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(die Ironie des) Schicksals?

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daniel90
Alt 02.04.2007, 22:42   #1
Beitrag (die Ironie des) Schicksals?

...Mh ich frag mich manchmal ob es "Das" wirklich gibt. Mir ist durchaus bewusst das es Veränderungen im Leben gibt, und das diese auch nötig sind, um zu wachsen ,aber kommen sie manchmal doch ehrlich unerwartet und hart zum Nehmen. Wenn man sich mal überlegt,man schwärmt für eine Person und hängt mit seinen Gedanken nur ihr hinterher und dann kommt eines abends eine SMS " Hey na , ich bin wieder mit meinem Ex zusammen" und man muss aufeinmal nur lachen . Das ist doch ehrlich krank oder? Man versucht alles um an diese Person heranzukommen und ihre Gefühle für einen selbst zu gewinnen und dann das.

Ich fühle mich in solchen Situationen irgendwo richtig verarscht. Klar so ist das Leben. Shit happens. Wir sollen die Hoffnung nicht verlieren. Blablabla. Aber gibts da etwas , etwas wie unser Schicksal ,dass es einfach nach Lust und Laune entscheidet? Sind es in Wahrheit gar nicht wir selbst die unsere Entscheidungen treffen sondern diese " Macht" ? Ich frag mich das grad ,und bin echt bisschen verwirrt , weil mich das wirklich kirre macht. Was wäre, wenn ich zu der Stelle, an dem Zeitpunkt ,in der Gegend gewesen wäre? Hätte ich zur der Zeit ,an der Stelle, in der Gegend ,meine Traumfrau kennengelernt? Einen Lottoschein gefunden? Oder einen alten Freund getroffen? Lenkt das Schicksal unseren Lebenslauf oder lenken wir , in dem wir uns einreden ,es wäre Schicksal unser Leben unbewusster, als wir es uns jetzt wirklich im Klaren sind?

mh postet doch mal eure Meinungen

mfg Daniel
 
 
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Raubtier
Alt 02.04.2007, 22:47   #2
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Hätte, hätte, hätte...blubb. Es lohnts ich nich über sowas nach zu denken, das habe ich zumindest gelernt.

Ansonsten nenne ich das Schicksal lieber Zufall.
 
 
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Mama Jen
Alt 03.04.2007, 02:56   #3
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Sollte es das,
was man so allgemein Schicksal nennt,
wirklich geben,
würde ich ihm gern ein Paar ernste Takte darüber erzählen,
wie es mit uns umgeht!

Soviel ist sicher!
 
 
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Nathanial
Alt 03.04.2007, 04:01   #4
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was hat mal ein arbeitskollege gesagt:
"das leben prüft jeden auf eine andere Weise"
oder nen anderer spruch:
"glück und pech sind alles nur zufälle" wo ich mir manchmal frage, das man so viele neg. Zufälle schon gar nicht mehr haben kann.. (aber so empfinden wohl viele ihre eigene situation) und deshalb->

schicksal oder nicht.. man sollte einfach immer bestrebt sein das beste aus seinem leben zu machen und es geniessen.. auch wenns mal nicht so gut läuft..
weil übers schicksal kann man wohl jahrhunderte drüber philosophieren.. und das wäre nen komisches schicksal..
 
 
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Farya
Alt 07.04.2007, 22:05   #5
Standard

Das mit dem Schicksal ist ne Frage, die sich sicher jeder mal gestellt hat. Mit Sicherheit gibt es Dinge die man selber nicht beeinflussen kann. Sie passieren einfach.. in wessen Macht das nun liegt, sei dahingestellt. Gibt es denn so eine Macht???

Ich denke, man sollte viel mehr auf sich selbst hören.. das was einem das Gefühl sagt.. wenn man etwas vor hat, was sich einfach schlecht anfühlt, dann sollte man es einfach lassen.. An eine Vorbestimmung glaube ich persönlich nicht, aber ich denke, daß man selber auch vieles beeinflussen kann.. Ein "was wäre gewesen wenn,.." ist unangebracht und damit bringt man sich selbst nur in sinnlose Grübeleien.. nimm die Situation, wie sie ist.. meine Mutter pflegte immer zu sagen: "Es hat alles seinen tieferen Sinn." und damit hat sie oft recht behalten.. meist erschließt sich einen der Sinn einer solchen Situation, die auch weh tut, erst viel, viel später.. eben eine Frage der eigenen Entwicklung..

F.
 
 
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michaelg
Alt 07.04.2007, 23:21   #6
Standard

Ich wollte vor ein paar Tagen schon antworten, musste dann aber spontan weg. ... Ich selber glaube ganz grundsätzlich schon an Schicksal. Aber ganz und gar nicht mehr radikal, wie ich es früher tat. Für mich ist Schicksal Determinierung, Bestimmung, Vorsehung. Offenkundig aber hat mensch die Fähigkeit alles in seine Hand zu nehmen. Dieses Spannungsverhältnis versuche ich zur Zeit für mich noch in Einklang zu bringen. Daher versuche ich auch nicht, irgendetwas zu verfechten. Es ist so, dass ich Schicksal mag, ja romantisch finde. Ich befinde mich aber zur Zeit in einer Phase, in der meine Einstellung in die andere Richtung tendiert. Das beobachte ich nicht, das habe ich selber veranlasst.

Selbst wenn ich nun komplett auf Selbstbesrtimmung im Sinne von "Ich kann alles ändern" baue und vertraue und irgendwann die großartigsten Begegnungen oder Erlebnisse haben werde - so werde ich schlussendlich wahrscheinlich diese dann auch wieder dem Schicksal zuschreiben.

Die Vereinbarkeit von Schicksal mit Selbstbestimmung wird bei mir wahrscheinlich gut funktionieren. Darüber freue ich mich, weil ich sonst charakterlich zerbrechen würde, wenn ich mir etwas vornehme, das meinem "Naturell" scheinbar widerspricht.

Was auch immer mir passiert, ich werde es weder nur annehmen noch nur verändern, ich werde beides tun - es als das, was mir geschieht annehmen, akzeptieren und von meinen Möglichkeiten Gebrauch machen, Schlechtes von mir fernzuhalten.

Man sollte, sofern man an Schicksal glaubt, dieses nicht als Macht sehen, die das Individuum ohnmächtig macht. Vielmehr sollte man handeln nach eigenem Bestreben und dies als Teil von Schicksal annehmen. Man hat sein Schicksal in der Hand und gleichzeitig ist genau dasselbe eines jeden Schicksal.
 
 
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Reh
Alt 15.04.2007, 09:57   #7
Standard

Der Glaube an Schicksal ist eine Ausrede, um sich selbst zu beruhigen, seine Fehler einer größeren Macht zuzuschreiben und sich vor einer aktiven Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt zu drücken. Der Glaube an Schicksal impliziert die eigene Machtlosigkeit.

Der Vergleich mit dem Zufall ist schon gefallen. Zufall ist nur bis zu einem gewissen grad in die gewünschte Richtung beeinflussbar (aber er ist es!) und Zufall ist nur ein Modifikator des eigenen Handelns. Im Zentrum steht das eigene, aktive Handeln. Schicksal ist die Erhebung des Zufalls zur göttlichen und bestimmenden Macht. Man muss nicht aktiv werden, das macht das Schicksal schon für uns.

Wer von Schicksal spricht, ist ein machtlos Dahintreibender im Fluss des Lebens. Wer vom Zufall spricht, ist ein Schwimmer, der sich den Weg durch den Fluss selbst sucht. Das ist der entscheidende Unterschied.
Auf Hindernisse, Stromschnellen und Feinde treffen beide, das lässt sich nicht vermeiden. Der Schwimmer aber wird besser damit umgehen können, er wird trotz der Schwierigkeiten einen Weg für sich finden, weil er aktiv ist.

Wer sich von Schicksalsschlägen verfolgt fühlt, sollte sich fragen, ob er nicht zu sehr darauf hofft, dass der Fluss ihn von selbst in eine paradiesische Bucht reinspült; und ob er nicht vielleicht selbst kraulen sollte, um diese Bucht zu erreichen.
 
 
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Magdalena206
Alt 16.04.2007, 13:38   #8
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Ich denke irgendwie, dass es beides gibt! also ich glaube an ein Schicksal, aber trotzdem auch an die Möglichekit gewissen Dinge selbst entscheiden zu können! Das ist jetzt zwar irgendwie schwer zu verstehen,weil man das auch unmöglich empfinden könnte, da diese beiden Sachen sich ja irgendwie gegenseitig ausschließen, aber andererseits glaube ich halt, dass es vielleicht einen Weg gibt, den man lang gehen "muss", aber wie man den geht und erlebt hat man quasi in eigener Hand!
 
 
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IsoO
Alt 17.04.2007, 15:39   #9
Standard

Ich glaube nicht an das Schicksal.

Jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Jede Handlung beeinflusst die Geschehnisse in den nächsten Momenten.

Und wenn man sich fragt, warum doch alles so scheiße ist, hat man einfach Pech und das ist alles. Wenn es das Schicksal echt gäbe, wären wir alle nichts als Marionetten.
 
 
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