Tja, ich muss sagen, dass ich früher sehr sehr viel nachgedacht habe. Das Ergebnis davon ist, dass ich mich in meinem Leben schon mit vielen theoretischen Szenarien auseinandergesetzt und mir mögliche Reaktionen darauf überlegt habe. Es gibt also wahrscheinlich nur noch wenige Situationen oder Vorkommnisse, die mich völlig überraschen würden.
Nachteil der ganzen Sache ist, dass man gleichzeitig nicht viel handelt. Man "trainiert" sich geradezu darauf, Situationen erstmal komplett verstehen zu wollen, bevor man in Aktion tritt, und das verhindert wiederum etliche Lebenserfahrungen, die man nicht macht, weil man nicht aus dem Nachdenken rausgekommen ist.
Ich sag mal so... ich bin froh, jetzt so zu sein, wie ich bin (relativ froh zumindest

), aber ich denke, dass ich das auch einfacher hätte haben können. Wenn ich früher weniger nachgedacht hätte, wäre ich vermutlich glücklicher gewesen, und ich hätte ja später jederzeit noch mit dem Nachdenken anfangen können. Bin mir da aber nicht 100%ig sicher.