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Zum Nachdenken

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Dreamrat
Alt 07.08.2008, 15:19   #1
Standard Zum Nachdenken

Ich möchte euch gerne mal etwas zum nachdenken mitgeben, als ich gestern mit meiner Tochter so über das leben allgemein gesprochen habe, sind wir auf das Thema "unzufriedenheit" gestoßen.

Ich sagte zu ihr, ach wäre dass schön wenn wir dieses und jenes noch hätten,

Meine Tochter darauf, mei Mama, ich sag dir was,

"Man soll nicht nach dem trauern, was man nicht hat, sondern sich an diesen Dingen erfreuen wo man hat!"
 
 
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Berz
Alt 07.08.2008, 16:25   #2
Standard

Ist jetzt nicht allzu neu, oder?
Und vor allem auch noch leichter gesagt als getan.
 
 
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Kyn
Alt 07.08.2008, 17:03   #3
Standard

Ja das ist leicht gesagt, denn es gibt Dinge ohne die ein Mensch nicht glücklich werden kann wenn sie ihm fehlen.
 
 
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Sidolin
Alt 07.08.2008, 17:17   #4
Standard

Außerdem sind all die Dinge die man nicht hat doch viel interessanter als das was man hat.
 
 
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Vanessa79
Alt 07.08.2008, 20:39   #5
Standard

Ich find das sehr schön, wie alt ist denn deine Tochter?
 
 
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Dreamrat
Alt 07.08.2008, 21:08   #6
Standard

Meine Tochter ist 15 jahre, ich finde dass es einen tieferen Sinn hat, die innere Zufriedenheit, ziele und Wünsche haben wir alle, auch meine Tochter, aber sie erfreut sich an dem was sie hat, wenn noch einige Wünsche in Erfüllung gehen, wäre dass natürlich super, aber dennoch ist man zufrieden, was man hat, weil doch im leben immer alles ganz anderst kommt, wie man es plant oder sich wünscht, oft kommt dann auch etwas unerhofftes und dann ist die Freude doppeltgross. Man wird auch nicht so enttäuscht sein, wenn es nicht so eintrifft.

was mir noch dazu einfällt, dass man oft die kleinigkeit im leben vergißt,

interessant sind die Dinge wo man hat und damit dass beste macht. Glücklich kann sich der Mensch auch alleine machen, allzu neu wird es mit sicherheit nicht sein, aber mich hat das so insperiert, dass von einer 15 jährigen zu hören nämlich von meiner Tochter. Es ist mir so richtig ans Herz gegangen und zeigt mir viel Gefühl und wenig Ansprüche.
 
 
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Vanessa79
Alt 07.08.2008, 21:18   #7
Standard

Na genau das meinte ich. Für 15-Jährige ist das oft nicht so selbstverständlich.
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 08.08.2008, 03:25   #8
Standard

sondern sich an diesen Dingen erfreuen wo man hat!
das sind ja auch die besten wo gibt Oo

ich denke zufriedenheit ist nicht messbar - und an viele dinge die man so hat gewöhnt man sich. kauft man sich einen fernseher erfreut man sich ein paar tage daran - danach wird er gewohnheit. das gleiche mit Haus / dickes Auto / Pool... man KANN auch ohne das weitaus glücklicher sein.

...in wie weit viele materielle dinge einem sogar dabei im weg stehen richtig glücklich zu werden kann ich nicht beantworten. ich vermute aber das viele besitztümer eher ein hinderniss sind, da man dann seine zufriedenheit an materiellem status zu messen ersucht, unter verlustängsten leidet und das brainfucking ohnehin das gleiche bleibt, egal was man um sich rum so auftürmt

aber ich denke wenn man grundsätzlich zufrieden mit sch und seinem leben ist dann schadet ein pool zusätzlich auch nicht . aber zu sagen "ich brauche X, dann bin ich glücklich" ist augenwischerei. aber so funktioniert derzeit ein großteil unserer gesellschaft
 
 
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777
Alt 08.08.2008, 17:20   #9
Standard

Also ich halte es fuer absoluten Schwachsinn, dass einen materielle Sachen gluecklicher oder zufriedener machen.
Ich hatte in Deutschland einen 10 Jahre alten Roller mit 4 PS und war zufrieden damit.
Jetzt wo ich in USA lebe habe ich einen 270 PS Jeep und bin auch nicht gluecklicher damit.
Es hat keinen Sinn auf materielle Sachen zu setzen und je mehr man davon hat, desto mehr rennt man in die Illusion, dass sie einen doch irgendwo gluecklicher machen.

Natuerlich: Ein schoenes Auto erleichtert das Leben.
Aber ich hatte auch mit meinem alten Roller viele lustige Stunden in der Werkstatt, die mich auch irgendwie 'zufriedener' gemacht haben.

Fuer mich hat Glueck nur etwas mit Beziehungen zu Menschen zutun und ob man sich selbst annimmt und sich selbst mag.
Und wenn man schoene Dinge, die alltaeglich sind immer wieder neu zu schaetzen weiss, wie einen Sonnenuntergang oder einen wunderschoenen Wintertag am Morgen.

Alles das kostet nichts und es wurde uns Geschenkt, damit es uns gluecklich macht.

Und mich macht die Natur etwa tausend Mal gluecklicher als mein Notebook oder meine Wohnung... ich brauche das alles eigentlich nicht und es stoert mich nicht, dass alles das vergaenglich ist.
 
 
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sandzo
Alt 18.08.2008, 13:09   #10
Standard

Etwas verlieren was man hat kann schmerzen (große Liebe, gewissen Lebensstandard, seine Gesundheit.....)
also ist da schon viel dran
 
 
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Der Schadi
Alt 27.08.2008, 08:43   #11
Standard

"Omnia mea mecum porto" (meine ganze Habe trage ich bei mir) war der Leitspruch der Schule der Athener.
Und ehrlich gesagt, je mehr ich mich daran orientiere, desto besser fühle ich mich in meinem Leben und desto weniger bin ich an materiellem Wohlstand orientiert.
Je weniger ich habe, umso weniger scheine ich das zu vermissen und umso mehr steigt in mir das Gefühl der Befreiung von dem verblendenden Werteschleier, den uns unsere Gesellschaft vor die Augen gehangen hat.
Sicherlich ist ein materieller und besonders ein ideeller Verlust (z.B. einer Freundschaft, einer Liebe) schmerzhaft, doch wenn sich einem die richtige Quelle von Hoffnung offenbart (versteht das, wie ihr wollt), erleichtert dies die Verarbeitung des Durchlebten.
Im Grunde habe ich das Gefühl, dass man um so reicher wird, je weniger man hat, denn schließlich verändert sich dann das Werteverständnis meiner Meinung nach zum Positiven hin.
Neue Werte und Ideale werden geschaffen und das Streben nach leblosen Objekten rückt immer weiter in den Hintergrund.
Ist das nicht an und für sich schonmal eine gute Grundlage für eine positive Neuorientierung einer künftigen menschlicheren Zivilisation?
Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Denken sich auch in den freien Geistern anderer Heranwachsender entwickelt, denn für eine 15jährige ist das schon ein beeindruckender Erkenntnisansatz.
 
 
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maria357
Alt 27.08.2008, 17:56   #12
Standard

Deine Tochter hat völlig recht. Ich würde mir NUR wünschen, dass alle Menschen endlich so denken.

Dann hätten wir vielleicht diese Ellenbogengesellschaft nicht so stärk ausgeprägt. Jeder für sich und einsam dazu - mit Hass und Neid im Herzen !

- das ist das Einzigste im Leben was ich wirklich hasse ! -

Bitte keinen Hass und keinen Neid im Herzen !!!
- erst mal die wertvollen Dinge um sich herum wahr nehmen und zu lieben lernen. Alltäglichkeiten schätzen - auch mal ein einfaches Lächeln tief ins Herz lassen......
 
 
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Klebstoff
Alt 28.08.2008, 13:20   #13
Standard

Hass und Neid lassen sich am einfachsten beseitigen, wenn alle aufhören würden zwischen "denen da" und "uns" zu unterscheiden.

Einfach aber schwer umsetzbar.
 
 
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Dreamrat
Alt 28.08.2008, 13:36   #14
Standard

Da sage ich dazu, wenn jeder bei sich selber anfängt, ist schon vieles erreicht... einige meinen, es sei so schwer, so schwer das umzusetzen, ich meine dadurch das man sich dass selber sagt, ist es auch schwer, man macht es sich dann schwer. Auch wenn es schwer sein sollte, der Mensch kann alle Hürden überspingen, man muss nur selber etwas dafür tun und nicht sagen, "ich kann nicht" und sei der Weg noch so mühsam, aber es lohnt sich...

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. Maria von Ebner-Eschenbach


Bewahre Dir die Freude an den kleinen Dingen des Lebens, die dich immer wieder glücklich machen



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Geändert von Dreamrat (28.08.2008 um 15:03 Uhr).
 
 
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maria357
Alt 28.08.2008, 16:36   #15
Standard

Du sprichst mir aus dem Herzen und zwischen den Zeilen - Danke DREAMRAT !!!
 
 
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