Nun gut.
Zitat von Oh mein Gott Na gut, Deiner Meinung nach ist das keine logische Herleitung. Gut. Was soll ich hier anbringen, mathematische Formeln oder so?
Wohl kaum. Natürlich ist es klar, dass du glauben kannst wie du willst.
Wenn du eben glaubst, dass Gott nicht eingreift, weil er dem menschen einen Freien Willen gegeben hat, bitte.
Aber du kannst so einfach nicht behaupten, das wäre eine logische oder eine göttliche Regel oder soetwas.
Wenn ich jetzt sage, daß in diversen Channelings mit der jenseitigen Welt diese Regel so übermittelt wurde, würdest Du das sicherlich als kompletten Blödsinn abtun.
Ich weiß nichtmal was ein "Channeling" sein soll..
Dafür ist Deine Grundlage ein 2000 Jahre altes Märchenbuch, welches schon so oft verändert, überarbeitet und an die Ansichten der Kirchenoberen angepasst wurde, daß man es gar nicht mehr zählen kann. Sowas nimmst Du dann als Beweis dafür, daß Gott sich ungefragt in die Belange der Menschen einmischt. Wirklich sehr logisch und beweiskräftig. Ich gebe mich geschlagen und verneige mich vor der Unantastbarkeit Deiner Quelle.
lol
Nein. Ich gehe, wie gesagt, davon aus, dass keinerlei Gott existiert..
Aber in der Diskussion ging ich auch davon aus, dass bei dir ein, wie auch immer gearteter, christlicher Glauben vorhanden wäre. Jetzt ist offensichtlich, das er das nicht wirklich ist. Davor allerdings war es das (zumindest für mich) nicht unbedingt. Also vergiß das.
Da brauche ich dir natürlich logischerweise auch nicht mit der Bibel zu kommen. Was die Bibel und ihre Aussagekraft angeht, dazu habe ich ja nun selbst in diesem Thread schon ein Sätzchen oder so (ich glaub auf Seite 2) geschrieben, was in gewissem Maße auf etwas ähnliches hinausläuft, auch wenn ich das Ding weder sonderlich moralisch finde, noch Märchenbuch nennen würde.
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Warum wäre die Allmacht Gottes logisch? Und wenn die Allmacht Gottes logisch ist, wieso ist es dann unlogisch, wenn Gott uns nicht sofort als perfekte Wesen geschaffen hat?
Mein Problem diesbezüglich ist, dass mein Seminar über theologische Kontroversen vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit (oder so ähnlich oO) mit (angeblichen) Gottesbeweisen, Erklärung des Allmachtsprinzips und so weiter schon ein paar Jahre her ist und ich mir nur einige Schlüsse gemerkt habe. Zumal ich noch immer vom christlichen Gott ausging, als ich das schrieb. Und da wäre alleine in der Bibel klar formuliertes dazu zu finden und Logik nur der 2. Weg. Ich werde mal noch ein wenig mit eigenen Worten dazu schreiben. Aber du kannst auch gerne mal über die Arbeiten von Leute wie Thomas von Aquin, Ockham oder Anselm v. Canterbury recherchieren, wenn dir danach ist. ;>
Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Leute, die in ihren Werken daran arbeiten das zu widerlegen und dabei auch nicht immer schlecht klingen..vor allem bei den Gottesbeweisen.
Auch Kant setzt bei seinem Gottesbegriff dessen Allmacht vorraus, egal ob man nun von dessen Existenz ausgeht oder nicht. Z.B.:
Wenn ich sage: Gott ist allmächtig, so wird nur diese logische Beziehung zwischen Gott und der Allmacht gedacht, da die letztere ein Merkmal
des erstern ist. Weiter wird hier nichts gesetzt. Ob Gott sei, das ist, absolute gesetzt sei oder existire, das ist darin gar nicht enthalten.
Wobei ich eigentlich meine mich zu erinnern, dass Kant auch mal in die andere Richtung etwas erarbeitet hat.
Wie auch immer..
Aber allein mit den bekannten einfachen Vergleichen z.B. mit Mauern oder Steinen um zu beweisen, dass Gott nicht allmächtig sein kann, kommt man jedenfalls nicht wirklich zwangsläufig weit.
Also z.B. die Sache mit..wenn Gott allmächtig ist, muss er einen Stein schaffen können, den niemand hochheben kann. Wenn er das tut, könnte er selbst den Stein aber auch nicht hochheben, wäre also nicht allmächtig.
Nur geht dann die Diskussion meistens so weiter, dass man einen vollkommenen, allmächtigen, zeitlosen und unendlichen Gott, eben nicht den Zwängen des
menschlichen Denkens oder naturwissenschaftlichen Grenzen unterwerfen könne. Und auch dass die ganze Art und die Möglichkeiten eines derartigen Wesens oder einen derartigen Macht für den menschlichen Verstand sowieso nicht annähernd vollständig zu begreifen sein könnten.
Und in dem weitgehend größten Teil des monotheistischen Glaubens, wird sowieso automatisch die Allmacht Gottes vorrausgesetzt, weil der Begriff des einzigen Gottes nunmal so definiert ist.
Auch wenn man sich folgendes jetzt einfach mal vorstellt..
Gott erschafft eben die Erde mit allem drum und dran und von mir aus auch noch unser Sonnensystem - beweist zweifellos Macht, aber noch nicht unbedingt Allmacht. Aber wenn man nun sagt er sei nicht allmächtig, hätte das zwingend zur Folge, das es etwas (beispielsweise ein übergeordnetes transzendentales Gesetz oder irgendeine Energieform) oder jemanden (ein anderer Gott) geben muss, was seine Macht begrenzt. Und dann wäre eben dieser Gott, von dem man zu Beginn ausgeht, nichtmehr das einzig göttliche das existiert. Es wäre also kein Monotheismus mehr. Das macht so also nicht viel Sinn, für jemanden, der eben ein _einen_ Gott glaubt.
Das ist jedenfalls nicht unlogisch.
Inwiefern ein perfekter Gott jetzt auch einen perfekten Menschen geschaffen haben müsste, darüber lässt sich, abseits jeglicher spezifischen Glaubensrichtung, auch nur spekulieren. Wieso sollte er?
Zweitens habe ich nie gesagt, daß Gott überhaupt nicht eingreift. Ich habe gesagt, er greift nicht ungefragt ein. Wenn wir ihn bitten, hilft er uns. Allerdings auf subtile Art.
Joa mei, es entstand nunmal der Eindruck. Also wenn man das nun glaubt...und wenn nun sagen wir mal "sehr viele Gläubige" oder von mir aus 2,5 Millionen, Gott darum bitten bzw. dafür beten würden, dass er eine Woche lang Regen in die Sahelzone schicken möge, ob das wohl funktionieren würde?
Dabei ist Dein Bild vom perfekten Menschen nur durch Deine momentane Umwelt und die Meinung dieser Zeit geprägt.
Ich habe keinerlei auch nur annähernd genaues Bild eines "perfekten Menschen". Den gab es nicht, gibt es nicht und den wird es auch nicht geben.