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Das Leben ist paradox...

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Umfrageergebnis anzeigen: Wir befinden uns auf einem evolutionären Weg zu diesen Idealen. Schaffen wir das?
Ja 1 4,76%
Nein 9 42,86%
Erst nach einem Weltuntergang 4 19,05%
Nur wenn wir Lernen zu gegenseidig zu verstehen 7 33,33%
Teilnehmer: 21. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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ByteGhost
Alt 01.11.2002, 15:41   #1
Standard Das Leben ist paradox...

Hoi hatte gesterm Deprifase und das ist dabei rausgekommen.

Wir streben nach der absoluten und reinen Liebe.
Wir suchen DIE für alle verbindliche Wahrheit.
Wir bemühen uns um Freiheit im täglichen Leben.
Wir wollen Gerechtigkeit und Frieden für alle.
Höchstes Ziel ist die Vollkommenheit.

Doch die Liebe, die wir erfahren, ist unvollkommen.
Die Wahrheit, die wir finden, ist subjektiv und mehrdeutig.
Unsere persönliche Freiheit ist durch gesellschaftliche
Zwänge eingeschränkt.
Und wo bleibt die Gerechtigkeit und der Frieden zwischen
ARM und REICH - SCHWARZ und WEISS - ...?
Nichts ist auf Erden vollkommen!

Doch dieses Lebens-Paradoxon ist die Entelechie -
die Kraft, die bestrebt ist, sich nach dem Vorbild von Idealen
zu verwirklichen.
Liebe, Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden sind
ideale Ziele der Menschheit.
Die Ideale sind die "Triebfedern" nach denen wir uns richten, aber
nie im Materiellen und Körperlichen erreichen können.
Wir befinden uns auf einem evolutionären Weg zu diesen Idealen.
Werden wir sie jemals erreichen?

In diesem Sinne, nasse Grüße
Ecco aka ByteGhost aka CrackMS
 
 
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Morris
Alt 01.11.2002, 15:49   #2
Standard

Ich versteh net was du als paradox siehst. Die vielen Gegensätze auf der Welt?

Ich finds paradox sich über Gewalt von Mensch zu Mensch aufzuregen und man dabei ein Steak isst, quasi Frieden will aber nur Krieg austeilt. Aber das hast du ja auch schon angedeutet.

Abgesehen davon, glaube ich an das Gute im Menschen. Irgendwann wird die Erde ein Himmelreich sein, wahrscheinlich erst nach dem 'Weltuntergang'.
 
 
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ByteGhost
Alt 01.11.2002, 15:59   #3
Standard

Ich meine unterandern die Gegensätze der Welt.

Ich rege mich nicht darüber auf, nein eher lege ich meine Gedanken auf den Tisch. Ich mache mich auf keinen Fall besser als alle andern, weil jeder Mensch ist nunmal dazu geboren sich in eine Gesellschaft zu prägen die ihm mehr oder weniger nicht passt.

Ich glaube auch an das gute im Menschen, doch leider ist das Gute schwer, denn "böse" wenn mal ganz klar stellen würde was eigentlich "böse" ist, ist viel einfacher.
Klar ist es einfacher an einen Umfall vorbei zu fahren als jemanden zu helfen. Gut es gibt sicher Ausnahmen, aber die haben gelernt ihren Schweinehund zu überwinden, was lieder nicht auf sehr viele Zutrift.
 
 
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chrsks
Alt 01.11.2002, 16:55   #4
Standard

Wir befinden uns auf einem evolutionären Weg zu diesen Idealen.
Wieso?
 
 
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Àýðîôëîò
Alt 01.11.2002, 18:41   #5
Standard

Wir befinden uns auf einem Weg zu dem dritten Weltkrieg bzw. dem Weltuntergang.
 
 
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chrsks
Alt 01.11.2002, 20:22   #6
Standard

Der nächste Krieg kommt bestimmt, der Untergang der Welt auch, natürlich befinden wir uns auf den Weg dorthin, denn wir befinden uns auf den Weg in die Zukunft, das ist eine völlig triviale Feststellung.

Was Eccos Wahrheit angeht - insbesondere in Bezug auf eine eigene Lüge, denn damit sollte man wohl anfangen - an dem, was wir Realität nennen, was ist daran denn mehr als eine Mehrheitsentscheidung? Wenn jeder, der sich dafür interessiert, an eine von mir erfundene Version der Realität glaubt, warum sollte die dann nicht "real" sein, d.h. alle Auswirkungen haben, die man etwas Realem zuschreibt - nur in meinen Gedanken nicht, doch das hat für die Außenwelt keine Bedeutung.

Doch du willst DIE Wahrheit und was oben steht läuft bei dir wohl unter subjektiver Wahrheit, oje, ich fürchte, in deiner perfekten Welt leben ist nicht schön.
 
 
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ByteGhost
Alt 02.11.2002, 13:42   #7
Standard Ziwschen den Zeilen darf man auch :}

Hmm, da muss ich dir Recht geben Chrsks, in einer perfekten Welt zu Leben wäre nicht schön. Es wäre langweilig.

Ich möchte nicht die Wahrheit, weil diese die Grundlage einer Lüge ist, die wir Tag für Tag neu für uns erfinden.

Was ich möchte tut nichts zur Sache, die Frage ist eher was ihr wollt und das wollte ich mit diesem Beitrag rüberbringen.

Die Frage bleibt also im Raum stehen, wie ihr euch die Zunkunft vorstellt, das war des Pudelskern, vielleicht ein wenig zu krass zur Sprache gebracht. Aber hier ist ja ein Forum und sowas ist manchmal besser als eine Debatierrunde, obwohl ich eigentlich ein persönliches Gespräch immer vorziehe.

In diesem Sinne, nasse Grüße
Ecco aka ByteGhost aka CrackMS
 
 
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chrsks
Alt 02.11.2002, 14:31   #8
Standard paradox, ja

Du willst also aus Wahrheitsliebe die Wahrheit nicht, das ist ja echt mal zum abbrechen.
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 02.11.2002, 14:49   #9
Standard

kleines gedicht zu diesem thema:

"Über die Utopie:

Sie ist am Horizont.
Ich nähere mich ihr zwei Schritte
und sie entfernt sich um zwei Schritte.
Laufe zehn Schritte
und der Horizont verläuft zehn Schritte weiter weg.
So sehr ich auch laufe,
ich werde sie nie erreichen.
Doch zu was taugt dann die Utopie?

Sie dient dazu
in Bewegung zu bleiben!"

Ist von Eduardo Galeano, einem Schriftsteller aus Uruguay.

Das Gedicht spiegelt meine Ansicht ganz gut wieder. Es mag sein, dass wir diese Ideale nie erreichen werden, aber deshalb sollte man trotzdem nach ihnen streben und versuchen, sie zu erreichen. Wenn wir jetzt sagen:
"Wir schaffen das eh nie, also vergessen wir doch Freiheit und Liebe und so weiter gleich!"
dann werden wir es nie schaffen, aber wir müssen auf jeden fall in bewegung bleiben, auch wenn ich "nein" gestimmt hab, weil ich mit momentan nicht vorstellen kann, dass wir diese ideale erreichen werden. trotzdem können wir es versuchen, oder etwa nicht?
Was würde denn passieren, wenn wir es gar nicht erst versuchen würden?

Ciao
kritzi
 
 
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Morris
Alt 02.11.2002, 15:08   #10
Standard

in einer perfekten Welt zu Leben wäre nicht schön. Es wäre langweilig.
Warum? Was ist überhaupt eine perfekte Welt?
 
 
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hesse
Alt 02.11.2002, 19:29   #11
Standard

ne perfekte Welt wird es nie geben, da fuer jeden andere Ideale vorne weg stehen. Außerdem sieht man es in jeder Geschichtlichen Epoche, dass große Ideen meistens nicht umsetzbar waren. Nehmen wir den Kommunismus als Beispiel. Jeder Mensch ist gleich, jeder Mensch besitzt gleichviel. Es war einfach nicht umsetzbar auf Dauer.

Solangs mehr als 8 Milliarden Menschen gibt, mit soviel verschiedenen Ethiken und Ansichten, wird es niemals eine Perfekte Welt geben können. Zuviel Opportunisten, zuviel Selbstjustiz, zuviel eigene Gedanken, zu kleine Gehirne.
 
 
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Khadgar
Alt 02.11.2002, 22:36   #12
Standard

Original geschrieben von hesse
Solangs mehr als 8 Milliarden Menschen gibt, mit soviel verschiedenen Ethiken und Ansichten, wird es niemals eine Perfekte Welt geben können. Zuviel Opportunisten, zuviel Selbstjustiz, zuviel eigene Gedanken, zu kleine Gehirne.
Halte es da mit den Diskordiern: So lange wir alles nur durch unsere
subjetive Wahrnehmung betrachten (d.h. die Wahrnehmung die uns von
der Gesellschaft in der wir leben auferlegt wird) werde wir
nie "eine" Menschheit sein und nie jemand anderem völlig
Vorbehaltslos entgegen treten können.
Und so lange wir das nicht können können wir auch nicht den Weg der
"Besserung" betreten.
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 03.11.2002, 02:34   #13
Standard

"Alle bisherigen menschlichen Versuche, den Himmel auf Erden zu schaffen, haben bisher mit der Hölle geendet!"

Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, aber er hatte verdammt recht und daran wird sich auch in zukunft nichts ändern.

ciao
kritzi
 
 
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k. l. e. e.
Alt 05.11.2002, 11:48   #14
Standard Re: Das Leben ist paradox...

Original geschrieben von Ecco
Wir suchen DIE für alle verbindliche Wahrheit.
-also das tu ich schonmal nicht.
wer nach der FÜR ALLE verbindlichen WAHRHEIT sucht...
nunja, wir sind alle völlig verschieden (ich nicht )und jeder nimmt die "realität" anders wahr! (so abstrus das klingen mag) aber erzähl mal nem farbenblinden (oder überhaupt nem blinden) das er nur bei grün über die straße gehen darf !
ich suche meine wahrheit. denn wahrheit und realität haben eins gemeinsam: jeder hat seine eigene.


Wir bemühen uns um Freiheit im täglichen Leben. - sind wir nicht laut sartre zur freiheit verurteilt ?

Wir wollen Gerechtigkeit und Frieden für alle. -nö. der mensch ist egoist und kann in der angestrebten (perfekten=) gesellschaftsform nur vom pech/ungerechtigkeit anderer profitieren, wenns allen gleich geht, gehts ja keinem besser als dem anderen. der mensch hasst gleichheit.

Höchstes Ziel ist die Vollkommenheit.
1.unerreichbar und daher sinnlos
2. laaaaaaaaaaaaaaangweilig

Doch die Liebe, die wir erfahren, ist unvollkommen.<-- und das ist gut so
Die Wahrheit, die wir finden, ist subjektiv und mehrdeutig.
eigentlich OBJEKTIV, aber egal
Unsere persönliche Freiheit ist durch gesellschaftliche
Zwänge eingeschränkt.
ohne aufgabe persönlicher freiheiten gibt es keine sicherheit in der gesellschaft - leider.
Und wo bleibt die Gerechtigkeit und der Frieden zwischen
ARM und REICH - SCHWARZ und WEISS - ...?
[GLOW=crimson]HEIL ERIS ![/GLOW]
Nichts ist auf Erden vollkommen! -find ich gut so. da hat man immer was zu meckern, immer was zu tunen, feilen, anzuprangen, und zu verbessern.


Doch dieses Lebens-Paradoxon ist die Entelechie -
die Kraft, die bestrebt ist, sich nach dem Vorbild von Idealen
zu verwirklichen.
Liebe, Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden sind
ideale Ziele der Menschheit.
Die Ideale sind die "Triebfedern" nach denen wir uns richten, aber
nie im Materiellen und Körperlichen erreichen können.
Wir befinden uns auf einem evolutionären Weg zu diesen Idealen.
Werden wir sie jemals erreichen?


ich denke nicht - aber ich will das auch nicht und SELBST WENN:
passiert das garantiert nicht von heut auf morgen, sondern innerhalb von, naja, ich schätze 3.000 jahren ? 2000 jahre haben wir gebraucht um eine sprache und eine schrift zu entwickeln. inzwischen sind uns maschinen wichtiger als menschen, geld wichtiger als liebe, profit wichtiger als vertrauen. sollten wir jemals von diesem kurzweiligen ego-trip der gesellschaft runterkommen werden wir wie nach einem fressrausch feststellen das der ganze kühlschrank leer ist, die natur als restlos platt gemacht wurde. wer da noch bock hat ne ideale gesellschaftsform zu gründen muss (verzeih mir, mein gott) ein zweiter jesus sein. und ich bezweifle das der lieber herrgott (so er noch da oben hockt ) bereit ist uns eine zweite (oder wär das dann die dritte ?) chance zu geben.

in diesem sinne !

klee

ps. wer dieses geschreibsel für arrogant, selbstsüchtig, depressiv etc. hält, der darf das ruhig tun

pps. Eris ist die Chaosgöttin
 
 
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Morris
Alt 05.11.2002, 18:11   #15
Standard

ich suche meine wahrheit. denn wahrheit und realität haben eins gemeinsam: jeder hat seine eigene.
Jeder sieht zwar eine andere Wahrheit, aber nur durch seine persönliche Brille. Man sollte versuchen, die Brille abzunehmen und sehen wie die Welt wirklich ist. Es gibt deine Wahrheit, meine Wahrheit und die Wahrheit.
sind wir nicht laut sartre zur freiheit verurteilt ?
Warum verurteilt?
nö. der mensch ist egoist
Du vielleicht Es gibt genug Menschen, die nicht egoistisch sind. Egoismus ist auch nicht angeboren, sondern angelernt. Man kann ihn auch wieder verlernen, wenn man will.
Höchstes Ziel ist die Vollkommenheit.
1.unerreichbar und daher sinnlos
2. laaaaaaaaaaaaaaangweilig
Ich versteh deine Vorstellung von Vollkommenheit nicht. Nach deinem Beitrag würde ich sagen, du siehst in der Vollkommenheit sowas wie eine spießige Gegend mit piekfeiner Fassade und oberflächlichen Nachbarn?

Naja, ob man Vollkommenheit nun gut oder nicht findet, hängt auch (zumindest bei mir) viel mit dem Sinn des Lebens zusammen.
 
 
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