Dieser Text richtet sich mal wieder an all jene, denen Geld und Macht alles und Moral und Ideale einen scheißdreck bedeuten...
damit meine ich all diejenigen, die mehr Geld horten, als sie für ihr Leben und ihre Freizeitgestaltung jemals wirklich benötigen werden.
Ich persönlich bin ja auch nicht gerade ein weltabgeschieden im Kloster lebender Bettelmönch... auch ich gehe gern mal einkaufen, auch ich arbeite den Tag über dafür, dass ich am Abend mal einen drauf machen kann
Aber ich könnte mir niemals eine Rolex für 40.000Dm kaufen, wo der 9.99-Wecker von McDonalds doch ebenso gut seine Pflicht erfüllt...
Und ich würde auch als Multimillionär nichts anderes machen, als nachts im Licht der Taschenlampe auf einen Berg zu steigen und die Natur zu genießen.
Ich will jetzt aber nicht jeden reichen Menschen in einen Topf werfen, nicht einmal jeden Inhaber eines Betriebes.
An sich ist es ja auch nicht verwerflich, einem Menschen für seine Arbeit einen gerechten Lohn auszuzahlen...
Solange die Rohstoffe dieser Erde nicht unbegrenzt vorhanden sind,
und solange nicht ein jeder von uns als Bauer und Selbstversorger leben will, sollten wir Geld und Tauschhandel nicht von vorneherein verteufeln.
Wir sollten das Geld nicht als die Wurzel alles Bösen hinstellen...
denn es ist nur der Indikator, nicht der Auslöser dieser Krankheit.
Die Krankheit ist nicht das Geld, sondern die Geltungssucht.
In dem Moment, wo die Menschen ihr Vermögen nicht mehr nur als ein Mittel ansehen, um gemeinsam mit ihren Mitmenschen besser leben zu können,
sondern es als Rechtfertigung benutzten, um sich von ihren Mitmenschen abgrenzen
und nur noch ihrem Egoismus frönen... in dem Moment beginnt die ganze Sache mit dem Geld ziemlich hässlich zu werden.
Der Materialismus wird nicht einfach akzeptiert... er wird zur Religion erhoben. Körperkult, menschenverachtende Fressorgien in 5sterne-Restaurants und sinnlose Prahlerei und Ausbeutung der abhängigen Arbeiterschaft sind die Folge dieses Wahns.
Die Oberschicht empfindet sich durch ihr Geld als etwas Besseres...
und viele aus der Mittel- und Unterschicht sehen diese Wichser auch noch als ein Vorbild an und eifern ihnen nach, in dem sie anderen auf dem Schulhof ihre Jacken abzocken oder verantwortungslos mit dem Geld ihrer Freunde umgehen...
sie machen sozusagen damit nichts anderes im Kleinen, was die Bonzen im großen Maßstab längst perfektioniert haben.
Ja, die Bonzen...
Früher nannte man diese Arschgesichter "Aristokraten". Von Zeit zu Zeit gab es eine Revolution, und man schlug ihnen ihre Köpfe ab.
Eine wunderbare Tradition, die man meiner Meinung nach mal wieder aufleben lassen sollte...
Obwohl... das erledigt sich alles mit der Zeit von selbst.
Denn irgendwann kommt selbst der größte Gierschlund an den Punkt, wo ihn NICHTS mehr befriedigt, wo er sich alles leisten kann und es nicht mehr will.
Dann erkennen sie, dass es noch mehr gibt außer Kapital und Ansehen...
sie brauchen nicht mehr zu arbeiten...
zum ersten Mal in ihrem Leben haben sie Zeit und hören in sich hinein.
Glückwunsch!! Die schaffen es tatsächlich, als 50jährige an den Punkt zu gelangen, wo manche schon mit 12 oder 13 waren.
Bei den Managern, Politikern und anderen Ausbeutern nennt man dieses Gefühl dann
"Midlife-Crisis".
Diese ständig hämmernden Gedanken: "Kann das wirklich alles gewesen sein? Bin ich ein Schwein? Wozu schufte ich überhaupt, wenn ich doch eigentlich nur geliebt und ernstgenommen werden will?"
Klug sind die wenigen, die dann die Notbremse ziehen und aus allem aussteigen...
Die große Mehrheit jedoch verfährt genauso, wie sie es in ihrem erbärmlichen Witz von einem Leben immer getan haben:
"Was ich nicht habe, kann ich mir kaufen!"
Und so kaufen sie sich Seelenheil und ein gutes Gewissen...
sei es bei den Scientologen, der katholischen Kirche oder dem Lions-Club.
(Alles die gleichen Heuchler und machtgeilen Arschlöcher...)
Wunderbar!!
Seele gerettet..
Die Wohlstands-Verbrecher beten jetzt jedesmal vor dem 5sterne-Menue und eröffnen einen Hilfsfond für notleidende Kinder in Wasweissichwo.
Dann machen sie so weiter wie bisher...
Kritisieren nützt da auch nicht viel. Und der Hydra den Kopf abschlagen macht auch keinen Sinn, so lange sofort ein neuer nachwächst...
Es liegt vielmehr an einem jeden von uns, diesen Zustand in unserer persönlichen Umgebung zu verändern!
Einfach, in dem wir als anständige, ehrenhafte Menschen leben... und in dem wir uns in nem 5sterne-Restaurant oder gegenüber von einer sogenannten "Autoritätsperson" oder einem Maßanzug-Träger nicht anders verhalten, als bei McDonalds oder gegenüber einem nach Alkohol stinkenden Hausierer.
Denn die Reichen und Mächtigen sind nichts anderes als das...
Sie hausieren nicht nur, sie reißen uns förmlich die Kleider vom Leib,
und ihre Sucht ist nicht der Alkohol, sondern die Geldgier.
Wahrlich, angesichts solcher erbärmlicher, bettelnder und stehlender Menschenfeinde kann ich nicht das geringste bisschen Respekt empfinden,
nur Abscheu... und vielleicht eine Runde
Miileid.
Cu MonoMan