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Informationen aus der Zukunft

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Krokodil
Alt 21.03.2006, 11:23   #1
Standard Informationen aus der Zukunft

Hallo zusammen,

inspiriert durch den Thread zum Thema "Perpetuum Mobile" möchte ich hier mal einen Gedanken diskutieren, der mich seit längerer Zeit beschäftigt. Das ganze hat entfernt mit dem Thema Zeitreisen zu tun, allerdings geht es mir nicht darum, größere Objekte oder gar lebende Menschen in die Vergangenheit zu transportieren. Stattdessen interessiere ich mich dafür, ob es eine Möglichkeit geben könnte, Informationen aus der Gegenwart in die Vergangenheit zu schicken.

Das Thema "Zeitreisen" erregt ja seit jeher die Gemüter, und sowohl Science-Fiction-Autoren als auch ernstzunehmende Physiker haben sich bereits hiermit auseinandergesetzt. Stand der Dinge ist wohl, daß man die theoretische Möglichkeit einer Zeitreise per Wurmloch nicht hundertprozentig ausschließen kann, jedoch sind diese Wurmlöcher so klein und instabil, daß man keine Makroobjekte hindurchschicken kann. Um Informationen in die Vergangenheit zu schicken, wäre das aber auch gar nicht notwendig.

Das Thema interessiert mich, weil ich eine Idee für einen Science-Fiction-Roman habe, die darauf basiert. Wenn ich aber sowas schreibe, dann möchte ich auch irgendeine Erklärung haben, die einigermaßen plausibel klingt.

Also: laßt mal eure pseudowissenschaftlichen Theorien hören, wie so etwas funktionieren könnte. Und wenn ihr der Meinung seid, daß so etwas völlig ausgeschlossen ist, dann würde mich natürlich auch die Begründung interessieren.
 
 
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Felicitas
Alt 21.03.2006, 11:58   #2
Standard

hm...pseudowissenschaftlich, damit kann ich doch immer dienen

ich bilde mir ein in meinem grandiosen (*ironie*) physik leistungskurs mal folgendes erfahren oder gelernt (naja, wohl eher erfahren als gelernt) zu haben:

deine wurmlochtheorie gibt es wirklich. wenn ich mich nun recht erinner und das wird jetzt alles sehr laienhaft bzw sicherlich nicht physikalisch korrekt wiedergegeben:

das wurmloch ist ja ein 3dimensionales gebilde im raum, entstanden durch irgendeine bewegung. das heisst es ist eine art strudel. was wir bzw die profis im raum nun beobachten ist das obere ende des strudels/ des trichters. das heisst wohl das dieser strudel auch einen ursprung haben muss, der viele jahr(tausende) früher entstanden ist. wir sehen ja auch planeten erst jahre nach ihrer entsstehung und können gar nicht sagen ob es die ein oder anderen zu beobachtenden objekte am himmel _heute_ wirklich noch gibt, da das licht was uns erreicht schon zig jahre alt ist. würde es nun gelingen ein flugobjekt zu erbauen das eine bestimmte lichtgeschwindigkeit*x erbringen könnte, könnte man den strudel quasi einholen indem man gegen seine drehung aber irgendwie mehr in der mitte durch fliegt. rein theoretisch natürlich.

da die zeit bei uns ja von der geschwindigkeit des lichtes abhängig ist, bzw darauf irgendwie basiert, scheint eine überlistung der lichtgeschwindigkeit eine irgendwie vorstellbare theorie zu sein um die zeit rückwärts zu überwinden.

ich _glaube_ tests auf der erde, um die erde oder wie auch immer, waren dahingehend sogar mal erfolgreich, auch wenn die zurückgelegte strecke immer nur für wenige sekunden gereicht hat. sprich: die uhr auf der erde ist weitergelaufen, und eine uhr in einem verdammt schnellen flugobjekt ging nach landung dann ein paar sekunden nach.

aber wie gesagt, das ist mehr als laienhaft und ich würde nen teufel tun zu behaupten das da auch nur der ansatz meiner erinnerung richtig ist.
 
 
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Roter_Drache
Alt 21.03.2006, 13:32   #3
Standard

in welcher form willste denn deine informationen in die vergangenheit verschicken?
 
 
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Krokodil
Alt 21.03.2006, 13:55   #4
Standard

Zitat von Roter_Drache
in welcher form willste denn deine informationen in die vergangenheit verschicken?
Die Form, in der die Informationen übermittelt werden ist egal. Es spielt auch keine Rolle, ob man irgendwelche speziellen Gerätschaften benötigt, um die Nachrichten zu empfangen.

Also ein Verfahren, bei dem man zum Zeitpunkt A einen Apparat baut und zum Zeitpunkt B (in der Zukunft) eine Nachricht losschickt, die mit dem Apparat empfangen werden kann, würde schon reichen.
 
 
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Alt 21.03.2006, 14:41   #5
Standard

Mmh... da bekommt man Probleme mit der Logik. Wenn man jetzt z.B. die Information "Es hat geklappt!" zwei Minuten aus der Zukunft bekommt, dann wird man beim Erhalt der Nachricht, es nicht für nötig erhalten, sie nach zwei Minuten überhaupt abzuschicken, weshalb der Erhalt der Nachricht schon unlogisch wäre. Mal abgesehen davon wird die Zukunft mit Sicherheit nicht so ablaufen, wie man es aus der Zukunft vorausgesagt hat, weil ganz andere Voraussetzungen herrschen, die die aktuelle Welt unkalkulierbar verändern. Ein Lösungsansatz wäre, dass sich das Universum bei jedem Senden der Nachricht in zwei gleiche Hälften teilt, die dann unabhängig voneinander weiterlaufen. Dadurch würde sich die Welt, aus der die Information gesendet wurde nicht verändern, und die zweite Welt könnte die Information zumindest zum Teil verwerten. Aber auch mit den hochtheoretischen Wurmlöchern ist meines Wissens nur die Überschreitung der Lichtgeschwindigkeit möglich, jede Zeitreise in die Vergangenheit bewirkt Unlogik.
 
 
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Sidolin
Alt 21.03.2006, 17:16   #6
Standard

Zitat von amaya
ich _glaube_ tests auf der erde, um die erde oder wie auch immer, waren dahingehend sogar mal erfolgreich, auch wenn die zurückgelegte strecke immer nur für wenige sekunden gereicht hat. sprich: die uhr auf der erde ist weitergelaufen, und eine uhr in einem verdammt schnellen flugobjekt ging nach landung dann ein paar sekunden nach.

aber wie gesagt, das ist mehr als laienhaft und ich würde nen teufel tun zu behaupten das da auch nur der ansatz meiner erinnerung richtig ist.
Das ist aber soweit ich weiss was anderes und beweist nur, dass Zeit relativ ist. Passiert auch ständig, von dem was du redest glaub ich, dass das ein Flugzeug mit Atomuhr war, die dann aber nur _deutlich_ weniger als ein paar Sekunden nachging.

Da gibts ja auch das Gedankenspiel, dass ne Gruppe Astronauten in nem sehr schnellen Raumschiff nen Kreis von der Erde wegfliegen und wieder zurückkehren, und dann relativ zu denen die auf der Erde geblieben sind weniger gealtert sind, weil für sie einfach die Zeit langsamer verlaufen ist, da sie sich schneller bewegt haben.

Was ich durchaus für realistisch halte, wenn auch noch nicht in absehbarer Zeit ist, dass man rekonstrieren kann, was in der Vergangenheit passiert ist. Ganz ähnlich, wie man jetzt das schon angesprochene Licht von Sternen sieht das schon vor sehr langer Zeit ausgesendet wurde, womit man ja auch in gewisser Weise in die Vergangenheit schaut.

Verändern der Vergangenheit find ich eher schwer zu sagen, da ist bisher ja so gut wie alles mehr oder weniger geraten, und scheint nicht mit unserer Logik zusammenzupassen, allerdings basiert die Logik ja wie die gesamten Wissenschaften entweder auf Gesetzen die der Mensch aufgestellt hat, und die daher ja nicht unbedingt für alles gelten müssen, oder auf Beobachtungen, weil etwas sehr oft beobachtet wurde ist es halt anzunehmen, dass es auch das nächste mal so passiert. Genau wissen tut das aber niemand, und von dem was es so gibt haben wir auch bisher nur nen winzigen Bruchteil beobachtet.
 
 
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Alt 22.03.2006, 01:20   #7
Standard

Ja, wie Sidolin schon gesagt hat, kann man in einem gewissen Rahmen in die Zukunft reisen. Je schneller man sich relativ zu einem anderen Punkt bewegt, desto mehr Energie muss man aufwenden, um sich noch schneller zu bewegen. Bei Lichtgeschwindigkeit sind wir dann bei unendlich Energie, ist also nicht zu erreichen. Theoretisch gibt es da noch Wurmlöcher, was aber praktisch glaube ich nicht gar nicht umsetzbar ist. Unsere Mathematik ermöglicht uns damit herumzurechnen, aber wenn man sich mal den Wikipedia-Artikel über Wurmlöcher durchliest http://de.wikipedia.org/wiki/wurmloch, wird man ziemlich schnell pessimistisch was das angeht.



Wie man hier sieht, stellt die Fläche unseren dreidimensionalen Raum dar. Das Wurmloch führt sozusagen durch die vierte Raumdimension, die wir uns natürlich nicht vorstellen können. Der komplette Raum muss aber zusätzlich in die Vierte Dimension verbogen werden, damit man sich das Reiseziel zugänglich macht... Das ist reine Spinnerei von Wissenschaftlern, die Spaß daran haben, etwas auszurechnen, was man ausrechnen kann.

Um Vergangenes zu beobachten (mal abgesehen von Videoaufzeichnungen), müssten wir uns aber trotzdem schneller als Licht bewegen, da wir ja das alte Licht einholen müssten, um uns anzuschauen, was damals passiert ist.

Geändert von baedr (22.03.2006 um 01:26 Uhr).
 
 
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Sivar
Alt 22.03.2006, 03:04   #8
Standard

Folgendes erstmal zur Erklärung: Es gibt die sogenannte "starke Wechselwirkung", welche Quarks und somit auch die Protonen und Neutronen innerhalb eines Atomkerns zusammenhält. Der Zusammenhalt kommt dadurch zustande, dass jedes einzelne Quark durch Aussendung von Gluonen (Teilchen der starken Wechselwirkung) ein Kraftfeld erzeugt, und sich diese gleichartigen Kräfte gegenseitig anziehen - wie bei der Gravitation.

Ab hier wird es mehr oder weniger pseudowissenschaftlich: Nun gehe man davon aus, dass Gluonen und Gravitonen (hypothetische Teilchen der Gravitation) nicht 2 verschiedene Dinge sind, sondern ein- und dasselbe. Normalerweise ist dieses Kraftfeld von Gluonen im Atomkern örtlich jedoch so begrenzt, dass es nicht über die äusseren Nukleonen hinausreicht. Wenn man aber ein Element mit einem Atomkern ausreichender Grösse nimmt (beispielsweise Element 115, "Ununpentium"), könnte das Feld der starken Wechselwirkung über die äusseren Nukleonen hinausreichen, und man wäre in der Lage, die Strahlung abzulenken und auf einen bestimmten Punkt zu fokussieren.

Normalerweise würde man das machen, um den Raum in einer bestimmten Richtung zu krümmen bzw eine Strecke im Raum zu verkürzen, um sie schneller zurücklegen zu können, ohne die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten. Wenn man aber eine Hohlkugel nimmt, bestehend aus genügend Element 115 und diese Kugel zudem so ausgestattet wäre, dass man die Gluonen (=Gravitonen) in die Mitte der Hohlkugel lenken und dort fokussieren könnte, wäre es denkbar, aufgrund der von allen Seiten gleichmässig einwirkenden extremen Gravitationskraft in der Mitte der Hohlkugel einen Riss in der Raum-Zeit zu erzeugen. Wenn man dasselbe zu zwei verschiedenen Zeiten macht, könnte man davon ausgehen, dass diese beiden Risse sich zu einem "Wurmloch" verbinden, da ja in den Riss von beiden "Seiten" aus noch Gravitonen geschickt werden, die sich gegenseitig anziehen. Räumlich liegen beide Hohlkugeln vorhersagbar weit auseinander (sofern man relative Fixpunkte benutzt), so dass die Zeit die einzig unbekannte Variable ist. Somit erscheint es zumindest möglich, dass sich beide Risse zu einem "Wurmloch" verbinden. Wenn man nun noch Sensoren an der Hohlkugel anbringt, welche die Feldstärke messen, die das "Wurmloch" aufrecht erhält, und man an einer "Seite" unter kontrollierten Umständen etwas an der Feldstärke ändert (zb Vergrösserung der Amplitude gleich grössere Gravitation), könnte man an der anderen "Seite" die beabsichtigten Unterschiede messen und diese Fluktuationen als Informationen auswerten.

Wenn man den Apparat einmal gebaut hat, braucht man bloss einen entsprechenden Code festzulegen, nach dem die empfangenen Flukuationen decodiert werden können. Das Problem ist allerdings, dass es ständig Fluktuationen gäbe, da ein einmal gesendetes "Signal" ja zu allen anderen Zeiten empfangen werden würde. Man muss also bestimmte Amplitudenbereiche für jede gewünschte vorkommende Zeiteinheit (Stunde, Tag, etc) festlegen - ähnlich der Frequenzbereiche von Funkkanälen - und wüsste zB zu jeder Zeit, dass irgendwann ein Signal für den 3. August 2167 gesendet wurde, wenn eine Fluktuation in dem Amplitudenbereich vorliegt, der für dieses Datum festgelegt war.

Letztes Problem ist noch, dass man ja zB 3 Tage vorher aus reiner Neugierde schonmal die Information für "in 3 Tagen" decodieren könnte, aber daraus kann man auch hervorragende Plots basteln in Richtung Missbrauch der Maschine, Auswertung von Informationen, deren Kenntnis zu einem zu frühen Zeitpunkt problematisch wäre, usw...

Hoffe, dir weitergeholfen zu haben... die Idee mit "starker Wechselwirkung = Gravitation" und Element 115 ist allerdings geklaut!

Geändert von Sivar (22.03.2006 um 03:09 Uhr).
 
 
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Felicitas
Alt 22.03.2006, 07:37   #9
Standard

na ok deswegen hab ich ja versucht ganz oft reinzuschreiben das ich eigentlich davon keine ahnung habe und einfach nur mal spaß am spekulieren hatte
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 22.03.2006, 12:44   #10
Standard

Perfekt! Morgen mach ich mich an die Arbeit! jetzt brauch ich nur noch jede Menge Ununpentium .

Hört sich interessant an, aber müsste doch purer Zufall sein, dass sich zwei Risse in der Raumzeit zu einem Wurmloch verbinden. Dann wie oben schon andgedeutet, ist Ununpentium nicht stabil, und um genügend Gravitonen zu bekommen die man dann ja noch bündelt(weiß auch keiner wie das geht), benötigt man eine sehr große Menge dieses Elements.
 
 
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Ripper08
Alt 22.03.2006, 15:36   #11
Standard

Ununpentium 115
Hab ich ja noch nie was von gehört.
Mein Peroidensystem geht nur bis 112, son altes Eisen.
 
 
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Sivar
Alt 22.03.2006, 21:53   #12
Standard

Tja, dieselben Fragen wie baedr hab nich mir auch gestellt, aber mir ist nix Schlüssiges dazu eingefallen. Wenn ich dazu ne zündende Idee hab, lass ich es euch wissen.

Btw: Schon in "UFO: Enemy Unknown" wurde "Elirium 115" als Antriebsstoff für die UFOs gebraucht!
 
 
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Ripper08
Alt 22.03.2006, 22:50   #13
Standard

Redest du über den Typ, der angeblich auf Area 51 gearbeitet haben soll und nach seiner Zeit dort geplaudert und dieses Buch veröffentlicht hat ?

Das Thema hat mich auch spontan daran erinnert. Ich wusste doch, dass er was von einem Element gelabert hat, das erst noch gefunden wird oder noch nicht hergestellt werden kann oder so. Also anscheinend hat er sich vertan, gelogen oder das Element wurde einfach nur anders beenannt

Ist mir gerade eingefallen als ich auf mein PEriodensystem geschaut habe und dachte: "Mom, das Element is garnicht drauf... hey, da war doch dieser Kerl, der behauptet hat, dass..." XD
 
 
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Sivar
Alt 23.03.2006, 00:41   #14
Standard

Genau den meine ich.

Bob Lazar
 
 
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