@asdf
Abgesehen davon, dass man hier themenbezogen nicht davon sprechen kann, einen lebendigen Menschen umzubringen...
Weshalb nicht? Ist es nicht so, daß ohne unseren Einfluß im Regelfall ein frei atmender Mensch daraus wird? Von 100% können wir auch nicht bei einem Säugling, Kleinkind oder Jugendlichen sprechen. Er unterscheidet sich doch nur darin, daß er physisch noch vollkommen von der Mutter abhängig ist, und, daß sich seine Organe erst noch vollständig ausbilden müssen und er deshalb zunächst noch nicht alleine atmen kann etc. Aber was kann ein Säugling? Auch die Organe eines Kindes müssen sich erst noch ausbilden. Auch ein Kind verändert sein Aussehen massiv.
Ein Säugling ist zwar physisch freier und kann alleine atmen. Aber auch ein Säugling ist vollkommen von seiner Mutter (und auch dem Vater) abhängig.
Inwieweit sollte man überhaupt wider Gottes Plan handeln können, wo er doch allmächtig ist?
Wie ich bereits geschrieben hatte: Glück und Unglück, alles kommt von Gott. Dabei ist das Unglück aber oft nur aus UNSERER (momentanen) Sicht Unglück, und das Glück ebenso nur aus unserer (momentanen) Sicht Glück.
Letztlich ist all unser Handeln -auch das eines Mörders, eines Diebes, eines Betrügers, eines Lügners etc.- in Gottes Plan integriert, und er weiß auch im Voraus, was wir tun werden.
Trotzdem entspricht dieses Böse Handeln eines Diebes nicht seinem Willen, er nimmt es nur hin, weil er uns allen einen freien Willen gegeben hat.
Er ist auch in der Lage, dieses Handeln für seine Zwecke zu nutzen, letztlich zum Guten.
Beispielsweise:
Wenn wir einen dringenden Termin bei der Bank haben (sagen wir es geht um die Gewährung eines für uns wichtigen Kredites für unsere Selbstständigkeit) und uns passiert ein Autounfall, dann findet sich etwa folgender (erdachter) Ablauf:
Der Unfallverursacher (sagen wir der andere) ist mutwillig zu schnell gefahren, obwohl er wußte, daß die Strasse an dieser Stelle unübersichtlich ist und ihm bereits an anderer Stelle etwas derartiges passiert ist. Er handelt also wider besseren Wissens und (in diesem gestellten Fall) trifft ihn definitiv Schuld für die Folgen seines Handelns. Für ihn bedeutet dieser Tag "Unglück", er hat eine Menge Ärger am Hals, wird in der Versicherung hochgestuft, sein Punktekonto zeigt an:
"Lappen weg!", er hat in der Folge Streit mit seiner Frau, verpasst einen Termin, u.s.w.. Letzlich hat dies aber möglicherweise zur Folge, daß er (endlich) über sein Verhalten des zu schnellen Fahrens nachdenkt und sein Fahrverhalten ändert. Viele von uns brauchen mehrere solche "Denkzettel", bevor sich in unserem Verhalten etwas ändert.
Was aber bedeutet dann dieser Tag in Gottes Augen? Er weiß, daß es kein "Unglück" ist, das uns widerfährt. Im Gegenteil.
Nun mal zu uns, die wir jetzt einen Banktermin haben: Wir verpassen den Termin und bekommen einen Neuen. Unser Auto wird repariert, der Schaden bezahlt u.s.w., das nimmt alles seinen Lauf.
Wir erhalten aber den Neuen Termin bei einem anderen Bankangestellten der uns auf Anhieb sympathisch findet und uns den erhofften Kredit gerne gewährt. Gott wußte von diesem Bankangestellten und auch davon, daß wir bei ihm Erfolg haben würden. Dem anderen Bankangestellten aber hätte unsere Nase nicht gepasst und unsere berufliche Zukunft hätte in Frage gestanden.
Das was uns an diesem Tag passiert scheint also ebenso "Unglück" zu sein, aus späterer Sicht ist es aber "Glück". Oft sind wir nicht in der Lage das zu erkennen, denn wir wissen ja nichts von den Unterschieden im Verhalten der Bankangestellten und glauben womöglich noch an unsere eigene Unwiderstehlichkeit oder Kompetenz.
Für Gott ist etwas auch nur dann wirklich "Glück", wenn es letztlich (vielleicht indirekt oder als ein Faktor) dazu führt, daß wir unseren falschen bösen Weg aufgeben und zu ihm finden. Wenn wir letztlich gerettet werden. Reiner materieller Reichtum bewirkt aber oft das Gegenteil, weil wir uns in der Folge auf dieses Geld verlassen und an unsere eigene Kompetenz und Grösse glauben.
Ich hoffe trotzdem, daß an diesem Beispiel deutlich werden konnte, wie Gott auch fehlerhaftes und sündiges Handeln für seine Zwecke einsetzen kann:
Der Unfallgegner fuhr mutwillig zu schnell, riskierte damit das Leben anderer Menschen und verursachte den besagten Unfall.
Gott nutzte dieses egoistische und sündige Handeln dazu, auf uns (als Kreditnehmer) einzuwirken, damit wir an besagtem Tag nicht mit dem besagten Bankangestellten zusammentreffen.
Falls jemand jetzt auf die Idee kommt, Gott wäre auf dieses sündige Handeln angewiesen: Dem ist nicht so. Gott möchte nicht, daß wir sündigen.
Es gäbe für Gott genug andere Möglichkeiten, an besagtem Tag den besagten Termin zu verhindern. Sei es durch Krankheit, durch Unfälle in der Familie, etc.. Ich bin nicht in der Lage, da auch nur annähernd alle Möglichkeiten zu erdenken.
Und wenn jemand mit 19 nachts auf der Straße um 100 Euro erleichtert wird und dabei ein Messer zwischen die Rippen bekommt, war es der Wille des Räubers und nicht der Gottes.
Ohne Gott passiert nichts. Wie gesagt, kein Spatz fällt vom Baum. Auch wenn unser sündiges Handeln niemals sein Wille ist, weil er selbst ohne Sünde ist, so hätte er in diesem Fall dieses Handeln des Täters zugelassen. Alle derartigen Geschehnisse haben also einen Grund, weshalb sie so geschehen und Gott hat dieses Handeln der Menschen in seinen Plan eingebaut.
Hat Gott nun bestimmt, dass Mr. X mit 40 an einem Herzanfall stirbt, weil er seinen Körper dafür anfällig machte oder ging das ganze von Mr. X aus, der schon 15 Jahe lang 2 Packungen Zigaretten am Tag rauchte und jeden Tag 2 mal Currywurst gegessen hat?
Wieso stirbt Mr. Y stattdessen erst mit 73, wo er zumeist fettig gegessen hat und dazu noch rauchte und trank? Hat Gott seinen Körper widerstandsfähiger gemacht als den von Mr. X oder hatte er diesen nur lieber und wollte ihn schneller bei sich haben?
Wurde determiniert, dass Mrs. XY an einem regerischen Sommertag durch einen nicht beeinflussbaren Umstand mit dem Wagen auf die Gegenfahrbahn kam und einen von Grund auf bösen Mörder, nennen wir ihn Mr. Pink, zu dessen Überraschung mit in den Tod reißt?
Und wieso starb John F. Kennedy?
Im Kontext des zuvor gesagten ist das Ganze zu beantworten mit: Gott wußte es alles vorher und er hat es zugelassen. Es geschieht nichts ohne sein Einverständnis. Er hat seinen Engeln den Befehl gegeben, das besagte nicht zu verhindern bzw. den Kräften des Bösen (den "Engeln" Satans) in ihrem Handeln freie Bahn gegeben. Diese besagten Kräfte wiederum nehmen auch Einfluß auf unser Handeln, etwa durch Versuchung. Aber nicht so, daß sie darüber bestimmen würden. Die Entscheidung treffen wir letzlich selbst und dementsprechend auch die Verantwortung.
Weshalb Mr Y später und Mr X früher stirbt, obwohl sie beide durch ihren Lebenswandel Folgekrankheiten provozierten, das ließe sich etwa beantworten, wenn wir in die Menschen hineinsehen/-hören könnten, wie Gott es tut.
Wir sind nicht dazu in der Lage in die Menschen zu schauen, und erst recht nicht dazu in der Lage, Gottes Handeln schlußendlich zu durchschauen. Aber er gibt uns durchaus Hinweise darauf, welches Handeln (überwiegend) welche Folgen haben wird. Beispielsweise sagt er, wir sollen unseren eigenen Körper bewahren, den er uns gegeben hat. Dazu gehört sowohl eine gesunde Ernährung als auch der Verzicht auf Zigaretten. Und er sagt uns auch, daß Krankheiten durchaus von Sünden kommen können, die wir getan haben. Aber nicht immer. (Vgl. die Links in
#109) All das lässt sich in seinem Wort nachlesen.
Aber wer will dann noch behaupten man handle gegen Gottes Willen bzw. Plan und trage die Schuld für etwas, wenn es so vorherbestimmt ist..und sei es eine Abtreibung.
Man handelt immer dann gegen Gottes Willen, wenn man sündigt, wenn man böses tut, wenn man seinem Mitmenschen oder Gott selbst nichts liebevolles tut, sondern das Gegenteil davon.
Gott weiß es zwar alles im Vorraus, aber unser Handeln ist absolut frei, wir sind nicht etwa Marionetten an seinen Fäden, wie es gerne dargestellt wird. Wir können uns für das Gute entscheiden oder für das Böse.
Deshalb trägt auch jeder von uns die Verantwortung für sein Handeln vor Gott.
Dich will ich mal dabei sehen, wie du das einem Vergewaltigungsopfer einige Tage nach der Tat und 2 Stunden nachdem die Schwangerschaft festgestellt wurde, erklären willst.
Dass sie sich in ungerechtfertigt egoistischer und bösartiger Weise gegen Gottes Willen stelle, wenn sie sich dazu erdreistet dagegen zu sein
Da würde ich mich schwertun wie jeder andere auch.
Trotzdem wäre es richtig, ein solches Handeln mit entsprechender Begründung zurückzuweisen und nicht zuzulassen. Was eine Frau dann illegal macht ist niemals endgültig zu kontrollieren und liegt -wie schonmal erwähnt- in ihrer Verantwortung. Niemand
muss sich zur Abtreibung entscheiden.
Was ihr ganzes bisheriges Leben über den Haufen wirft und ihre Psyche in dieser Zeit genauso wie danach extrem in Mitleidenschaft zieht.
Wie im vorherigen Beitrag erwähnt, sind wir überhaupt nicht in der Lage, in die Zukunft zu sehen und diesbezüglich irgendwelche Vorhersagen zu machen. Das ist also weitgehend eine These, die durchaus auch weitgehend gegenteilig ausfallen kann.
Und das ohne eine Spur von Verantwortung dafür überhaupt tragen zu können, was nun ist.
Aber Gott hatte nunmal gerade ein Kindchen übrig und irgendwo musste er es ja reinpacken, weil die Storche schon weg waren.
Gott weiß, wer welche Verantwortung für was tragen kann und wem er welche Verantwortung aus welchen Gründen auferlegt.
Wenn die Schuldfähigkeit vermindert ist, weiß er es ebenso. Wir dagegen sind nicht dazu in der Lage. Deshalb halte ich Deinen ersten Satz auch ebenso für eine These.
Edit: Zitat von Sunshine:
Gut sry ich hab die Bibel gelesen
Aber mal ehrlich : Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen...
Die Bibel ist kein gewöhnliches Buch, bei dem man von vorne anfängt und hinten aufhört. Sie besteht aus vielen internen Büchern, die alle zusammen eine Einheit bilden. Am günstigsten ist es, beim "Evangelium nach Johannes" oder einfach bei "Johannes" anzufangen, sowie in der Folge den anderen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas) und dem Neuen Testament. Dort ist am meisten über Jesus zu finden und Du wirst immer wieder Verweise zum alten Testament (die Propheten etc., wie auch Mose) finden und so auch dieses mit einbeziehen können, wenn Du diesen Verweisen folgst. Später kann man auch auschließlich das alte Testament (etwa Genesis/1.Mose) lesen.
Und noch etwas: Wenn Du sie nicht wohlwollend liest, sondern nur um zu beweisen, daß dort Blödsinn steht, dann kannst Du es Dir auch sparen. Man kann beim Lesen niemals Gott ausklammern, wenn man sein Wort richtig verstehen will. Er merkt, ob es uns damit ernst ist. Wir sollten ihn auch darum bitten, daß er uns das Verständnis gibt. Wenn es uns damit ernst ist, wird er uns helfen.
"Und sucht ihr mich, so werdet ihr <mich> finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR."
Jeremia 29,13-14
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