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Religiosität bedeutet Ignoranz, Abhängigkeit und Charakterschwäche

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Reh
Alt 25.02.2008, 12:42   #51
Standard

Nun ja, mit großer Wahrscheinlichkeit ist das Fliegende Spaghettimonster unser wahrer Gott. Seine Existenz konnte und kann ebenfalls nicht widerlegt werden.

Warum aber sollte das Spaghettimonster wahrscheinlicher sein als der Gott, wie ihn sich andere Religionen vorstellen? Nun, das Spaghettimonster wurde von einem angesehenen Wissenschaftler der heutigen Zeit entdeckt und die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit heutigem Wissen und heutigen Mitteln präzisere Vorhersagen über Gott treffen können als Menschen vor tausenden vor Jahren, dürfte aus nachvollziehbaren Gründen viel höher sein.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 25.02.2008, 18:06   #52
Standard

Zitat von JCD
Der Glaube an Gott/ein höheres Wesen ist also nicht eine Erniedrigung des Menschen, sondern im Gegenteil eine Erhöhung!
Genau, du sagst es. Man will sich erhöhen, aus seiner Ohnmacht heraus, weil man sich klein fühlt aufgrund seines mangelnden Selbstbewußtseins. Denn man will eben kein unbedeutender Zellhaufen sein! Es muß einen anderen größeren Sinn geben.
Und das Gemeine ist, daß Kinder diese Ohnmacht von klein an anerzogen kriegen, weil sie leicht beeinflußbar sind.
Zitat von JCD
Es ist weder bewiesen noch widerlegt, dass es ein höheres Wesen gibt. Also besteht die Möglichkeit das es einen Gott gibt und Gläubige glauben daran, dass es ihn gibt. Glauben ist nun mal nicht Wissen.
Genau! "Glauben ist nicht Wissen." Man kann einem Menschen den Glauben nicht wegnehmen! Alle rationalen Erklärungen wären zwecklos. Und das kann (muß nicht!) zum Problem werden. Dieses Festklammern, ohne Selbstkritik und Neues erkennen zu wollen... siehe meine obigen Posts.
 
 
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JCD
Alt 25.02.2008, 22:39   #53
Standard

Ich finde, dass das kein fehlendes Selbstbewusstsein ist. Was für ein Selbstbewusstsein hat man den als unbedeutender Zellhaufen? Ist das Selbstbewusstsein, dass es keinen Sinn gibt? Das man einfach sein Leben führen soll?
Willst du einem Kind erzählen: "Du bist übrigens nur ein Zellhaufen, finde dich damit ab, es ist eigentlich egal was du tust und ob da bist oder nicht stört die Welt nicht." Da wird das Kind ein bombiges Selbstbewusstsein entwickeln.
Nicht zu glauben und diesen Fakt zu akzeptieren bedeutet für mich Resignation und Aufgabe.

Und warum glaubst du das Gläubige ohne Selbstkritik leben? Ich nehme Kritik an und kritisiere mich oft selber. Meinen Glauben habe ich nie aufgezwungen bekommen. Außerdem hat der sich immer weiterentwickelt und wird auch nie aufhören sich zu entwickeln.
Ich klammere mich nicht an meinen Glauben. Ich kann vieles auch ohne Gott, ganz alleine. Es gibt zwar solche Menschen, aber jeder glaubt anders.
Warum willst du Menschen ihren Glauben wegnehmen, weißt du ob es ihnen dann besser geht? Viele Menschen haben sich aus freien Stücken zum Glauben gewendet. Darunter auch erwachsene Menschen.
 
 
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Reh
Alt 25.02.2008, 23:10   #54
Standard

Man muss nicht untertreiben. Der Mensch ist ein ganz besonderer Zellhaufen, der sich auf einzigartige Weise zusammensetzt, einzigartige Gedanken erzeugt und einzigartig in der Lage ist, die Umwelt zu formen. Wenn das kein Grund ist für enormes Selbstbewusstsein.

Es würde uns ganz gut tun, wenn wir auf den Teppich der Tatsachen zurückgeholt werden und uns nicht für mehr halten als wir sind. Schon bei nüchterner, wissenschaftlicher, gottloser Betrachtung sind wir so besonders, dass es uns selbst nicht gut tut. Wenn wir unsere Selbsteinschätzung mit Hilfe des Glaubens aber verzerren und uns für noch besonderer halten, als wir sind, laufen wir Gefahr blind zu werden für unsere Grenzen. Denn bei aller Besonderheit - unserer Existenz sind enge Grenzen gesetzt. Wenn es hart auf hart kommt, merken wir, dass auch wir nur ein Zellhaufen sind. Ein besonderer, gewiss, aber deswegen keinesfalls über alle Grenzen erhaben.

Ich teile nicht die harte Kritik, die hier teilweise gegen den Glauben vorgetragen wird. Für den Aufbau von Selbstbewusstsein brauchen wir den Glauben allerdings ganz und gar nicht.
 
 
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Fränze
Alt 26.02.2008, 00:01   #55
Standard

Ich muss mal klarstellen, dass ich keineswegs harte Kritk am Glauben an sich äußere, sondern nur daran, dass die Glaubenden ihre Glaubensinhalte als unumstößliche Tatsache ausgeben, und zwar mit dem Argument, dass der Glaube mehr aus uns macht als einen Zellhaufen.

Ich gebe Reh Recht, dass wir ein sehr besonderer Zellhaufen sind, der einer künstlichen Erhöhung durch Glauben nicht bedarf, und, wie ShakeTheDisease schrieb, damit sein Selbstbewußtsein stärkt.

Ich will niemandem seinen Glauben wegnehmen - wie käme ich dazu! Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber die Glaubenden wissen auch nichts, und sie sollten einräumen, die sie genauso Recht oder Unrecht haben könnten wie die Nicht-Glaubenden.

Glauben heißt Nichtwissen. Nichtwissen heißt nicht, auf jeden Fall Recht zu haben.
 
 
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michaelg
Alt 26.02.2008, 10:14   #56
Standard

(Ich beziehe mich auf den christlichen Glauben.)

Glaube kann dem Menschen zwar als Grundlage für die eigene Höherstellung dienen - schließlich ist der Mensch die Krone der Schöpfung, denn nur ihn schuf Gott nach seinem Ebenbild - aber sie sollte es nicht und der Mensch braucht das auch nicht. "Im Sinne des Urhebers" war es meiner Meinung nach nicht.
Die biblische und auch reale (ob dies Gegensätze sind sei offen gelassen) Fortführung des Sündenfalls insgesamt zeigt uns in aller Offensichtlichkeit unser Schicksal als Sünder resp. Verfehlende auf. Intensiver oft, als die Menschen es selbst tun. Unsere Selbstkritik ist getränkt in Selbstverliebtheit; die Einsicht, dass niemand perfekt ist ist zur Rechtfertigungsfloskel verkommen.
Mein Glaube ist keine Quelle von Übermut, sondern ein Korrektiv, ein (für mich richtiger) Weg, eine Hilfe. Gleichwohl mache ich Erfahrungen, welche ich selbst bewerte, besitze Verstand und Vernunft.

Ach und diesem Zellhaufenmaterialismus ziehe ich doch die Beseeltheit des Menschen vor.
 
 
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Manni
Alt 26.02.2008, 11:14   #57
Standard

Zitat von JCD
Willst du einem Kind erzählen: "Du bist übrigens nur ein Zellhaufen, finde dich damit ab, es ist eigentlich egal was du tust und ob da bist oder nicht stört die Welt nicht."
Warum sollte man seinem Kind so einen Unsinn erzählen?
Wir mögen ja Zellhaufen sein, aber zuallererst seh ich mich als Individuum. Als denkendes, fühlendes Wesen.
Und solange es für mich wichtig ist, was ich tue, kann es mir doch egal sein, ob mein Tun anderen egal ist.
 
 
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JCD
Alt 26.02.2008, 21:40   #58
Standard

Wir mögen ja Zellhaufen sein, aber zuallererst seh ich mich als Individuum. Als denkendes, fühlendes Wesen.
Und solange es für mich wichtig ist, was ich tue, kann es mir doch egal sein, ob mein Tun anderen egal ist.
Ich frage mich nur warum ist das, was du tust dir nicht egal? Weil du existierst? Weil du dein Überleben sicherst? Warum tust du das was du machst? Weil du denkst es ist richtig? Aber wer sagt dir es ist richtig? Die anderen?

Mein Glaube ist keine Quelle von Übermut, sondern ein Korrektiv, ein (für mich richtiger) Weg, eine Hilfe. Gleichwohl mache ich Erfahrungen, welche ich selbst bewerte, besitze Verstand und Vernunft.
So denke ich übrigens auch.
 
 
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Reh
Alt 26.02.2008, 23:08   #59
Standard

Zitat von JCD
Ich frage mich nur warum ist das, was du tust dir nicht egal? Weil du existierst? Weil du dein Überleben sicherst? Warum tust du das was du machst? Weil du denkst es ist richtig? Aber wer sagt dir es ist richtig? Die anderen?
Dafür gibt es übrigens umfassende wissenschaftliche Erklärungen. Wir können uns mittlerweile ausschließlich auf Wissen stützen, um solche Fragen zu beantworten. Zugegebenermaßen ist das noch kein Alltags- oder Allgemeinwissen. Aber was noch nicht ist, kann noch werden. Und für so tiefgreifende Veränderungen des Denkens sind einige Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte Übergangsphase einzukalkulieren.
 
 
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JCD
Alt 27.02.2008, 08:35   #60
Standard

Dafür gibt es übrigens umfassende wissenschaftliche Erklärungen. Wir können uns mittlerweile ausschließlich auf Wissen stützen, um solche Fragen zu beantworten.
Problem ist nur, dass die Wissenschaft auch nur ein Mittel ist, dass von uns Menschen geschaffen wurde. Mathematik, Physik und Chemie beruht auf Axiomen, die einst festgelegt wurden. Es ist festgelegt das 1+1=2 ist, warum ist 1+1 nicht 11?
Mit der Wissenschaft ist es wie mit dem Glauben. Wirklich sicher ist nichts.
 
 
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Fränze
Alt 27.02.2008, 13:27   #61
Standard

Zitat von michaelg
- schließlich ist der Mensch die Krone der Schöpfung, denn nur ihn schuf Gott nach seinem Ebenbild
...glaubt der Mensch in seiner maßlosen Selbstüberschätzung. Denn der Umkehrschluss lautet: Der Mensch ist das Ebenbild Gottes. Ich könnte mir denken, dass ein persönlicher Gott, wenn es ihn gibt, diese Unterstellung beleidigend findet.

Zitat von michaelg
Ach und diesem Zellhaufenmaterialismus ziehe ich doch die Beseeltheit des Menschen vor.
Du ziehst vor! Das sagt nicht, dass es so ist, sondern dass Du das zu glauben entscheidest. Eine Form von Decisionismus.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 27.02.2008, 13:35   #62
Standard

Ich will unbedingt klarstellen: Ich will niemandem seinen reliogiösen Glauben wegnehmen. Bitte, versteht das nicht falsch. Vielleicht war es mißglückt ausgedrückt. Denn es ging um den Satz "Glauben ist nicht Wissen." Es ging um das Therapie-Zwang-Beispiel. Und ich wollte mit dieser mißglückten Formulierung zum Audruck bringen, daß alle rationalen Erklärungen zwecklos sind: Die Ehefrau könnte nicht mit logischen Argumenten dazu zu bewegen sein, ihren Allmachts- Glauben an die Therapie aufzugeben! Und das meine ich auch mit Kritikunfähigkeit! Noch einmal: "Glauben ist nicht Wissen."

Ich habe auch in meinem ersten Post in diesem Thread gesagt, daß es mir um Glauben allgemein geht, nicht darum, alle Weltreligionen zu verdammen. Jeder darf seinen buddhistischen, christlichen, moslemischen, oder was auch immer Glauben behalten. Jeder hat seinen eigenen Weg. Außerdem habe ich auch gesagt, daß ich mich selbst nicht vom Glauben ausschließe. Aber ich bin froh, wenn ich mich vom Glauben befreien kann. Jedesmal wenn ich mich von einem Glauben befreien konnte, habe ich gemerkt wie sehr ich damit eingeschränkt war! (Siehe meine Signatur von Jung). Wie schon gesagt, jeder hat seinen eigenen Weg.

Aber jetzt kommt der Mist an der Sache:

Ich hatte leider in der Vergangenheit mit Menschen zu tun gehabt, deren Glaube ausuferte ("Wer nicht an Gott glaubt, ist selber schuld wenn es ihm schlecht geht!"). Mich ärgert das sehr. Vielleicht könnt ihr damit meinen Standpunkt besser verstehen. Denn alles was oft nötig wäre, wäre nur etwas Verständnis! Auch in meinem Therapie-Zwang-Beispiel, denn das ist, was der Mann am meisten braucht. Vielleicht macht mich dieser Ärger etwas verbohrt.
Aber es ist gut, wenn mich Poster hier im PP-Forum eines besseren belehren.

Vielleicht kann man sagen, daß Glaube oft zu einer extremen Form ausufern KANN, und in dieser extremen Form sehr schadet als nützt.

Übrigens, wenn ein Kind frei von Zwängen aufwächst, wird es von selbst darauf kommen, ein, im physikalischen Sinn, unbedeutender Zellhaufen zu sein, ohne daß gleich das Selbstbewußtsein dabei flöten geht!

Amen
 
 
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Fränze
Alt 27.02.2008, 14:17   #63
Standard

Kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber bitte, bitte nicht so unterwürfig, Shake.

Auffallend ist, dass - auch hier im Forum - die Leute festen Glaubens strikt darauf bestehen, im Besitz der Wahrheit zu sein und alle bedauern zu müssen meinen, die keinen Glauben teilen.

Auffallend auch, dass sich Leute, die diesen oder einen anderen Glauben nicht teilen, fortwährend dafür entschuldigen und die Glaubenden mit Samthandschuhen anfassen, was umgekehrt nicht der Fall ist.
Es herrscht ein bißchen ein Terror des Glaubenmüssens, in der Form, dass man auf weniger Widerstand stößt, wenn man sagt, man sei Buddhist oder glaube an das Spaghettimonster, als wenn man sagt, man glaube an nichts.

Und noch mal: Auch ich will niemandem seinen Glauben wegnehmen. Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber die Glaubenden wissen auch nichts, und sie sollten einräumen, die sie genauso Recht oder Unrecht haben könnten wie die Nicht-Glaubenden.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 28.02.2008, 16:32   #64
Standard

Naja, ich glaube es sind hier einige gekränkt wegen der Überschrift und des anschließenden Textes. Und fühlen sich gleich angegriffen und haben Angst, daß ihnen etwas weggenommen wird. (Ich sage gleich, was ich damit meine.) Ich möchte diese Atmosphäre nicht, ich kenne diese Überreaktionen aus meinem Bekanntenkreis.

Da gibt es die Meinung, daß Gott ihnen immer hilft. Jeder unglückliche Schicksalsschlag wird versucht ins Positive zu verkehren. Bei einem schweren Autounfall hieß es, man lebt ja noch. Ohne Gott wären sie sicher gestorben. Sie selbst sind trotzdem fest überzeugt kritikfähig zu sein.(!)
Da Gott immer hilft, muß man sich also in Unglücken etwas Gutes suchen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf!

Warum kann man unglückliche Schicksalsschläge nicht als das nehmen was sie sind?
Ein schwerer Autounfall ist schlecht, schlimm und scheiße! Punkt.

Ich erinnere mich an Aussagen (einziger) Überlebender von Flugzeugabstürzen oder Soldaten die als Einziger aus ihrer Einheit den Krieg überlebten. Oft entsteht bei diesen Menschen von diesem Zeitpunkt an das Gefühl, Gott das Leben zu verdanken, obwohl sie bis dahin nicht gläubig waren. Und ich will noch mal betonen: Es ist ein Gefühl. Da bleibt jedes rationale Fragen, warum dann alle anderen den Tod finden mußten, außen vor. (Kritikfähigkeit?...) Deshalb finde ich auch die Frage um eine Existenz Gottes müßig. Ein Gefühl existiert jenseits von Beweis oder Wissen!
Diese Menschen haben Schlimmes durchgemacht! Sie hatten den Tod vor Augen! Sie konnten gerade so entkommen! Alle anderen wurden nicht verschont: Der Tod ist real! Das Leben ist zerbrechlich, es könnte jederzeit wieder dem Ende nah sein!
Wie kann man das verarbeiten?

Also woher kommt Glaube/Religiosität?
Vielleicht sind es unverarbeitete Schmerzen, und wer hat die nicht? Man will die Welt / das Leben positiver sehen als es ist. Schmerzhafte Seiten im Leben sind zu hart um sie zu verarbeiten. Für manch einen ist da schon die Vorstellung ein Zellhaufen zu sein nicht zu ertragen. Man muß sich zur Krone der Schöpfung erheben. (Was auch immer damit gemeint ist.)

Interessant wäre dabei die Parallele zu so streng religiösen Menschen wie Albert Schweizer und Mutter Theresa. Letztere mußte als Kind erleben, wie ihr Vater erschossen wurde, vor ihren Augen glaube ich sogar. Und Erstgenannter hat es nie verkraften können, daß seine Mutter von einem berittenen Polizisten aus Versehen tot getrampelt wurde. Das sind doch sich nie schließende Wunden, und wie kann eine Seele damit fertig werden?
 
 
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mue
Alt 28.02.2008, 17:00   #65
Standard

aufgepasst! hab ich gefunden und will nu auch mal eure meinung über diesen brief hören
bin übrigens Agnostiker

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Offener Brief an einen Atheisten


Du bist Atheist. Du glaubst, es gibt keinen Gott. Du glaubst daher, daß alles
von selbst entstanden ist. Der Kosmos entstand Deiner Meinung nach aus
einem Urknall, das Leben aus zufällig gemischten chemischen Substanzen
auf einem zufällig entstandenen Planeten, der Mensch als Ergebnis einer
zufälligen Evolution.
Daß Du existierst, ist daher ein bloßer Zufall. Dein Verstand und all Deine
Emotionen sind Deiner Ansicht nach nur das Ergebnis chemischer Prozesse
in Deinem Gehirn - ebenso wie Deine übrigen körperlichen Abläufe. Als Atheist
meinst Du letztlich, eine zufällige Ansammlung chemischer Substanzen zu
sein, die miteinander für einige Zeit reagieren, bis Dein Stoffwechsel
endet....Dein ganzes Leben ist nur von zufälligen Ereignissen bestimmt.

Doch welche Bedeutung haben Begriffe wie “gut” und “böse”, wenn alles relativ
und nur das Ergebnis zufälliger Entwicklungen ist? Eigentlich muß für Dich
jede ethische, moralische oder philosophische Überlegung beliebig und
subjektiv bleiben. Objektiv besteht eine gähnende Sinnleere.

Möglicherweise wirst Du widersprechen: Du hast vielleicht Moralvorstellungen,
eine humanistische Lebenseinstellung, Werte und ethische Grundsätze.

Ich freue mich, daß Du Dein atheistisches Weltbild letzlich nicht konsequent
lebst und Deine Mitmenschen nicht nur als beliebige Molekülansammlungen
ansiehst. Das gibt uns zumindest eine gemeinsame Basis.

Hier ist jedoch genau der springende Punkt: Meines Erachtens denkt kaum
ein Atheist sein Weltbild wirklich zuende. Auch viele Atheisten vertreten
Weltanschauungen und ethische Maßstäbe, für die sie Allgemeingültigkeit
beanspruchen - doch auf welcher Grundlage? Wenn nämlich das Leben, wenn
Du und ich nur Zufall sind, dann sind auch Deine Wertvorstellungen nichts als
das Produkt eines Zufalls. Und warum sollte das Ergebnis Deines zufälligen
Denkprozesses für mich irgendeine Bedeutung haben? Eigentlich logisch,
meinst Du nicht? Jede auf Atheismus gründende Philosophie kann daher nur
auf freiwilliger Basis gültig sein. Entweder ich stimme ihr zu oder eben nicht -
alles völlig wertfrei.
Ja, sogar noch mehr: Wenn wir nur ein Zufall sind und unser Leben irgendein
chemischer Prozeß, ist es doch eigentlich sogar bedeutungslos, ob es uns
gibt oder nicht. Welchen Wert hat der einzelne Mensch, wenn er das Produkt
irgendeines Zufalls ist? Welche Bedeutung sollte für einen Atheisten, der sein
Weltbild konsequent zuende denkt, also ein Menschenleben haben? Daß
Auschwitz und der Archipel Gulag von atheistischen Ideologien ersonnen und
durchgeführt wurden, kann eigentlich nicht überraschen: Dort haben Menschen
nichts anderes getan, als die überkommene christliche Vorstellung vom Wert
des einzelnen Menschen als Schöpfung Gottes abzulegen.

...und jetzt kommt das Unheimliche: Wie willst Du als Atheist diese Menschen
verurteilen? Anhand welchen Maßstabes? Die Deinem Weltbild
entgegenstehenden Handlungen sind im Weltbild anderer offensichtlich
erlaubt, und eine wertmäßige Unterscheidung der konkurrierenden Weltbilder
ist nicht möglich: es gibt ja keine allgemein gültigen Werte. Alles ist Zufall und
relativ - und damit relativ bedeutungslos. Das gefällt Dir nicht? Du meinst, daß
Menschenrechte und Gerechtigkeit, Liebe, Treue, menschliche Würde und
Freiheit, Recht auf Selbstbestimmung etc. unveränderbare Größen seien?

Dann sind wir schon wieder einer Meinung. Für mich liegt der
Allgemeingültigkeitsanspruch dieser und anderer Werte in Gott begründet. Er
ist die höhere Instanz, an der sich jeder ausrichten muß, und die Gut und
Böse für alle gleich definiert.

Worauf gründet sich Dein Anspruch?



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Von einem anderen Ansatzpunkt aus möchte ich Dir einige Gedanken als
Denkanstöße an die Hand geben:


Wußtest Du, daß ein Grundsatz der Informatik ist, daß Information nicht von
selbst - also zufällig - entsteht? Ohne Software (= Information) läuft kein
Computer. Und Software entsteht bekanntlich nicht von selbst. Da könnte
man ruhig eine Million Jahre warten, ob auf dem Computer Software entsteht -
es wird nicht geschehen.

....aber man meint, daß die komplexeste und perfekteste Information
überhaupt - die DNA - gegen die all unsere Software ein Fliegenschiß ist, von
selbst entstanden ist.



Wußtest Du, daß es ein ehernes Gesetz der Physik gibt, nach welchem
Energie niemals aus dem Nichts entsteht? Die Energie verändert nur ihren
Zustand: Durch die Verbrennung wird chemisch gebundene Energie zu Kraft
und Wärme. Umgekehrt wird aus dem Licht der Sonne durch die
Photosynthese chemisch gebundene Energie in Form von Zucker. Jede noch
so winzige Form von Energie auf unserem Planeten stammt letztlich von der
Sonne. Und die Energie der Sonne stammt aus der im Wasserstoff
gebundenen Energie, aus der sich die Kernfusion speist.

....aber man meint, daß das ganze Universum - die Summe aller Energie
sozusagen - in einem “Urknall” aus dem Nichts entstanden sei.



Wußtest Du, daß die zentrale Behauptung der Evolutionstheorie lautet, daß
sich in der natürlichen Auslese stets nur diejenigen Eigenschaften
durchsetzen, die beim Überleben nützlich sind? Doch sind sämtliche Organe
unseres Körpers nur dann nützlich, wenn sie funktionieren und vollständig
sind. Wem nützt ein unvollständiges Auge? Welchem Tier nützt die Vorstufe
eines Flügels, mit dem es weder fliegen noch gleiten kann? Welchem Tier
nützt ein Herz, das nicht entwickelt genug ist, um Blut zu pumpen? Die Natur
ist voll von Dingen, die nur im fertigen Zustand nützlich sind. Nach der
Evolutionstheorie hätten aber alle Vorstufen davon aussterben müssen, weil
nur das - zumindest einigermaßen - entwickelte Organ zu etwas nützlich ist.

....aber man meint, daß sich die Eigenschaften aller Lebewesen aufgrund von
evolutionären Prozessen durch Auslese entwickelt haben.



Die Evolutionstheorie vermutet, daß Lebewesen umso enger verwandt sind, je
mehr sich ihr Grundbauplan in DNA und äußerem Erscheinungsbild ähnelt. So
wird z.B. gern darauf hingewiesen, daß die Gliedmaßen aller Wirbeltiere im
Knochenbau demselben Grundbauplan folgen. Auch wenn die einzelnen
Knochen der besonderen Anpassung gemäß abgewandelt wurden, sei der
gemeinsame "Bauplan" (wer hat geplant?) zu erkennen. Dies wird als
Argument dafür genommen, daß sich die Gliedmaßen im Laufe der Evolution
von einem gemeinsamen Ursprung aus entwickelt haben.

.....was nicht bedacht wird: Auch der Grundbauplan von vorderen und hinteren
Gliedmaßen gleicht sich. Haben sich also die Vorderbeine aus den
Hinterbeinen entwickelt? Oder umgekehrt? Merkwürdig, daß dies von
niemandem behauptet wird.



Ist Dir klar, daß Atheismus ein Glaube ist? Selbst wenn Du glaubst, es gäbe
keinen Gott, glaubst Du. Ein Christ begründet seinen Glauben mit den
Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hat. Oder mit der Überzeugungskraft
von Gottes Wort. Oder mit der Veränderung, die Gott geschenkt hat. Aber
womit begründest Du Deinen atheistischen Glauben? Mit dem Verhalten
irgendwelcher Menschen (“Religionskriege” etc.)? Spricht denn deren
Verhalten objektiv gegen die Existenz Gottes? Dann spräche aber das
Verhalten vieler Atheisten für die Existenz Gottes, nicht wahr?

Oder begründest Du Deinen atheistischen Glauben mit bestimmten
Ereignissen, von denen Du meinst, daß sie nicht geschehen könnten, wenn
Gott da ist? Könnten diese Ereignisse nicht ebenso gut bedeuten, daß Gott
einfach nur anders ist, als Du meinst?

Ich denke, daß Du auch als Atheist nicht ernsthaft leugnen kannst, daß Gott
möglich ist.



Falls Du Dir darüber im Klaren bist, daß Gott trotz Deines atheistischen
Glaubens möglich ist - hast Du dann schon einmal darüber nachgedacht, daß
Du als Atheist eigentlich immer nur verlieren kannst?
Wenn Du mit Deinem Atheismus Recht hättest, hättest Du keinen Vorteil.
Denn für Dich wäre mit dem Tod ebenso “alles vorbei” wie für mich. Hinzu
kommt, daß Atheisten schon in diesem Leben im Nachteil sind: Im
statistischen Schnitt haben Atheisten gegenüber gläubigen Christen eine
signifikant niedrigere Lebenserwartung, bezeichnen sich in Umfragen fast
doppelt so häufig als “unzufrieden”, haben eine bedeutend höhere Scheidungs-
und Selbstmordrate, sind öfter krank und haben erheblich häufiger mit Drogen-
und Alkoholproblemen zu kämpfen. Dies mag man psychologisch erklären
wollen - aber es sind Fakten.

Wenn ich aber als Christ Recht habe, dann sieht es für Dich noch viel
schlechter aus. Dann erwartet Dich nach dem Tod die Hölle. In Ewigkeit.

Am Atheismus festhalten zu wollen, ist daher - rein äußerlich betrachtet - ein
höchst unlogisches Vorhaben.
Ich meine jedenfalls, daß es nicht besonders vernünftig ist, an etwas
festzuhalten, womit man in jeder denkbaren Alternative nur verlieren kann -
und unbesehen das zu verwerfen, was die einzige Hoffnung sein könnte.

Ich kann es total verstehen, daß Du skeptisch bist. Ich kann es verstehen,
daß Du nicht von heute auf morgen Deine Meinung änderst. Aber Du müßtest
als Atheist eigentlich nichts Dringenderes zu tun haben, als zu prüfen, ob
nicht doch etwas anderes, weniger aussichtsloses die Wahrheit sein könnte.
Aber merkwürdigerweise waren die meisten Atheisten, mit denen ich zu tun
hatte, in glaubensmäßiger Hinsicht lethargisch und desinteressiert. Sie folgten
einfach nur ihrer vorgefaßten Meinung, ohne diese hinterfragen oder auch nur
ernsthaft begründen zu wollen.

Es ist bequem, nicht nachzudenken.

Wenn Du Dich aber aufmachst, mit ganzem Herzen nach Gott zu suchen, so
gilt Dir die Verheißung Gottes aus Jeremia 29,13:
“Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen
Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der
HERR.”


Gott ist wirklich da !
Ingmar
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Reh
Alt 28.02.2008, 17:04   #66
Standard

Zitat von ShakeTheDisease
Da Gott immer hilft, muß man sich also in Unglücken etwas Gutes suchen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
Meiner Meinung nach ist das eine der wichtigsten Aufgaben, die Glaube übernehmen kann. Und muss.

Zitat von ShakeTheDisease
Warum kann man unglückliche Schicksalsschläge nicht als das nehmen was sie sind?
Ein schwerer Autounfall ist schlecht, schlimm und scheiße! Punkt.
Bestreiten die Leute das? Nicht unbedingt. Man kann einen Autounfall berechtigterweise als etwas schlimmes ansehen und sich trotzdem freuen, dass man unverletzt geblieben ist.
 
 
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JCD
Alt 28.02.2008, 18:56   #67
Standard

Da Gott immer hilft, muß man sich also in Unglücken etwas Gutes suchen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf!
Dieses Thema ist sehr interessant! Das hat nämlich mit der Theodizeefrage (Warum lässt Gott Leid zu?) zu tun. Es ist ja Augenscheinlich, dass Gott nicht in die Welt eingreift. Sonst gäbe es ja keine Verkehrstoten,Krebskranke etc.
Hast du dich mal gefragt warum? Es heißt, dass Gott uns Freiheit geschenkt hat. Er wollte das wir selbst unser Leben führen, dass wir denken und fühlen. Wir sollen keine Marionetten sein.
Wenn er in die Welt aber eingreifen würde, dann wäre unsere Freiheit dahin, denn er würde unser Leben bestimmen, da er in es eingreift.
(Grundlage zu dieser Auffassung ist übrigens der Text von Kikregaard zur Theodizeefrage)

Wenn jetzt die Frage auftauchen sollte: Wenn Gott diese Welt geschaffen hat, warum hat er sie nicht so geschaffen, dass es kein Leid gibt?
Stellen wir uns mal eine Welt ohne Leid vor. Wäre der Mensch glücklich wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre? ICh denke nicht. Der Mensch braucht Probleme, ist er zu glücklich wird er depressiv. Gott weiß das und deswegen ist die Welt nicht perfekt. Passiert einem Menschen Leid so ist Gott auch traurig darüber. Deswegen hat Gott dem Menschen auch die Hoffnung auf das Paradies geschenkt. Mit dieser Hoffnung soll der Mensch sein "notiges" Leid besser ertragen.

Das Leid was in Afrika vorherrscht, die Armut und Gewalt entsteht und ist aus Menschenhand enstanden. Dafür kann Gott nichts. Die Menschen haben den Kontinent ausgebeutet. Die Menschen führen den Krieg.
Obwohl wir Menschen zwischen Gut und Böse unterscheiden können, wählen wir seltener das Gute. Wir können uns schließlich frei entscheiden!

Dann erwartet Dich nach dem Tod die Hölle. In Ewigkeit.
Das sehe ich übrigens nicht so! Es heißt schließlich Gott liebt alle Menschen! ICh denke nicht das irgendein Mensch in der Hölle schmort. Egal was das Alte Testament sagt. Das Neue Testament revidiert diese Ansichten.
 
 
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Reh
Alt 28.02.2008, 19:51   #68
Standard

Gut, Gott hat uns allen Leid mit auf den Weg gegeben, damit wir das Gute zu schätzen wissen. Warum hat er das Leid bloß so ungerecht verteilt?
 
 
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JCD
Alt 28.02.2008, 20:42   #69
Standard

Das meißte Leid geht vom Menschen selber aus! Warum hungert Afrika und leidet unter Aids? Weil Dieser Kontinent schon sehr früh ausgebeutet wurde, sodass die Folgen heute noch spürbar sind. Außerdem geht die Ausbeutung immer noch vor sich. AIDS gibt es dort, weil die Menschen dort bis zu 300 verschiedene Sexualkontakte pro Jahr haben und sich von Priestern erzählen lassen Kondome seien nicht vereinbar mit ihrem Glauben und es wäre Sünde. Da baut die katholische Kirche Mist. Die katholische Kirche ist von Menschen geführt. Also ist ist hier wieder der Mensch das Übel.
Armut entsteht ebenso durch den Menschen, genauso wie Morde, Vergewaltigungen und Krieg. Wir sind halt frei, der Mensch entscheidet was er tut. Entscheidet sich der Mensch dafür, dass er selbst, also die eigene Person, zu erst kommt, gibt es halt dieses von Menschen erzeugtes Leid.

Gott hat mit der ungerechten Verteilung nichts zu tun! Der Mensch hat die Fäden in der Hand um das zu ändern!
 
 
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Indigorade
Alt 28.02.2008, 21:06   #70
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Geschichte wiederholt sich, ob der Mensch will oder nicht:

3. Mose 19,26
Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.

Offenbarung 9,21
Und sie taten nicht Buße von ihren Mordtaten, noch von ihren Zaubereien, noch von ihrer Hurerei, noch von ihren Diebstählen.


5. Mose 18,10
Es soll keiner unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier,


Offenbarung 22,15
Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.


...und am Ende treiben sie alle Zauberei, Lügen und Lästerungen, bis der Tempel erneut gebaut wird und in sich zusammen fällt.
Bis der Mensch begreift, müssen nämlich erst hunderte von Jahren vergehen. Interessant, die Bibel prophezeit genau das, was immer wieder eintritt (Ob man jetzt ein Bibelchrist ist oder nicht, sei dahingestellt)

Wir stehen kurz vor einer Explosion. Die Menschen werden versuchen sich alternativ zu orientieren und Kabalistische, Paganism Ursprünge, sowie Astrologie und die daraus resultierende Esoterik erlernen und Glauben lernen. Alles Machwerk und Lügen des Menschen auf der Suche nach "Unsterblichkeit" Leere Versprechungen über ein Leben nach dem tot. So etwas gibt keine Glaubenskraft, sondern ist eine Lüge, welche uns dahinrafft und auf egozentrischen Glaubensansichten basiert.

Gleichnisse sind gemacht für all die, welche nicht sehen können, damit sie bis in alle Ewigkeit nicht verstehen lernen, um keines der Scharfe vom Licht weg zu führen und mit in die Hölle zu ziehen. "Besser du hackst dir den Arm ab, bevor der ganze Laib verrottet"

Religionen waren schon immer ein Machwerk des Menschen. Es gibt nur eine Wahrheit, einen Weg und der liegt nicht in einer Religion, welche die Natur oder den Körper anbetet. Jesus verabscheute damals schon Religionen, da sie Machwerk des Menschen waren und sind. Der Trick ist es eine Religion mit falschem Christlichen Hintergrund unter die Leute zu bringen und ihnen in Wirklichkeit die Lehre des einzelnen Menschen zu vermitteln. Durch dieses System wird der wahre Gedanke und Ansatz ins lächerliche gezogen und es wird blasphemiert. Stattdessen bekommt der Mensch Werkzeuge in die hand gedrückt mit denen er sich "verwicklichen" kann
Diese Prinzipien basieren auf Dämonen und Götzenanbetung verfallener, denn es gibt kein Leben nach dem Tot
Und auch keine Könige für einen neuen Tempel. Jeder Mensch ist frei und muss keinem anderen folgen oder glaubenszwängen verfallen.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 28.02.2008, 21:54   #71
Standard

Zitat von Reh
Man kann einen Autounfall berechtigterweise als etwas schlimmes ansehen und sich trotzdem freuen, dass man unverletzt geblieben ist.
Es geht nicht um die Freude. Ich sage ein schwerer Autounfall ist schlimm. Meine gläubige Bekannte sagt, der Unfall war schlimm, aber Gott hat uns überleben lassen. Ich sage es gibt kein aber! Ich wollte sagen daß sie, egal wie schlimm eine Sache sein kann, trotzdem(!) Gott für das Gute dankt. In meinen Augen ist das Blindheit.
Zitat von JCD
Stellen wir uns mal eine Welt ohne Leid vor. Wäre der Mensch glücklich wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre? ICh denke nicht. Der Mensch braucht Probleme, ist er zu glücklich wird er depressiv.
Das denke ich nicht, JCD. Redest du dir das vielleicht ein, weil du das Leid dieser Welt sonst nicht akzeptieren könntest? Stelle dir doch mal wirklich kurz eine Welt ohne Leid vor, in der alles schön wäre. Die Tatsache, daß diese Welt hier nicht so ist, wäre dann zu schmerzhaft. Deswegen diese Tröstung. Kennst du Äsops Fabel, in der der Fuchs die Trauben zu sauer findet, weil er sie nicht haben kann?
Zitat von JCD
ICh denke nicht das irgendein Mensch in der Hölle schmort.
Das denke ich übrigens auch. Wenn es einen Gott gäbe, würde er keinen Menschen nach seinem Tode bestrafen. Schön daß wir da einer Meinung sind.

@Indigorade: Deine Chakrapunkte sind aber schön bunt.
 
 
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Reh
Alt 28.02.2008, 21:59   #72
Standard

Zitat von JCD
Gott hat mit der ungerechten Verteilung nichts zu tun! Der Mensch hat die Fäden in der Hand um das zu ändern!
Wofür brauche ich dann den Glauben an Gott? Gott ist an unseren Miseren nicht schuld und wird sie nicht beheben. Ist es da nicht sinnvoller, an die eigene Schaffenskraft zu glauben, statt an Gott?
 
 
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Fränze
Alt 28.02.2008, 23:35   #73
Standard

Toll, wie manche Leute genau wissen, was Gott will. Warum er dies oder das zuläßt. Welche Pläne er mit den Menschen hat. Das muss ein kleiner Gott sein, der von Menschen so genau beschrieben und durchschaut werden kann.

Wäre ich Gott, würde ich mir das verbitten.
 
 
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JCD
Alt 29.02.2008, 09:15   #74
Standard

Wofür brauche ich dann den Glauben an Gott? Gott ist an unseren Miseren nicht schuld und wird sie nicht beheben. Ist es da nicht sinnvoller, an die eigene Schaffenskraft zu glauben, statt an Gott?
Meinst du mit Gott nur Gott oder generell ein höheres Wesen? Das wäre jetzt wichtig für meine Erklärung.
Wenn man nicht an ein höheres Wesen glaubt, dann kann man gar nicht an Leid glauben. Leid ist dann nur ein Zustand in dem man sich befindet. Man befindet sich genauso zufällig in ihm, wie man selbst ein Zufall ist.
Wie gesagt, glaubt man an kein höheres Wesen ist alles hinfällig. Es ist egal. Es besteht eine Sinnlehre im Leben. Warum also etwas verändern, wenn es doch eh egal ist? Ob man selbst drauf geht oder ein Kind stirbt ist egal. Die Welt wäre weder schlechter noch besser gewesen.

Toll, wie manche Leute genau wissen, was Gott will. Warum er dies oder das zuläßt. Welche Pläne er mit den Menschen hat. Das muss ein kleiner Gott sein, der von Menschen so genau beschrieben und durchschaut werden kann.

Wäre ich Gott, würde ich mir das verbitten.
Wenn Leute versuchen sich Gott zu erklären, dann denke ich nicht das er das missbilligt. Das bedeutet ja nichts weniger, als das sie nach ihm suchen und ihn ergründen wollen. Sicher kann man, falls es Gott gibt, ihn nicht vollends verstehen. Aber vllt besteht ja die Möglichkeit etwas näher an ihn heran zu kommen.

Zitat von JCD
Stellen wir uns mal eine Welt ohne Leid vor. Wäre der Mensch glücklich wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen wäre? ICh denke nicht. Der Mensch braucht Probleme, ist er zu glücklich wird er depressiv.

Das denke ich nicht, JCD. Redest du dir das vielleicht ein, weil du das Leid dieser Welt sonst nicht akzeptieren könntest? Stelle dir doch mal wirklich kurz eine Welt ohne Leid vor, in der alles schön wäre. Die Tatsache, daß diese Welt hier nicht so ist, wäre dann zu schmerzhaft. Deswegen diese Tröstung. Kennst du Äsops Fabel, in der der Fuchs die Trauben zu sauer findet, weil er sie nicht haben kann?
Nein die Fabel kenn ich nicht. Ich hatte bei einer Leidfreien Welt daran gedacht, dass diese Welt eine Welt wäre in der dem Menschen alles vorgesetzt würde. Er müsste nicht um Resourcen kämpfen, sie sind genügend da. Er muss sich nicht um Kleidung, uns sonstiges kümmern.
Alles ist überall gleich verteilt. Es gibt keine Erfindungen, denn sonst hätte ein einziger Mensch zu erst etwas neues. Purer Neid würde entstehen, also Mord und Totschlag. Deswegen müsste alles da sein. Es gäbe keine Probleme, der Mensch würde sein Leben verleben. Es gäbe keine Aufgaben für ihn.
Ich denke damit wäre unser Verstand unterfordert. Unser Verstand brauch Probleme um daran arbeiten zu können. Ich denke schon, dass der Mensch dann depressiv wird. Wenn er alles hat, ist er auch ncith glücklich. Wenn du keinen Zustand des Unglücks kennst, kennst du keinen des Glücks. Also wäre der Mensch so nicht glücklich.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 29.02.2008, 16:46   #75
Standard

Zitat von JCD
Der Mensch braucht Probleme, ist er zu glücklich wird er depressiv.
...
Unser Verstand brauch Probleme um daran arbeiten zu können. Ich denke schon, dass der Mensch dann depressiv wird. Wenn er alles hat, ist er auch ncith glücklich. Wenn du keinen Zustand des Unglücks kennst, kennst du keinen des Glücks. Also wäre der Mensch so nicht glücklich.
JCD, jetzt mal ehrlich, ist das nicht traurig, wenn man so etwas glaubt? Wenn man zu glücklich wird und ohne Probleme, wird man depressiv?
Ich habe in meinem Leben mehrere Menschen mit Depressionen kennengelernt. Ich kann dir mit Sicherheit sagen, daß sie vom Gegenteil von glücklich depressiv geworden sind!

Noch etwas ist seltsam. Es wurde schon angesprochen, aber ich habe es noch nicht verstanden:
Einerseits hilft Gott den Menschen (siehe Oma im Wald, Autounfall), andererseits sind die Menschen für ihr Unglück selbst verantwortlich. Ja was jetze? Wenn mich Gott in alle Unglücke reiten läßt, wozu dann noch der Glaube an ihn, wo ist der Trost?
 
 
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