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Warum lässt Gott die ganze Grausamkeit in der Welt zu?

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Oh mein Gott
Alt 31.10.2007, 22:34   #51
Standard

Wie gesagt, Gott hat uns den Freien Willen gegeben. Es wäre ja wohl hirnrissig von ihm, das dann postwendend wieder zu untergraben, indem er ungefragt in unserem Leben rumfummelt. Das ist die Regel, von der ich gesprochen habe: Er fummelt niemandem ungefragt ins Leben.
Wäre ansonsten so, als würde Deine Mutter ungefragt Dein Zimmer sauber machen und alle Deine Zeitschriften wegwerfen, weil die aufm Fußboden im Weg rumlagen und im Schrank kein Platz mehr war. - Deine Mutter ist froh, wieder Ordnung geschaffen zu haben, aber Du wärst stinksauer.
Und selbst wenn Gott also ungefragt eingreifen würde, er könnte es eh nicht allen Recht machen - irgendwer schimpft immer auf ihn. Da kann er es auch gleich lassen.

Ja natürlich kann man das den Menschen auch vorwerfen..aber der Mensch ist ja nun auch nicht perfekt.
Uih! Na das ist ja mal ne Klasse Begründung! Na bloß gut, daß ich das jetzt weiß. Wie schön, daß ich die Verantwortung für mein Tun darauf schieben kann, daß ich nicht perfekt bin.
 
 
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asdf
Alt 31.10.2007, 23:06   #52
Standard

Nun gut, ich bin aus dem "Mutter räumt Zimmer auf"-Alter zwar schon ein Weilchen raus, aber selbst wenn nicht wäre das immernoch ein seltsames Beispiel.
Inwiefern man allein aus dem Vorhandensein eines freien Willens irgendeine derartige göttliche Regel ableiten müsste geht aus deinem Posting nicht hervor. Göttliche Regeln wären eigentlich sowas wie die 10 Gebote oder das Allmachtsprinzip Gottes - klar formuliertes und eindeutiges. Die Ableitung dieser "Regel" hingegen geht nur aus deiner Betrachtungsweise hervor, nicht aus aus etwas eindeutig formuliertem oder zwingend logischem.
Der allseits beliebte christliche Gott hat ja nun gewissen Glaubenssätzen nach mehr als einmal in das Geschehen eingegriffen und beispielsweise irgendwelche Wunder vollbracht oder vollbringen lassen.
Zitat von Oh mein Gott
Uih! Na das ist ja mal ne Klasse Begründung! Na bloß gut, daß ich das jetzt weiß. Wie schön, daß ich die Verantwortung für mein Tun darauf schieben kann, daß ich nicht perfekt bin.
...
Ich kann auch nichts dafür, wenn du das losgelöst vom vorhandenen Kontext betrachten willst. Das war keinerlei Rechtfertigung für irgendwas, sondern eine bloße kaum zu bestreitende Feststellung. Der einzige und wahre Gott wäre nunmal sowohl dem Glauben, als auch der Logik vieler anerkannter Denker nach allmächtig und perfekt, deshalb könnte man eventuell auch auf die Idee kommen andere Maßstäbe anzulegen, als bei einem menschlichen Wesen.
 
 
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Oh mein Gott
Alt 02.11.2007, 15:30   #53
Standard

Das mit dem Zimmer aufräumen war eher metaphorisch zu betrachten - ein Sinnbild dafür, daß die Menschen nur "ihren Spaß" haben aber nicht die Konsequenzen tragen wollen. Den Karren aus dem Dreck zerren soll dann der liebe Gott.
Du willst also was logisches? Na wie wäre es hiermit: Gott hat uns den freien Willen gegeben. Wir sollen selber entscheiden, was wir wollen. Warum sollte Gott dann auf der anderen Seite ständig in unserem Leben rumpfuschen und es so gestalten, wie er das will? Dann hätte Gott sich den Quatsch mit dem Freien Willen auch sparen können und uns gleich so erschaffen können, daß wir uns immer so verhalten, wie er das will.
Genauso die 10 Gebote: Wenn Gott gewollt hätte, daß wir uns genau so verhalten, wie das dort steht, hätte Gott uns doch gleich so erschaffen können, daß wir uns immer so verhalten. Wenn er allmächtig und allwissend ist, warum sollte er uns dann mit solchen Geboten prüfen wollen? Um die Guten von den Bösen zu unterscheiden? Wenn er allwissend ist, müßte er doch wissen, wer die Guten und die Bösen sind...
Die Sache mit den 10 Geboten ist also auch nicht sonderlich logisch.

Der Rest war nur so losgelöst, weil ich nicht Deinen gesamten Beitrag zitieren wollte.
Aber woher willst Du denn wissen, daß wir nicht perfekt sind? Angeblich sind wir ja nach Gottes Ebenbild geschaffen. Müßten wir dann nicht auch perfekt sein, wenn Gott perfekt ist? Wer sagt denn, daß "Ebenbild" nur auf das Äußere bezogen ist?
 
 
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HubertFarnsworth
Alt 02.11.2007, 16:20   #54
Standard

Deine Frage lautet;

Warum lässt Gott die ganze Grausamkeit in der Welt zu?

Ich finde die Frage ist schon ein Fehler in sich selbst.
Zunächst setzt du einfach voraus das Gott existiert.
Das ist schon einmal eine Anmaßung und ein Fehler, da ja nicht jeder
daran glaubt.

Dann fragst Du nach den Gründen weshalb dieser mögliche Gott gewisse Dinge zulässt, beantwortest selbst jedoch einen Schritt später dass ja der Mensch der eigentlich Schuldige ist, weil er Gott ja aus seinem Leben zum teil "vertrieben" hat.

Hiermit polemisierst du das Verhalten des Menschen im Bezug auf seine freie Religionswahl!

Wie gesagt, nicht jeder glaubt an Gott!

Da nun dein Gott, aus welchen Gründen auch immer, auf den Menschen "hört" und sich zurück zieht, geschehen grausame Dinge, DEINER MEINUNG NACH!
Das ist so als würde man jemandem die Pistole auf die Brust setzen und sagen; Willst Du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein!

Nach dem Motto: Entweder für mich oder für den Untergang!

Ich glaube, das falls Gott existiert, er nicht solch ein grausames Wesen ist.
 
 
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asdf
Alt 02.11.2007, 19:55   #55
Standard

Zitat von Oh mein Gott
Der Rest war nur so losgelöst, weil ich nicht Deinen gesamten Beitrag zitieren wollte.
Ja und? Trotzdem lief das Posting nicht darauf hinaus irgendwelche Verantwortung für das menschliche Handeln abzuschieben oder schlechtes Handeln zu rechtfertigen.

Zitat von Oh mein Gott
Das mit dem Zimmer aufräumen war eher metaphorisch zu betrachten
Ja das is schon klar.
ein Sinnbild dafür, daß die Menschen nur "ihren Spaß" haben aber nicht die Konsequenzen tragen wollen. Den Karren aus dem Dreck zerren soll dann der liebe Gott.
Ich bin Atheist. Von daher schiebe ich nun sicherlich weder im ernst irgendwas auf Gott, noch meine ich er sollte oder könnte den Karren aus dem Dreck ziehen. Aber egal, wir sind ja sowieso in der Theorie hier.
Du willst also was logisches? Na wie wäre es hiermit: Gott hat uns den freien Willen gegeben. Wir sollen selber entscheiden, was wir wollen. Warum sollte Gott dann auf der anderen Seite ständig in unserem Leben rumpfuschen und es so gestalten, wie er das will? Dann hätte Gott sich den Quatsch mit dem Freien Willen auch sparen können und uns gleich so erschaffen können, daß wir uns immer so verhalten, wie er das will.
Naja was heißt wollen..ich hätte eventuell schon gerne eine logische Herleitung dieser "Regel" zu lesen bekommen, ja. Bekam ich aber nicht. Das ist immernoch einzig deine Betrachtungsweise und keinerlei Regel und unterscheidet sich auch kein Stück von dem, was du zuvor schon geschrieben hattest.

Genauso die 10 Gebote: Wenn Gott gewollt hätte, daß wir uns genau so verhalten, wie das dort steht, hätte Gott uns doch gleich so erschaffen können, daß wir uns immer so verhalten. Wenn er allmächtig und allwissend ist, warum sollte er uns dann mit solchen Geboten prüfen wollen? Um die Guten von den Bösen zu unterscheiden? Wenn er allwissend ist, müßte er doch wissen, wer die Guten und die Bösen sind...
Die Sache mit den 10 Geboten ist also auch nicht sonderlich logisch.
Was soll uns das jetzt sagen? Dass Gott eben unlogisch oder doch nicht unfehlbar ist?
Die Sache mit den 10 Geboten ist jedenfalls klar formuliert.
Und etwas logisches wäre, wie schonmal gesagt, die Allmacht Gottes, wenn er denn existieren würde.

Dazu, dass Gott ja eigentlich nicht nur einmal doch eingegriffen haben soll, obwohl du behauptest er würde das seiner eigenen Regel nach prinzipiell nicht tun, hast du auch kein Wort verloren.

Es gab eine kleine Sintflut und viele Plagen für die (glaube ich doch) bösen Ägypter. Gott hat dafür gesorgt, dass Mose 2 hübsche Steintafeln bekommen und das Meer geteilt hat, Abkommen mit Abraham geschlossen, seinen Sohn auf die Erde geschickt, den Turmbau zu Babel sabotiert, Saulus mit einem erleuchtenden Blitz beschossen und so weiter.


Aber woher willst Du denn wissen, daß wir nicht perfekt sind?
Theologisch betrachtet zum Beispiel aufgrund des Satzes eines gewissen Jesus Christus vonwegen "wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".

Und ansonsten beispielsweise, weil ich Augen im Kopf habe und mitbekomme was auf dieser Welt so vor sich geht..
 
 
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Oh mein Gott
Alt 03.11.2007, 15:39   #56
Standard

Zitat von asdf
Ja und? Trotzdem lief das Posting nicht darauf hinaus irgendwelche Verantwortung für das menschliche Handeln abzuschieben oder schlechtes Handeln zu rechtfertigen.
Nun, das kam dann eben nicht richtig rüber. Klang so, daß das "wir sind nicht perfekt" die ultimative Ausrede für alles wäre.

Zitat von asdf
...ich hätte eventuell schon gerne eine logische Herleitung dieser "Regel" zu lesen bekommen, ja. Bekam ich aber nicht. Das ist immernoch einzig deine Betrachtungsweise und keinerlei Regel und unterscheidet sich auch kein Stück von dem, was du zuvor schon geschrieben hattest.
Na gut, Deiner Meinung nach ist das keine logische Herleitung. Gut. Was soll ich hier anbringen, mathematische Formeln oder so?
Wenn ich jetzt sage, daß in diversen Channelings mit der jenseitigen Welt diese Regel so übermittelt wurde, würdest Du das sicherlich als kompletten Blödsinn abtun. Dafür ist Deine Grundlage ein 2000 Jahre altes Märchenbuch, welches schon so oft verändert, überarbeitet und an die Ansichten der Kirchenoberen angepasst wurde, daß man es gar nicht mehr zählen kann. Sowas nimmst Du dann als Beweis dafür, daß Gott sich ungefragt in die Belange der Menschen einmischt. Wirklich sehr logisch und beweiskräftig. Ich gebe mich geschlagen und verneige mich vor der Unantastbarkeit Deiner Quelle.

Zitat von asdf
Die Sache mit den 10 Geboten ist jedenfalls klar formuliert.
Und etwas logisches wäre, wie schonmal gesagt, die Allmacht Gottes, wenn er denn existieren würde.
Warum wäre die Allmacht Gottes logisch? Und wenn die Allmacht Gottes logisch ist, wieso ist es dann unlogisch, wenn Gott uns nicht sofort als perfekte Wesen geschaffen hat? Was ist daraufhin logisch, daß er irgendwas dilletantisch zusammengeschustert haben soll und dann Gebote braucht, um rauszufinden, was von seiner Schöpfung nicht vollkommener Ausschuß ist?

Und die 10 Gebote sind zwar klar formuliert, aber weiter? Ich kann "meine" Regel genauso klar formulieren. Ich verstehe nicht, was Du mir damit sagen willst. Nur weil die 10 Gebote von jemandem stammen, den Du nicht kennst und der schon lange tot sind, sind sie - ja was eigentlich? - besser, schöner, klüger, einleuchtender, logischer, richtiger? Die Kirchenleute früher waren auch der Meinung, die Erde wäre eine Scheibe.
Wie gesagt, ich weiß nicht, auf was Du hinaus willst...

Zitat von asdf
Dazu, dass Gott ja eigentlich nicht nur einmal doch eingegriffen haben soll, obwohl du behauptest er würde das seiner eigenen Regel nach prinzipiell nicht tun, hast du auch kein Wort verloren.

Es gab eine kleine Sintflut und viele Plagen für die (glaube ich doch) bösen Ägypter. Gott hat dafür gesorgt, dass Mose 2 hübsche Steintafeln bekommen und das Meer geteilt hat, Abkommen mit Abraham geschlossen, seinen Sohn auf die Erde geschickt, den Turmbau zu Babel sabotiert, Saulus mit einem erleuchtenden Blitz beschossen und so weiter.
Nun, ich habe erstens nie gesagt, daß ich die Bibel als bare Münze nehme und allem zustimme, was darin steht. Ich bin nicht der Meinung, daß alles so geschehen ist, wie es da drin steht. Ganz im Gegenteil. Es ist eher ein moralisches Märchenbuch.
Zweitens habe ich nie gesagt, daß Gott überhaupt nicht eingreift. Ich habe gesagt, er greift nicht ungefragt ein. Wenn wir ihn bitten, hilft er uns. Allerdings auf subtile Art. Du wirst also nie eine blinkende Reklametafel finden, wo drauf steht "Gott was here" oder so. Meist werden die Dinge einfach als "Schicksal" abgetan.
Drittens gehöre ich nicht mal zu den Anhängern des christlichen Glaubens. Das Christentum ist für mich ziemlicher Humbug und nur eine Masche, um den Pöbel zu kontrollieren. Früher hat das ja auch wunderbar funktioniert. Insofern kannst Du mich mit Geschichten aus der Bibel nicht beeindrucken (siehe erstens). Und meine Definition von Gott ist auch nicht die einer kleinen, rachsüchtigen Missgeburt im Schlafanzug. Gott ist für mich vielmehr die universelle Energie, die hinter allen Dingen steckt. Es ist schwer zu erklären und weniger mit dem Verstand als mit dem Gefühl zu erfassen.

Zitat von asdf
Theologisch betrachtet zum Beispiel aufgrund des Satzes eines gewissen Jesus Christus vonwegen "wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".

Und ansonsten beispielsweise, weil ich Augen im Kopf habe und mitbekomme was auf dieser Welt so vor sich geht..
Was perfekt ist und was nicht, ist sowieso eine Frage der Definition. Der eine backt einen Kuchen und findet den furchtbar perfekt und ist stolz drauf, dann kommt der nächste und mäkelt dran rum weil er nicht die richtige Farbe oder den richtigen Geschmack hat seiner Meinung nach.
Du findest die Menschheit nicht perfekt, weil sie sich Deiner Meinung nach nicht richtig verhalten. Dabei ist Dein Bild vom perfekten Menschen nur durch Deine momentane Umwelt und die Meinung dieser Zeit geprägt. Nimm das Schönheitsideal - früher waren dicke Frauen in, heute werden sie verspottet. Oder der perfekte Mann - früher hatte ein perfekter Mann seine Frau unter Kontrolle und sie gehorchte ihm aufs Wort, heute ist ein perfekter Mann eine gute Hausfrau.
Unsere Werte und Ansichten unterliegen also stark dem Wandel der Zeit und dem Kulturkreis, in dem wir aufwachsen. Somit auch unser Bild vom perfekten Menschen.
Gott steht aber außerhalb des ganzen. Für ihn gibt es keine Zeit und keine Kultur. Und hier kommen wir dann auch schon wieder zu Deiner logischen Allmacht - es wäre doch unlogisch, wenn Gott uns nicht perfekt gemacht hätte. Wir erkennen es nur nicht. Oder wie lautet Deine logische Antwort?
 
 
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asdf
Alt 03.11.2007, 19:38   #57
Standard

Nun gut.
Zitat von Oh mein Gott
Na gut, Deiner Meinung nach ist das keine logische Herleitung. Gut. Was soll ich hier anbringen, mathematische Formeln oder so?
Wohl kaum. Natürlich ist es klar, dass du glauben kannst wie du willst.
Wenn du eben glaubst, dass Gott nicht eingreift, weil er dem menschen einen Freien Willen gegeben hat, bitte.
Aber du kannst so einfach nicht behaupten, das wäre eine logische oder eine göttliche Regel oder soetwas.

Wenn ich jetzt sage, daß in diversen Channelings mit der jenseitigen Welt diese Regel so übermittelt wurde, würdest Du das sicherlich als kompletten Blödsinn abtun.
Ich weiß nichtmal was ein "Channeling" sein soll..

Dafür ist Deine Grundlage ein 2000 Jahre altes Märchenbuch, welches schon so oft verändert, überarbeitet und an die Ansichten der Kirchenoberen angepasst wurde, daß man es gar nicht mehr zählen kann. Sowas nimmst Du dann als Beweis dafür, daß Gott sich ungefragt in die Belange der Menschen einmischt. Wirklich sehr logisch und beweiskräftig. Ich gebe mich geschlagen und verneige mich vor der Unantastbarkeit Deiner Quelle.
lol
Nein. Ich gehe, wie gesagt, davon aus, dass keinerlei Gott existiert..
Aber in der Diskussion ging ich auch davon aus, dass bei dir ein, wie auch immer gearteter, christlicher Glauben vorhanden wäre. Jetzt ist offensichtlich, das er das nicht wirklich ist. Davor allerdings war es das (zumindest für mich) nicht unbedingt. Also vergiß das.

Da brauche ich dir natürlich logischerweise auch nicht mit der Bibel zu kommen. Was die Bibel und ihre Aussagekraft angeht, dazu habe ich ja nun selbst in diesem Thread schon ein Sätzchen oder so (ich glaub auf Seite 2) geschrieben, was in gewissem Maße auf etwas ähnliches hinausläuft, auch wenn ich das Ding weder sonderlich moralisch finde, noch Märchenbuch nennen würde.


#
Warum wäre die Allmacht Gottes logisch? Und wenn die Allmacht Gottes logisch ist, wieso ist es dann unlogisch, wenn Gott uns nicht sofort als perfekte Wesen geschaffen hat?
Mein Problem diesbezüglich ist, dass mein Seminar über theologische Kontroversen vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit (oder so ähnlich oO) mit (angeblichen) Gottesbeweisen, Erklärung des Allmachtsprinzips und so weiter schon ein paar Jahre her ist und ich mir nur einige Schlüsse gemerkt habe. Zumal ich noch immer vom christlichen Gott ausging, als ich das schrieb. Und da wäre alleine in der Bibel klar formuliertes dazu zu finden und Logik nur der 2. Weg. Ich werde mal noch ein wenig mit eigenen Worten dazu schreiben. Aber du kannst auch gerne mal über die Arbeiten von Leute wie Thomas von Aquin, Ockham oder Anselm v. Canterbury recherchieren, wenn dir danach ist. ;>
Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Leute, die in ihren Werken daran arbeiten das zu widerlegen und dabei auch nicht immer schlecht klingen..vor allem bei den Gottesbeweisen.

Auch Kant setzt bei seinem Gottesbegriff dessen Allmacht vorraus, egal ob man nun von dessen Existenz ausgeht oder nicht. Z.B.:
Wenn ich sage: Gott ist allmächtig, so wird nur diese logische Beziehung zwischen Gott und der Allmacht gedacht, da die letztere ein Merkmal
des erstern ist. Weiter wird hier nichts gesetzt. Ob Gott sei, das ist, absolute gesetzt sei oder existire, das ist darin gar nicht enthalten.
Wobei ich eigentlich meine mich zu erinnern, dass Kant auch mal in die andere Richtung etwas erarbeitet hat.
Wie auch immer..

Aber allein mit den bekannten einfachen Vergleichen z.B. mit Mauern oder Steinen um zu beweisen, dass Gott nicht allmächtig sein kann, kommt man jedenfalls nicht wirklich zwangsläufig weit.
Also z.B. die Sache mit..wenn Gott allmächtig ist, muss er einen Stein schaffen können, den niemand hochheben kann. Wenn er das tut, könnte er selbst den Stein aber auch nicht hochheben, wäre also nicht allmächtig.
Nur geht dann die Diskussion meistens so weiter, dass man einen vollkommenen, allmächtigen, zeitlosen und unendlichen Gott, eben nicht den Zwängen des
menschlichen Denkens oder naturwissenschaftlichen Grenzen unterwerfen könne. Und auch dass die ganze Art und die Möglichkeiten eines derartigen Wesens oder einen derartigen Macht für den menschlichen Verstand sowieso nicht annähernd vollständig zu begreifen sein könnten.

Und in dem weitgehend größten Teil des monotheistischen Glaubens, wird sowieso automatisch die Allmacht Gottes vorrausgesetzt, weil der Begriff des einzigen Gottes nunmal so definiert ist.

Auch wenn man sich folgendes jetzt einfach mal vorstellt..
Gott erschafft eben die Erde mit allem drum und dran und von mir aus auch noch unser Sonnensystem - beweist zweifellos Macht, aber noch nicht unbedingt Allmacht. Aber wenn man nun sagt er sei nicht allmächtig, hätte das zwingend zur Folge, das es etwas (beispielsweise ein übergeordnetes transzendentales Gesetz oder irgendeine Energieform) oder jemanden (ein anderer Gott) geben muss, was seine Macht begrenzt. Und dann wäre eben dieser Gott, von dem man zu Beginn ausgeht, nichtmehr das einzig göttliche das existiert. Es wäre also kein Monotheismus mehr. Das macht so also nicht viel Sinn, für jemanden, der eben ein _einen_ Gott glaubt.
Das ist jedenfalls nicht unlogisch.

Inwiefern ein perfekter Gott jetzt auch einen perfekten Menschen geschaffen haben müsste, darüber lässt sich, abseits jeglicher spezifischen Glaubensrichtung, auch nur spekulieren. Wieso sollte er?

Zweitens habe ich nie gesagt, daß Gott überhaupt nicht eingreift. Ich habe gesagt, er greift nicht ungefragt ein. Wenn wir ihn bitten, hilft er uns. Allerdings auf subtile Art.
Joa mei, es entstand nunmal der Eindruck. Also wenn man das nun glaubt...und wenn nun sagen wir mal "sehr viele Gläubige" oder von mir aus 2,5 Millionen, Gott darum bitten bzw. dafür beten würden, dass er eine Woche lang Regen in die Sahelzone schicken möge, ob das wohl funktionieren würde?

Dabei ist Dein Bild vom perfekten Menschen nur durch Deine momentane Umwelt und die Meinung dieser Zeit geprägt.
Ich habe keinerlei auch nur annähernd genaues Bild eines "perfekten Menschen". Den gab es nicht, gibt es nicht und den wird es auch nicht geben.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 04.11.2007, 16:29   #58
Standard

Entweder:

Wenn Gott nicht fern von uns im Himmel ist, sondern in jedem Tier, in jeder Pflanze, in jedem Menschen, in jedem Stein, in jeder Zelle, in jedem Molekül, in jedem Atom steckt (Pantheismus), und somit immer in jedem Ding wirkt, dann begehe ich alle Morde, jeden Kindesmißbrauch, jeden Raub und jeden Krieg mit Gottes Hilfe!

Gott ist kein Opa auf einer Wolke?
Also angenommen: Gott ist überall. Aber es ist nur schwer vorstellbar, warum dann nicht die Opa-Metapher: Wenn Gott eine Intelligenz darstellt und aus irgendwelchen sinnigen Gründen bestimmte Absichten verfolgt, ist der sinnbildliche Vergleich doch gültig: als (ur)alter weiser Opa mit langem weißen Bart (weil er doch so alt ist) auf einer Wolke sitzend. So eine Verbildlichung macht Gebete, die Halt und Kraft geben sollen, doch erst möglich.


Oder:

Gott lenkt uns nicht und hat keinen Einfluß auf uns:
Dann ist er weder gut noch schlecht, sondern hat vielleicht andere Interressen, als daß es uns Menschen gut geht. Ich will mal Gott einen Bäcker nennen. Wenn dieser Bäcker Mehl zu Teig verarbeitet um ein Brot oder Kuchen daraus zu backen, geht es ihm doch nicht darum, daß es jedem einzelnen Mehlkorn-Individuum gut geht, sondern er will daß möglichst viele Mehlkörner zu einem Teighaufen verarbeitet werden. Dabei bleiben aber immer einzelne Mehlkörner auf der Arbeitsfläche liegen, oder zerstäuben im Wind. Diese Mehlkorn-Individuen haben also Pech gehabt, es sind arme Seelen/Schicksale, die nicht ihrer eigentlichen Bestimmung folgen konnten (einmal in ein Brot oder Kuchen zu kommen), wen kümmert´s? Der Bäcker wird ihre Gebete nicht erhören.

Und es geht noch weiter: Wenn Brot oder Kuchen fertig sind, kommen sie aus der Backstube in den Verkaufsraum auf den Tresen. Das weitere Schicksal von Brot oder Kuchen ist jetzt ungewiß. Eine Oma kauft, um ihn später beim Kaffeeklatsch zu essen, oder eine Mutter kauft, damit sich beim Kindergeburtstag die Kinder wild darüber hermachen, oder ein Filmregisseur kauft, um ihn bei einer Tortenschlacht-Szene zu zermatschen. Der Bäcker hat keinen Einfluß darauf und wird ihre Gebete nicht erhören.
Wenn Brot oder Kuchen gegessen sind, gibt es immer Krümel die auf dem harten, kalten und leeren Tellerboden der Realität zurückbleiben. Pech gehabt, es gibt also wieder arme Seelen/Schicksale, die nicht ihrer eigentlichen Bestimmung folgen konnten (gegessen zu werden), wen kümmert´s?
-> Was hilft es hier zu beten? Der Bäcker kann ihre Gebete nicht erhören.

Der Bäcker-Gott hat nicht die Absicht gut oder schlecht zu uns zu sein, sondern will einfach nur Geld verdienen, oder Leute satt machen, oder einfach nur viele Brote oder Kuchen backen.

Damit wir nicht in Depression verfallen: Die allermeisten Seelen/Schicksale
konnten ihrer Bestimmung folgen und es geht ihnen einigermaßen gut. Aber ein paar bleiben eben immer auf der Strecke! Das wäre das, was wir Leid nennen.

Also, habt ein Herz beim Kuchenessen, denkt an die armen kleinen unschuldigen Kuchenkrümel, die nackt auf dem Teller zittern.
 
 
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Morris
Alt 05.11.2007, 09:31   #59
Standard

Ich finde eigentlich eine reichlich indische Theorie dazu am besten und wundere mich, dass sie so wenig Rezeption hier findet. Auch wenn die spezielle Grundlage für europäischen Gottglauben die Bibel bilden mag, so gibtt sie doch ganz offenbar nur unzureichend Antwort auf die Frage nach dem Leid, denn wäre es klar und deutlich, bestünde nicht seit seit so langer Zeit der Bedarf nach einer Diskussion hierzu.

In Indien, denke ich, herrscht weitgehend Klarheit darüber. Warum? Dort ging man stets, bzw. schon recht früh, von der Annahme aus, das menschliche Leben auf der Erde sei nicht das einzige, sondern nur eins von (bis zu unendlich) vielen und mit dem postulierten Gesetz von Ursache und Wirkung in bezug auf das Handeln (=karma) ließ sich jedes Geschehnis zumindest prinzipiell als Wirkung einer vergangenen (selten einer zukünftigen) Ursache erklären. Doch warum lässt Gott dies nun zu? Aus dem gleichen Grund, der auch in der christlichen Theologie dazu gegeben wird: die Menschen sind (mehr oder weniger) frei in ihrem Handeln und können daher tun, wie ihnen beliebt, aber eben mit der Bedingung, die Konsequenzen tragen zu müssen. Das lässt nicht unbedingt auf ein Desinteresse Gottes am Schicksal der Menschen, der Lebewesen schließen, denn Gott kann sich ein Gottesbewusstsein für die Menschen wünschen sowie eine moralisch hochstehende Gesellschaft und trotz seiner Allmacht und seiner Allgegenwart den Willen der Menschen respektieren.

In der Bhagavadgita, einem philosophischen Lehrgedicht, heißt es, ohne Gott könne sich nichtmal ein Grashalm im Wind bewegen, geschweige denn ein Mensch handeln. Also unterstützt Gott schon die Menschen in ihrem Tun, das er eigentlich verabscheuen sollte. Dies geschieht aber nur daher, dass Leid in Form von Armut, Krankheit, Alter und Tod und auch materielle Freuden nur unter der Decke der materiellen Illusion als solche erfahren werden. Das heißt also, ein Lebewesen stirbt nicht, es gibt nur den Körper auf, es ist auch nicht krank, nur der Körper ist es. Das Leid entsteht jeweils aus der Identifikation mit dem Körper.
 
 
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Oh mein Gott
Alt 08.11.2007, 21:23   #60
Standard

Zitat von ShakeTheDisease
Wenn Gott nicht fern von uns im Himmel ist, sondern in jedem Tier, in jeder Pflanze, in jedem Menschen, in jedem Stein, in jeder Zelle, in jedem Molekül, in jedem Atom steckt (Pantheismus), und somit immer in jedem Ding wirkt, dann begehe ich alle Morde, jeden Kindesmißbrauch, jeden Raub und jeden Krieg mit Gottes Hilfe!
Was viel krasser ist: Da wir alle und alles ein Teil von Gott sind, sind wir überhaupt nicht getrennt. Die Getrenntheit ist nur eine Illusion. Wir sind mit allem und jedem verbunden. Alles was wir anderen antun tun wir also gleichzeitig uns selbst an! Wir bestehlen, belügen, mißbrauchen und töten einen Teil von uns, wenn wir andere bestehlen, belügen, mißbrauchen oder umbringen. Daher ist es um so wichtiger, sich anderen gegenüber stets so zu verhalten, wie wir selber behandelt werden wollen.

Zitat von ShakeTheDisease
Gott ist kein Opa auf einer Wolke? [...] So eine Verbildlichung macht Gebete, die Halt und Kraft geben sollen, doch erst möglich.
Nun ja, das unterstützt nur die Illusion der Getrenntheit von Gott. Auf diese Weise suchen wir Gott stets außerhalb von uns. Dabei ist das Göttliche ja schon in uns vorhanden. Statt also den Opa auf der Wolke anzubetteln, ist es sinnvoller, in Ruhe in sich hineinzufühlen und das Göttliche in uns selbst zu spühren. Bei einem Gebet sollte es sowieso nicht um Worte gehen sondern um das, was wir fühlen. Unsere Gefühle bestimmen unser Leben. (eine Situation wird z.B. von mehreren Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen aufgrund dessen, wie sie sich fühlen - die objektiven Fakten sind für alle gleich)


Die Mehlkorntheorie:
Die Mehlkörner haben kein eigenes Bewußtsein und können nicht entscheiden, was sie tun wollen.
Aber mal angenommen, sie haben doch eins - woher willst Du denn wissen, ob wirklich alle in den Kuchen wollen? Vielleicht entscheiden sich einige Mehlkörner dafür, auf der Arbeitsplatte zu liegen um abends zusammengekehrt zu werden, weil sie wissen wollen, was dann passiert. Andere Mehlkörner, die schon im Kuchen sind, wollen gar nicht gegessen werden sondern auf dem Teller liegen bleiben, weil das Muster so schön ist oder was weiß ich. Wieder andere Mehlkörner haben sich für den Kuchen entschieden, der anderen Menschen später ins Gesicht geworfen wird. Woher die Mehlkörner wissen, welcher Kuchen wo landet? Intuition. Wenn jedes Mehlkorn auf seine innere Stimme hört, dann landet es später auch da, wo es hin wollte. Wenn nicht, landet das Mehlkorn auch schon mal da, wo es gar nicht hin wollte. (ich hatte das auch schon öfter - meine Intuition hat mir gesagt, ich sollte lieber das und das machen, aber ich hab das ignoriert und was anderes gemacht, kurze Zeit später kam dann "die Rache" und ich hab mir gewünscht, daß ich mal lieber auf meine innere Stimme hätte hören sollen - mal ehrlich, wer kennt sowas nicht?)
Die Verteilung der Mehlkörner kommt Dir also deswegen so zufällig vor, weil Du nicht in die Mehlkornköpfe schauen kannst und deren individuellen "Lebensplan" nicht kennst.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 21.11.2007, 17:44   #61
Standard

Zitat von Skinni
In Indien, denke ich, herrscht weitgehend Klarheit darüber. Warum? Dort ging man stets, bzw. schon recht früh, von der Annahme aus, das menschliche Leben auf der Erde sei nicht das einzige, sondern nur eins von (bis zu unendlich) vielen und mit dem postulierten Gesetz von Ursache und Wirkung in bezug auf das Handeln (=karma) ließ sich jedes Geschehnis zumindest prinzipiell als Wirkung einer vergangenen (selten einer zukünftigen) Ursache erklären. Doch warum lässt Gott dies nun zu? Aus dem gleichen Grund, der auch in der christlichen Theologie dazu gegeben wird: die Menschen sind (mehr oder weniger) frei in ihrem Handeln und können daher tun, wie ihnen beliebt, aber eben mit der Bedingung, die Konsequenzen tragen zu müssen. Das lässt nicht unbedingt auf ein Desinteresse Gottes am Schicksal der Menschen, der Lebewesen schließen, denn Gott kann sich ein Gottesbewusstsein für die Menschen wünschen sowie eine moralisch hochstehende Gesellschaft und trotz seiner Allmacht und seiner Allgegenwart den Willen der Menschen respektieren.
Zitat von Oh mein Gott
Vielleicht entscheiden sich einige Mehlkörner dafür, auf der Arbeitsplatte zu liegen um abends zusammengekehrt zu werden, weil sie wissen wollen, was dann passiert.
...
Die Verteilung der Mehlkörner kommt Dir also deswegen so zufällig vor, weil Du nicht in die Mehlkornköpfe schauen kannst und deren individuellen "Lebensplan" nicht kennst.
Damit kann man auch den Holocaust an den Juden erklären? 6 Mio Juden hatten ein schlechtes Karma? Oder entschieden sich bewußt für diesen individuellen "Lebensplan"?
 
 
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Morris
Alt 21.11.2007, 19:18   #62
Standard

Wenn man Geschehnisse unter dem Gesichtspunkt von Wiedergeburt und Karma verstehen will, kommt man unweigerlich zu der Schlussfolgerung, dass Leben und Identität unabhängig vom Körper und den mit ihm verbundenen Empfindungen zu definieren ist. D.h. es gibt keine Christen, Juden, Hindus, Amerikaner, Deutsche, Nationalsozialisten, Humanisten, Frauen, Männer, Fische, Bäume, Mikroben, sondern nur das Lebewesen als solches, als spirituelle Seele. Sie existiert unabhängig von materiellen Verflechtungen. Wenn man das annimmt, dann kann man den Holocaust im Nationalsozialismus als auch durch die Opfer bedingt annehmen.

Diese Konsequenz darf aber nicht zu Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern führen, das wäre fatal und ist sicher nicht gewollt. Eine solche Sicht erklärt das Geschehen prinzipiell in sich stimmig und gerecht, natürlich ohne die einzelnen Hintergründe jedes darin verstrickten Lebewesens zu erkennen; und eben weil wir dies nicht wissen, nicht wissen können, ist die altchristliche Tugend der Nächstenliebe der Ignoranz vorzuziehen. Auch kann und darf eine solche Sicht nicht die Verbrechen entschuldigen oder erklären. Sie erklärt sie ja nur metaphysisch, nicht historisch. Die Nationalsozialisten agierten im Sinne ihrer Ideologie, nicht in Gottes Namen. Dies trifft übrigens auch für die zahlreichen Vergehen im Namen der Christenheit und anderer Religionen zu. Gott brauch keine gewillten Richter auf Erden um Schicksal Wirklichkeit werden zu lassen.
 
 
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unknown_too
Alt 21.03.2008, 22:45   #63
Standard

Eine kleiner Theodize-Exkurs:

Wenn man einmal ganz züruck zu den Grundgedanken, woran Gläubige meistens glauben geht, kommt man zu folgenden Basisaussagen:

1. Gott ist allmächtig
2. Gott ist das Gute

Diese beiden Thesen werden von Gläubigen oftmals einfach blind geglaubt, weil sie sie ihr ganzes Leben lang eingetrichtert bekamen (ich denke fast niemand von euch kann die 'offiziellen' Gottesbeweise aufzählen; die Bibel zählt ja als Belletristik nicht).

Nun die Realität:

3. Es gibt ungerechtfertigtes Leid auf dieser Welt.

Wer möchte jetzt an einen bösen/schwachen Gott glauben?
Wer dann mit einer eigentümlichen Zweckmoral den 3. Punkt anzweifelt muss man beispielsweise nur an den Holocaust oder daran erinnern, wie viele unschuldige Kinder auch heute wieder irgendwo sterben werden...
 
 
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Morris
Alt 22.03.2008, 10:13   #64
Standard

Was bringt jetzt dein Beitrag nach den 62 vorhergehenden?
 
 
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unknown_too
Alt 22.03.2008, 20:07   #65
Standard

Erleuchtung
 
 
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Iggy
Alt 30.03.2008, 00:11   #66
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ich weiß nicht was andere schon vorher hier gepostet haben (faul zum lesen) aber ich bin mir sicher, dass Gott sich nicht einmischt, weil wir aus unseren fehlern lernen müssen! Er könnte "schnipp" machen, und alles Böse währe weg, aber wir hätten uns nicht selbst gebässert! Wenn wir (ja WIR) einen Atomkrieg führen würden, würde die Menschheit (die wenigen die Überleben) sicher daraus gelernt haben, diese werden dann nie wieder einen solchen Krieg beginnen!

Ich hab mal (in einer Predigt?) gehört: Wie ein Vater nicht mir 100 Samtkissen hinter seinen Kindern her rennt und sie auffängt wenn sie hinfallen, verhindet Gott nicht das Böse, sondern lässt die Menschen lernen! Würden sich kleine kinder sich nie beim Fallen wehtun, würden sie nicht lernen, nicht zu fallen


ich hab in meinen wenigen 16 Jahren viel an Gott und die Welt gezweifelt (was für micht als sehr religiöser Christ hart war) aber IMMER eine zufriedenstellende Antwort gefunden.
 
 
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lausitzer
Alt 09.04.2008, 02:35   #67
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die Frage ist gar nicht so schwer zu beantworten. Natürlich kann man das ausdehnen.

Gott will das wir in ersuchen. Wenn wir in einer Not sind, dann sucht
jeder der an in glaubt! auch ihn und das ist der Hauptgrund. Wenn wir sagen,
ja Gott wir glauben an dich, aber einen freien Willen haben (den wir nachweislich haben!) so will Gott eine Art bestätigung. Wenn ich zb in Afrika am verhungern bin oder im KZ sitze und Gott suche, dann wird er garantiert
einem nicht im Stich lassen, es sei du hast ihn dein ganzes Leben ignoriert.
Ausserdem macht Gott was er will, weil er eben der Boss ist
Und wenn ich so doofe Argumente wie, naja damals hat dieser Gott ja noch
paar Zeichen von sich gegeben..
macht er heute auch noch, nur diskutiert er eben nicht mehr weil alles gesagt wurde. Ich denke zb das New Orleans eine Absicht von Gott war, weil er zum einen diese ungläubigen Abstrafen will und andere eben dazu bringen will sich zu ihm zu wenden. Auch die Wiedervereinigung Deutschlands ist für mich ein Zeichen, ich denke das war kein Zufall das ein Jahrzehnte langer kalter Krieg unblutig zu Ende ging, weil sich eben so neue Tore für viele ungläubige geöffnet haben.
Schöne Avatare haben ja einige hier lol, man merkt das euch der Devil im warsten Sinne des Wortes fest in der Hand hat.
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 09.04.2008, 16:12   #68
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Zitat von lausitzer
Wenn ich zb in Afrika am verhungern bin oder im KZ sitze und Gott suche, dann wird er garantiert einem nicht im Stich lassen, es sei du hast ihn dein ganzes Leben ignoriert.
Auf so eine bescheuerte Sicht kann ich eigentlich gar nichts mehr sagen. Schön, daß du nicht weißt, wie viele hungernde Afrikaner und KZ-Insassen gebetet haben und dennoch menschenunwürdig sterben mußten, Blindheit macht die Welt schön einfach.
 
 
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Iggy
Alt 09.04.2008, 17:56   #69
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hm... naja... vielleicht wird das Leben im Jenseits umso schöner, umso schlimmer das Leben auf Erden war und umgekehrt^^
 
 
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