Zitat von original Meistens sind die Menschen, die wir als intelligent einstufen, Menschen, die mehr Wissen als wir selber. Aber das hat ja weniger mit Intelligenz zu tun als viel mehr um den Grad der Informiertheit.
In der Psychologie gibt es sehr wohl Definitionen von Intelligenz, in der Wissen eine bedeutende Rolle spielt – wie es auch Definitionen gibt, in der das nicht der Fall ist. Klammert man Theorie und Forschung aus, so merkt man einem Gegenüber die Intelligenz doch schlichtweg an, oder nicht? Man merkt es an der Art, wie derjenige sich ausdrückt, wie er spricht, welche Wörter er benutzt, was er äußert und wie schnell er versteht. All das, in erster Linie die Sprache also, verschafft Einblick in die Gedanken. Was könnte im Alltag wichtigerer Faktor sein, um die Intelligenz zu beurteilen?
Ich hatte mal eine Mitbewohnerin, der merkte man ihre „Unintelligenz“ bereits an Äußerlichkeiten an: am Verhalten, an der Bewegung, an der Reaktion auf Fragen, an der Betonung von Sätzen. Was zuerst Vorurteil, das bestätigte sich, als man sich näher kennenlernte, etwa wenn Gespräche nur von Trivialitäten handelten, Inhalte von Naivität zeugten, keinen Tiefgang hatten. Man merkte – und tatsächlich war das nur ein Gefühl – daß da wenig hintersteckte. Je mehr man sich mit jemandem unterhält, je länger man sich mit ihm unterhält, desto besser kann man so etwas beurteilen.
Ich empfinde Intelligenz jedenfalls an angenehm und eine schöne Eigenschaft, sofern ich es nicht gerade mit einem Hochbegabten zu tun habe, der mir deutlich überlegen ist.