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Was macht Serien so anziehend?

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hermes
Alt 10.02.2006, 20:50   #1
Standard Was macht Serien so anziehend?

Ich bin zu Hause, hab am PC die üblichen Internetpages abgeklappert, suche in diversen Foren nach interssanten Themen, doch nichts will mich so richtig ansprechen. Langeweile. Na gut, setz ich mich halt vor den Fernseher, denk ich mir und zappe mal durch: "Julia, der Weg zum Glück" läuft auf ZDF. "Meine Güte, wer schaut denn sowas. Nur schon die Aufnahmen wirken so billig" schweift es mir durch denk Kopf. Ich schalte weiter, doch es scheint als käme wieder nur Scheiss: "50Cent kaufte sich ein Yacht für 50Mio$" sendet VIVA. Ich drücke weiter, und *doing*,wieder hellwach, erkenne ich ein bildhübsches Mädchen auf SF2. Schlank, blonde Haare und ihre grossen Augen sehnen irgendwie nach Mitleid, nach Zuneigung. Sie ist so vollkommen. Nun erscheint ihr Freund, wahrscheinlich wirkt er auf weibliche Zuschauer genauso attraktiv wie sie.
Sie versuchen sich gegenseitig zu trösten, (ihr gemeinsamer Freund hatte einen schrecklichen Autounfall) man spürt die die Wärme, die enge Vertrautheit, sofort versetzt man sich in seine Person, man identifiziert sich mit ihm, oder ihr. Und irgendwie löst sich bei mir ein Glücksgefühl, dieses Leben scheint so perfekt zu sein, obwohl es immer um Probleme handelnt, scheinen sie sich von selbst zu lösen...

..Kennt ihr das? Man fühlt sich plötzlich hingezogen von der Situation, man hat sich völlig darauf eingelassen und spürt dieses "Glücksgefühl".

An was liegt das? Ist es diese Welt, dieses perfekte Milieu, das einem aufgezwungen wird? Oder liegt es einfach daran, dass jede Frau entzückender als die nächste aussieht? Oder sind es Sehnsüchte in einem selber, die sich sozusagen "ins Bild setzen"?

Bin gespannt, ob ihr ähnlich Feststellungen gemacht habt...

(die beschrieben Szene stammt übrigens aus "O.C. California)


Gruss
 
 
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Tyler
Alt 10.02.2006, 22:21   #2
Standard

Also ich, als Serien-Junkie, interessiere mich sehr für die Geschichten und Charaktere in den Serien. In erster Linie geht's dabei nicht um Äußerlichkeiten, sondern mehr um die charakterliche Eigenschaft der Personen.
Beispiel aus der Serie Pretender:
Jarod (Pretender) wird seit seiner Fluch als junger Mann aus dem Centre, von selbigen gejagt. Sein Schicksal ist seine Fähigkeit, sich in jeden beliebigen Beruf hineinzuversetzen und gleich alle nötigen Fachkenntnisse zu besitzen - so hilft er denen, die Hilfe brauchen, sucht gleichzeit nach seiner Identität und flieht vor den Agenten des Centre.

Ich finde das gerade deshalb so anziehend, weil in dieser Welt eben nichts perfekt ist und Jarod, nicht der unverwundbare Superheld ist,...
Auf anderen Seite ist doch diese Perfektion in seinen Handlungen als Pretender - dieses unglaubliche Wissen und die Intelligenz, sein Wissen richtig einzusetzen, lässt einen doch danach streben ähnlich handeln zu wollen, oder ?!
Gleiches gilt für die Serie "John Doe". Auch Gil Grissom aus CSI: Las Vegas hat eine unglaubliche hohe Bildung, die er immer wieder zur Show stellt. Neben den Stories fasziniert mich sein Charakter am meisten.

... es sind für mich die Eigenschaften der Personen, die mich dazu bringen immer wieder "einzuschalten". Dann kommen die Geschichten udn Hintergründe und dann das Äußere.
 
 
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Manni
Alt 11.02.2006, 12:31   #3
Standard

Ist es diese Welt, dieses perfekte Milieu, das einem aufgezwungen wird? Oder liegt es einfach daran, dass jede Frau entzückender als die nächste aussieht?
Ich glaube, ich gucke keine Serie auf die das zutrifft.

Ich gucke Emergency Room, Medical Investigation, Nip/Tuck, Star Gate.
Bei 24 habe ich den Anfang verpasst und gucke das diesmal nicht und bei Six Feet Under habe ich den Anschluss verpasst.

Klar kommen auch hier echt heiße Frauen vor, allerdings ist es alles andere also so, dass da nur Schönheiten rumlaufen würden. Und ein perfektes Milieu - behaupte ich einfach mal - gibt es nicht. Höchstens welche in denen es einem besser geht als in anderen. Und das ist in diesen Serien höchstens teilweise so.

Was einen an Serien fesselt sind die Spannung darauf wie es weitergeht, die Gefühle die gezeigt werden.

Ich kann allerdings nicht verstehen, wie jemand auch nur eine einzige deutsche Serie angucken kann.
 
 
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hermes
Alt 11.02.2006, 14:46   #4
Standard

Zitat von Manni Calavera
Ich glaube, ich gucke keine Serie auf die das zutrifft.

Ich gucke Emergency Room, Medical Investigation, Nip/Tuck, Star Gate.
Bei 24 habe ich den Anfang verpasst und gucke das diesmal nicht und bei Six Feet Under habe ich den Anschluss verpasst.

Klar kommen auch hier echt heiße Frauen vor, allerdings ist es alles andere also so, dass da nur Schönheiten rumlaufen würden. Und ein perfektes Milieu - behaupte ich einfach mal - gibt es nicht. Höchstens welche in denen es einem besser geht als in anderen. Und das ist in diesen Serien höchstens teilweise so.

Was einen an Serien fesselt sind die Spannung darauf wie es weitergeht, die Gefühle die gezeigt werden.

Ich kann allerdings nicht verstehen, wie jemand auch nur eine einzige deutsche Serie angucken kann.

Naja, also ehrlichgesagt schau ich ja kaum fern. Aber dieses OC California kanns einem schon antun (wenn ich andere Serien schauen würde, vielleicht die auch). Aber ist es wirklich nur diese Spannung "wie geht es weiter"? Ich meine diese Antwort scheint mir einfach zu billig , oder einfach zu oberflächlich. Ich denke man hat diese Sendung extra so aufgebaut, dass sich die Zuschauer einfach in die Situation versetzen können und somit alle Emotionen mitfliessen. Aber an was liegt das, dass man sich so schnell betroffen fühlt? Meiner Meinung nach geht das arg ins psychologische rein, wobei dann die TV-Firmen mit diesen psychologisch-filmtechnischen Tricks gross Kasse machen können, weil es schlussendlich "abhängig" macht. Grob gesagt: Mit psychologischen Effekten, das Publikum anlocken.
 
 
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Raubtier
Alt 11.02.2006, 16:33   #5
Standard

"perfektes Mileu" ....

Mh, in vielen Serien wird alles andere als ein perfektes Mileu gezeigt.

Es ist wie im Theater.
Das Ziel der meisten Serien ist, dass der Zuschauer sich mit der Figur, dem Konflikt oder der Lösung der Konflikts oder so identifiziert. Reflexion.

Die meisten Serien zielen auf die Empathie des Menschen ab.

Denke ich persönlich zumindest. ;]

Ich gucke die meisten Serien um ein wenig abzuschalten, meistens finde ich die Probleme interessant.
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 11.02.2006, 19:54   #6
Standard

Ich glaube das bei Serien nur die ersten 5 ( + / - 3) Folgen wirklich gut gemacht und interessant sind. Viel eher glaube ich aber das sie auf die Routine des Menschen bauen, zumindest die Soap Operas. Natürlich ist dieses abzielen bei der Zielgruppe nicht sonderlich schwer.
Man zeigt den Kindern einfach eine fiktionale Welt, die rein theoretisch aber real sein könnte. Packt in jede neue Sendung einfach einen haufen Teenieprobleme zwecks Identifikation rein und schon läufts.
 
 
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weltretter
Alt 11.02.2006, 21:38   #7
Standard

Zitat von hermes
(die beschrieben Szene stammt übrigens aus "O.C. California)
war mir klar!!!
 
 
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moodysmile
Alt 21.02.2006, 12:45   #8
Standard

also ich schau auch viele serien... aber es gibt auch genügend mit denen ich nichts anfangen kann, weil sie zu billig oder nicht gut gespielt sind! ich gucke zum beispiel auch o.c california.. ich gucke es weil die schauspieler 1. im teenager alter sind 2. gut schauspielerin können 3. gute folgen haben .. die serie ist auch sehr spannend ist nie wirklich langweilig das ist auch ein faktor.. ich kann mich da sehr gut hineinversetzen ab und zu oder hätte den wunsch das ich das bin weil es so verlockend aussieht .. zb .. küssen mit den typen .. sie festhalten .. ist doch geil! . klar jeder willl mal soo spass haben wie die kids da aus der serie.. vorallem alles ist eigentlich auch realistisch gestaltet ..
 
 
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Felicitas
Alt 21.02.2006, 15:57   #9
Standard

*gg* na ich schaue auch eher serien die eben NICHT realistisch sind. von gzsz oder so habe ich noch nie eine ganze folge gesehen und komme auf 2x 10 minuten die ich da mal reingeschaut haben (reinschauen musste).

ich brauch diese "superhelden" stories, oder derart abgefahrene stories die einfach nicht sein _können_

beispiele (jaja, manch einer mag es als peinlich empfinden):

charmed
lost
emergency room
CSI
Star Gate
Buffy damals

sowas eben in der art.

ich brauch nicht noch mehr realitätsquatsch wenn ich abschalten will, geschweige denn schlecht gemachten realitätsquatsch.

mal aufgefallen das es bei gzsz, verliebt in berlin, unter uns und ak06(05, 04) immer genau die gleichen stories gibt (was man so mitbekommt wenn andere darüber reden, wie gesagt gzsz und unter uns hab ich nie gesehen)?

die einen landen im suff, dann gibts ein paar junkies, die nächsten werden schwanger, dann ab und zu mal eine entführung oder ein böser unfall

*GÄHN*

aber, ich muss zugeben, manchmal schau ich mir auch den mist an, bzw. ak zum beispiel regelmäßig

*schäm*
 
 
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