wenn ich das schon wieder höre...umerzieung durch die amis...*blubb*
man kann sich sowa auch solange einreden, bis man das wirklich glaubt....
ich finde anarch hat das schon ganz richtig geschrieben, mit heute und damals...
ich hab auchn opa und wenn ich den mal sehe, kommen wir eigentlich nach jedem mittagessen zu solchen themen, wie du oben geschrieben hast, sparkie. is glaub ich auch normal bei alten leuten, von was sollen die sonst reden
ich versuch mal kurz zu beschreiben, wie es meinem opa damals ging.
geboren 1924 als bauernsohn.
wie es auch heute meistens noch ist, arbeiten bauern sehr hart, auch wenn mit heute nichtmehr vergleichbar ist.
also mein opa musste aufm hof seiner eltern schon als kind kräftig mit anpacken. aber nicht, weil er das so toll fand oder spass dran hatte, sondern weil die bettelarm waren und halt jeder mit anpacken musste zum überleben. in seiner freizeit hat er mit den anderen kindern im dorf rumgetobt, fussball gespielt und scheisse gebaut, so wie wir das heute auch tun. er hat sich aber genauso gelangweilt wie wir heute auch, da gibts keinen unterschied.
das hat sich erst geändert als er in die hitlerjugend kam, da gabs dann halt ein vollzeitbeschäftigungsprogramm. da war immer was los und die hatten ihren spass.
wenn man nun bedenkt, dass er hart arbeiten musste, um zu überleben und den teil das streicht, besteht da kein unterschied zwischen damals und heute.
die wussten genausowenig mit ihrer zeit anzufangen wie wir.
aber wenn jemand behauptet, dass freundschaften sich im vergleich zu damals verändert haben, halte ich das für ein gerücht. erstens kann das keiner hier wissen, weil wir das ganze von damals nur aus erzählungen kennen und zweitens denkeich, das hängt immer damit zusammen, wen man als freund bezeichnet.
wenn jemand heute keine freunde hat, sagt das ja nix drüber aus, das freundscahften damals irgendwie besser waren. das is dann persönliches pech, mehr nicht.
ham wir nen allgemeinen werteverlusst ?
ich denke nicht. das is ja dein persönliches ding. was sich vielleicht geändert hat, ist das wir heute ne menge mehr freiheiten haben als damals. wir dürfen heute als jugendliche entscheidungen treffen, da konnten unsere großeltern nur von träumen. da gabs halt immer arsch voll, wenn den eltern, den lehrern oder wem auch immer etwas nicht gepasst hat. und wen das heute nichtmehr so ist, erfordert das von jedem natürlich ein großes maß an verantwortungsgefühl sich selbst und anderen gegenüber. wenn dir nicht mehr ständig jemand sagt, du darfst das nicht tun, und du entscheidungen selbst treffen musst/kannst, musst du dir natürlich auch gedanken über dich und den rest der welt machen. und du musst entscheidungen treffen, die dir keiner abnehmen kann, wenn du ein eigenes leben führen, und nicht abhängig von deinen eltern sein willst.
wir ham heute im gegensatz zu damals unzählinge möglichkeiten irgendetwas zu tun.
das ist vielleicht ziemlich verwirrend und kann einen zur verzweiflung treiben, aber ich sehe das als vorteil gegenüber damals an.
die welt ist einfach komplizierter geworden, weil der sohn eines bauern heute nicht automatisch auch bauer werden muss, sondern wählen kann, was er machen will.
ist das ein nachteil ?
und mal noch als anmerkung. es haben auch damals nicht alle leute fleissig gearbeitet und was mit ihren händen geschafft.
das betraf ja vorallem die dörfer und ärmeren gegenden, wo die wirklich noch täglich für ihr essen schufeten mussten.
es gab ja auch damals schon größere stadte, es gab den mittelstand und wohlhabende familien. die ham ja auch nicht geschuftet bis körperlich nichts mehr ging. und als vergleich, auf den bauernhöfen die es noch gibt, wird auch heute noch hart geschuftet, wie damals...also hat sich da vielleicht garnicht so viel geändert.
hm...mir is das jetzt alles etwas durcheinandergeraten, weil ich so viel wieder gelöscht hab, weils etwas zu lang wurde...
nur eins noch...
@skinni
klar leben wir in ner wegwerf gesellschaft.
na und ? die hätten damals auch alles weggeschmissen und neu gekauft, wenn sie das geld gehabt hätten. das war schon immer so. das war im mittelalter schon so, dasswohlhabende menschen verschwenderisch waren. das heute unsere ganz gesellschaft so läuft, ist ja eigentlich ein zeichen für allgemeinen wohlstand und das ist doch nicht schlecht, oder ?
und konsum und sexgeil waren die menschen wohl auch schon immer...
orgien wurden überall gefeiert

wir haben nur den vorteil, das wir es heute dank moderner verhütungsmittel frei ausleben können und sich nicht mehr alle gegenseitig innen popo ficken müssen

das sind einfach veränderungen die für einen ständigen vortschritt unserer gesellschaft stehen und das war auch schon immer so.
alles entwickelt sich weiter, wir haben immer mehr möglichkeiten. wenn das nicht so wäre, würden wir ja heute noch in höhlen leben und bären jagen.
und zieht das jetzt bitte nich in richtung NS und amikultur, damit hats nämlich nich viel zu tun, darauf wirds nur immer gerne geschoben...wenn bei uns heute nichtmehr so ist wie vor 60 jahren, geschah das aus dem selben grund, weshalb es vor 60 jahren anderes war als vor 120 oder vor 200 oder vor 1000 jahren. da muss man nicht die verantwotung bei den amis suchen,
diese veränderungen gabs schon lange bevor es amis gab...soagr bevor es deutsche gab !!!!
jo, schreib mal was....