Das will ich mal ein wenig aufschlüsseln. Ich ärger mich ungern, also wenn es wirklich um Boshaftigkeit, sauer sein geht, weil es belastend stressig ist und negative Gefühle hervorbringt. Von Spätfolgen ganz zu schweigen, seien es verbale Entgleisungen, die man irgendwann bereut, Sachbeschädigungen oder psychosomatisch bedingte Geschwüre. Ich ärger mich aber schon oft, und dann auch leidenschaftlich wobei ich sicher aus mancher Mücke auch einen Elefanten mache. In vielen anderen Bereichen habe ich merkwürdigerweise andererseits gar kein Problem 'smooth' zu bleiben.
Insgesamt ist in so einem Verhalten bestimmt eine Menge Absicht dabei, auch wenn ich glaube, dass grundlegende Änderung sehr viel Arbeit erfordert. Mir fällt ein wie ich mich manchmal bei Tischfußball oder Fußballvideospielen verhalte, das Ergebnis bei Niederlagen ist eigentlich egal, wenn ich eins zu irgendwas verliere und mein Tor super rausgespielt war die gegnerischen alles Abstauber war dann habe ich in meiner Überzeugung trotzdem gewonnen, weil ich einen
schönen Treffer gelandet habe und das andere nur abgestaubter Mist war, auch wenn ich nach den Regeln klar verloren habe, Tor ist Tor. Naja dont hate the player, hate the game :>
Mit Unintensivität meinte ich so die Ausschläge in Empfindungen und bei was man empfindet und wo nicht. Wenn ich mich über alles freu ist das irgendwie doch nivellierend und würde vielleicht manchem nicht gerecht. Von den Dingen, die fel aufzählte würde ich nur ein nettes Gespräch als wirklich erfreuenswert erachten.
Vorhin hab ich mich auf dem Weg zum Einkaufen auch der schönen mildfrischen, windstillen Luft erfreut. Wenn Warenlieferungen eintreffen tu ich das auch, so schlimm kann es also nicht sein. Es ging mir aber schon auch um die Intensität der Erfreulichen Sachen.
Ist wohl auch einerseits so eine Sache von Erregungsschwellen, die wirklich merkwürdig verteilt sind, und Kontrast. Ein Pessimist ist meist dem Frohsinn entzogen. Irgendwelche Sachen sind da aber, wo auch er nur genießen kann, dann ist die Empfindung jedoch ungleich höher.
Diskutieren was besser ist wäre schwer und wollt auch nicht darauf hinaus, da würd ich sachlich ohnehin pro Pessimismus kein Land sehen

Verfechten will ich das auch nicht, doch groß unwohl ist mir damit nicht.
Ich erkenne auch an, dass es darauf ankommt, wie man etwas Beurteilt, welche Denkweisen man hat und was man denkt, wie fel, Reh und Rest richtigerweise anmerkten.
Irgendson Stoiker sagte doch auch vor Ewigkeiten, dass nicht Sachen auf den Menschen wirken sondern es das ist, wie man es sieht.