Zitat von anti_star und was ist mit leuten, die beides hören?

ich denk auch nicht, dass man von musiktexten allzu beeinflusst wird. wenn man die texte versteht, dann vllt... aber letzenendes sollte sich auch so etwas, wie die "eigene, innere stimme" zu wort melden.
So. Dann werde ich jetzt auch mal "verallgemeinern".
Das Topic ist hier nicht der Musikgeschmack, sondern die generelle Einstellung der heutigen Jugend. Und ich finde was das betrifft, haben die wenigsten noch eine vernünftige, ernstzunehmende "eigene, innere Stimme".
Wenn ich manchmal höre was für einen Bullshit die Kiddies schwafeln (wenn sie mal überhaupt einen einigermassen zusammenhängenden und verständlichen Satz herausbringen) wird mir schlecht. Und nicht nur das, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass viele nicht nur einfach dumm sind, sondern dazu auch stinkend faul.
Um das zu entschuldigen kommen dann Aussagen wie: "Ach, ich hab ja eh keine Perspektive, dann brauch ich mich ja auch nich zu bemühen."
In der Schule wird lieber gekifft und gesoffen, als vllt mal den Kopp in ein Buch zu stecken. Wenn sie überhaupt wissen was ein Buch ist. Schaut euch doch mal teilweise manche Posts der Kiddies hier im Forum an... Oder besser in manch anderen Foren oder ähnlichem.
Nur für euch, meine kleinen, niedlichen, bemitleidenswerten Taugenichtse.
http://www.10024070.wavelearn.de/aufg6.htm
Hier im PP ist der Qualitätsstandard was das betrifft ja glücklicherweise um einiges höher...
Die Zukunft? Wer braucht die schon? Zur Not kann man ja noch auf seine Eltern zurückgreifen, die sich, um sich ihr Leben aufzubauen auch nich den Arsch aufreissen mussten...
Worauf diese Einstellung zurückzuführen ist? Ich denke da gibt es viele Faktoren. Natürlich die elterliche Erziehung und generelle Erziehung im nahen Umfeld des Kindes. Haufenweise überforderte, desinteressierte und/oder zu wenig Lehrer, etc.
Die sozialen Verhältnisse sorgen hier natürlich für Unterschiede, aber auch nicht mehr so riesige.
Auch die Tragweite der gesellschaftlichen Entwicklung wird in meinen Augen unterschätzt. Beispielweise die Medien. Statt sich auf die ach so bösen "Killerspiele" und "jugendgefährdende Musik" zu konzentrieren, sollte der Staat sich mal lieber um die hirnverbrannte
Scheisse kümmern die die Blagen in der Glotze sehen und von der sie auch schon haufenweise "erzogen" werden und "lernen".
Das klingt jetzt vllt spiessig und konservativ, aber wie hier schon jmd schrieb: "Wo zur Hölle sind die Tabus?" Gibt es überhaupt noch welche?
Muss man zeigen wie n paar Idioten 50 Eier fressen, sie danach in 'nen Eimer kotzen, die Kotze danach in 'ne Pfanne klatschen und es als Omelett wieder fressen?
Muss man zeigen wie ein vollkommener Spasti seinen Vater ins Gesicht schlägt und seine Mutter Affe nennt, damit berühmt wird und mehr Kohle verdient als er jemals ausgeben kann?
Was sind das denn bitte für Werte die den Kiddies vermittelt werden?
Aber hey: "Ist doch geil!"
Hier auch ein kleines veraltetes Beispiel: Es wissen mehr Jugendliche wer Verona Feldbusch ist, als Gerhard Schröder? Hallo?
Meiner Meinung nach, ist die Jugend von heute antriebslos, desinteressiert, desillusioniert, verwöhnt usw.
Sie nehmen zwar manche Informationen wie ein Staubsauger auf, aber was für welche? Und wenn dann mal wirklich relevante Infos durchrutschen, sind sie nicht in der Lage, diese zu verstehen, sie zu differenzieren und zu hinterfragen, oder wollen es auch gar nich.
Der Superstar ist ja viel wichtiger und interessanter als der Islamist, der zum Christentum konvertieren will und dafür hingerichtet werden soll.
Der Grossteil nimmt was er vorgesetzt bekommt, ohne nachzudenken und sich seine eigene Meinung bilden. Lieber mit dem Strom schwimmen und bloß kein Zeichen von Individualismus zeigen. Ist doch viel bequemer...
Warscheinlich wird die Diskrepanz zwischen den jetzigen Generationen noch grösser, als es bei den vorherigen der Fall war.
Ich, mit meinen fast 25 Jahren spüre dies jedenfalls schon ziemlich deutlich. Allein der Unterschied zwischen jemandem in meinem Alter und einem 16-jährigen ist schon gewaltig.
Zum Glück erkenne ich im Moment einen kleinen Trend zum Gegenteil hin. Ich hoffe, dass dieser kleine Teil der Jugendlichen genug "Aufbruchstimmung" verbreiten kann und mehr und mehr andere mitreisst um in die richtige Richtung zu "schwimmen".
Zum Abschluss noch ein Spichwort: "Jeder ist seines Glückes Schmied."
So. Das war jetzt meine kleine, bescheidene "Verallgemeinerung".