Original geschrieben von hackvresse
Das hat wohl mehr mit imperialistischer Ausbeutung als harter Arbeit zu tun. Es ist doch absolut realitätsfern eine solche Position wie du zu vertreten.
Das ist immer so schoen einfach vom hohen Ross herunter die Geschichte aus heutiger Sicht zu betrachten und dann ueber die boesen Imperialisten und Kolonialisten, die boesen Soldaten und was weiss ich noch wen herzuziehen. Man muss das aber im Zusammenhang sehen, und um auf die Stufe der Moeglichkeit der Ausbeutung unterentwickelter Regionen zu kommen, dazu musste man sich entwickeln und neben harter Arbeit auch kaempfen. Du denkst doch nicht im Ernst, dass die Afrikaner, gesetzt dem Fall sie haetten sich schneller entwickelt als z.B. Europa, sich anders verhalten haetten, wenn die nach Norden gesegelt waeren und pelzbekleidete Urfviecher im Wald rumspringen gesehen haetten und sie heiss auf dortige Bodenschaetze und Sklaven usw. gewesen waeren. Das haben alle grossen Zivilisationen gemacht, nun haben wir uns ein Stueck weiterentwickelt und ruehmen uns nicht mehr mit diesen Taten, weil wir das heute als unmoralisch betrachten und das ist auch gut so, deshalb unsere Vorfahren zu verdammen und zu Kreuze zu kiechen ist aber die falsche Antwort. Wenn dann irgendwelche Hererohaeuptlinge aus Namibia die Bundesrepublik Deutschland wegen der Niederschlagung eines Ausstandes vor fast hundert Jahren auf 2 Milliarden Dollar verklagen wollen, dann wird mir das Haendchenaufhalten einfach zu bunt.
Original geschrieben von hackvresse
Und selbst wenn man deine Meinung vertritt siehst du doch sicher ein, dass an dieser von dir angesprochenen harten Arbeit du nicht den geringsten Anteil hattest.
Absolut, da habe ich null Anteil. Aber das ist vollkommen nebensaechlich, jeder der im Westen geboren wurde hat ein grosses Glueck gehabt, dafuer sollte er dem Herrgott danken, auf dem Boden bleiben und versuchen mit Bescheidenheit das beste aus diesem wunderbaren Leben zu machen.
Original geschrieben von hackvresse
Setz dich bitte ein wenig mit der Geschichte der 3. Welt auseinander und du wirst schnell merken, dass die Leute die dort Leben fast nichts für ihr Unglück können.
Die mikrige Entwicklungshilfe beruhigt höchstens das Gewissen einiger weniger Politiker und hält die Menschen im Volk, die sich sozial verpflichtet fühlen, ruhig.
Ich finde nicht, dass die Entwicklungshilfe mikrig ist, sie wird nur vollkommen falsch eingesetzt. Man kann nur mit nachhaltigen Entwicklungen helfen, das erwaehnte ich auch schon und nochmal, die Laender, die sich am meisten von der Entwicklungshilfe emanzipiert haben weisen auch die beste Entwicklung auf.
Ich denke es ist ein grosser Spalt zwischen der, ja sehr netten, blauaeugigen Welt der gutmenschlichen Gerechtigkeitsapostel und den Realitaeten der menschlischen Zivilisation. Wenn man da nicht pragmatisch herangeht und das Gesamtkonzeot betrachtet, muesste man ja den ganzen Tag heulen.