "Prüfet alles, das gute behaltet". Ich kann mich mit kaum einer These des Textes anfreunden und halte sie alle für sehr diskutabel. Ein großes Problem des Textes ist auch mal wieder die Vermengung von Glaube und Kirche, die immer wieder den falschen Schluss nahelegen, ein Glaube sei schlecht, weil Anhänger einer Kirche, dessen Grundlage dieser Glaube sein soll, negativ aufgefallen ist.

Ich glaube nicht, dass der Urheber des Textes sonderlich viel von Glaube und den Religionen verstanden hat. Die großen Religionen übertreffen sich doch in Friedfertigkeit und Toleranz.

Der einzige Grund dafür, dass Religionen heutzutage nicht mehr so ausgelebt werden, wie sie es eigenlich sollten, nämlich ihren Büchern entsprechend, ist, dass die Fortschrittsbewegung des Säkularismus konsequent und immer wieder aufgezeigt hat, wie grausam die Konsequenzen von Religionsausübung und Ignoranz sind.
Na wenn die Religionsausübung gemäß den Büchern schon so grausame Konsequenzen nach sich zog, kann es doch egal sein, ob Säkularisierungsbewegungen dies erkannten und dadurch Religionsausübung nicht mehr nach den Büchern stattfand...

Und das alte Christentum, das war nicht so schlimm oder wie?

Das Christentum hat versagt, die Bibel ist eine Lüge.
Das Christentum kann nicht versagen, das können nur wir Menschen.
Also bei so einem Stuss passt doch Kierkegaard ganz gut: "Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dazu, dass sie uns kritisiert."
 
 
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Reh
Alt 15.01.2008, 18:41   #4
Standard

Der Autor zerstört die nützlichen Ansätze seiner Kritik selbst, indem er sich der Schwarz-Weiß-Malerei hingibt und damit so weit über das Ziel hinausschießt, dass seine Kritik in dieser Form schon wieder keinen Sinn macht.
 
 
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Klendathu
Alt 16.01.2008, 18:31   #5
Standard

lol einfach herrlich^^

ich find den text auch übertrieben , allerdings stimmt es das religiöse strukturen veraltet sind.
Die katholische Kirche konnte natürlich nur aufgrund großer lügen und der dummheit und ungebildetheit der menschen gedeihen.
Sie wurde anerkannt weil sie natürlich auch eine juristische funktion in der gesellschaft innehatte , sprich sie zügelte durch gebote und regeln das gesellschaftliche leben.
Also war Religion damals nicht nutzlos...
Aber wie Nitzsche schon gesagt hat "Gott ist tot".
Und da Religion , zumindest in unseren Breiten , bei weitem nicht mehr diese schreckliche Geisel ist wie Damals kann Religion auch etwas bieten.
Den fatalen rückständigen charakter und die destruktiven seiten kann sie heutzutage nur in gegenden entfalten wo bildung und wissen nicht so stark ausgeprägt sind wie in den vereinigten staaten und afrika.
 
 
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asdf
Alt 16.01.2008, 21:13   #6
Standard

Im Prinzip teile ich ja schon einige Teile der Kritik, die da oben irgendwie geäußert wird, aber das Problem ist wie schon angedeutet wurde, dass das ganze so einfach zu plump wirkt, um es nicht rhetorisch auseinandernehmen zu können.


Um mal lustig von einer anderen Seite zu kommen, wieso schonwieder solch einen Diskussionsaufwand betreiben, wegen einer Psychose, die so verbreitet ist wie die Grippe, gegen die es nur leider noch keine Impfung gibt. *g*
 
 
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baedr
Alt 16.01.2008, 21:49   #7
Standard

Ich glaube nicht an gott, aber der Text gefällt mir eigentlich gar nicht, alleine der Titel:
Religiosität bedeutet Ignoranz, Abhängigkeit und Charakterschwäche
Zu behaupten, jeder Kirchengänger wäre ignorant und charakterschwach, ist nicht nicht im entferntesten haltbar. Wer von Kind auf religiös aufgezogen wird, der hat seine komplette Wahrnehmung und sich selbst komplett darauf eingestellt, dass Gott existiert und dieser Glaube lässt sich nicht mehr einfach ablegen, weil dann das komplette Weltbild in sich zusammenstürzt, und das tut sich niemand freiwillig an, zumal ja in dem Moment für den Christen alles Sinn macht. Jedes kleine Erlebnis bekräftigt den Christen in seiner Annahme, Gott würde existieren. Genauso merkt der Atheist bei jedem weiteren Erlebnis, dass kein Gott existiert. Aggression oder Wut auf die jeweils andere Partei ist also sinnlos.
 
 
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Irrer mit Bogen
Alt 16.01.2008, 22:27   #8
Standard

Die Zerlegung dieses Textes spar ich mir jetzt glaube ich. Dieser Text macht eher den Eindruck von billiger Propaganda und den Eindruck, dass der Verfasser sich kein Bisschen mit Religionen bzw. Religiosität beschäftigt hat.
Man kann nicht behaupten, dass Religion schlimm ist. Die Dinge werden immer das ,was die Leute aus ihnen machen. Und es gibt einfach keine bessere Methode als die Leute über ihren glauben zu kriegen. Ich finde nicht, dass es falsch ist sich gegen Religion zu entscheiden. Jeder wird seine speziellen und eigentlich auch immer nachvollziehbaren Gründe haben. Aber schon fast zu propagandieren, wie hier, und Religionen zu verteufeln finde ich schwachsinnig.
 
 
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outfreyn
Alt 16.01.2008, 22:42   #9
Standard

immer son hickhack. davon abgesehen das logischerweise sofort die christen auf die barrikaden gehen, seh ichs so das hier alle religionen angesprochen worden sind, vor allem scheinbar buchreligionen.

whatsoever, wenn der autor dort meint son komplexes thema in den paar zeilen schlüssig und vernünftig abzuhandeln, hat ihm jemand nen quirl ins ohr gesteckt und ordentlich was losgemacht.

gab doch sicher schon nen "sinn & unsinn von religionen" thread oder nicht?

anyway, meine meinung geht halbwegs in die richtung des folgenden quotes:

Religion stellt den Versuch des Erwachsenen dar, ein Kind zu bleiben. Sie ist das Sicheinkapseln in die Glaubenswelt der Vergangenheit. Sie dokumentiert Nichtwissen und hängt in blindem Vertrauen Lehren an, die Erleuchtung versprechen. Und immer wieder lautet ihr ultimativer, unausgesprochener Befehl: "Du sollst keine Fragen stellen." Aber wir stellen Fragen und ignorieren diesen Befehl aus ganz natürlichen Gründen. Denn die Aufgabe, die wir uns gestellt haben, besteht darin, die Vorstellungskraft zu befreien und die Ketten zu zerreißen, die den Menschen an der Entfaltung seiner Kreativität hindern.
besonders das ende is natürlich imo kritisch zu sehen, weil's vll schonwieder zu abgehoben is.
 
 
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AMYlee
Alt 16.01.2008, 22:44   #10
Standard

ich schließe mich der meinung über religion nicht an,zumahl ich nicht mal einsehe, wieso religion ein übel sei??Ist es nicht so, dass die Menschen durch die Religionen hoffnung fanden, dass die dachten, sie sind nicht unbegründet auf dem Planeten, der mensch ist ist nicht bloss eine aneinanderreihung von entwicklung und sinnlos auf dem planeten? durch einen Glauben können Menschen hoffnungn gewinnen und denken, es ist jemand da oben, der alles hier erschaffen hat.
Ohne glauben und religion, hätten Menschen das Wissen, was gut und schlecht ist, richtig und falsch, gerecht und ungerecht?
Könnte es sein, dass ohne religion es legal sei, einen Menschen zu töten, ihn zu bestellen etc.
die 7 todsünden, die 10 gebote, all dies lehrte menschen doch,wie man sich zu seinen mitmenschen zu verhalten habe, was korrekt ist.
Ich bin der Meinung das Religion einen Menschen nicht völlig einnnehmen soll, jedoch man auch nicht ganz auf Religion verzichten sollte, es ist ein halt für Menschen, etwas woran sie glauben können, was auch erklärt wohin sie kommen nach ihrem tod.
 
 
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asdf
Alt 16.01.2008, 22:48   #11
Standard

Zitat von AMYlee
Ohne glauben und religion, hätten Menschen das Wissen, was gut und schlecht ist, richtig und falsch, gerecht und ungerecht?
Ja natürlich, wieso denn auch nicht?
Manche Dinge darf man der Humanität und der Vernunft schon zutrauen.
Und im Zweifelsfall ist noch lange nicht alles richtig oder gerecht, nur weil es eine Religion oder einer ihrer Vertreter vorbetet.
Oo
 
 
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AMYlee
Alt 16.01.2008, 23:17   #12
Standard

Zitat von asdf
Ja natürlich, wieso denn auch nicht?
Manche Dinge darf man der Humanität und der Vernunft schon zutrauen.
Und im Zweifelsfall ist noch lange nicht alles richtig oder gerecht, nur weil es eine Religion oder einer ihrer Vertreter vorbetet.
Oo
nunja ich bin mir nicht so sicher, wenn die Menschen an keinen "gott" glauben würde, hätten sie auch nicht so viele Schwierigkeiten beispielsweise einen Menschen zu töten, es würde ja sowieso nach ihrem tod nichts mit ihnen passieren, es würde keine hölle geben und keine Strafe etc,,.
womit ich damit heraus will, ist einfach dass es den Menschen gezeigt hat, wie ma zueinander sein sollte, natürlich ist nicht alles gerecht, was eine religion vorschreibt
Bsp: im koran soll es doch gerecht sein, dass eine Frau immer unter dem Mann steht, jedoch finde ich es sehr gut, dass es religionen gibt, und jeder Mensch heutzutage freier ist in seinem glauben und glaubensfreiheit hat.
 
 
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asdf
Alt 16.01.2008, 23:22   #13
Standard

Jaja der fiese Koran, in der Bibel würde natürlich nie etwas stehen, das man irgendwie antifeministisch auslegen könnte.

Ansonsten bestreite ich mal wieder, dass die ungläubigen Ketzer die schlechteren Menschen sind.
Und dass jemand "ein guter Mensch" ist, der nicht mordet, nur weil er das Jenseits fürchtet, ist auch lächerlich. Da wäre es doch viel lobenswerter von alleine darauf zu kommen, dass morden vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss ist (manchmal zumindest).
 
 
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AMYlee
Alt 16.01.2008, 23:37   #14
Standard

nein das habe ich ja nicht gesagt, habe den koran mal als beispiel genommen :P
klar gab es viele schlimme dinge, die früher geschahen, aufgrund der religion, das streite ich keinesfalls ab, aber ganz ohne religion geht es doch auch nicht. zumindest für mich nicht. Ich wollte nur sagen das Menschen mit dem glauben an gott hoffnung haben und es eine art sicherheit ist, an der man sich festhalten kann.
Meine Meinung ist nunmal, dass religion nicht so schlecht ist und ein übel wie es in dem text ausgelegt wird.
punkt fertig aus^^
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 21.01.2008, 20:47   #15
Standard

Ich denke, der Glaube hindert die Entwicklung des Menschen; muß ja nicht stimmen, aber zur Zeit sehe ich es so.
Allerdings müssen damit nicht immer die großen Weltreligionen gemeint sein, sondern mehr der Glaube jedes einzelnen Menschen und das kann vieles sein, wie zB. "Wissenschaftsgläubigkeit" wie es Morris sagte. Und welcher Mensch glaubt nicht an irgendwas: Lieber Gott, Führer, Wissenschaft, Freuds Psychoanalyse, oder der Glaube sein Glück selbst erarbeitet zu haben.
Denn wenn man die Härte und Ungerechtigkeit, die das Leben manchmal bietet, nicht verstehen kann, bietet der Glaube eine prima Betäubung. Jeder Glaube engt die Sicht ein, denn man will sich nicht zugestehen, daß das Leben viel unberechenbarer und zufälliger ist als einem lieb ist! Man schafft sich einen goldenen Käfig, in dem man sich freiwillig einengt, denn mit weniger Freiheit lebt es sich leichter. Alles was außerhalb dieses Käfigs passiert könnte Gefahr bedeuten und wird deshalb oft abgelehnt.

Deshalb unterstreiche ich die Überschrift "Religiösität bedeutet Ignoranz, Abhängigkeit und Charakterschwäche", denn das mußte ich schon mehrmals bei meinen reliogösen Mitmenschen erleben. Allerdings gefällt mir der Text weniger, da der Verfasser weit übers Ziel hinausschießt, wie Reh schon sagte. Außerdem würde ich Religiösität durch Glaube ersetzen und den Satz um die Worte Intoleranz und Blindheit ergänzen.
So, jetzt könnt ihr mich steinigen.

Aber noch etwas: Ich sehe das alles nicht als etwas Negatives! Für Schwäche und andere "negative" Charaktereigenschaften kann niemand etwas, es gibt keinen Menschen ohne Persönlichkeitsstörung. So brachte es auch Positives zum Wohle der Menschheit: ZB. hat starke Religiösität Mutter Theresa und Albert Schweizer zu ihren Arbeiten "motiviert" und Kraft gegeben!
 
 
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Fränze
Alt 30.01.2008, 15:16   #16
Standard

Ich glaube, dass der Text aus dem Blog pi-news.net stammt und vor allem vor der islamischen Religion warnen soll. In dem Blog strotzt es nur so vor Islamophobien, und das Christentum wird zwar auch kritisiert, aber als die uns zugehörige und deshalb unsere Kultur nicht zerstörende Religion anerkannt.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 01.02.2008, 18:57   #17
Standard

Mag sein. Was ich aber noch sagen wollte, es ist ein großer Unterschied, ob jemanden Nächstenliebe von seiner Religion vorgeschrieben(aufgezwungen) wird, oder ob jemand freiwillig aus seiner inneren Überzeugung zur Nächstenliebe bereit ist. Man kann das nicht vorschreiben. Denn jeder Mensch hat natürlicherweise nicht nur positive Gedanken, sondern auch Abneigungen und Intoleranz. Wenn diese unterdrückt werden, werden sie nur noch schlimmer. Ich habe in meinem Leben schon zwei Pfarrer kennengelernt, die alles andere als christlich handelten. Der eine hat sogar zugegeben, Geld aus der Spendenbüchse zum Kauf eines Autos verwendet zu haben.
 
 
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Reh
Alt 01.02.2008, 19:32   #18
Standard

Aha. Woher stammt denn die innere Überzeugung?

Und was sind die natürlichen Gedanken des Menschen?
 
 
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michaelg
Alt 01.02.2008, 20:00   #19
Standard

Innere Überzeugung kann z.B. irgendeiner sehr prägsamen Einsicht entspringen, oder durch Sozialisation gelernt, verinnerlicht oder andere Wurzeln haben. Daher sollte man es auch für möglich halten, dass irgendein Grundsatz wie hier Nächstenliebe als Beispiel, gleichzeitig sowohl religiös als auch sagen wir statt innerer Überzeugung einfach rational begründet sein kann.
Zumal der religiöse Zwangscharakter heutzutage auch nicht mehr so hoch zu bewerten ist. Ich kann nur fürs Christentum sprechen, doch ein Gläubiger, der nur aus Zwang der Schrift gehorcht wäre ein Heuchler.

Die Logik bei der Annahme von Grundsätzen oder Geboten soll nicht die des puren Gehorsams sein. Nicht nur gehorchen, weil befohlen sondern dazu noch überzeugt sein, dass dem, dem man Folge leistet, auch gut ist. Und dieses Gut soll sich nicht aus dem Befehl ableiten sondern für sich stehen.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 01.02.2008, 20:24   #20
Standard

Ich meinte, daß negative Gedanken, Abneigung, Intoleranz, ... ganz natürlich sind und nicht unterdrückt werden können. Deshalb kann man nicht wegen eines Gebotes ein guter Mensch werden, der alle Nächsten liebt.
Vielleicht ist mein Blick verzerrt, aber ich habe immer nur Gläubige kennengelernt, die eine Heiligen-Maske tragen und dahinter so sind wie in der Überschrift beschrieben.
 
 
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Fränze
Alt 01.02.2008, 23:41   #21
Standard

Einer meiner Urgroßväter, ein evangelischer Pfarrer, war dem Hörensagen nach ein außerordentlicher Mistkerl. Er galt aber als frommer Mann und war ein gewaltiger Prediger, dessen Predigten sogar in Buchform auf dem Markt waren - eine meiner Tanten hat eins in einem Antiquariat gefunden.

Nicht auf dem Markt waren seine persönlichen Aufzeichnungen, in denen er sich z. B. heiter-erfreute Gedanken darüber machte, welche Frau er nach dem in Kürze zu erwartenden Tod seiner Ehefrau heiraten könnte.

Solche gibt´s in allen Religionen, so sind Menschen. Die Religionen haben aber die wichtige Aufgabe gehabt, derartige menschliche Unzulänglichkeiten mit allen möglichen Drohungen in Zaum zu halten, um der Gesellschaft willen.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 03.02.2008, 20:36   #22
Standard

Ja, das ist richtig:
Zitat von Fränze
Die Religionen haben aber die wichtige Aufgabe gehabt, derartige menschliche Unzulänglichkeiten mit allen möglichen Drohungen in Zaum zu halten, um der Gesellschaft willen.
Das ist doch das, worum es hier geht: Religion nutzt charakterschwache Menschen aus und macht sie abhängig. Nächstenliebe aus Angst/Druck. Entweder du bist lieb, oder du kommst in die Hölle (oder Inquisition oder Knast). Für solche charakterschwachen und abhängigen Menschen ist diese aufgezwungene Pseudo-Nächstenliebe ja auch wirklich nötig, weil sie es nicht von selbst, aus ihrem Inneren schaffen, den Weg der Liebe zu gehen.
 
 
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baedr
Alt 04.02.2008, 01:31   #23
Standard

Das ist doch das, worum es hier geht: Religion nutzt charakterschwache Menschen aus und macht sie abhängig. Nächstenliebe aus Angst/Druck. Entweder du bist lieb, oder du kommst in die Hölle (oder Inquisition oder Knast). Für solche charakterschwachen und abhängigen Menschen ist diese aufgezwungene Pseudo-Nächstenliebe ja auch wirklich nötig, weil sie es nicht von selbst, aus ihrem Inneren schaffen, den Weg der Liebe zu gehen.
Das ist doch Unsinn. Das würde bei einem steigenden Anteil religionsloser Bürger ja bedeuten, dass die Menschen immer charakterstärker werden. Religion sagt den Menschen nur, wie sie die Welt verstehen müssen, und warum sie da sind. Und du glaubst doch nicht ernsthaft, dass diese Menschen nur freundlich und hilfsbereit sind, weil es in der Bibel steht. Auch hochreligiöse Menschen denken nicht 24/7 an die Bibel.
 
 
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Morris
Alt 04.02.2008, 09:34   #24
Standard

Hier wird, mal wieder, Religion als ganz allgemeiner Begriff mit speziell abrahamitischen Religionen, insbesondere Christentum, verwechselt. Religionen, wenn wir das als globales Phänomen betrachten wollen, ist nicht dazu da, die Welt zu erklären oder ein moralisches Grundgerüst zu geben. Eine Religion hat Ursprungsmythen, die andere nicht. Eine Religion ist moralisch, die andere weniger bzw. hat ein sehr spezielles Bild von Moral. Etwa in der altgermanischen Religion; hier kann man durchaus von Moral und v.a. Ehre sprechen, aber das widerspricht sich in keinster Weise mit brutalen Raubzügen. Raubüberfälle werden in der Edda legitimiert (im Hohelied 58!) und ganze Raubzüge in andere Länder durch Orakelbefragungen.

Und wenn man die Haarspalterei beiseite lässt und sich wieder einseitigerweise dem Christentume zuwendet, selbst dann kann man nicht sagen, Religion ziele auf moralische Erziehung. Der wichtigste Punkt ist m.E. die Erlösung vom Leiden. Dazu scheint ganz selbstverständlich auch gutes Benehmen etc. zu gehören, aber dass dies eben nur zweitrangig ist, zeigt doch, glaube ich, schon Paulus und ganz besonders dann Luther, der sich auf das Neue Testament beziehend predigt, sola fide, allein durch Glauben, erlange man Erlösung.

Geändert von Morris (04.02.2008 um 12:26 Uhr).
 
 
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Cheetara3006
Alt 05.02.2008, 14:42   #25
Standard

Eine kurze Frage:
Hat mal einer daran gedacht dass der Mensch die Religion zu dem macht was sie für ihn bedeutet?!

Religion ist nicht schlecht, der Mensch der sie interpretiert macht sie zu dem ob nun gut oder schlecht....

Manche Religionen oder reliogiöse Verbindungen sind der Meinung dass in der Bibel steht, dass Gott gegen eine BVluttransfusion ist.... Steht das da?!?!? Soweit ich weiß, nicht... Es ist alle eine reine Interpretation....

Ich bin der Meinung dass die Religon nicht "böse" oder "gut" ist...
 
 
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