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Macht und Ohnmacht

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Frieda Friedlich
Alt 02.06.2001, 01:10   #1
Beitrag Macht und Ohnmacht

Hey Leute
ich stehe vor einem echten Problem.

Ich habe studiert. Und nun muß ich mir auch noch eine Arbeit suchen, um zu überleben.
Das wäre ja alles nur halb so schlimm, wenn es da nicht ein kleines Problem gäbe:

Ich habe keine Lust mich dem System unterzuordnen.
Er hasse die Überheblichkeit, Oberflächlichkeit, Lügen, Selbstgerechtigkeit, Gier, Intoleranz,
Machtstreben, Stumpfsinn, Unterwürfigkeit, Heuchelei ... mit den sich die Menschen
gegenseitig verarschen. Und damit sich selbst zerastören. Ich möchte in meinem Leben nicht
dahinvegetieren als stumpfer, konsumverblödeter und freizeitgeiler Idiot.

Kurzum, ich bin in einer schizophrenen Situation. Auf der eine Seite widerspricht es
meinem Verstand mich bei irgend einem dieser Konzerne gleichschalten zu lassen.
Auf der anderen Seite ist der äußere Druck ungeheuer groß, mich in dieses System
einzugliedern.

Ich möchte meine Leben nicht 5-Tage die Woche und 8 Stunden pro Tag eine Tätigkeit
machen, die keinen Sinn für mich hat. Ich komme vor wie ein Sklave. Die Praktika im
Studium waren schon schlimm genug.

Welche Alternativen habe ich?


1. Ich kann arbeitslos werden, aber dann habe ich auch verloren. Denn Arbeitslose zählen
in dieser Gesellschaft soviel wie Dreck.
2. Ich kann mich von einer Brücke stürzen. Auch uncool. Oder einfach zu feige dazu.
3. Ich kann aus dieser Gesellschaft verschwinden. Aber wohin?

Wie soll ich damit fertig werden?

Gruß Frieda Friedlich
 
 
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MonoMan
Alt 02.06.2001, 02:42   #2
Beitrag

Original erstellt von Frieda Friedlich:
.
Ich kann aus dieser Gesellschaft verschwinden. Aber wohin?

Nun, vielleicht kannst du nicht einfach ganz aus ihr verschwinden (außer du findest es cool, in Papua Neuguinea in einer Höhle zu wohnen und dich von Baumrinde zu ernähren...)
ABER du kannst zumindest die Zeit, die du in der Gesellschaft verbringst, auf das Notwendigste begrenzen.
D.h., such dir nen Job, der dich möglichst wenig beschränkt. Auch wenn du dort dann halt etwas weniger verdienst...
Geld verdienen ist nunmal notwendig. Aber wozu 6000 Mark im Monat??
Mir reichen meine 2000 Netto vollkommen aus. Ist halt ne Frage, was für Ansprüche man stellt. Ich vermute mal, dir sind Luxusgüter und ein teurer Lebensstil auch nicht so besonders wichtig... Ich jedenfalls halte es so:
Mein Auto braucht keinen Stern, es muss mich nur von A nach B bringen können. Mein Haus braucht keinen Pool, es muss mich nur vor Regen und Einbrechern schützen. Mein Zimmer braucht fast keine Möbel, denn das meiste steht einfach auf dem Boden rum. Und meine Klamotten brauchen kein Hilfiger-Logo, sie sollen bequem sein und meine Geschlechtsteile verbergen. (warum eigentlich? *g*)
Mit dieser Einstellung kommst du also locker mit 2000 Mark über die Runden. Das entspricht einem besseren Ferienjob. Ist nur nicht so leicht, sowas auf Dauer zu finden... bei mir hat es durch Beziehungen geklappt (damit klappt so ziemlich alles...)
Andererseits... ich hab mein Studium schon nach zwei Semestern wieder abgebrochen. Du hast es fertig gemacht, da will man ja sicher dann auch irgendeinen Nutzen daraus ziehen.
Halbtagsjob? Ich weiß ja nicht... aber wenn du bwl oder sowas studiert hast, würde die Hälfte vom Gehalt zum Leben sicher auch ausreichen. Stellt sich nur die Frage, ob dich einer halbtags beschäftigen möchte.
Ich kann jedenfalls nur sagen, dass ich es eine unglaubliche Verschwendung finde, wenn kreative, kritische Menschen wie du und ich 40 Stunden in der Woche ihren Geist an das Potentat des Kapitalismus verschachern müssen, um zu überleben. Mein Job ist wirklich relativ locker, eben wie eine Art dauerhafter Ferienjob... dennoch ist es zuviel Zeit, die ich dafür aufwenden muss. Zeit, die mir dann für die Dinge, die ich als wesentlich wichtiger erachte, fehlt.
Egal, was du machst:
Eine Arbeit sollte dazu dienen, anderen Menschen einen wichtigen Dienst zu erweisen und damit seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Unter einem wichtigen Dienst verstehe ich zum Beispiel: Brötchen backen, Häuser bauen oder Kranke pflegen.
Wenn ich aber nun Werbeplakate für MacDonalds entwerfe, während ich eigentlich auch in der selben Zeit ein paar Menschen, die ECHTE Probleme haben, helfen könnte, dann verschwende ich definitiv meine Zeit und sollte mich umorientieren.

MonoMan
 
 
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Frieda Friedlich
Alt 02.06.2001, 03:14   #3
Beitrag

Hallo mono,
danke für die schnelle und kompetente Antwort!
Bitte helf mir weiter!
Weiteres in der Mail,die ich dir gesendet habe.

Gruß Frieda Friedlich
 
 
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Bleib Tapfer
Alt 02.06.2001, 03:32   #4
Böse

tja, was soll ich sagen? ich stecke zwar noch mitten im studium, aber wenn ich darüber nachdenke, was danach auf mich wartet, schüttelt es mich jetzt schon.

nicht, dass ich zu faul wäre, um zu arbeiten. ich engagiere mich immer für dinge und projekte, hinter denen ich einen sinn sehe. dazu zählt für mich auch, anderen beizustehen, wo es mir möglich ist.

ich denke, ich stecke (schon seit einigen jahren) in dem gleichen loch wie du, frieda...
 
 
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Morris
Alt 02.06.2001, 12:33   #5
Beitrag

ich hab mir schon öfter überlegt einfach nur einen kleinen job zu machen und lieber spartanisch zu leben, als sich mit soviel stress rumzuplagen. ich bin zwar erst zehnte, hab also noch viel zeit vor mir bis es soweit ist, aber die zeit rennt.

ich meine, du und monoman und ich sind noch jung und wenn man jung ist, ist man eher dazu geneigt, seine meinung zu ändern. von daher sollte man sich sowas schon genau überlegen. miniskin hat auch keine lust sein leben an einen konzern hinzugeben der einen so erschöpft, dass man danach kaum zeit hat sich mit etwas sinnvollem zu beschäftigen. aber ich hab genauso auch noch wunschträume für die man vielleicht etwas mehr braucht. und 2000,- reichen doch grade mal für das nötigste, oder?
 
 
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MonoMan
Alt 06.06.2001, 01:57   #6
Beitrag

Original erstellt von Kleiner Skinhead:
aber ich hab genauso auch noch wunschträume für die man vielleicht etwas mehr braucht. und 2000,- reichen doch grade mal für das nötigste, oder?
Ja, was soll ich sagen skinny?
Das erinnert mich an meinen Vater... sein Traum war immer ein eigenes Haus, und zwar eines, das vollkommen abbezahlt ist.
Dafür hat er 12 Stunden am Tag geschuftet. Und das mit dem Ergebnis, dass er zwar das Haus hatte, aber auch große gesundheitliche Probleme bekam, die ihn letztlich dahingerafft haben.
Neulich meinte meine Mutter zu mir:
"Es ist einfach ungerecht, dass er von der ganzen Schufterei nichts mehr gehabt hat..."
Ich habe mich daraufhin gefragt:
Ungerecht? Oder nur logische Konsequenz?
Und hätte er nicht mehr davon gehabt, wenn er etwas weniger gearbeitet, und dafür etwas mehr gelebt hätte???
Tja, vielleicht hätte es dann nicht zum eigenen Haus und zum Mercedes gereicht...
Und so ein eigenes Haus hat zweifellos Vorteile: Zum Beispiel kann man die Stereoanlage so laut aufdrehen, wie man will. Und man weiß, dass man nicht so einfach rausgeworfen werden kann. Aber ansonsten? Ansonsten macht es nur Ärger.
War es das also wert?
War die Gewissheit, dass man die Stereoanlage so laut aufdrehen kann wie man will, es wert, dass sich ein Mensch dafür zu Tode gearbeitet hat???
Ich sage: NEIN!!
Meine Freunde haben auch nicht unbedingt viel Geld...
aber wir haben genausoviel Spaß, wie wir mit mehr Geld hätten! Wo andere in die Disco gehen, laufen wir lieber stundenlang durch den Wald. Das kostet nichts, und jeder sollte sich mal fragen, ob das nicht vielleicht auch mal ganz schön sein kann... (ich sag ja nicht, dass eine Disco oder ein teures Konzert schlecht sein müssen. Gelegentlich zieht es uns ja auch zu solchen Veranstaltungen.)
Egal ob Freundschaft, Vertrauen, oder Freiheit...
Die wertvollsten Wunschträume, die man sich erfüllen kann, gibt es beinahe umsonst.
Wenn du anderer Meinung bist, würde ich jetzt gern ein anschauliches Beispiel von dir hören, damit ich was Konkretes dazu sagen kann...

MonoMan

[ 06 Juni 2001: Beitrag editiert von: MonoMan ]
 
 
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meli
Alt 06.06.2001, 14:25   #7
Beitrag

hmm...ich find das blöd.
ich will schon mal viel verdienen. klar, will ich lieber glücklich und 'arm' als unglücklich und 'reich' sein, aber es gibt ja wohl noch reich und glücklich.
bissel luxus is doch auch nicht schlecht...klar, brauch ich kein mercedes...aber ich will auch keine schrottkiste, die rumhechelt...will en mittelding.
was is denn daran so schlecht...
 
 
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Frieda Friedlich
Alt 06.06.2001, 17:53   #8
Beitrag

Unsere Gesellschaft ist so ausgelegt, dass immer mehr Menschen sich immer mehr Wünsche erfüllen können, für die es nichts ausser einem ausreichenden Geldbetrag erfordert. Der Traum, ein eigenes Auto zu besitzen, ein eigenes Haus zu bewohnen - diese Träume werden immer leichter und immer früher verwirklichbar.

Doch - Träume wie richtige Freundschaft, ein Ende der Einsamkeit - ihre Verwirklichung kostet keinen Pfennig, und ist doch schwieriger als alles andere ... kein Konzern kann Freundschaft verkaufen, kein Mittel Einsamkeit heilen ... in den meisten Fällen kann man nur hoffen, irgendwann die richtigen Menschen zu treffen. Sicher ein Grund, warum viele dann doch lieber ihre Lebenszeit für den Erwerb eines schicken Sportwagens verschwenden ... das ist zumindest ein Ziel, das erreichbar ist, und wenn der Sportwagen einmal in der Garage steht, bleibt er auch dort ... und im Falle eines Unfalls zahlt die Versicherung.
Schon mal was von einer Einsamkeitsversicherung gehört ?

Ciao, Frieda
 
 
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Morris
Alt 06.06.2001, 21:46   #9
Pfeil

monoman:
ich mein das ganz anders! mich kotzt es ebenso an dass heute alles teuer ist. dich erstaunt es vielleicht, aber ich habe durch meinen vater(der ebenso viel schuftet und auch genug verdient) auch gemerkt dass es sinnlos ist, viel geld zu haben, wenn man für seinen sohn(mich ) keine zeit mehr hat.
die wünsche die ich habe und die mehr als 2000,- kosten sind nicht unbedingt ein haus oder ein schickes auto. mir reicht ne mietwohnung und ein olles auto, wenn überhaupt eins. aber wo ich gern mal hinfahren würde ist island oder norwegen . das kostet vielleicht nicht 2000,- oder so, aber selbst wenn man das billigste macht ist es für mich eine riesenmenge geld.

und ich war selbst noch nie in einer disko(nur onkelz). wir hängen auch lieber beim kumpel rum und schlürfen billig-bier :-D

also was ich sagen will: man sollte überlegen, ob man einen schlechtbezahlten halb-tagsjob nimmt um dann viel zeit mit etwas verbringen kann(wenns aber irgendein hobby ist, wo man was investieren muss, wird es aber auch knapp) oder ob man einen besserbezahlten 8-stunden/tag-job wählt der einem zwar weniger zeit beschert, jedoch mehr materielle freiheiten lässt(ich weiß, materielles ist nicht so wichtig, braucht man heutzutage jedoch um einigermaßen durch's leben zu kommen). von einem stressigen full-time job für einen blöden benz oder ein großes haus würd ich allerdings auch abraten.

und meli: brauchst du ein auto um von a nach b zu fahren oder um gut dazustehen. ich brauch es für's erstere.
 
 
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meli
Alt 07.06.2001, 14:46   #10
Beitrag

ja brauch auch eins um von a nach b zu kommen. mein erstes auto wird wohl auch so ne schrottkarre sein...da isses mir auch wirklich scheißegal. hauptsache es fährt...

aber ich mein halt später. da will ich auch en gutes auto haben. mit mehr komfort und vielleicht nem airbag. wie gesagt...en mercedes oder bmw will ich gar nich, aber eins in dem ich mich en bissel sicher fühlen kann, sollte schon drin sein...

ich sag das ja nur weil ihr hier irgendwie so erzählt als ob man nur glücklich sein könnte wenn man kein geld hat...das versteh ich nich..

man muss sich wirklich nich gleich tot schuften um gut zu leben. und das strebe ich eigentlich an... mehr will ich auch gar nich sagen..
 
 
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Morris
Alt 07.06.2001, 17:37   #11
Beitrag

zum glück, wenn auch nur zum vergänglichen, materiellen glück brauch man heutzutage geld. das finde ich traurig. man ist glücklicher wenn man z.b. von jemanden geliebt wird als wenn man einen tollen toyota oder so gewonnen hat. und liebe bekommst du auch ohne geld. aber um einigermaßen sorglos zu leben, brauch man halt zahlungsmittel. und da macht sich ein stinknormaler 08/15-job einfach am besten, find ich. er trifft das mittelmaß zwischen arm(viele sorgen) und reich(auch viele, jedoch andere sorgen).
 
 
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MonoMan
Alt 07.06.2001, 20:42   #12
Beitrag

Original erstellt von meli:
hmm...ich find das blöd.
ich will schon mal viel verdienen. klar, will ich lieber glücklich und 'arm' als unglücklich und 'reich' sein, aber es gibt ja wohl noch reich und glücklich.
bissel luxus is doch auch nicht schlecht...klar, brauch ich kein mercedes...aber ich will auch keine schrottkiste, die rumhechelt...will en mittelding.
was is denn daran so schlecht...
Kommt halt drauf an.
Wenn man sich selbst ab und zu was gönnt, ist das in Ordnung. Wenn man aber gleichzeitig sieht, dass ein Freund sich das selbe nicht leisten kann, dann sollte man es besser ihm schenken als es für sich selbst zu verwenden. Anderen etwas Gutes tun, ist nämlich ein ganz tolles Gefühl, das einen auch glücklich machen kann (haben nur die meisten Menschen anscheinend völlig vergessen...)
Gut, aber nehmen wir mal an, den Freunden fehlt es an nichts, und man hat noch Geld übrig für ein bisschen Luxus...
das ist voll ok. Nur sollte man bedenken, wie schnell die Besitzverhältnisse umgekehrt werden.
Schnell kann es passieren, dass man durch eine Anschaffung, die man macht, mehr Stress hat, als davor, als man sie noch nicht hatte...
Wie viele kaufen ein Auto, und verbringen dann nicht nur Jahre damit, dafür zu arbeiten, um es abzubezahlen, sondern sie verschwenden auch noch den ganzen Samstag dafür... denn sie müssen das Auto ständig waschen, tunen, rumzeigen, reparieren oder sonstwas... sie verkommen zu Sklaven ihres Gefährts.
Wie viele kaufen ein Gartengrundstück, weil sie ein wenig Erholung wollen, und müssen dann ständig das Gras mähen, die Hecken stutzen, etc...
sie verkommen zu Sklaven ihres Besitzes.
Ich will ja nicht alles schlecht machen. Nur sollte man sich vorher überlegen, welche Dinge man wirklich benötigt, damit es einem besser geht... und welche man sich nur zulegt, um nicht mehr so viel zum Nachdenken zu kommen

MonoMan
 
 
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meli
Alt 07.06.2001, 20:56   #13
Reden

du dramatisierst alles...
wenn ich en auto hab, dann saug ich das mal aus wenns irgendwann mal schmutzig is und ich grad bock hab... und fahr irgendwann mal durch die waschstraße....
und wenn ich geld hab dann kauf ich sicher nich meinem freund alles was er haben will.... klar kann ich ihm mal was schenken, aber der kommt sich ja auch verarscht vor wenn da immer son typi ankommt und dir alles kauft... ich käme mir da verarscht vor..

Ich will ja nicht alles schlecht machen.
nö, gar nich....
[img]greensmilegrin.gif[/img]
 
 
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Survival4
Alt 19.06.2001, 00:35   #14
Beitrag

Tach leute...
ich habe das selbe Problem mit meinem Vater....er hat sich vor kurzem eine Firma gekauft, mit der begründung das ihn der vorherige Job zusehr gestresst hat (er ist oft samstags und Sonntags arbeiten gegangen), wenn er heim kommt, macht er den haushalt oder schläft....seine Kinder kommen dabei gänzlich zu kurz...
Mein vater fährt einen mercedes...TOLL...warum nutzt er den nicht um mal nach Hause zu fahren und etwas mit seinen Kindern zu unternehmen....jetzt hat er den Stress mit der Übernahme der Firma und ist genauso selten daheim wie zuvor....
wenn er daheim ist und nicht gerade schläft, versucht ermir zu erklären das ein gutbezahlter Job sehr wichtig ist, da wir in dieser Welt nichtgeschenkt bekommen...seit ich mich durch dieses Forum lese sehe ich das gänzlich anders...ich glaube nicht das ich ein gutbezahlter Anwalt werde muss oder ein Spitzen-Graphikdesigner um mein Lben zu geniessen...
ich glaube man kann auch einfach ein Job machen der einen einigermaßen ausfüllt, eine familie gründen und sehr viel Zeit mit den menschen verbringen die man wirklich liebt....
Meinem Vater geht es seit dem Firmenwechsel nicht mehr so gut...er ist oft angespannt oder krank (Stress)...
Ich hoffe daher inständig das auch er eine neue Sichtweise des lebens findet, wo er erkennt das es wichtigere Dinge gingt als Geld und Arbeit.....seine Fmilie, seine Hobbies und seine Träume....

ok...das wars auch schon
c ya
 
 
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candymann
Alt 19.06.2001, 12:41   #15
Böse

also wisst ihr eigentlich was ihr da verlang/sagt bzw. wollt?

Ich hoffe daher inständig das auch er eine neue Sichtweise des lebens findet, wo er erkennt das es wichtigere Dinge gingt als Geld und Arbeit.....seine Fmilie, seine Hobbies und seine Träume....
familie: weist du eigentlich wieviel geld es kostet, eine familie zu ernähren? da kommst du aber mit 2000/monat nicht weit. nehmen wir mal an du hast eine frau, und zwei kinder. die wollen alle was essen, sich duschen, verbrauchen strom, wollen nicht frieren, brauchen was zum anziehen und nen dach überm kopf. das sind die absoluten grundsachen. weist du was eine wohnung kostet wo man vernünftig mit vier leuten drin leben kann?

so jetzt nehmen wir auch mal an jeder aus deiner familie hat hobbies (sowas gibts)
meinst du etwa man kann den hobbies von 4 menschen nachgehen OHNE irgendwas dafür zu bezahlen?

dann soll er sogar noch seine träume verwirklichen. ich weiss zwar nicht was er für träume hat, aber ich denke jeder traum kostet in irgendeinerweise geld (sei es zb. die familie)

ich muss ehrlich sagen, ich arbeite lieber etwas mehr, damit ich mit meiner familie dann später in einem haus leben kann, sie sich auch mal was kaufen können, sie ihren hobbies nachgehen können usw. und nicht das wir in einer kleinen mietwohnung leben müssen, ohne garten wo die kinder mal spielen können etc. nein dafür würd ich dann auch gerne arbeiten!

wenn jeder mit so einer einstellung wie ihr ins leben gehen würde, wären wir immer in der steinzeit, bei den jägern und sammlern. wozu brauchen wir werbmenschen? wenn ich sowas schon höre. weisst du eigentlich wieviele menschen durch eine gute werbekampagne bei mc ihren job behalten können, und damit burger an hungriege leute verkaufen können? anscheinend nicht..

ich könnte jetzt noch mehr schreiben, leider muss ich erstmal weiter arbeiten...
 
 
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Morris
Alt 20.06.2001, 18:36   #16
Beitrag

öhm. es gibt viele familien wo der/die partner(in) nur 2000,- verdienen. sie scheinen zwar nicht glücklich zu sein(wenn es so sein sollte) doch liegt es daran dass sich ihre wünsche an materiellen dingen orientieren. ein haus kostet eine unmenge geld und man bezahlt das doppelte zurück. ein mercedes kostet auch viel und is doch nur ein auto welches benzin verbrennt.
so jetzt nehmen wir auch mal an jeder aus deiner familie hat hobbies (sowas gibts)
meinst du etwa man kann den hobbies von 4 menschen nachgehen OHNE irgendwas dafür zu bezahlen?
fussball, basketball und so sind billig, angeln muss auch nicht teuer sein. also hier gibt es auch viele möglichkeiten.
wenn jeder mit so einer einstellung wie ihr ins leben gehen würde, wären wir immer in der steinzeit, bei den jägern und sammlern.
wo sind wir denn jetzt? in einer zeit von krieg, hass, neid, habgier und materialismus. toll!

und dein beispiel mit mcdonalds zeigt nur wie verbissen heute alle auf geld sind. klar tut das vielleicht den kleinen mann gut aber die großen verdienen sich den kleinen dumm und dämlich. und während die von mcdoof verdienen werden denn bei burger king die leute entlassen oder bei anderen imbissen oder restaurants. tja. was nun?
und ein restaurant erkennt man auch ohne werbung in den medien.
Ich arbeite nun seit 13 Jahren, habe 3 mal die Unternehmen gewechselt und nach den ersten 8 Jahren erkannt, das man mit Menschlichkeit und ohne Ellenbogen in unserem System nicht sehr weit kommt. Die Menschen sind nichts weiter als Marionetten der Banken, Politik und der Hochfinanz.
dieses zitat von gek.ko aus dem "was haben wir in unserem leben vor"-thread unterstützt diese these meines erachtens auch noch.

[ 20 Juni 2001: Beitrag editiert von: Kleiner Skinhead ]
 
 
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