Nagut, gebe ich auch nochmal ein paar Kommentare *g*:
Zitat von Fränze auch wenn nicht ganz klar ist, warum er unter mehrfacher Opferung getreuer Begleiter von einer Heldentat in die andere stolpern muss
Seine Leute haben schon die Küste von Ithaka gesehen, da haben sie den Beutel mit den Winden geöffnet, von dem sie dachten, er enthalte Gold. Die ausströmenden Winde haben die Schiffe nocheinmal verstreut. An den verschiedenen Stationen wurden sie dann z.T. halt festgehalten. Am längsten hat Odysseus ja wohl bei der Nymphe Kalypso zugebracht, die ihn erst nach sieben Jahren auf Geheiß der Götter freigelassen hat.
Zitat von Fränze Derweil saß die Frau daheim und wurde die ganze Zeit von irgendwelchen "Freiern" bedrängt, denen sie aber nicht erlag, wodurch sie einen tollen Ruf bekam
Allerdings. Ihr Ruhm begründete sich aber nicht nur in ihrer Treue, sondern v.a. auch in der Anzahl ihrer Freier (108), deren Ansehen (nach Odysseus die reichsten von Ithaka und von Nachbargegenden) der Dauer der Werbung (ca. vier Jahre) und in der Anzahl der Geschenke und ihrem Wert.
Zitat von Fränze Daraus ergibt sich meiner Meinung nach, dass es viel schöner sein kann, von wetteifernden Kerlen umschwärmt zu werden als dem eigenen Mann die Kissen zu schütteln, und dass sie von den Kerlen vielleicht keine sehr hohe Meinung hatte, weil die jahrelang bei ihr herumlungerten, ohne was Rechtes zu tun.
Penelope hat ihren Mann geliebt, was daran deutlich wird, dass sie und die anderen Charaktere häufig ihre Trauer bezeugen. Außerdem hat sie ihre Freier gehasst und verabscheut, das wird an vielen Stellen im Epos deutlich, aber diese haben nicht jahrelang bei ihr rumgelungert, sondern erst seit dem letzten Jahr, nachdem ihre List mit dem Leichentuch aufgeflogen ist.
Zitat von Fränze Da kann der Mann, der wenigstens einem anderen dessen einziges Auge aussticht, schon von der Ferne was Heldenhaftes kriegen.
Hey, keine Ironie

, der Mann hat u.a. immerhin das Troianische Pferd erdacht *g*.
Zitat von Reh a) absolut töricht wäre, die Beziehung zu ihm mit Seitensprüngen aufs Spiel zu setzen und b) bei so einem Macker eine Frau nur absteigen kann, wenn sie sich einen Neuen sucht.
a) Sehe ich auch so, siehe vor allem zum Vergleich den Mythos von Klytaimnestra, die Agamemnon untreu wird, dann töten lässt und schließlich selbst von ihrem Sohn umgebracht wird. Aber b) sehe ich anders. Penelope hatte gar keine andere Wahl als sich wiederzuverheiraten, das war sozusagen soziale Norm und auch Odysseus hat gesagt, sie solle erneut heiraten, wenn ihrem Sohn der Bart wächst. Nach 16 Jahren schließlich erklärt sie sich zur Witwe, wahrscheinlich auf Druck der Freier und anderer sozialer Zwänge, womit die Werbung offiziell beginnt. Indem sie nun aber nicht in das Haus ihres Vaters zurückkehrt, wie es die Sitte verlangt und außerdem keine Entscheidung bzgl. der Hochzeit fällt, zieht sie sich nicht unerheblichen Groll der Freier, also ihrer Zeitgenossen auf sich. Auch der Sohn nimmt ihr das übel, weil er ansehen muss, wie die Freier im letzten Jahr sein Erbe vernichten.
Zitat von Reh Der Macker war auch nur (

) 10 Jahre weg.
Nein, 20 Jahre, zehn Jahre im troianischen Krieg, dann zehn Jahre Irrfahrt.