Ich denke ich könnte für mich und die Menschen, die mir etwas bedeuten jemanden aus Notwehr umbringen, der es auf mich/ meine lieben Liebenden oder auch andere 'Unschuldige' abgesehen hat. Ansonsten nicht und deswegen lehne ich auch die Bundeswehr ab, ich kann gewiss keinen anderen Menschen töten ohne mir ein enormes seelisches Laster damit aufzubürden. Selbst wenn es -wie vorher beschrieben- nur aus Notwehr nötig wäre, würde ich mich vermutlich ein Leben lang fragen, ob es nicht möglich gewesen wäre, die von mir getötete Person anders außer Gefecht zu setzen.
Und das Argument -töte sonst wirst du getötet- zieht für mich nicht; Heute kann jeder Mensch (zumindest wir hier) bestimmen, ob er zur Waffe greift oder nicht...
Auch ich glaube an die Reinkarnation aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass ich es irgendwie gutheißen könnte, andere Menschen zu töten etc. Wer solche Schlussfolgerungen aus dem Glauben an die Wiedergeburt zieht, hat nichts davon verstanden
EDIT: Zum Dienst an der Waffe noch ein Wort zum Sonntag. Man neigt dazu, dem Feind die Menschlichkeit abzusprechen, damit es leichter fällt. Allgemein mag heute das Töten einem auch seelisch leichter fallen, gerade wenn man 'nur' Bomben aus einem Flugzeug wirft oder mit Mörsern ungezielt in die Ferne bombt. Man muss seinem Gegner auf dem Schlachtfeld nicht mehr im Augenblick des Todes ins Auge sehen und das lässt es sicher einfacher erscheinen.
Doch gerade einfache, feindliche Soldaten haben meißt keine anderen Beweggründe als ihr selbst. Der einzige Unterschied ziwschen dem Großteil der sich verfeindeten Parteien ist eigentlich nur der Geburtsort, evtl. eine andere Sprache und weil man eben dort die Waffe in die Hand gedrückt bekam und nicht hier... der Feind hat auch Familien, Kinder, er glaubt genau wie ihr für die richtige Sache zu kämpfen. Es ist pure Willkür, ob ihr Seite an Seite mit jemandem kämpft und durch den Schlamm robbt oder ob ihr euch bis aufs Blut mit dem Gewehrkolben traktiert.
Die Zeiten sind vorbei, in denen man noch wusste, wofür man kämpfte. Heute kämpft man nur noch für Geld und für einen abstrakten Staat, dessen Ziele es durchzusetzen gilt.
