Hallo Zusammen
Nach einiger Zeit und sporadischen Threads melde ich mich heute wieder. Es ist wieder eine Nacht, in der ich wach liege. Normalerweise schreibe ich nicht einfach drauflos, es gibt immer diese Schübe, wo ich spüre, jetzt könnte was kreatives herauskommen. Nur sind diese Schübe relativ selten geworden. Und genau darum geht es.
Vor ein paar Jahren ging es mir, sagen wir mal "nicht gut". Ich war ein Messie, ich war depressiv, ich war chaotisch etc. Es war die Zeit, als ich aus dem Chaotismus häufig kreative Ideen entwickelte.
Was man unter Kreativität bei mir finden wird/sollte oder was ich früher mit ihr angefangen habe war: Ich schrieb Texte, Songs, Komponierte, riss Witze, imitierte, etc...
Nun bin ich in meiner Lehre und es funktioniert eigentlich alles ziemlich gut. Und darauf bin ich stolz. Ich weiss, dass ich eine Neigung zur negativen Stimmung habe, die ich nun recht gut unter Kontrolle habe. Bis auf ein paar Pendenzen habe ich eigentlich nichts, was wir gross den Schlaf raubt.
Mutiere ich zur langweiligen Ameise, die sich nun ihr "Umfeld" aufbaut, der nicht mehr scheissegal ist, was sie sagt, nicht mehr impulsiv ist und sich anzupassen lernt, weil sie es schon bei den Kunden im Verkauf begonnen hat zu lernen?
Witzig ist auch, dass sich, seit ich wieder mit einer neuen Frau zusammen bin, mein Befinden nicht signifikant verbessert hat. Nun vermisse ich sie einfach - davor war ich "leer" in mir, aber es fehlte mir auch nichts. Und die Tatsache, dass mir nichts fehlte hat vielleicht auch dazu geführt, dass ich den richtigen ersten Eindruck, welcher früher oft immer negativ ausfiel, gut rüberbrachte.
Ich fühle mich zu ihr hingezogen. Da ich noch jung bin, werde ich hier nicht von der grossen Liebe sprechen. Da fehlen mir noch die Vorgaben, mal abgesehen davon, dass wir uns erst 6 Tage kennen.
Sie sieht gut aus, hat einen ruhigen Charakter und ist ein angenehmes Wesen. Ich denke, verliebt bin ich auch in sie - so wie ich sie bis jetzt kenne. Ich kann mir gut vorstellen, etwas mit ihr aufzubauen.
Nun bin ich ins Stutzen gekommen. Früher schrieb ich im PP einfach den Text rein, schaute ggf. noch auf Zeilenabstände - jetzt lese ich meinen geschriebenen Text zum zweiten Mal komplett durch. Das ist doch nicht normal! Das ist ja wie bei den älteren Leuten, die private Mails nicht mehr im Dialekt schreiben. Jetzt wird es mir klar, wieso. Ich mutiere langsam immer mehr zu einer Ameise.
Es heisst, dass ein ADSler seine "Art" niemals "geheilt" bekommt, aber mit dem Alter lernt, damit umzugehen.
Ich möchte wieder rumsitzen, planlos, chaotisch, ohne Perspektive und Plötzlich auf die Idee für einen Song / ein Buch, whatever, kommen.
Ich habe über 6000 Songs, von denen ich schon fast alle gehört habe, ich lade mir Lyrics runter, versuche zu Verstehen, wie man auf solche Ideen kommt. Ich habe extrem viele Hörbücher, die vor allem beim Verkauf und Persönlichkeitsentwicklung viel bringen. Ich habe in meiner Lehre gelernt, mit Leuten umzugehen. Und dass ich das nun besser kann, da bin ich stolz drauf. Nur bleibt meine Kreativität auf der Strecke.
Zeitmangel habe ich schon ausgeschlossen. Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich. Wenn ich einen kreativen Einfall hätte, würde ich alles stehen und liegen lassen. Aber die Einfälle bleiben aus.
Was ist euch in den Sinn gekommen, nachdem ihr diesen Text nun gelesen habt (falls ihr euch dazu überwinden konntet)?