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Die Last eines fremden Lebens

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cerial1
Alt 24.09.2005, 12:19   #1
Standard Die Last eines fremden Lebens

Lage: Bin nun eine Zeitlang bei der Bundeswehr meine Absicht ist es vielleicht sogar zur Fremdenlegion zu gehen.

Ich weiss selbst nicht ob es dazu kommt aber es wird in meiner Zukunft so sein das um mich herum viele aufhören werden zu Atmen. Ich bin wahrscheinlich im falschen Zeitalter geboren worden verirt durch mein Altes Ich, meine Ansichten teilt nicht jeder manchmal nicht einmal mein Unterbewusstsein.

(ICH NEHME KEINE LSD UND SONSTIGE DROGEN)

Töten.. darf man so etwas tun? Die Frage in der Frage ist ob man es mit sich selbst vereinbaren kann. Es ist keine Moralische oder Ethische frage, es geht um das eigene Ich. Die Wahrnehmung bestimmt deine Realität und die Realität ist relativ Wenn man jemand tötet ,töten man nicht nur eine Körper eine Exsitens sondern auch vieles in seiner Opferverwandschaft, von jedem stirbt etwas ab auch in einem selbst.

Früher, grademal vor 40 Jahren war töten etwas alltägliches sogar Heute noch in einigen Ländern wir willkürlich getötet. Psychologisch ist es eine Machtergreifung aber was wenn man es nicht aus diesem Standpunkt sieht sondern aus einer anderen. Die Fremdenlegion ist eine Privatarme die man mieten kann was geht in den Köpfen solcher Leute vor? Viele Millionen Menschen mussten sich mit sich selbst auseinander setzen was es für sie bedeutet zu Töten. Ich habe zu wenige Gefühle und zuviel Grips.

Könntet Ihr Töten?
Bitte keine unqualifizierten Antworten Danke.
 
 
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Atalja
Alt 24.09.2005, 12:59   #2
Standard

Können täte ich schon. Aber wollen würde ich niemals.
 
 
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Sivar
Alt 24.09.2005, 20:12   #3
Standard

Ich finde, dass Töten ein Verrat an der Natur und an dem ist, was viele als Gott bezeichnen. Ausnahme ist die Nahrungsbeschaffung, die wieder dem Kreislauf der Natur dient.

Wenn ein Mensch sterben will, dann kann er sich eine Katastrophe suchen, sich eine Krankheit zulegen, einen Unfall erleben oder Suizid begehen. Aber kein anderer Mensch auf dieser Welt sollte "nachhelfen". Kein beliebiger Zweck kann das Mittel "Töten" rechtfertigen. Zumal die Gründe, aus denen Söldner in den Krieg geschickt werden, alles andere als sinnvoll sind. Willst du ernsthaft für Geld, Öl, Macht, etc dein Leben riskieren?

Oder gehst du nur dorthin, weil du das Risiko willst, weil du dich emotional und körperlich belasten willst? Such dir lieber eine Beschäftigung, bei der nicht die Leben anderer auf dem Spiel stehen, zumindest nicht Leben derer, die in die Bedrohung nicht eingewilligt haben.
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 24.09.2005, 20:20   #4
Standard

ob ich jmd töten könnte? nur mich selbst.
 
 
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MiKe
Alt 24.09.2005, 20:32   #5
Standard

Wenn ein Mensch sterben will, dann kann er sich eine Katastrophe suchen, sich eine Krankheit zulegen, einen Unfall erleben oder Suizid begehen. Aber kein anderer Mensch auf dieser Welt sollte "nachhelfen".
und was ist bei koma-patienten o.ä., von denen man weiß, dass sie nicht so vor sich hinvegetieren wollen? die sollten doch, sofern sie sowas 100%ig nicht wollen, auch die chance haben, einen schmerzlosen und schnellen tod zu haben...
 
 
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Sivar
Alt 24.09.2005, 20:40   #6
Standard

und was ist bei koma-patienten o.ä., von denen man weiß, dass sie nicht so vor sich hinvegetieren wollen?
Tja, weisst du das wirklich? Hast du mal einen gefragt? Wer sagt, dass man im Koma nichts erlebt, die meisten Leute erinnern sich auch kaum oder garnicht an ihre Träume, die soviel häufiger sind. Ich bin sicher, dass ein schwer kranker Mensch auch stirbt, wenn er wirklich sterben will. Im Fall eines jahrelangen Komas wird es wohl einen Grund geben, warum derjenige nicht loslässt, denn Menschen sterben an viel geringeren Dingen.

Und es ist manchmal schwer vorauszusehen, wie man sich in einer bestimmten Situation fühlt. Es könnte zB jemand sagen, er würde sich umbringen, sollte er mal querschnittsgelähmt werden. Aber solche Menschen finden nach einer kurzen Phase der Depression oft wieder ins Leben zurück und sind etwa genauso zufrieden wie vor der Lähmung. Nur weil das Koma drastischer ist, kann man sich nicht sicherer sein, in so einem Fall tot sein zu wollen.
 
 
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Raubtier
Alt 24.09.2005, 21:00   #7
Standard

Könntet Ihr Töten?
Klar könnte ich töten,nur müsste ich denjenigen aus tiefsten Herzen hassen oder keinen anderen Ausweg sehen.

Na ja,selbst wenn ich jmd. aus tiefsten Herzen hassen würde, würde ich ihn nicht töten,weil ich nicht das Recht dazu habe.

Ich weiss nicht wie ich das mit mir selbst vereinbaren würde,wenn ich jemanden umgebracht hätte. Oder ob ich es überhaupt irgendwie verarbeiten oder verdrängen würde.
 
 
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MiKe
Alt 24.09.2005, 21:21   #8
Standard

@sivar: du hast mich falsch verstanden, ich meinte, wenn jemand im vorfeld schon sagt, er will niemals, wenn er tatsächlich mal in eine solche situation kommt (koma, etc.), weiterleben... oder es sogar testamentlich festlegt... was wäre dann? es wäre ja quasi sein letzter wille!
 
 
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Sivar
Alt 24.09.2005, 22:10   #9
Standard

@MiKe: Oh ja, hab dich wohl wirklich falsch verstanden, also...

Aktive Sterbehilfe - nein. Egal was in einer Patientenverfügung oder sonstwo steht.
Passive Sterbehilfe finde ich absolut in Ordnung. Es sollte keiner gegen seinen Willen mit aller Gewalt im Leben festgehalten werden, wenn er von alleine sterben würde.
 
 
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Morris
Alt 24.09.2005, 23:13   #10
Standard

Auch die aktive Tötung kann man mit anderen Augen sehen, wenn man nur will. Ich meine jetzt nicht im medizinischen Aspekt, sondern durchaus im militärischen.

Wenn man das ganze noch unter Einbeziehung der Reinkarnationslehre betrachtet, versteht man, dass man eigentlich niemanden töten kann, sondern nur die Hüllen der Lebewesen. Dies soll selbstverständlich kein Aufruf zur Tötung sein, denn Gewalt ist eigentlich strikt abzulehnen, aber in manchen Fällen ist es eben erforderlich, auch als Soldat. Aber ein solcher Kampf sollte schon unter fairen Bedingungen ablaufen.
 
 
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Ripper08
Alt 25.09.2005, 01:55   #11
Standard

Ich denke ich könnte für mich und die Menschen, die mir etwas bedeuten jemanden aus Notwehr umbringen, der es auf mich/ meine lieben Liebenden oder auch andere 'Unschuldige' abgesehen hat. Ansonsten nicht und deswegen lehne ich auch die Bundeswehr ab, ich kann gewiss keinen anderen Menschen töten ohne mir ein enormes seelisches Laster damit aufzubürden. Selbst wenn es -wie vorher beschrieben- nur aus Notwehr nötig wäre, würde ich mich vermutlich ein Leben lang fragen, ob es nicht möglich gewesen wäre, die von mir getötete Person anders außer Gefecht zu setzen.

Und das Argument -töte sonst wirst du getötet- zieht für mich nicht; Heute kann jeder Mensch (zumindest wir hier) bestimmen, ob er zur Waffe greift oder nicht...



Auch ich glaube an die Reinkarnation aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass ich es irgendwie gutheißen könnte, andere Menschen zu töten etc. Wer solche Schlussfolgerungen aus dem Glauben an die Wiedergeburt zieht, hat nichts davon verstanden

EDIT: Zum Dienst an der Waffe noch ein Wort zum Sonntag. Man neigt dazu, dem Feind die Menschlichkeit abzusprechen, damit es leichter fällt. Allgemein mag heute das Töten einem auch seelisch leichter fallen, gerade wenn man 'nur' Bomben aus einem Flugzeug wirft oder mit Mörsern ungezielt in die Ferne bombt. Man muss seinem Gegner auf dem Schlachtfeld nicht mehr im Augenblick des Todes ins Auge sehen und das lässt es sicher einfacher erscheinen.


Doch gerade einfache, feindliche Soldaten haben meißt keine anderen Beweggründe als ihr selbst. Der einzige Unterschied ziwschen dem Großteil der sich verfeindeten Parteien ist eigentlich nur der Geburtsort, evtl. eine andere Sprache und weil man eben dort die Waffe in die Hand gedrückt bekam und nicht hier... der Feind hat auch Familien, Kinder, er glaubt genau wie ihr für die richtige Sache zu kämpfen. Es ist pure Willkür, ob ihr Seite an Seite mit jemandem kämpft und durch den Schlamm robbt oder ob ihr euch bis aufs Blut mit dem Gewehrkolben traktiert.

Die Zeiten sind vorbei, in denen man noch wusste, wofür man kämpfte. Heute kämpft man nur noch für Geld und für einen abstrakten Staat, dessen Ziele es durchzusetzen gilt.
 
 
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Pigma
Alt 25.09.2005, 06:50   #12
Standard Re: Die Last eines fremden Lebens

Nur kurz zu diesem hier:
Die Fremdenlegion ist eine Privatarme die man mieten kann was geht in den Köpfen solcher Leute vor?
Die Fremdenlegion ist mitnichten eine mietbare Privatarmee, sondern gehört zu den regulären französischen Streitkräften und wird meist dann eingesetzt, wenn die Regierung den Franzosen keine toten Landsleute zumuten möchte.
 
 
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Morris
Alt 25.09.2005, 11:59   #13
Standard

Auch ich glaube an die Reinkarnation aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass ich es irgendwie gutheißen könnte, andere Menschen zu töten etc. Wer solche Schlussfolgerungen aus dem Glauben an die Wiedergeburt zieht, hat nichts davon verstanden
Solche Schlussfolgerungen hat ja bislang auch niemand gezogen .
 
 
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Ripper08
Alt 25.09.2005, 12:13   #14
Standard

Stimmt, ich wollte ihnen ja auch zuvorkommen

Denn oft wird ja dann gefragt, wieso es im Hinblick auf eine Wiedergeburt verwerflich wäre andere Menschen zu töten. -"Man entledigt sich ja nur ihrer sterblichen Hülle."

MfG, Ripper
 
 
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Morris
Alt 25.09.2005, 12:44   #15
Standard

In der Bhagavad-Gita wird im zweiten Kapitel dieses Problem ausführlich erläutert.

Arjuna, der Freund Krishnas, steht auf dem Schlachtfeld und sieht auf der anderen Seiten seine Lehrer und Halbbrüder stehen und weigert sich zu kämpfen, da er es nicht für angemessen hält, diese Personen zu töten. Krishna erklärt ihm dann aber, dass es unmöglich ist, jemanden wirklich zu töten (da die Seele ja unsterblich ist) und man als kshatriya kämpfen solle, da dies zu seinen Aufgaben gehört. Im Kommentar wird dann noch ein Vers gegeben:

"Es ist die Pflicht des kshatriya, die Bürger vor allen auftretenden Schwierigkeiten zu schützen, und aus diesem Grund muss er in manchen Fällen Gewalt anwenden, um Gesetz und Ordnung aufrechtzuerhalten. Daher hat er die Pflicht, die Soldaten feindlicher Könige zu besiegen, um dann auf der Grundlage religiöser Pflichten die Welt zu regieren."

Auf der Grundlage religiöser Prinzipien ist es heute aber kaum möglich, wirklich zum Schwert zu greifen, einfach aus dem Grunde, weil es kein Land gibt, dass solche Prinzipien hochhält.
 
 
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Bi-Zar
Alt 25.09.2005, 18:31   #16
Standard

Craig Schwarz erlebt in "Being John Malkovich" die Last eines fremden Lebens.
 
 
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DerAssie
Alt 25.09.2005, 23:32   #17
Standard

Kommt auf die Situation an wenn Ich lange Zeit Psyisch extrem angespannt währe in ner Geiselnahme und an die Schußwaffen des Geiselnehmers oder der Geiselnehmer kämme und alles beenden kann indem Ich die Abknall würd Ich die Magazine leer schießen ^^
 
 
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soul.
Alt 26.09.2005, 00:02   #18
Standard

Original geschrieben von Bi-Zar
Craig Schwarz erlebt in "Being John Malkovich" die Last eines fremden Lebens.
das hat ja viel mit dem thema zu tun
 
 
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Angel~Of~Death
Alt 26.09.2005, 10:54   #19
Standard

ich denke,dass ich schon töten könnte,aber ich würde es niemals tun,außer,wenn mein eigenes leben auf dem spiel stehen würde...
 
 
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Helldog
Alt 26.09.2005, 12:53   #20
Standard

nein könnte ich nicht. hätte schon fast einen menschen auf dem gewissen gehabt.
es war vor ca 10 jahren zwei gruppe von kindern (also 13/14 ist für mich schon noch kind) haben sich geprügelt. der eine wollte mit einem stein ausholen und ihn meinen freund über den schädel ziehen ich war jedoch schneller mit meinem hockeyschläger und ihn hart getroffen. er viel zu boden blieb ne zeitlang liegen bis er endlich wider aufstand. kippte gleich wider um und die anderen brachten ihn nach hause, nächsten tag erfuhr ich dass ich ihn fast umgebracht hätte es fehlten 0.5 cm (nach rechts) meinte der arzt und er wäre nie wider aufgestanden.
bin bis heute froh dass sie gefehlt haben und seit dem tag hab ich mir geschworen nie wider jemand anzugreifen


P.S rechschreibfäler sind geschenkt
 
 
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Tox!cfox
Alt 26.09.2005, 14:25   #21
Standard

Ich bin sicher, dass ich aus Rache und aus Hass niemals töten kann. Was anderes isses natürlich wenn es Notwehr is oder jemand anderes lebensgefährlich bedroht wird.
Ansonsten ist töten für mich die unmenschlichste Tat, die man verüben kann.
 
 
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Shawna
Alt 26.09.2005, 15:57   #22
Standard

Ob ich jemanden töten könnte?
Mhh...kommt drauf an was er/sie gemacht hat.
Mit Absicht und vollen Bewusstsein würde ich jemanden umbringen wollen, aber ob ich es dann auch wirklich tue, das weiss ich nicht.
Zwischen Wollen und Tun liegt ein grosser Unterschied.
Wollen ja.
Es dann wirklich tun, i don´t know.
 
 
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Janshi
Alt 27.09.2005, 01:44   #23
Standard

Können - Ja, Tun - Nein. Der Grund weshalb ich nicht töten würde, liegt in pragmatischen Gründen und nicht in moralischen.

Einfache Frage: Warum darf man nicht *töten*?

Oftmals stellt sich doch die Frage ob wir nicht indirekt am *Mord* beteiligt sind?
Als Bürger eines Landes und einer Gesellschaft, die sich so hoher Idealien wie Menschenrechte mißt, diese Idealien anderen vorschreiben möchte und der Meinung ist eine überlegene Moral gegenüber der Rest der Welt zu haben, ist es dann nicht blanker Hohn vor ethnischen Säuberungen in Afrika z.b. die Augen zu verschließen?
Wo bleibt da die viel gepriesene Moral?
Und da fällt es den Leute so schwer den *Abzug* zu betätigen, wo sie doch durch ihre Ignoranz jeden Tag so viele Menschen mit auf dem Gewissen haben?

mfg. Janshi
 
 
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