Lachrymology, bedeutet "Die Studie des Weinens oder Schreiens". Die Ursprünge dieser Schule der Gedanken sind bestenfalls vage. Die einzige definitive Quelle dieser "Wissenschaft" sind die Mitglieder der Band Tool. Tool behauptet das der Begriff "Lachrymology" wirklich von Ronald P. Vincent in seinem Buch "A joyful guide to Lachrymology" geprägt wurde. Jedoch gibt es keinen Beweis, daß Ronald oder sein Buch wirklich existierenen. Warum die Band anfing dieses Gerücht in die Welt zu setzen, mag jedem selbst überlassen werden, aber es schädigt die Glaubwürdigkeit von "Lachrymology".
Trotz der offensichtlichen Lügen hinsichtlich seines Ursprungs, die grundlegenden Tendenzen von Lachrymology sind es durchaus Wert sie etwas genauer zu studieren, obgleich es eine Schande ist, daß der tatsächliche Philosoph hinter dieser Wissenschaft unbekannt ist. Die wesentlichen Ideen hinter "Lachrymology" ist ziemlich einfac: "Lachrymology" vertritt die Philosophie, daß sich ein Mensch nicht ohne die Erfahrung des Schmerzes, seien sie emotional, geistlich oder körperlich, entwickeln kann.
Und so fange ich die Analyse von "Lachrymology" an, indem ich die entscheidende Frage stelle: "Was ist Schmerz?" Schmerz ist eine emotionale oder körperliche Erfahrung, der sich durch sich selbst erklärt. Die Schmerzen sind häufig intensiv und lassen eine Erinnerung zurück an die Mechanismen, die diesen auslösten. Es ist der Schmerz der in seiner intensität eine Entwicklungsfähigkeit bildet, die psycho-emotionalen Effekte des Schmerz zu kontemplieren, daraus zu lernen, und uns vorwärts zu entwickeln in unserer menschlichen Erfahrung.
Betrachtet man "Lachrymology" in Beziehung zu einem Polaritätseffekt: Auf der einen Seite "Elend" - auf der anderen Seit "Freude". Kann man das Positive überhaupt schätzen ohne vorher den Gegensatz kennengelernt zu haben? Eine Person, die eine überwältigende Periode des Schmerzes oder eine schmerzliche Erfahrung hatte, wird höchst wahrscheinlich vollere Erfahrung Freude und Vergnügen empfinden können, wenn die Psyche diese dualistischen Erfahrungen vergleicht.
Eine allgemeine Ansicht des menschlichen Verstandes (besonders im westlichen Gedankengut) ist die Einstellung, daß das Leben mit aus schmerzlichen Erfahrung besteht, die enträtselt werden wollen, selten uns die Freude berührt und dann am Ende ein jeder sterben muß. Viele Leute verbringen viel Zeit damit sich auf Schmerzen vorzubereiten um sie letzt endlich zu vermeiden. Das Problem hierbei liegt in der Weise, wie sich Leute auf ihre Schmerzen vorbereiten und mit ihnen umgehen. Es wird viel zu viel Zeit aufgewandt, auf den Schmerz zu warten, um ihn dann zu bekämpfen und gut vorbereitet zu sein, wenn er denn kommen sollte... Damit behindert eine Person sich in einer selbstzerstörerischen Art und Weise sich frei zu entwickeln. Unter der Theorie von "Lachrymology", verstehen wir, daß eine Person erlernen muß, Verlust, Ausfall und die Schmerzen hinzunehmen. Indem er versteht, daß diese Dinge unvermeidlich sind, kann eine Person erlernen, ihre Verluste zu verstehen und zu umfassen.
Die Integration des Schmerzes und des Leidens in unser Psyche, anstatt das Kämpfen gegen selbige, bringt unseren Seelen die Bedeutung des Verlustes nahe. Wenn wir die Schmerzen als gegebenen, nicht negativen Bestandteil unseres Lebens annehmen und verinnerlichen, können wir erlernen an den Tiefen des Gefühls, die die Schmerzen verursachen können zu wachsen. Es sind oftmals diese "Tiefen" an denen unser Geist neue Erkentnisse erlangt und über sich hinauswachsen kann, wenn wir ihn denn lassen.
Die Schmerzen arbeiten als Hilfsmittel der persönlichen Entwicklung, indem sie eine Einzelperson zwingen sich zu konzentrieren. Wenn eine Person in einem "geistigen Gefängniss" eingeschlossen wird, welches durch emotionalen oder körperlichen Schmerz verursacht wird, fängt der Verstand automatisch an, Antworten zu suchen hinsichtlich eines "Warums?" "Warum ich?"... " Solange dieser Prozeß nicht unterbrochen wird (wie z.B. durch Ablenkungen wie Drogen, Spiritus, usw..) fährt die Psyche fort, auf eine progressive Art und Weise zu funktionieren. Die Einzelperson bleibt Anfangs auf einem Level des "Warum ich?" aber mit
vorschreitender Zeit wächst der Verstand mit dem Schmerz umzugehen und das Bewußtsein kommt automatisch in anderen Bereichen des Gedankens weiter. Diese Weiterentwicklung des Gedankens wird, mit der Zeit, eine psychologische Entwicklung mit sich bringen.
Der Geisteszustand der seinen Fokus auf den Schmerz oder Verlust legt ist klienisch bekannt als Depression. Im psychologischen Sinne ist die Depression eine "Krankheit". Dieses Konzept sollte betrachtet werden im Bezug zu Leuten, die die Stichhaltigkeit des Elendes, Traurigkeit, Schmerzes zu verstehen wussetn. Während der Weltgeschichte ist die Depression ein allgemeines Gewinde zwischen vielen leuchtenden Männern gewesen. Wir wissen, daß z.B. Mozart, Poe und DaVincimit dieser Form des Bewusstseins zu "kämpfen" hatten.
Dies soll nicht heissen, daß die Depression ein konstanter Geisteszustand für jeder sein sollte. Auf jeden Fall ist Depression, wie alle Sachen: Es ist vergänglich und hinterlässt höchstens eine Art von Aufbruchstimmung und Weisheit. Es sollte für niemanden heissen, dass die Bewältigung des Schmerzes und der Depression genau so wichtig ist wie das Leiden selbst, denn es ist unser Leid, das unsere Entwicklung und unsere grössere Anerkennung der neuen gefundenen Höhen aktiviert. Wie Personen, die grosse Scherzen überlebt haben, sich erinnern müssen, sich des Schmerzes bewußt zu bleiben, und sich erlauben müssen, dass dieser Schmerz und diese Erfahrung es wert war sie erlebt zu haben.
Ein anderer Bereich des Interesses ist das absichtliche hinzufügen von Schmerzen, besonders in der physischen Form. Dieses ist ein in hohem Grade komplizierter Stoff, und es muß unterschieden werden zwischen absichtlich hinzugefügtem Schmerz und vorhandenem Schmerz. Also besteht die Frage, ob absichtlich hinzugefügter Schmerz die gleiche Wirkung zeigt, wie natürlich vorhandener Schmerz. Im wesentlichen ist das Potential der absichtlichen körperlichen Schmerzen vom Beweggrund hinter dem des natürlichen Schmerzes anzusiedeln. Wenn die Schmerz für den Genuß verursacht werden, auch "Masochismus" genannt, sollte nicht als Entwicklungsmöglichkeit unter "Lachrymology" betrachtet werden, weil diese Schmerz für die persönliche (oder gegenseitige) Befriedigung verursacht werden, erlernt die Psyche nichts von der Erfahrung, da sie komplett darauf vorbereitet war und es aus reinem Vergnügen passiert ist. Jedoch konnten absichtliche Schmerzen durchaus in einigen Bereichen zu Erfahrungen führen, wenn das Ziel der geistige oder Geistesgewinn ist. Diese Idee ist z.B. in den östlichen Religionen offensichtlich, in denen Praktiker/Mönche/Gurus sich Schmerzen selbst zufügen oder Entzug erleiden, um die Geistesklarheit zu erfahren, die sie von dieser Praxis nur gewinnen können.
Schließlich weicht die philosophische Grundlage von Lachrymology "zum Weinen als Therapie" aus. In der Tat beseitigt das Weinen bestimmte Giftstoffe die vom Körper produziert wurden, wenn eine Einzelperson Druck erleidet. Der Zustand des Weinens hilft uns einen psychologischen Heilungsprozess anzustoßen, indem er uns erlaubt, die Schmerzen besser zu verstehen, das wir "Gefühl" sind und mit dem Leid in einer biologisch stichhaltigeren Weise fertig zu werden.
Und folglich, schließt die Erforschung der Philosophie von "Lachrymology" den Kreis. Trotz ihrer schattigen Wurzeln, ist die Theorie von Lachrymology in hohem Grade stichhaltig in ihrer Grundlage. Möglicherweise hat sie nicht die besten Anfänge erfahren, aber als Beginn einer Philosophie gibt "Lachrymology" an, daß alle neuen Wahrheiten als "Theorie" anfangen. Nur indem wir unsere menschliche Kapazität für den Schmerz erforschen und verstehen, können wir erlernen, Vergnügen zu schätzen und unser komplettes Entwicklungspotential zu erfahren, das der Schmerz (emotional oder körperlich) wirklich anbieten kann.