Zitat von RoDr:
die böse böse werbung von den bösen bösen großen kapitalistischen unternehmen..
Übertreibung bringt uns nicht weiter. Aufklärung und in der Folge Hinterfragung schon.
Zitat von RoDr:
das ziel eines jeden profit-unternehmens (in abgrenzung zu non-profit unternehmen) ist was? Richtig - Gewinnmaximierung.
Und das ist für Dich so selbstverständlich und Du findest es gut?
Ich habe nichts gegen Produkte oder Gewinne, sondern etwas gegen Produkte, die die Menschen nicht brauchen und ihnen letztlich sogar zum Schaden sind -und gegen Gewinne, die ausufern und dazu dienen, den weltweiten Markt zu beherrschen, Monopole zu bilden, letzlich negative Wirkungen zu haben.
Ich kann fast alles zum Guten oder Schlechten einsetzen: Mit einer Axt kann ich mein Holz spalten oder jemandem den Schädel einschlagen.
Um sowohl mir als auch den Menschen mit Notwendigem, erleichterndem und zweckmässigem zu dienen -oder eben um nur mir zu dienen, und zum Schaden für die anderen. Ein Gross- oder Weltkonzern verfolgt selten die erstere Absicht. Ich kenne nur zwei Beispiele von Grossunternehmen, wo es anders läuft. (im Grössenvergleich aber nicht mit Maggi oder Nestle vergleichbar) Das heißt aber nicht, daß es nicht mehr davon gibt, ganz sicher sind sie aber selten. Daß sie so anders sind, daran spielt sicher auch der mittelständisch-familiäre Charakter eine Rolle:
http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/
eutscher-Gr%FCnderpreis-Hohe-Auszeichnung-Existenzgr%FCnder/542095.html?eid=505344&s=4 http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/?id=523561 Zitat von RoDr:
Schonmal was von einem "Markt" gehört - Angebot und Nachfrage?
Wenns etwas gibt was man nicht braucht, gäbe es keine Nachfrager und somit kein Angebot. Klingt komisch ist aber so.
Du zitierst hier Wirtschaftsweisheiten, die ich aber nicht für weise halte. Denn es spielt auch eine Rolle, in wiefern Werbung das Verlangen auf ein bestimmtes Produkt geweckt hat. Ganz sicher benötigt niemand Barbie-Puppen und das ganze Klimbim, das dazu mit vertrieben wird. Auch He-Man Figuren benötigt niemand. U.s.w.. Wie ich zuvor schon schrieb: Die Werbung versucht uns klar zu machen: "
Genau das brauchst DU."
Meine Erfahrung ist: Die meisten Spielsachen, die unsere Kinder im Zimmer haben, werden nur achtlos ausgeschüttet und durcheinandergeworfen, sie spielen kaum bis gar nicht damit.
Vielmehr spielen sie mit Dingen des Alltags: Kochtöpfen, Kisten und Kartons, Bettlaken, mit allem möglichen, an dem sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Vorgefertigtes wollen sie nicht. Es gibt auch sinnvolle Produkte: Etwa Lego, Buntstifte etc.
Zitat von RoDr:
Du verteufelst es vielleicht. andere nennen es Entwicklung es ist wie es ist und wehren kannst du dich dagegen leider nicht..
Ich kann mich als Verbraucher durchaus dagegen wehren:
Indem ich unsinnige Produkte schlicht nicht kaufe, indem ich mir über die Mechanismen der Werbung Gedanken mache und Verhaltensweisen entsprechend anpasse, Werbung weitgehend ausschalte (siehe der Beitrag von baedr etc.) Du nennst es Entwicklung, andere nennen es Fortschritt.
Doch wer nicht genau hinsieht, der macht bei vermeintlichem Fortschritt leicht einen grossen Rückschritt. Nicht alles was die Zeit mit sich bringt ist gut, sollte man wissen.
Edit: Zitat von baedr:
Was ich noch nicht ganz kapiert habe, ist der Sinn dieses Threads. Möchtest du uns vom Kommunismus überzeugen, oder ist das nur so ein Thread ala "Ich bin gegen AIDS"? In meinen Augen etwas ziellos, da wir ja deiner Meinung nach sowieso nichts gegen die Manipulation tun können.
Wir können durchaus einiges tun, das hatte ich auch geschrieben. Am Beipiel mit dem Fernsehen: Kein Fernseher, oder: Öffentlich rechtliche Sender sehen, was ich auch weitgehend tue. Ansonsten sehe ich weitestgehend Dokumentationen und nicht etwa Spielfilme.
Der Sinn dieses Threads ist, über Konsum nachzudenken und zu hinterfragen, was irgendwann ganz automatisch abläuft.
Ich bin ganz und gar kein Kommunist. Ich bin nur ein Kapitalist, der bestimmte als "normal" und "selbstverständlich" hingestellte Mechanismen des Kapitalismus, Wirtschaftsprinzipien, etwa: "
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis" nach ihrer Bedeutung hinterfragt und betrachtet, was daraus geworden ist. Bei diesem Beispiel bedeutet es:
1. wegen hoher Nachfrage und geringem Angebot nehme ich für das Produkt das zehnfache des sonst üblichen Preises, denn...der Markt gibt es schließlich her.
Oder aber:
2. wegen geringem Angebot muß ich im Einkauf das fünffache bezahlen, die gleichzeitig hohe Nachfrage nehme ich aber nicht zum Anlaß, die Leute abzuzocken und etwa das zehnfache zu verlangen.
Das ist der -machbare- Unterschied. Wenn das System nicht im ganzen veränderbar ist, so ist es die einzelne Handlung schon. Sie hängt von jedem selbst ab.