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Der Krieg und die Gefühle dazu

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noname[FF]
Alt 01.04.2003, 16:48   #1
Standard Der Krieg und die Gefühle dazu

Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.
Was ist eure Meinung dazu ?
Ich hab irgendwie genau die gleiche Einstellung wie bei diesem Auszug von Faust.
Ich hege absolut keine Gefühle gegenüber irgendwelchen Opfern, noch finde ich es schlimm dass irgendwo "weit hinten, in der Türkei"
sich irgend jemand tot schiest.
Auch kann ich kaum glauben, dass die ganzen Demos wirklich von allen so ernst genommen werden. Man kann sich doch nicht so mit irgend etwas identifizieren von dem man keine Ahnung hat. Ihr könnt mich jetzt als ignorant oder egoistisch hinstellen aber das einzige was der Krieg für darstellt ist Unterhaltung
 
 
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daRaider
Alt 01.04.2003, 17:18   #2
Standard

Dann hälst du es also mit Stalin: "Ein einzelner Toter ist eine Tragödie; eine Million Tote sind eine Statistik."

Für andere sind eine Million Tote eben eine Million Tragödien. Menschen sind halt unterschiedlich.
 
 
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Nought
Alt 01.04.2003, 17:24   #3
Standard

da der krieg mich direkt nicht betrifft, ist er mir weitestgehend gleichgültig.
natürlich kann ich mir auch jedes einzelne schicksal in diesem krieg vor augen halten und darüber grübeln, doch bringt mir dies garnicht, es ist vielleicht ein schutzmechanismus, dass man sich nicht jedes leid auf erden bewusst macht.
zudem wird der krieg nichts an der bestehenden weltordnung ändern, möglicherweise werden die usa ihre machtposition verlieren, aber die hätten sie auf längere sicht sowieso verloren.
 
 
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michaelg
Alt 01.04.2003, 21:23   #4
Standard

also bei mir ist es so, dass ich nicht jetzt besonders dieses krieges wegen leide, nur weil dieser nun so brisant, aktuell und medienpraesent ist; es tobt ja eigentlich immer irgendwo auf dieser erde.
krieg finde ich generell schrecklich. menschen sind, finde ich, gar nicht in der lage, fuer alle opfer, fuer alles durch kriegverursachte elend ein dementsprechendes mitleid zu empfinden. es wird wohl den wenigstens des krieges wegen permanent schlecht gehen. ich schaue auch fernsehen wie otto-normalbueger und sage "so.. aha.. interessant.. und geh dann was essen, oder was trinken.." mein mitleid haelt sich in grenzen, es ist da, aber dass es nur so klein ist, ich denke das ist der regelfall (oder nicht?). was ganz stark ist, ist aber die ueberzeugung dagegen zu sein.

Auch kann ich kaum glauben, dass die ganzen Demos wirklich von allen so ernst genommen werden. Man kann sich doch nicht so mit irgend etwas identifizieren von dem man keine Ahnung hat.
ich kann dem nicht zustimmen. ich denke nicht, dass sich die demonstranten mit etwas identifizieren, von dem sie keine ahnung haben. das, was sie nach aussen tragen, ist deren meinung ueber eine grundsatzfrage, und nicht ueber einen aeusserst komplizierten sachverhalt (was nicht heisst, dass der krieg nicht kompliziert ist, die grundsatzfrage, die ist es aber nicht). die grundsatzfrage ist eben diese, ob man krieg oder frieden befuerwortet. wobei es unter den kriegsbefuerwortern natuerlich auch ne menge menschen gibt, die eigentlich gegen krieg sind, bei denen denn aber doch das prinzip ab irgendeiner grenze schwindet.
bei den demonstranten sind natuerlich auch viele bei, die einfach mitmachen, weil es eben massenveranstaltungen sind, und sie gerne die gesellschaft haben wollen.



so nochma hierzu

zudem wird der krieg nichts an der bestehenden weltordnung ändern, möglicherweise werden die usa ihre machtposition verlieren, aber die hätten sie auf längere sicht sowieso verloren.
ich mach mir schon gedanken ueber das danach, insbesondere was die weltordnung betrifft. wie kommst du dadrauf, dass die usa auf laengere sicht sowieso ihre vormachtstellung verloren haetten? klar es ist einfach zu sagen, auf lange sicht aendert sich immer was.
ich habe jetzt zum beispiel viele stimmen zum krieg gehoert, die sagen, dass die un charta schon seit laengeren nur noch unverbindlich geltung haben. leider haben sie recht. aber das finde ich nicht gut, vor allem nicht, wenn damit versucht wird, kriege zu legitimieren.
wenn diese, de jure nicht existierende, unverbindlichkeit die runde macht, wird es wieder mehrere kriege geben und die proteste werden nachlassen. deswegen finde ich ist dieser krieg der beste anlass (und schon ein sehr spaeter), dass sich die voelker mal wieder klar verstaendigen und die verbindlichkeit doppelt unterstreichen- und bitte auch konsequenzen ziehen. da kann ein staat eine noch so grosse hegemonie innehaben, wenn sie den rest der welt gegen sich haben ist dass auch problematisch (leider glaub ich, dass es nicht stimmt was ich sage, und die staaten autark genug sind, und schon allein ihres militaerpotentials wegen ... , und dass das bipolaritaet herbeifuehren koennte, und alles noch viel schlimmer .. bla)

nungut, subsummiert, dieser wie jeder andere krieg gibt eine menge denkanstoesse, und es ist nichts schlechtes, sich gedanken zu machen
 
 
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Sn00k
Alt 02.04.2003, 03:18   #5
Standard

Ich denke da ähnlich wie noname,ich kenne keinen dieser leute,sie (jedenfalls die amis) wollten soldaten werden,das ist eben ihr Job und der Tod ihr Risiko.
 
 
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Grandylein
Alt 02.04.2003, 09:26   #6
Standard

"Mit anderen Worten: das ganze ist ein großes Scheissesandwich und jeder von uns kriegt seinen Bissen davon ab!"
 
 
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k. l. e. e.
Alt 02.04.2003, 10:54   #7
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mich ekelt der krieg einfach an. aber ich interessiere mich nicht dafür. bemerkenswert bleibt aber, dass gb und usa jeweils frewiwilligenarmeen haben, und die sind die einzigen die wirklich bock auf krieg hatten. wenn die jetzt so trupps aus lauter kurzrasierten fanatikers besteht, können die sich von mir aus alle abknallen. und im allgemeinen getümmel von zivilstenbeklagung würd natürlich vergessen das saddam auch nicht ohne is.
der is mindestens so beknackt wie bush, also warum nur die eine eite beheulen? ich beheule einfach keine.

klee
 
 
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asdf
Alt 02.04.2003, 11:24   #8
Standard

und im allgemeinen getümmel von zivilstenbeklagung würd natürlich vergessen das saddam auch nicht ohne is.
der is mindestens so beknackt wie bush, also warum nur die eine eite beheulen? ich beheule einfach keine.
bei weitem nich jeder hat vergeßen, dass saddam nicht ohne ist, nur sollte das nicht die zivilbevölkerung ausbaden müssen, aber die kennen sich ja eh damit aus..

es is doch ansich schon bemerkenswert, dass hier geschrieben wird saddam ist auch nich besser als bush. rein von der logik her sollte das, wenn das schon die meinung ist, gerade andersherum forumuliert werden. immerhin is der eine ein demokratisch gewählter präsident und der andere ein verbrecherischer diktator der seit jahrzehnten für den tod von (hundert)tausenden verantwortlich ist.

und da fängts doch an...is doch seltsam wie herum die meinung in bezug zu den beiden, bei vielen leuten aussieht.

und es ist nicht eine seite wie die andere, das eine repräsentiert verbrechen pur und die andern ham saddam
ne kleiner scherz *g*
also die einen repäsentieren das land der freiheit und demokratie und die andere regierung, äh diktatur nun eben nich gerade das.

und dass von einem derart wichtigen und mächtigen land, dass sich seiner freiheit, demokratie, gerechtigkeit etc rühmt, auf das mittel krieg zurückgegriffen wird, ist dann für einige doch sehr bedenklich.

es besteht ja nun doch ein gewisser unterschied was man von den USA und von dem Irak erwarten darf,sollte und muss.
...

gefühle?
ich trauer deswegen nich oder sowas, ich reg mich eher über gewisse dinge auf, weil es in meinen augen so einfach nich gehen kann.
 
 
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k. l. e. e.
Alt 02.04.2003, 11:41   #9
Standard

immerhin is der eine ein demokratisch gewählter präsident

nichts für ungut tre aber ich stell das mal hier so hin...

klee
 
 
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asdf
Alt 02.04.2003, 11:42   #10
Standard

das kannst du hinstellen wie du willst, ob es einem gefällt oder nicht, es ist fakt.
ich denke es war ersichtlich worauf ich hinaus wollte.
 
 
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k. l. e. e.
Alt 02.04.2003, 11:46   #11
Standard

"das kannst du hinstellen wie du willst"
-tu ich auch - kein sorge!

ja, deine postition ist mir klar geworden, jedenfalls maße ich mir an soetwas behaupten zu dürfen, aber ich wollte einfach mal daraufhinweisen das bush nicht unbedingt demokratisch gewählt wurde, aber... irgendwo hast du schon recht

klee
 
 
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-V-
Alt 02.04.2003, 11:57   #12
Standard

Ich kann von mir nicht behaupten, das mich die Toten in Irak mich emotional in keinster Weise berühren, werde die Irakies, noch die Engländer oder die Amerikaner. Warum auch, ich kenne sie ja nicht, und bei den Soldaten ist halt wie SnOOk schon sagte, der Tod ist Berufsriko.

Das dieser Krieg statt findet, befürwort ich auch in sofern, das Sadam eine Bedrohung für die Welt und insbesondere für sein Volkdarstellt.
Was mich an der ganzen Sachen stört sind Bushs's Ausagen, er befinde sich auf einem Kreuzzug und er wolle die arabische Welt neu ordnen.
 
 
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daRaider
Alt 02.04.2003, 12:44   #13
Standard

habt ihr denn alle nicht so nen gewissen Idealismus? Den Traum, dass kein Mensch auf dieser Welt hungerm muss oder durch unnötige Kriege sterben muss?
Sicher wird das alles wohl nie erfüllbar sein aber die Einstellung zeugt doch schon von einer gewissen Ignoranz. Ich will hier nicht den Moralapostel spielen. Ich sitze ja auch nicht in meinem Zimmer und heule deswegen.
Aber so ne Haltung von wegen "mir doch egal. es sterben jeden Tag soviele Menschen. Hauptsache unser Benzinpreis sinkt" find ich doch irgendwie hart und bezeichnend für unsere Welt.
Aber vielleicht fehlt uns einfach die Erfahrung aus einem Krieg. Wenn ich die alten Leute gehört habe mit den Erzählungen aus dem Krieg oder auch das was mir ein amerikanischer Veteran aus dem zweiten Golfkrieg erzählt hat, fand ich das schon brutal und das ist auch für die Leute alles nicht einfach zu verarbeiten.
Auf der anderen Seite stehen auch Menschen mit Familie, mit Kindern, Frauen, Wünschen, Träumen und Zielen... Wenn man da "mal eben einen abknallt", verfolgt das so einen Soldaten auch zum Teil noch 60 Jahre später oder wenn mal eben die halbe Familie in nem Bunker verbrutzelt.
Also ich finde schon alleine die Vorstellung absolut grausam und wenn ich dann noch daran denke, welche Motive dieser Krieg hat, wirds mir schon irgendwie schlecht...
 
 
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k. l. e. e.
Alt 02.04.2003, 12:49   #14
Standard

20% der weltbebvölkerung haben 80% des gesamtkapitals inne.

DAS ist unfair. aber diese 20% dürfen eben tun was sie wollen, weil keiner der 80% bock/zeit/geld hat die auf zu halten

klee
 
 
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digger
Alt 03.04.2003, 22:47   #15
Standard

Im Krieg geht es nicht darum, wer Recht hat, sondern wer überlebt. - Bertrand Russell

Dude, hier ist einer der Ideale hat, dass kein Mensch staatlich unterdrückt, gefoltert und ermordet wird und dass es keine totalitären Regimes mehr gibt. Die Frage ist, wie diese Ideale umgesetzt werden können. Ein Krieg fordert Opfer, doch bietet er die Chance Saddam Hussein endlich beseitigen zu können und den Menschen ihm Irak die Freiheit zu geben, die ihnen schon so lange versprochen worden ist. Das Problem an der ganzen Sache sind aber die Opfer, das Leid dass sich hinter diesem Wort versteckt ist unermässlich. Doch zugleich verursacht eben jener Saddam Hussein (wieso nennen den eigentlich alle nur Saddam, ist das ihr Nachbar???) eine ganze Menge Leid, weswegen dieser Krieg überhaupt geführt wird.
Ich mag deswegen diesen Krieg nicht und auch die Art, wie er diplomatisch vorbereitet wurde, gefällt mir nicht. Doch gab und gibt es außer einem Krieg gegen den Irak keine andere Möglichkeit, die irakische Regierung abzusetzen, deswegen nehme ich diesen Krieg zähneknirschend hin und hoffe dass er schnell mit einem Sieg der Allierten endet.
Um auf das ursprüngliche Thema des Threads zurückzukommen, meine Gefühle könnten extremer pro oder contra Krieg sein, wenn die Medien mich bei meiner Willensbildung stärker unterstützen/ beeinflussen würden, doch leider ist der Informationsgehalt sehr gering. Flakfeuer im Nachtsichtgerät und Live-Panzervormasch in Modemstreamqualität sind zwar interessant, aber sagen im Endeffekt nichts aus. Ich kann darauf gerne verzichten, würde mir aber mehr Hintergrundinformationen wünschen, die meine eigene Meinung stärken oder ändern könnten, aber ich guck mir CNN an und bin danach nicht wirklich schlauer als vorher...
 
 
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k. l. e. e.
Alt 04.04.2003, 10:08   #16
Standard

digger:"aber ich guck mir CNN an und bin danach nicht wirklich schlauer als vorher..."

du sagst es: krieg ist eine zeit der desinformation.
usa greifen immer zur prime-time an nur um 3 trilliarden öl zu erobern, namenlose zivilisten sterben für namenhafte industriekonzerne amerikas, bush hat seine eigene kleine familien-fehde, die armee hat mal wieder was zu tun, blair kann bush in den anus kriechen,
is doch super oder?!

klee
 
 
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HoTTe83
Alt 04.04.2003, 11:21   #17
Standard

Auch kann ich kaum glauben, dass die ganzen Demos wirklich von allen so ernst genommen werden.
Das glaube ich auch nicht..... aber das ist doch auf fast allen demos. Wen man da schon so besoffene idioten sieht, dann weis man doch direkt, das denen eigentlich egal ist was woanders abläuft, nur hauptsache sie haben spass.
 
 
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daRaider
Alt 04.04.2003, 11:31   #18
Standard

Original geschrieben von digger
Dude, hier ist einer der Ideale hat, dass kein Mensch staatlich unterdrückt, gefoltert und ermordet wird und dass es keine totalitären Regimes mehr gibt. Die Frage ist, wie diese Ideale umgesetzt werden können. Ein Krieg fordert Opfer, doch bietet er die Chance Saddam Hussein endlich beseitigen zu können und den Menschen ihm Irak die Freiheit zu geben, die ihnen schon so lange versprochen worden ist. Das Problem an der ganzen Sache sind aber die Opfer, das Leid dass sich hinter diesem Wort versteckt ist unermässlich. Doch zugleich verursacht eben jener Saddam Hussein (wieso nennen den eigentlich alle nur Saddam, ist das ihr Nachbar???) eine ganze Menge Leid, weswegen dieser Krieg überhaupt geführt wird.
Ich glaube du solltest dir meinen Beitrag nochmal durchlesen. Ich habe mich weder positiv noch negativ zum Regime Saddams oder der Bush - Administration geäussert. Aber das Thema können wir gerne im Politikforum ausdiskutieren...
 
 
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Sugar
Alt 04.04.2003, 20:48   #19
Standard

Auch kann ich kaum glauben, dass die ganzen Demos wirklich von allen so ernst genommen werden.
Sicherlich nicht, aber es geht doch auch darum trotzdem seinen Unmut auszudrücken und wie soll man das als "Otto-Normal-Bürger" sonst tun?
Ich finde es immer noch besser auf Demos zu gehen als die Hände in den Schoss zu legen und zu sagen, "He, was solls, ist nicht mein Bier, ich bin hier und nicht da und mir gehts gut, also was solls!"

Ich finde es einfach nur schrecklich was da passiert.Es ist sicherlich nicht so das ich hier sitze und tief trauere, aber meine Gedanken ziehen immer wieder in diese Richtung, ich kann und will dsas einfach nicht ignorieren!!!!!

Ich kanns auch nicht begreifen, da ist die Technik soweit ausgereift und es soll so verdammt schwer sein einen Saddam Hussein zum Fall zu bringen?Ich meine ohne dabei einige tausende von unschuldigen Menschen zu töten.

Und zu den Amerikanischen Soldaten, ich hab letztens einen Bericht ganz kurz gesehen und da wurden ca. 50 Soldaten befragtm warum sie denn Soldaten geworden wären.Ca. 35 von ihnen weil sie so ihr Studium bezahlen konnten, 5 weil sich sonst nichts anderes wussten und nur gerade mal 10 Leute weil sie ihr Vaterland verteidigen wollten
Ok, sie sind dan freiwillig, aber wieviele Deutsche gehen zum Bund weil sie eine Ausbildung machen können u.s.w. und rechnen nicht damit wirklich in den Krieg ziehen zu müssen und dabei vielleicht ihr junges Leben zu verlieren?!


Für mich ist Bush ein Kriegsverbrecher der sich, ignorant wie er ist, über die ganze Welt setz.

zudem wird der krieg nichts an der bestehenden weltordnung ändern, möglicherweise werden die usa ihre machtposition verlieren, aber die hätten sie auf längere sicht sowieso verloren.
HÄ??Die USA ist wieder mal dabei ihre Macht zu verstärken und wird sicherlich noch sehr viele Jahre an der Spitze als Nr. 1 stehen!


@Klee
Dich versteh ich auch nicht so ganz, in dem einen Beitrag schreibst Du in grosser Schrift das Bush Demokratisch gewählt worden ist und dann einen Beitrag drunter widersprichst Du es wieder?

Naja, ist wohl allen klar was das für´ne Wahl in Wirklichkeit war!
 
 
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Teletubiesfan
Alt 10.04.2003, 17:06   #20
Standard

Also,

ich hab mich jetzt auch mal nen bissel durchgelesen, und naja also fang ich erstmal mit dem ursrprünglichen Thema an. Wir können hier zwar alle sagen, dass Krieg scheiße ist und dass jede Menge Menschen ihr Leben verlieren und dass das alles nicht gerade toll ist, aber haben wir wirklich das Recht behaupten zu können, dass wir überhaupt wissen, was Krieg ist? Wir haben doch noch nie Krieg erlebt, wenn dann höchstens aus Erzählungen (also zumindest die meisten)! Ich denke auch, dass der Krieg absolut keine Lösung ist auch wenn ich ihn nie selbst erlebt habe und auch hoffentlich nie erleben werde. Aber naja, ich glaube, es ist schon richtig, was gesagt wurde, dass sich auch bei mir irgendwie die Gewissheit einstellt, dass ich ganz weit weg bin und mir nichts passiert, deshalb habe ich auch nicht wirklich viel Mitleid, wenn man das den so nennen kann. Ich würde sagen, die Probleme, die es da unten alle gibt, die können die Leute im Irak selber auch viel besser verstehen, als 100 Experten, die hier irgendwo rumsitzen!

Bei den Demos, weiß ich nicht so recht, wie meine Meinung dazu ist. Auf der einen Seite denke ich, dass es eigentlich jetzt für den Krieg direkt keine Auswirkungen hat, aber naja, es ist halt auch leider nur die eine der wenigen Formen sich in unserer Demokratie irgendwie außerparlamentarisch zu äußern. Jedoch glaube ich auch, dass man durch politisches Engagement im allgemeinen normalerweise auch ne ganze Menge mehr bewegen kann, anstatt zu demonstrieren. Des Weiteren sind ne Menge von den Leuten die demonstrieren ja auch Schüler, die einfach mal gerne Freistunden haben wollen, ist zumindest mein subjektiver Eindruck. 3/4 der Schüler die auf die Straße gehen, wissen eigentlich nicht direkt worum es geht bzw. haben keine eigene Meinung. Mir scheint es so, als würden sie einfach die Meinung von anderen Leuten nachplappern! Ihr könnt mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Original geschrieben von Sugar
HÄ??Die USA ist wieder mal dabei ihre Macht zu verstärken und wird sicherlich noch sehr viele Jahre an der Spitze als Nr. 1 stehen!
Naja, wenn du meinst, aber glaubst du, dass wenn man so wie die USA zur Zeit einfach irgendwelche Kriege weltweit führt, ohne die Zustimmung der internationalen Gemeinschaft zu haben. Außerdem ich wüsste nicht, ob ich mich mit den USA verbünden würde, denn nach ner Weile machen die ihre "Verbündeten" immer wieder platt. Jüngste Beispiele Bin Laden und halt Herr Hussein! Die USA wurden ja theoretisch auf gewissen Vorstellungen gegründet wie Freiheit, etc. Aber ist es denn überhaupt das Recht einer alleinigen Macht einfach irgendwelche Kriege zu führen? Ich glaube, damit sollten die USA langsam aufhören und der liebe Herr Rumsfeld, sollte sich mal die Genfer Kriegsgefangenenkonvention durchlesen, bevor im eigenen Fernsehen diese gebrochen wird. Die USA isolieren sich schon von ganz alleine, und so autark sind sie nicht, dass sie das auf ewig aushalten können, also werden sie auf kurz oder lang untergehen.
 
 
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