Lupuz.de: Artikel-Portal / Magazin

Zurück   Postpla.net - die Forum Community > Postplanet Talk > Philosophie und Gedanken

Was macht einen Mann zum Mann?

Anzeigen:

Antwort
 
Themen-Optionen
Reh
Alt 12.01.2008, 00:48   #1
Standard Was macht einen Mann zum Mann?

Geld? Mut? Haare auf dem Sack?

Was muss ein Mann haben, besitzen oder leisten, damit er ein echter Mann ist?
 
 
Nach oben
PowerWapiti
Alt 12.01.2008, 01:08   #2
Standard

Hör dir den Assi-Toni an, dann weißt du alles. Er ist der Mann fürs Leben ^^
 
 
Nach oben
Cobain
Alt 12.01.2008, 01:29   #3
Standard

Die Antwort hat der Herbert doch schon vor Ewigkeiten gegeben tztztz

Postpla.net Media Player
Gehe zum Download bzw. zur Originalquelle

Geändert von Cobain (12.01.2008 um 04:27 Uhr).
 
 
Nach oben
Rohen
Alt 12.01.2008, 05:22   #4
Standard

Ein Mann ist Mann, wenn Mann:

- Eine Familie gegründet,
- Ein Haus gebaut und
- Einen Baum gepflanzt hat

... so sagt's mein Großvater.
 
 
Nach oben
Firemen
Alt 12.01.2008, 06:32   #5
Standard

Was ist denn das für ein post ? Also zum Thema Haare am Sack, ist es nicht heutzutage so, das man sich am Sack rasiert ?!?
Ein Mann ist ein Mann, wenn er einen Pillermann hat und eine Frau ist eine Frau, wenn sie eine Ihr wisst schon, hat. Da liegt der unterschied.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 12.01.2008, 10:22   #6
Standard

Zitat von Firemen
Also zum Thema Haare am Sack, ist es nicht heutzutage so, das man sich am Sack rasiert ?!?
Ist das so? Ist Mann möglicherweise kein vollwertiger Mann mehr, wenn er noch Haare am Sack hat?

Zitat von Firemen
Ein Mann ist ein Mann, wenn er einen Pillermann hat und eine Frau ist eine Frau, wenn sie eine Ihr wisst schon, hat. Da liegt der unterschied.
Das heißt, du definierst Mann und Frau ausschließlich biologisch. Kein Unterschied zwischen Familienvater, Muttersöhnchen, Disco-Hengst, Schlappschwanz usw. - alles gleichermaßen Männer, solange sie was zwischen den Beinen baumeln haben?
 
 
Nach oben
mrBurns
Alt 12.01.2008, 11:18   #7
Standard

Zitat von Rohen
Ein Mann ist Mann, wenn Mann:

- Eine Familie gegründet,
- Ein Haus gebaut und
- Einen Baum gepflanzt hat

... so sagt's mein Großvater.
Find ich eigendlich ganz gut.
 
 
Nach oben
Cobain
Alt 12.01.2008, 11:23   #8
Standard

Papelapapp...ein Mann ist ein Mann wenn er

Beim Militär

Im Knast

und im Puff war.
 
 
Nach oben
Jumpy
Alt 12.01.2008, 11:30   #9
Standard

Die Frage ist schon absurd, es gibt halt nur eine bilogische Erklärung, der Rest ist Ansichtssache und somit relativ!
 
 
Nach oben
Anarchnophobia
Alt 12.01.2008, 12:25   #10
Standard

"Was… was macht einen Mann aus, Mr. Lebowski? – Dude! – Heh?! – Ich… ehm… ich weiß auch nicht, Sir! – Ist es, darauf vorbereitet zu sein, das Richtige zu tun? Egal, was es kostet… Ist es nicht das, was einen Mann ausmacht? – Klar! Das und 2 Eier in der Hose! – Sie machen Witze, aber… vielleicht haben Sie ja Recht…"

Männlichkeit macht einen Mann zum Mann

Wikipedia meint dazu:

Die im westlichen Kulturkreis dem ‚Männlichen‘ unausgesprochen oder ausgesprochen zugeschriebenen Charakteristika sind:
  • Eher physische Merkmale
    • (Körper-)Kraft (dem gegenüber ‚weiblich‘: Leidensfähigkeit)
    • Rohe Sinnlichkeit (dem gegenüber ‚weiblich‘: Zartheit, ganzheitliche Erotik)
  • Eher charakterliche Merkmale
  • Eher mentale Merkmale

---------------
da es auch genug Mannsweiber gibt (oder pussys unter den männern *g*) kann männlichkeit eigentlich nicht nur biologisch zu suchen sein.

Ich denke Männlichkeit selber ist nicht angebohren, man erlernt sie. von anderen, vorwiegend wohl älteren männern. Frauen könnem einem keine männlichkeit verleihen, sie wollen aber einen Mann der möglichst viel davon hat.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 12.01.2008, 12:41   #11
Standard

Fußballfans werden sich noch an Olli Kahns Spruch nach einem nicht gut verlaufenen Spiel erinnern: "Eier. Wir brauchen Eier."
Er meinte Eier sicher nicht im biologischen Sinn.
 
 
Nach oben
OrionX
Alt 12.01.2008, 12:56   #12
Standard

ich kann anarch fast zustimmen, nur widerspricht das dem trend das viele frauen auf metrosexuelle männer stehen, also welche die möglichst weiblich sind.

@Olli Kahn: das macht einen mann aus. dingen entgegentreten, sozusagen das leben erkämpfen. einfach "eier haben". Ein Mann sein heisst aber auch erwachsen sein und verantwortung übernehmen und entscheidungen treffen.

ich denke es liegt stark an der erziehung bzw den familiären verhältnissen. der vater ist doch für die meisten irgendwo ein vorbild (so wars bei mir zumindest und ich kenne auch genug leute die ihren vätern sehr ähneln). Wenn der Vater ein guter Versorger ist und der vater stärke verkörpert, dann schaut man sich das halt ab.

Ich denke das sich eine Frau auch auf ihren Mann verlassen können muss wenns hart auf hart kommt.
 
 
Nach oben
drhouse
Alt 12.01.2008, 13:12   #13
Standard

Zitat von OrionX
ich kann anarch fast zustimmen, nur widerspricht das dem trend das viele frauen auf metrosexuelle männer stehen, also welche die möglichst weiblich sind.
ist das wirklich so?
ich kann mir kaum vorstellen das frauen es gut finden wenn ihr freund länger im bad braucht als sie selber oder mehr schuhe hat oder sowas

zum thema:
ich finde ein mann zeichnet sich dadurch aus das er zu seinem wort steht und eine eigene meinung vertreten kann. zudem sollte er sowas wie der "fels" der familie sein. also jmd auf den man sich immer verlassen.
meiner meinung nach hat das nix mit muskeln oder einkommen oder sowas zu tun wie männlich man ist
 
 
Nach oben
Saman
Alt 12.01.2008, 13:14   #14
Standard

Ein Mann, was ist ein Mann.
Wenn man es nur objektiv betrachten will, dann ist die Diskussion schnell zu Ende.
Da schauen wir mal auf die Geschlechtsteile und schon haben wir die Antwort.

Wollen wir aber mal die Subjektive Ebene betrachten, so ist das Thema gar nicht mehr diskutabel denn jeder hat seine eigenen Vorstellungen davon was ein Mann zu einem Mann macht.

Es ist ja sogar schon sehr unterschiedlich, wenn man in die unterschiedlichen Generationen geht.
Was macht einen Mann zwischen 20-30 zu einem Mann?
Was macht einen Mann zwischen 30-50 zu einem Mann? usw.

Es wäre nicht angebracht jetzt eine Antwort zu suchen, denn das kann man nicht.
Viel mehr sollte man sich fragen was macht mein Leben zu dem was es ist oder sogar was ist meine Erfüllung?
Ich persönlich lebe um mich jeden Tag selbst mit Glücksgefühlen zu überschütten.
Denn das ist ein geiles Gefühl.

Gruß
 
 
Nach oben
Felicitas
Alt 12.01.2008, 14:14   #15
Standard

Zitat von drhouse
ich finde ein mann zeichnet sich dadurch aus das er zu seinem wort steht und eine eigene meinung vertreten kann. zudem sollte er sowas wie der "fels" der familie sein. also jmd auf den man sich immer verlassen.
aha, und frauen können das nicht? sie stehen nicht zu ihrem wort, können nicht ihre meinung vertreten, nicht verlässlich sein?

ich schließ mich jumpy an: ein mann ist ein mann wenn er ua. nen schwanz, ein Y cromoson und FSH hat. alles andere ist subjektiv und letztendlich nicht nur in vielen kulturen anders.

das ist zumindest die einzig richtige antwort wenn es darum geht zu sagen "was ein mann ist". eine frage nach der "männlichkeit" steht doch auf nem anderen blatt und ist, wie bereits erwähnt, äußerst subjektiv zu beantworten auch wenn es sicher in unseren kulturkreisen und in der heutigen zeit häufige und weniger häufige antworten gibt. vor 60 jahren hätte man die frage nach der männlichkeit sicher anders definiert als heute (s. rohens opa). die meisten von euch (*g*) können im lsz sicher genug threads finden in denen mädchen/frauen und jungen/männer sagen was in ihren augen männlichkeit ist. und dann merkt man auch gleich dass die antwort alters- und erfahrungsabhängig ist. und letztendlich auch entsprechend subjektiver vorlieben.


aber wie immer: wieso willst du das wissen reh und wie definierst du mann bzw. männlichkeit? du hast ja sicher eine eigene meinung.
 
 
Nach oben
Fränze
Alt 12.01.2008, 15:11   #16
Standard

drhouse, ich glaube, dass metrosexuelle Männer einfach ein bißchen besser riechen, weil

Aber im Ernst: Was einen Mann ausmacht, fragt man sich nur, wenn einem jemand Zweifel eingepflanzt hat, und das ist eine Gemeinheit.
 
 
Nach oben
switch
Alt 13.01.2008, 16:27   #17
Standard

Wie von OrionX bereits einmal erwähnt, denke ich dass "Männlichkeiten" im weiteren Sinn sehr viel mit Verantwortung zu tun hat. Ab einem gewissen Lebensabschnitt sollte man(n) bereit sein, die Verantwortung für eine Familie zu übernehmen. So banal das jetzt auch klingt, er sollte für sie sorgen und sie beschützen können.
Das heisst nicht, dass er eine Familie besitzen muss, ich würde sagen es genügt die Einstellung dazu, diese Verantwortung übernehmen zu können.

Durch diese Einstellung wirkt er auf andere Personen auch verantwortungsbewusst, wodurch seine Umwelt ihn als Mann wahrnimmt.
 
 
Nach oben
Fränze
Alt 13.01.2008, 17:46   #18
Standard

Feli hat doch schon gesagt, dass Verantwortung nicht nur eine männliche Eigenschaft ist oder sein darf. Das trifft auf alle Erwachsenen gleichermaßen zu.

Es kann für einen Mann sehr belastend sein, wenn man ihm Verantwortung aufbürdet, die er vllt im Moment gar nicht tragen kann.
 
 
Nach oben
switch
Alt 13.01.2008, 18:26   #19
Standard

Zitat von Fränze
Feli hat doch schon gesagt, dass Verantwortung nicht nur eine männliche Eigenschaft ist oder sein darf. Das trifft auf alle Erwachsenen gleichermaßen zu.
Das hab ich ja auch gar nicht ausgeschlossen.

Zitat von Fränze
Es kann für einen Mann sehr belastend sein, wenn man ihm Verantwortung aufbürdet, die er vllt im Moment gar nicht tragen kann.
Dann steht Verantwortung aber in einem anderen Rahmen als von mir erwähnt...
 
 
Nach oben
Fränze
Alt 13.01.2008, 18:38   #20
Standard

Du hast aber die Übernahme von Verantwortung oder die Bereitschaft dazu als männliche Eigenschaft angeführt. Ich finde, damit bist Du auf dem Pfad "Sohn zeugen, Haus bauen, Baum pflanzen" als Kennzeichen von Männlichkeit.
Meiner Meinung nach ist es das nicht unbedingt. Schau mal in den thread "Klammern", da geht es um Ähnliches, aufgehängt an der antiken Geschichte vom männlichen Odysseus.
 
 
Nach oben
Felicitas
Alt 13.01.2008, 18:52   #21
Standard

davon abgesehen dass diese art der definition von männlichkeit nicht mehr wirklich zeitgemäß ist: alleinerziehende mütter, alleinerziehende väter, berufstätige mütter, arbeitslose väter, patchworkfamilien usw. usf.

was ist mit einem haushalt, in dem die mutter netto mehr verdient als der vater? ist der vater dadurch weniger männlich, ist die frau weniger frau? ist die mutter die arbeitet überhaupt noch frau? ist der mann, der die waschmaschine bedienen kann und sich seine hemden bügelt weniger mann als derjenige, der das von seiner frau machen lässt? sind frauen die sich für eine bildungskarriere entscheiden weniger frau als diejenigen die mit 16 ihr erstes kind bekommen und dann ihr lebenlang finanziell von mann oder amt abhängig sind?

ist die liste von wiki die anarch gequotet hat wirklich noch zeitgemäß oder entspricht die eher einem (männlichen) wunschdenken?

scheiß emanzipation aber auch *g*
 
 
Nach oben
Fränze
Alt 13.01.2008, 18:59   #22
Standard

Mir fällt überhaupt keine gute "männliche" Eigenschaft ein, die ich nicht an einer Frau genauso schätzen würde.

Anarchs Wiki-Liste ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Die dort aufgeführten Unterschiede stammen aus der Zeit, als jeder noch seine "Rolle" spielen musste, um die Gesellschaft zusammenzuhalten.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 13.01.2008, 20:33   #23
Standard

Insgesamt wird es nun doch interessant hier im Thread. Wir haben hier Stimmen, die Männlichkeit verknüpfen mit Leistung, Verantwortung, Selbstständigkeit usw. Und wir haben Stimmen, die, ganz im Sinne des Feminismus, Männlichkeit rein biologisch definieren und kulturelle Unterschiede zur Frau nicht gelten lassen.
Dieser Zwiespalt spiegelt meiner Meinung nach auch die gesellschaftlichen Verhältnisse im heutigen Deutschland und in manchen anderen Ländern wieder. Kulturelle Geschlechterollen wurden und werden vom Feminismus angegriffen, Frauen beanspruchen für sich Eigenschaften, die früher allein den Männern vorbehalten waren, Männer sollen Eigenschaften mitbringen, die früher den Frauen vorbehalten waren. Wir befinden uns auf jeden Fall in einem kulturellen Umbruch; die alten Formen sind noch nicht weg, wanken aber, die neuen Formen sind noch nicht etabliert.

Angesichts dieser Umwälzung stellen sich viele interessante Fragen.
Was hat die Feminismusbewegung angeheizt? Geschlechterrollen haben über Jahrtausende prächtig funktioniert. Haben die Männer irgendwas an ihrem Verhalten verändert, das die Akzeptanz der Geschlechterrollen aus Sicht der Frau herabgesetzt hat? Es gibt Autoren, die das postulieren.
Verzicht auf Geschlechterrollen ist zwar ein heutiger Trend, aber ist das ein guter Trend für das Individuum und die Gesellschaft? Scheidungsquote über 30%, alleinerziehende, überforderte Eltern, sozial verwahrloste Kinder. So zeitgemäß die Bewegung auch sein mag, ich sehe keine Vorteile. Die Frau hat mehr Freiheiten, aber wiegt das die Nachteile auf? Mit den Freiheiten hat die Frau auch mehr Verantwortung, mehr Stress also. Statt wie früher mit Männern zu kooperieren, muss die Frau nun mit Männern konkurrieren.

Was hat zur Zerstörung der Geschlechterrollen geführt? Was soll mit dem Aufgeben der Geschlechterrollen eigentlich erreicht werden? Ist es wirklich notwendig, Geschlechterrollen aufzugeben oder können die Veränderungen, die damit bewirkt werden sollen, mit weniger Aufwand realisiert werden?

Ich persönlich sehe die heutige Entwicklung sehr kritisch. Der Wegfall der Rollen sorgt für Destabilisierung, kostet unglaublich viel Energie und ist für beide Seiten nervenaufreibend. Ich bezweifle nicht, dass es gute Gründe gegeben hat, die diese Entwicklung überhaupt möglich gemacht haben. Ich bezweifle aber, dass diese Entwicklung ein guter Weg ist, auf die ihr zugrundeliegenden Gründe zu reagieren.
Irgendwas ist schief gegangen und weil eine konstruktive und zielgerichtete Lösung nicht möglich oder nicht gesucht wurde, wurde die große Keule ausgepackt, die einfach alles zerstört. Das sieht für mich nicht nach einer wünschenswerten Entwicklung, sondern nach Verzweiflung aus.
 
 
Nach oben
Fränze
Alt 13.01.2008, 23:00   #24
Standard

Nun aber mal halblang, ja? Es ist nicht der Feminismus gewesen, der die traditionellen Geschlechterrollen aufgehoben hat, sondern die wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Krieg.

Frauen haben gesehen, dass sie im und nach dem Krieg nur schlecht bezahlte Handlangerarbeiten machen konnten, wenn sie arbeiten mussten, weil der Ernährer ausgefallen ist (meine Oma z. B. hatte im Wesentlichen Klavier und Sticken gelernt und nach dem Krieg absolut die Arschkarte gezogen). Die Frauen, die diese Erfahrung gemacht haben, haben dafür gesorgt, dass ihre Töchter eine gute Ausbildung bekommen, und wer die hat, läßt sich nicht mehr in die Rolle der dienenden Ehefrau zurückschieben.

Ich finde immer lustig, wenn ich alte Nachkriegsfilme sehe, in denen die Frauen mit viel Unterröcken und auf Stöckelschuhen über eine Almwiese tippeln und vom knackigen Förster über einen 30 cm hohen Zaun gehoben werden. Dass Frauen sich so nicht mehr verarschen lassen mit dieser angestrebten Rolle rückwärts, finde ich absolut verständlich.

Dass die neue Selbstständigkeit zu Scheidungen und verwahrlosten Kindern führt, möchte ich sehr bezweifeln. Am meisten verwahrlost sind die Kinder, deren Eltern (Mütter) überhaupt keine Arbeit haben und den ganzen Tag daheim vor dem Fernseher sitzen, wo sie sich die Gerichtsshows mit dem Thema Verwahrloste Kinder reinziehen.

Eigentümlich finde ich Deinen Satz, dass Frauen jetzt für sich Eigenschaften beanspruchen, die früher Männern vorbehalten waren. Wie kann man eine Eigenschaft beanspruchen, und wieso kann irgendeine Eigenschaft irgendjemandem vorbehalten sein ??

Ich will jetzt aber auch mal persönlich eine Lanze für selbstständige und ehrgeizige Frauen brechen: Gerade in dieser Zeit, in der kein Job sicher ist und die Wirtschaft von heute auf morgen einem "Ernährer" seine Rolle zerstören kann, ist es doch beruhigend zu wissen, dass die Partnerin einspringen kann. Außerdem ist eine Frau, die nicht nur und immer daheim ihrer Weibchenrolle frönt, eine viel interessantere Partnerin. Ehrlich gesagt, will ich abends nicht wissen, ob die Waschmaschine wieder gestreikt hat.

Natürlich ist eine selbstständige Frau nicht ohne Weiteres bereit, den Herrn und Meister anzuhimmeln. Das war sie aber früher auch nicht. Das hat sie gefaked, das gehörte zu ihrem Beruf als Weibchen. Willst Du das? Würde Dich das in Deiner Männlichkeit bestätigen?







Der Feminismus hat viel Unsinn verbreitet, er hat aber auch auf das Problem "weniger Geld für gleiche Arbeit" hingewiesen.
 
 
Nach oben
Reh
Alt 14.01.2008, 00:54   #25
Standard

Zitat von Fränze
Nun aber mal halblang, ja? Es ist nicht der Feminismus gewesen, der die traditionellen Geschlechterrollen aufgehoben hat, sondern die wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Krieg.
Da widerspreche ich wiederum. Kriege und zurückgelassene Frauen gab es in der Geschichte schon oft. Das hat früher aber nicht zur Auflösung der Geschlechterrollen geführt.
Ich kann mir außerdem nicht vorstellen, wie wirtschaftliche Verhältnisse in direktem Einfluss Geschlechterrollen auflösen. Schieben wir den Feminismus als Zwischenvariable in die Gleichung, dann ergibt sich die Annahme, dass wirtschaftliche Verhältnisse die Frauenbewegung angeheizt haben. Das wiederum kann ich mir vorstellen, halte den Einfluß des Krieges aber noch nicht für wesentlich.

Vielleicht war das Problem, dass die Wirtschaft in den westlichen Ländern zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr wuchs, die Frauen an den Erfolgen aber nicht beteiligt wurden? Während der Mann früher hart arbeiten musste und das praktisch nur für die Familie tat, entwickelte sich plötzlich Überfluß, der Mann konnte sich Luxus gönnen. Die Arbeit des Geschäftsmannes war auch körperlich nicht mehr anstrengender als der Job der Hausfrau. Solche Faktoren könnten zum Gefühl der Ungerechtigkeit beigetragen haben. Zurecht natürlich.

Zitat von Fränze
Eigentümlich finde ich Deinen Satz, dass Frauen jetzt für sich Eigenschaften beanspruchen, die früher Männern vorbehalten waren. Wie kann man eine Eigenschaft beanspruchen, und wieso kann irgendeine Eigenschaft irgendjemandem vorbehalten sein ??
Weil sowas einfach von der Kultur festgelegt wird. Männer haben hart, mutig, aggressiv, zielstrebig zu sein. Frauen müssen sanft und liebevoll sein. Und jetzt beanspruchen Frauen für sich Eigenschaften wie Härte, Zielstrebigkeit, Aggressivität, die früher reine Männersache waren. Solche Festlegungen sind keine Naturgesetze, sondern kulturelle Entwicklungen. Sie können sich ändern und ändern sich auch, wie wir an uns selbst feststellen können.

Zitat von Fränze
Ich will jetzt aber auch mal persönlich eine Lanze für selbstständige und ehrgeizige Frauen brechen: Gerade in dieser Zeit, in der kein Job sicher ist und die Wirtschaft von heute auf morgen einem "Ernährer" seine Rolle zerstören kann, ist es doch beruhigend zu wissen, dass die Partnerin einspringen kann.
Das hat sich in den westlichen Ländern so entwickelt, ja. Der Job des Ernährers ist aber prinzipiell nicht in Gefahr. Wenn alle Frauen wie früher Hausfrauen wären, dann gäbe es keine Arbeitslosigkeit mehr. Das Problem muss woanders liegen. Vielleicht sind die Ernährer nicht mehr vertrauenswürdig? Wenn ja, warum sind sie das nicht mehr? Früher hat es doch funktioniert. Vielleicht sind die Ernährer zu geizig geworden und stellen nicht wie früher den gesamten Verdienst der Familie zugute, sondern verprasseln einen Großteil für persönlichen Eigenbedarf? Das wäre ein berechtigter Grund für die Frau, alte Rollenverständnisse aufzugeben.
Für die Unzufriedenheit der Frauen und die daraus entstandene Frauenbewegung sehe ich bei den Männern die Schuld.

Zitat von Fränze
Natürlich ist eine selbstständige Frau nicht ohne Weiteres bereit, den Herrn und Meister anzuhimmeln. Das war sie aber früher auch nicht. Das hat sie gefaked, das gehörte zu ihrem Beruf als Weibchen. Willst Du das? Würde Dich das in Deiner Männlichkeit bestätigen?
Ich stimme dir nicht darin zu, dass Frauen irgendwas gefaked haben früher. Das gegenseitige Anhimmeln ist zudem das Produkt der heutigen romantischen Beziehungsvorstellung. Das war früher sehr viel pragmatischer, Liebe im heutigen Sinne war mit Sicherheit sehr viel unbedeutender.

Zitat von Fränze
Der Feminismus hat viel Unsinn verbreitet, er hat aber auch auf das Problem "weniger Geld für gleiche Arbeit" hingewiesen.
Naja. Der Feminismus hat dazu beigetragen, jahrtausendelang funktionierende Geschlechterrollen abzubauen, aber das Problem der Unterbezahlung der Frauen ist bis heute nicht gelöst. Da läuft doch gewaltig etwas schief.

Ich plädiere übrigens nicht für Steinzeitverhältnisse. Das ist in der heutigen Zeit nicht angebracht. Ich bin aber nicht überzeugt davon, dass die Auflösung der Geschlechterrollen notwendig ist und glaube, dass wir damit an der falschen Schraube drehen.
 
 
Nach oben
Ähnliche Themen, die dich vielleicht interessieren
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wie soll man Ausländer behandeln? Ganja Gnom Politik und Gesellschaft 54 23.06.2008 16:52
Satanist sein wollen miC Fun und Rätsel-Planet 74 18.01.2007 15:57
Wie funktioniert der Mann? Ceridwen Liebe, Sex und Zärtlichkeit 18 06.07.2004 09:02
Ich will n´ Mann, der mir alles geben kann... ich will n´ Mann..ich will n´ Mann,... Sweet AngelzZzZ Liebe, Sex und Zärtlichkeit 56 08.12.2003 14:50
Unser Mallorca Urlaub 2000 Tagebuch ~dAgReAtEsT~ Postplanet-Kneipe 12 12.10.2000 12:20
Anzeigen:
Antwort

Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:18 Uhr.


Lupuz.de - wir können auch anders!
©1998 - 2008, Lupuz:Information-Network
Powered by vBulletin Version 3.7.1 (Deutsch), Jelsoft Enterprises Ltd.

SEO by vBSEO 3.1.0 ©2007, Crawlability, Inc.