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Kultur vs. Natur?

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seele
Alt 14.05.2007, 05:01   #1
Standard Kultur vs. Natur?

Die Natur hat sich bei der Sache mit den Haaren schon was gedacht haben, nu haben die Menschen aber schon so wenig und reißen sich die letzten auch noch aus. Seh nur ich da einen Widerspruch?

-----------

Threadidee stammt aus Wie lang hälts?

samma's so, ich kenn nicht wirklich viele Frauen die wirklich "stark" behaart sind, sprich die an meine rankämen. (@anderen thread, sem) Sicherlich kann's schöner aussehen, aber Sinn seh ich da nicht wirklich drin. Ich mein ihr habt von Natur aus schon weniger Härchen, also ist das Entfernen doch wieder nur eine Idealisierung, oder?

Sicher kann man nicht leugnen das so "Verschönerungen" zu den ich auch mal Kosmetik zähl, einen Effekt haben, aber ist das erstrebenswert Idealen nachzurennen, die sich eh alle paar Jahre wieder ändern?

Geändert von Felicitas (14.05.2007 um 16:37 Uhr).
 
 
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semmela
Alt 14.05.2007, 08:04   #2
Standard

dich möcht ich erleben, wenn deine freundin sich nicht die haare rasiert/wachst oder sonstiges. wenn du das erotisch findest.....
 
 
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Alt 14.05.2007, 13:05   #3
Standard

Zitat von seele
Die Natur hat sich bei der Sache mit den Haaren schon was gedacht haben, nu haben die Menschen aber schon so wenig und reißen sich die letzten auch noch aus. Seh nur ich da einen Widerspruch?
Ja, den siehst nur Du. Es wäre daher auch wirklich nett wenn du den Widerspruch mal genauer erläutern würdest.
Sollen wir die Haare die uns noch verbleiben etwa kultivieren und besonders hegen unf Pflegen?
Du hast schon Recht, die Natur hatte sich bei der Sache mit den Haaren schon was gedacht. Aber sie hat sich genauso gut auch was beim ausfallen gedacht. Wir sind schließlich keine Wilden mehr die ein Fell brauchen um sich vor der Witterung zuschützen, dafür haben wir Heizungen und Kleidung, daher auch der eklatante Mangel an Körperbehaarung. Und weisst du was? Es wird so weiter gehen, der Mensch wird immer mehr Haare verlieren.
 
 
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Felicitas
Alt 14.05.2007, 16:38   #4
Standard

@seele: rasierst du dich?
 
 
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seele
Alt 14.05.2007, 16:42   #5
Standard

nur alle paar Monate... oO


aber geht doch nicht um Bärte, obwohl... naja Frauenbärte...

Ich seh den Konflikt, aber ich ignoriere ihn mal gekonnt. Weil das eine ist ja Zweckmäßig, Juckt, nervt, stört (beim Bart :P) vs. just 4 schön.
 
 
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short_cut_baby
Alt 14.05.2007, 16:53   #6
Standard

Du hast schon Recht, die Natur hatte sich bei der Sache mit den Haaren schon was gedacht. Aber sie hat sich genauso gut auch was beim ausfallen gedacht. Wir sind schließlich keine Wilden mehr die ein Fell brauchen um sich vor der Witterung zuschützen, dafür haben wir Heizungen und Kleidung, daher auch der eklatante Mangel an Körperbehaarung. Und weisst du was? Es wird so weiter gehen, der Mensch wird immer mehr Haare verlieren.
Du nimmst mir die Haare von den Zähnen Genau das wollte ich auch ausfusseln *gg

Also ich find bei Frau Behaarung nich so, bzw eben an mir. Gefällt mir nicht, ich mags alles schön glatt^^

Der Mensch ist so weit, dass er wie gesagt kaum noch Haare braucht schon richtig, die Natur denkt mit
Nebenbei: In Asien haben die Menschen angeblich am wenigsten von der "Urbehaarung" unsrer primitiven Vorgänger.
Und: Schon vor tausenden Jahren haben z.B. die Ägypter schon gewachst und zwar mit einer Art süßen Honig-Pampe, wenn ich mich recht erinner.
 
 
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Felicitas
Alt 14.05.2007, 16:58   #7
Standard

Zitat von seele
aber geht doch nicht um Bärte, obwohl... naja Frauenbärte...
naja, es geht um körperbehaarung. dass ein bart juckt hör ich btw aus mänlicher sicht zum ersten mal. ich meine, wenn eine frau sagt "ja mein freund stachelt und kitzelt mich beim küssen", ok dann versteh ich das argument, allerdings kann mann dann sagen "ja frau stachelt und kitzelt so wenn ich sie oral befriedige" und schwupps, wir sind kein stück weiter. ich kann nun nicht aus eigener erfahrung sprechen was das tragen eines bartes angeht, aber dass ein bart einen mann juckt, wär mir ja ganz neu. aber wenn man annimmt dass manche männer gejuckt werden durch ihren bart, wieso kann es dann nicht auch frauen geben deren beinbehaarung juckt, oder schambehaarung? Oo.


Ich seh den Konflikt, aber ich ignoriere ihn mal gekonnt.
besser nicht, sonst ist die diskussion in null komma nix beendet
 
 
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short_cut_baby
Alt 14.05.2007, 17:28   #8
Standard

Also wenn der Bart juckt, würd ich mal nach Parasiten gucken. ... Andererseits, es gibt wirklich Menschen, die auch gegen Haar allergisch sind.
Hab z.B. mla bei Spiegel TV oder so ein Mädchen gesehen, bei dem sich die ganze Haut aufgrund von Haar entzündet hat, weil sie dagegen allergisch war-klingt vllt komisch, ist aber so.
 
 
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Reh
Alt 14.05.2007, 18:53   #9
Standard

Zitat von felicitas
aber wenn man annimmt dass manche männer gejuckt werden durch ihren bart, wieso kann es dann nicht auch frauen geben deren beinbehaarung juckt, oder schambehaarung? Oo.
Weil das bei Männern erst ab einer Länge passiert, die Frauen auf ihren Beinen nie im Leben erreichen.
Mit Parasiten hat das nichts zu tun.
 
 
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seele
Alt 15.05.2007, 20:41   #10
Standard

Jupp die Art der Haare sind ersten eine andere und zweitens kommt's ja auch drauf an was man macht. Ihc hab z.B. die Angewohnheit an meinem Kinn rumzuspielen, wenn ich meinen Bart mal wieder hab wachsen lassen und da kommt's ab und zu auch mal vor dass das dann nach 'ner zeit zu jucken anfängt, bzw. zu nerven.

Außerdem find ich eienn Bart - Beinhaarvergleich nicht so toll, weil es ja vollkommen verschiedene Körperregionen sind. Ich mein nur weil mein Auto am Kotflügel lackiert ist, spritz ich doch auch nicht die Rücksitze mit Lack voll.

Außerdem hab ich ja auch Beinbehaarung und die stört micht nicht, obwohl ich mal denk das die wesentlich ausgeprägter ist als es bei einer entsprechenden Frau der Fall wäre.


Was mir gestern abend noch eingefallen ist. Ist das wirklich eine Weiterentwicklung dass wir unser Fell aufgegeben hab undnun Kleidung benutzen?

Sicher kann man in dieser Humansymbiose (nenn ich es mal) sich persönlich entfalten und z.B. Architekt werden, weil es andere Menschen guckt, die Bäcker oder Schneider sind und für die Versorgung mit Nahrung und Kleidung sorgen. Aber bringt diese Kultur uns voran?

Tony Blair hat#s mal nett in einer rede an der Tübinger Uni gesagt:
"Wir leben in einer Zeit, in der wir mehr Freiheiten haben, als jemals zuvor in der Geschichte. Aber gleichzeitig hat unser Handeln auch immer mehr Einfluss auf andere Menschen"
 
 
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Ephestia
Alt 15.05.2007, 21:03   #11
Standard

Na, was verlangst du denn? Dass wir uns zurückentwickeln, Fell wachsen lassen und uns gegenseitig mit Keulen auf den Kopf schlagen?
Klar ist es ne Weiterentwickung, dass unser Körper kein Fell mehr schmückt. Man nennt das Evolution und die soll zuweilen recht nützlich sein...
Ob es nun notwendig ist sich Haare rauszurupfen oder nicht, ist wohl persönliches Empfinden. Unsere wenige Körperbehaarung hat seinen Nutzen wohl auf ein Minimun reduziert, also seh ich es nicht als problematisch an, alles wegzurasieren. Wir greifen damit sicher nicht in den Lauf der Dinge ein.
 
 
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seele
Alt 16.05.2007, 02:38   #12
Standard

genau das bezweifle ich aber Ephestia.

Zum einen heißt Evolution nicht Weiterenwicklung sondern nach Darwin lediglich: "Der best-angepasste überlebt", was oft fälschlicherweise als //der stärkste überlebt// interpretiert wird.

Im groben ist Evolution eigentlich nur freie/willkürliche Entwicklung in alle möglichen Richtungen, sprich probiern wir mal aus, irgendwas wird schon funktionieren. (Wer jetzt hier mit ID oder Schöpfungslehre angeschissen kommt, bekommt was hinter die Löffel und sollte sich erstmal vernümpftig mit dem Thema auseinandersetzen)


Ok hmm... ahja, welchen Zweck hat die menschliche Körperbehaarung denn bitte? Kleidung macht sie seit tausenden von Jahren überflüßig und trotzdem sind wir noch nicht "nackig".

Bsp.
puste mal über eine behaarte Körperstelle und über eine unbehaarte...

hmm außerdem lässt ein Bart jemanden älter/reifer aussehen und Schamhaare dienen zur Verbreitung von Körpergeruch. Von daher hat schon alles seinen Zweck, aber Überbleibsel aus unserer Entwicklung schleppen wir ja auch noch mit uns rum und werden die nicht los... nicht so einfach das Ganze.
 
 
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short_cut_baby
Alt 16.05.2007, 14:34   #13
Standard

Hey die Evolution passiert nich von einem Tag auf den andren. Hey die Haarentwicklung geht auch nur langsam zurück. Gibt auch Leute, die ihr Hirn nicht benutzen und trotzdem verschwindets nicht einfach

Der Mensch trägt seit einigen Jahrhunderten Kleidung, der Organismus "merkt" sozusagen, dass es übreflüssig ist, unmegen an Haaren zu produzieren (obwohl es auch heutzutage noch menschen gibt, die sehr Strak Affen gleichen xD). Er spart vor allem Energie, weil er nicht so viele Haare aufstellen muss und weil er vor allem auch nicht so viele produzieren muss.
Und Sachen wie Bart etc sind einfach zum teil auch Schönheitsmerkmale, mit denen der Mench "balzen" kann, wenn er es möchte.
z.B. männliche Vögel sind ja auch nicht einfach nur bunter, weil sies anders nich brauchen, sie werben damit und das ist eben ein wichtiger prozess. nur dr erfolgreichste gewinnt eben.
 
 
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Reh
Alt 16.05.2007, 18:25   #14
Standard

Also dass ein Mensch durch weniger Behaarung Energie in einem Maße einspart, dass er einen Überlebensvorteil erreicht, möchte ich persönlich ausschließen.

Die Funktion der Haare ist aber schon seit Ewigkeiten nicht nur physiologischer, sondern vermehrt auch sozialer Natur. Vor 100 Jahren waren Frisuren schon längst bedeutsam. Heute ist Frau angesehener, wenn sie babyglatt rasiert ist. In ein paar Jahrzehnten kann sich alles wieder ändern und behaarte Frauenkörper kommen wieder in Mode.
 
 
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Ephestia
Alt 16.05.2007, 18:58   #15
Standard

Wie würdest du den am besten Angepassten nennen, wenn nicht den Stärkeren?
Und wieso bitte ist Evolution willkürlich?
Klar hat Körperbehaarung auch heute noch eine Funktion, aber, wie ich schon sagte, ist diese so minimal, dass wir getrost drauf verzichten können. Ich hab im Winter noch nie gefroren, weil ich keine Haare an den Beinen hatte und mich hat auch noch nie ein Kerl abgelehnt, weil ihm wegen mangelndem Schamhaar mein Geruch nicht intensiv genug in die Nase schlug.
Zu mal sich das raiseren der Beine auch nicht in der Evolution bemekrbar machen würde. Wenn wir jetzt allen Neugeborenen nach der Geburt einen Arm abtrennen würden, würden auch in 50 Jahren noch Babys mit 2 Armen geboren werden.
 
 
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short_cut_baby
Alt 16.05.2007, 23:40   #16
Standard

Also dass ein Mensch durch weniger Behaarung Energie in einem Maße einspart, dass er einen Überlebensvorteil erreicht, möchte ich persönlich ausschließen.
das sowieso, aber es hat auf jeden fall seinen kern^^
 
 
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Reh
Alt 17.05.2007, 10:02   #17
Standard

Was für einen Kern?
 
 
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short_cut_baby
Alt 17.05.2007, 11:28   #18
Standard

Energie Spart der Kröper dabei schon ein. Nicht übermäßig viel, dasses ein wirklich riesiges Plus an Energie ist, aber für jede einzelne Zelle, die Haarwachstum steuert, ist es schon viel
 
 
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Reh
Alt 17.05.2007, 16:31   #19
Standard

Dass Haarwachstum ein Minimum an Energie verbraucht, habe ich nicht bestritten. Die interessante Frage ist doch, ob dieser Verbrauch Relevanz hinsichtlich der evolutionären Entwicklung hat. Dafür müsste man wissen, wie viel Energie der Körper tatsächlich in die Haare reinpumpt und das mit dem Gesamtenergieverbrauch vergleichen.
 
 
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short_cut_baby
Alt 17.05.2007, 17:49   #20
Standard

Hmm wäre schon intressant. So riesig relevant ist es vielleicht nicht-oder doch? wenn man es auf ein ganzes Leben aufzieht? Spart schon ne Menge energie^^
 
 
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seele
Alt 17.05.2007, 18:35   #21
Standard

Naja Haare bzw. Fell dient ja hauptsächlich zur Wärmeisolation/Sonnenschutz von daher wird das mit der Energiebilanz nicht so einfach. Vom Energieverbrauch muss man ja auch noch berücksichtigen, dass der Körper sich seiner Umgebung anpasst, wenig Rohstoffe/Nahrung da -> Verlangsamung des Wachstums und der Produktion von Stoffen. Der Mensch, die kleien Chemiefabrik daheim.

Wie würdest du den am besten Angepassten nennen, wenn nicht den Stärkeren?
Und wieso bitte ist Evolution willkürlich?
Was bringen dir Muskelberge bis zum Get-no, wenn du in einer Unterwasserwelt leben musst, weil die Polkappen geschmolzen sind und es keine Landmasse mehr gibt?
Warum gab es mal eine Baumart, die so erfolgreich war, dass sie eine kleine Eiszeit ausgelöst hat, weil zuviel/zu effizient CO2 in O2 umgewandelt worden ist?

Gut zweites Beispiel ist doof, weil die Bäume dabei mit draufgegangen sind, aber sie haben sich durchgesetzt und fast den ganzen Planeten "bevölkert". Aber, weder das eine noch das andere Beispiel haben was mit Muskelkraft oder Stärke zu tun.

Wer denkst du, hat in der Steinzeit als Mensch überlebt? Der, der mit bloßen Händen auf seine Beute losgegangen ist, oder der, der Sich Waffen und Fallen gebaut hat?


Willkür, oder positiv ausgedrückt Freiheit ist dass was passiert, wenn sich etwas verändert, sprich Evolution passiert. Wäre dem nicht so gäbe es keine Vielfalt und keine Veränderung. Man könnte nur durch manipulative Eingriffe eine Veränderung erzwingen.

Wo wir dann bei den Babys angelangt sind.
Ich würde es für fragwürdig halten, ob sich da genetisch nicht doch etwas verändert. Das Genom ist gleich, keine Frage, aber Variationen innerhalb sind nichts ungewöhnliches. Evolution spielt sich ja letztendlich nicht nur in ein paar tausend Jahren ab, sonder über Million, bis Mrd.
 
 
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Reh
Alt 17.05.2007, 19:46   #22
Standard

Habe gerade etwas interessantes gelesen. Die Wissenschaft ging bis vor kurzem fest davon aus, dass wir Menschen uns in der afrikanischen Savanne entwickelt haben, also ganz und gar Landtiere sind.
An dieser (schon sehr alten) Theorie sind mittlerweile Zweifel aufgekommen, weil man festgestellt hat, dass unser Körper in vielerlei Hinsicht auch an das Wasser angepasst ist. Der Mensch hat sich der neuen Theorie nach nicht (nur) in der offenen Savanne entwickelt, sondern zumindest eine geraume Zeitlang am Wasser, wo er auch viel im Wasser war und sich entsprechend daran angepasst hat.

Und eine der Folgen der Anpassung an Wasser soll der verminderte Haarwuchs sein. An Land sind die Haare, wenn schon nicht nützlich, so auch kaum störend. Im Wasser ist das ganz anders, da ist unbehaarte Haut sehr von Vorteil. Das klingt für mich als Erklärung des verminderten Haarwuchses doch viel plausibler als eine mögliche Energieeinsparung.
 
 
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seele
Alt 18.05.2007, 03:30   #23
Standard

Allerdings ist auch diese Theorie angreifbar, denn ich kenne kein weiteres Tier, dass durch das Leben in Gewässernähe sonderlich wenig behaart ist, Reptilien mal ausgenommen, da diese in beiden Lebensräumen unterkommen müssen. Säugetiere die ebenfalls in beiden Lebenräumen unterkommen, (z.B. Biber) haben ja auch ein Fell.

Find ich zumindest nicht so plausibel.
 
 
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Ephestia
Alt 18.05.2007, 19:41   #24
Standard

Seele, ich habe Stärke nie mit Muskelkraft gleichgesetzt. Natürlich gewinnt der mit mehr Muskelkraft nicht, wenn ihm jemand mit einer Pistole gegenüber steht.
Dass es bei der Evolution nicht um Armdrücken geht, ist klar und deshalb kann man auch gut behaupten "Der Stärkere überlebt".
Deine Definition von Willkür in Bezug auf Evolution verstehe ich noch immer nicht. Was soll daran willkürlich sein? Ich finde es nicht besonders willkürlich, wenn der Stärkere überlebt und der Schwächere stirbt. Das ist für mich ziemlich einleuchtend und absolut logisch und ich kann bei diesem Prozess - sprich der Evolution - keine Willkür ausmachen.
Zu dem letzten Punkt: Natürlich können Mutationen auftreten, aber die sind dann nicht darauf zurückzuführen, dass man den Babys nach der Geburt einen Arm abgeschnitten hat.
Vielleicht versuchst du, deine Anfangsaussage noch einmal zu konkretisieren. Ich hab noch nicht so ganz verstanden, worauf du hinaus willst.
 
 
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Reh
Alt 18.05.2007, 22:00   #25
Standard

Zitat von seele
Allerdings ist auch diese Theorie angreifbar, denn ich kenne kein weiteres Tier, dass durch das Leben in Gewässernähe sonderlich wenig behaart ist, Reptilien mal ausgenommen, da diese in beiden Lebensräumen unterkommen müssen. Säugetiere die ebenfalls in beiden Lebenräumen unterkommen, (z.B. Biber) haben ja auch ein Fell.
Hehe, Biber sind eigentlich eine Ausnahme unter den am/im Wasser lebenden Säugetieren. Die meisten (Wale, Delphine, Seeelefanten und Konsorten, Hippos) haben kaum Behaarung. Na gut, Biber sind nicht unbedingt Ausnahmen, es gibt zahlreiche weitere Beispiele, wie Wasserratten, Otter oder Robben. Im Endeffekt ist beides gut vertreten. Auffällig ist aber, dass eben viele am/im Wasser lebende Säugetiere ihre Behaarung zurückentwickelt haben, was sonst kaum (oder gar nicht?) vorkommt bei Säugetieren.

Eine mögliche Vergangenheit des Menschen am Wasser stützt sich natürlich nicht nur auf die Behaarung als Argument. Da gibt es viele andere, wie z.B. das für landlebende Säugetiere ungewöhnliche Unterhautfett, der aufrechte Gang (den die heutigen Affen beim Waten einsetzen, obwohl sie sich sonst fast ausschließlich auf allen vieren bewegen), die Anatomie des Körpers, die eine strömungsgünstige Wasserlage erlaubt, die nach unten offene Nase (um beim Tauchen kein Wasser in die Nase zu bekommen, was sonst absolut untypisch für Primaten ist) und vieles mehr.

Als Einleitung in die Thematik ist Wiki gut geeignet: http://de.wikipedia.org/wiki/Wasseraffen-Theorie
 
 
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