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Was haltet ihr von Abtreibung?

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pret
Alt 10.12.2007, 23:08   #201
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also, ich bin vater, habe einen wunderbaren sohn und meine freundinn und ich haben uns nicht lange über abtreibung unterhalten, aber es war ein thema. denn ich war mitten in der ausbildung, sie war zwar fertig, aber wirklich was zu bieten hatten wir auch nicht. die schwangerschaft war nicht gewollt. das vorweg. aber als klar war das sie schwanger war, und man auf dem ultraschall schon was erkennen kann, da konnten wir nicht nein sagen. und was soll ich sagen. es war die beste entscheidung in meinem leben. ich habe die entscheidung nie bereut. und meine freundin auch nicht. sicherlich war es teilweise nicht einfach. aber jedesmal wenn ich meinen wurm lachen sehe, weiss ich das die entscheidung richtig war.
mitlerweile sehe ich abtreibung nicht als mord an, jedoch würde ich mich IMMER dagegen entscheiden. ICH. aber es hängt ja auch immer von den frauen ab, wenn nich sogar mehr von den frauen. aber gleichzeitig verurteile ich niemanden der abtreibt. jeder hat für sich seine gründe. und für denjenigen sind die gründe gravierend. nur ich, würde mich immer für das kind entscheiden.

so long.....
 
 
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Intransigenz
Alt 12.02.2008, 16:25   #202
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ich entscheide wann ich ein kind bekomme und wann ich das nicht möchte.
ich hab mir auch mal nen vortrag von einer amme angehört von wegen megasauger und auseinanderfetzen und so...
wenn ich mich noch nicht in der verfassung befinde möchte ich kein kind haben.

und wegen vergewaltigung und so, auch auf jeden fall, ohne frage
 
 
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JCD
Alt 25.02.2008, 13:31   #203
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Ich halte ncihts von Abtreibung! Gut eine Vergewaltigung ist ein Sonderfall, da kann ich es verstehen, dass eine Frau abtreibt. Aber es soll auch Fälle geben, da haben vergewaltigte Frauen ihr Kind ausgetragen und zur Adoption freigegeben. Dafür empfinde ich den allergrößten Respekt!

Mein Problem mit der Abtreibung ist, dass viele nciht früh genug nachdenken. Denn vor allem steht immer noch der Sex.
Hat man Sex muss einem auch klar sein, dass Pille, Kondom, Spirale etc nciht 100%ig sicher sind. Also geht mit Sex auch immer Verantwortung einher.
Möchte man noch kein Kind bekommen, sollte man sich gut überlegen, ob man überhaupt Sex haben sollte, da immer die "Gefahr" einer Schwangerschaft besteht.
Sicher Sex macht Spaß und ist einfach toll, aber wenn man die Verantwortung nciht tragen möchte muss man sich halt fragen ob man nicht drauf verzichten sollte. EIne Abtreibung hat immer Gesundheitliche und psychische Gefahren. Es gibt genug Frauen, die abgetrieben haben und danach erhebliche psychische Störungen haben.

Außerdem ist meiner Meinung nach, sofort nach der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle ein Mensch da. Man kann nicht behaupten, dass es kein Mensch ist, da ab diesem Zeitpunkt klar ist, dass aus diesem unvollständigen Menschen mal ein Ganzer wird.
Der Mensch hat unabsprechbare Menschenrechte und also auch der Embryo sein Recht auf Unversehrtheit.
Eine Abtreibung ist für mich ein Mord, da viele Abtreibungen aus Egomanie ("ICh hab nen Job den will ich ncith aufgeben" , "Das Kind versaut mir mein Leben") vorgenommen werden. Dies alles sind niedere Beweggründe, die eine Tötung zum Mord machen.
ICh würde auch nie ein behindertes Kind abtreiben lassen. Weil das eine Diskussion mit dem Thema "Wann ist Leben lebenswert" wäre und diese Diskussion ist für mich einfach hirnrissig, da wir uns gar nciht erlauben dürfen darüber zu urteilen.
Das Argument "Ich möchte mir keine solche Belastung aufhalsen und ein Kind mit Behinderung kriegen" ist für mich schwer zu ertragen. Ich finde es so egoistisch und auch unfair dem Kind gegenüber, dass ich das gar nicht wirklich in Worte fassen kann.

Fehler in unserer Gesellschaft ist das Kinder nicht mehr als Geschenk sondern nur noch als Belastung angesehen werden. Einfach ein Produkt der Ich-Gesellschaft, wo jeder Satz mit "ICH" beginnt und das "WIR" vergessen wird.
 
 
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Reh
Alt 25.02.2008, 14:31   #204
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Hm, es wird oft argumentiert, dass ein Fötus ein Mensch ist und Abtreibung deswegen nicht vertretbar ist.

Mir fallen gerade Bedenken zu dieser Argumentation ein. Was macht einen Menschen zum Menschen? Diese Frage beschäftigt ganze Wissenschaftsbereiche. Ist es das freie Denken, die Fähigkeit der Abstraktion, das Ich-Bewusstsein, Benutzung von Feuer, Herstellung von Werkzeugen, aufrechter Gang? All solche Dinge werden diskutiert und nichts davon trifft auf einen Fötus zu. Ist es das Genmaterial, was einen Menschen ausmacht? Das hat der Ungeborene zweifellos.

Und noch ein Punkt. Als Gesellschaft akzeptieren wir Kriege. Wir schicken unsere Soldaten in alle Welt in Einsätze. Wir reden uns ein, dass sie dort nicht töten sollen. Aber wir alle wissen, dass sie es doch tun werden, zum Teil genau dafür hingeschickt werden und zum großen Teil geschickt werden, damit sie den Rücken derer decken (Amis, Briten usw), die ganz offen zum Töten hinfahren.
Selbst unabhängig von der Frage, ob ein Fötus ein Mensch ist oder nicht, lässt sich feststellen, dass wir unsere Hemmungen zum Töten von Menschen überwinden können, sobald wir dafür einen guten Grund sehen.

Sollte die Frage der Abtreibung vielleicht nicht eine Grundsatzfrage, sondern eine Frage nach den Gründen sein?
Sind Menschen, die Abtreibung kategorisch aus ethischen Gründen ablehnen, grundsätzlich Pazifisten?
 
 
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Fränze
Alt 27.02.2008, 16:35   #205
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Zitat von Reh
Was macht einen Menschen zum Menschen? Ist es das freie Denken, die Fähigkeit der Abstraktion, das Ich-Bewusstsein, Benutzung von Feuer, Herstellung von Werkzeugen, aufrechter Gang? All solche Dinge werden diskutiert und nichts davon trifft auf einen Fötus zu.
Das alles trifft auf ein Baby aber auch nicht zu, und trotzdem ist die Hemmschwelle, es umzubringen, da erheblich höher.

Die ganze Diskussion ist in aller Welt sehr widersprüchlich. In einem Fötus ist zweifellos der ganze Mensch angelegt, den man nicht töten soll. Trotzdem machen auch starke Abtreibungsgegner bei Vergewaltigung eine Ausnahme, was den Verdacht nahelegt, dass der Komplex Schwangerschaft mit einem enormen Maß an Moral - und zwar nur Sexualmoral - belastet ist. (Btw: Die Kirchen meinen fast ausnahmslos Sexualmoral, wenn sie von Moral reden.) Unter dem Motto: Selbst schuld, wenn Du schwanger wirst. Die Schwangerschaft als Schuldfrage.
Zitat von Reh
Sind Menschen, die Abtreibung kategorisch aus ethischen Gründen ablehnen, grundsätzlich Pazifisten?
Wohl eher im Gegenteil. In den meisten Ländern sind gerade die Gruppen/Parteien, die Abtreibung kategorisch ablehnen (bis hin zu militanten Einsätzen bei Kliniken), genau die, die Kriegseinsätze eher befürworten. In Amerika sind die striktesten Abtreibungsgegner die, die gegen jede Verschärfung des Waffenrechts sind und Bushs Kriege richtig finden. Auch das läßt sich meines Erachtens auf die Verbindung von "Moral" und Schwangerschaft zurückführen, denn es sind auch gleichzeitig die Gruppen, die ein konventionelles Familienbild mit der Frau&Mutter am Herd pflegen.
 
 
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drizzt85
Alt 28.02.2008, 19:23   #206
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Hallo. Vorab will ich gleich sagen, dass ich erst eben diesen Thread gefunden habe und darum auch nicht alle der zahlreichen Replys gelesen habe.
Mir war wichtig, kurz meine Stellung zum Thema abzugeben. Generell würde ich keiner Frau, oder einem Mädchen vorwerfen, dass es abgetrieben hat. Es mag für Menschen "zwingende" Gründe geben eine Abtreibung zu machen.
Wenn ich das ganze allerdings mal auf mich und meine derzeitige Situation beziehe ( bin 22 Jahre, derzeit mache ich nen Aschluss zum Technischen Assistenten für Informatik und Automatisierungstechnik, nebenbei jobbe ich und ne Freundin hab ich eine)
würde ich nicht von meiner Freundin wollen, dass sie abtreibt. Mehrere Faktoren spielen dafür eine Rolle, klar ich mag meine Freundin, sie ist sicher kein schlechter Mensch und könnte mal ne gute Mutter abgeben (auch wenn sie im mom erst 17 ist). Des weiteren hab ich großen Respekt vor dem Leben, wäre also aus moralischen Gründen nicht dazu bereit. Wenig Geld zu haben, kann für mich auch nicht wirklich ein Grund dazu sein, das Kind abtreiben zu lassen.
 
 
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Fränze
Alt 28.02.2008, 23:43   #207
Standard

Irgendwie ist dieser Thread in Schieflage. Denn auf die Frage "Was haltet Ihr von Abtreibung" kann man nicht mit gut oder schlecht antworten. Abtreibung kann man gar nicht "gut" finden, allenfalls unausweichlich, unvermeidbar in mancher Lebenslage, oder so in der Art. Und dann kann es nur eine Stimmensammlung sein: Ich würde... ich würde ncht... ich würde...

Meist ist bei der Frage, was man von Abtreibung hält, das Problem der Strafbarkeit gemeint, und das kann man kontrovers diskutieren, die Abtreibung selbst nicht. Denn könnte jemand wirklich sagen: "Ich finde Abtreibung gut"?
 
 
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