Ich habe mich ungünstig ausgedrückt, als ich schrieb:
Wo ist der Unterschied? Ermordung schutzbefohlener einerseits und Ermordung schutzbefohlener andererseits.Aber Schluß mit dem Juristendeutsch, nennen wir es einfach "Ermordung von Menschen, die sich nicht wehren können."
Wenn es nicht deutlich geworden ist, dann sage ich nochmals, wie es gemeint ist:
Ich meine NICHT, daß der Holocaust in jeder Hinsicht mit einer Abtreibung vergleichbar wäre,
sondern, daß es Menschen waren, die Aufgrund des Staatsterrors, der dort herrschenden Gesetze, der Gefangennahme und Inhaftierung in KZ´s nicht in der Lage waren, sich zu wehren oder irgendwie zu entfliehen. Sie waren also
wehrlos.
Und sie wurden ermordet, das ist Fakt.
Ein Kind im Mutterleib befindet sich ebenfalls in einer Situation, wo es von der Mutter (und auch vom Vater) vollkommen abhängig ist, es kann sich weder physisch noch verbal zur Wehr setzen. Auch solch ein Kind ist also
wehrlos.
Darauf wollte ich hinaus, auch wenn der Vergleich in der Tat heikel ist. In dieser Beziehung ist es aber absolut vergleichbar.
Wenn ihr mal zurückklickt, dann findet ihr in diesem Thread auch interessante philosophische Argumente
gegen die Abtreibung, nicht nur aus christlicher Sicht und meiner persönlichen Sicht.
Denn es ist doch tatsächlich so: Die Menschenwürde ist unantastbar, so heißt es doch. (von Gottes Wort rede ich hier gar nicht)
Wenn ein Mensch Würde hat, dann hat er sie auch dann schon, wenn er noch im Mutterleib ist, weil aus ihm -ohne das ABSAUGEN und die ganzen hier genannten Verfahren- ein ausgewachsener, frei atmender und geborener Mensch werden würde. Ob mit mehr oder weniger Intelligenz, mehr oder weniger gutem Aussehen, und mehr oder weniger umfassender Gesundheit spielt doch überhaupt keine Rolle.
Abgesehen davon ist es nachweislich so gut wie nie sicher, daß die vorgeburtliche Diagnostik überhaupt den Tatsachen entspricht, ob also das Kind tatsächlich behindert ist. Was maßen wir uns an, darüber zu entscheiden!
Ich kann einem Menschen der Würde hat, nicht dieses Recht absprechen, nur weil die Mutter oder der Vater des Kindes auch Würde hat. Sie haben
alle drei Würde. Keiner mehr oder weniger als der andere.
Nachweislich ist es ebenfalls so, daß viele Frauen (und auch Männer) damit
im Nachhinein ein riesengrosses Gewissensproblem haben, wenn sie soetwas getan haben. Und das ist nicht ohne Grund so.
http://www.meinbaby.info/abtreibung_folgen.aspx
Ich sage also ganz klar: Abtreibung ist Unrecht und ja, es ist die Tötung eines Menschen, auch wenn er noch nicht geboren ist.
Ob das dann nun genaugenommen als Totschlag (weil nicht geplant oder zumindest nicht als das begriffen wurde was es ist) oder ob es tatsächlich als Mord gelten sollte, das lasse ich mal dahingestellt. Ich (und auch nicht irgendein anderer Mensch) kann auch nicht beurteilen, was die wahren Beweggründe des jeweiligen Menschen sind. Das kann nur Gott.
Ich mache auch nicht die Gesetze und ich bin auch nicht der Richter von irgendwem. Gleichfalls sperre ich niemanden ein.
Was ich tue ist nur: Ich sage, was ich denke und ich sage, was Gott dazu sagt. Das kann ich seinem Wort entnehmen.
Wenn mir nun unterstellt wird (wie schon geschehen) ich sei der Meinung, daß alle die dies getan hätten in die Hölle kämen, was soll ich dann tun?
In Gottes Wort steht, es kommen alle Sünder in die Hölle, wenn sie nicht zu Gott umkehren und seinem Sohn Jesus Christus glauben und nachfolgen.
Das gilt nicht nur für Leute die Abgetrieben haben oder sowas medizinisch durchführen. Es gilt für alle Sünder, also alle Menschen.
Gott sagt, wer zu ihm umkehrt, zu dem wird er barmherzig sein, er wird ihm vergeben. Das heißt also, es ist ganz und gar nicht der Fall, daß alle in die Hölle kommen, die sowas getan haben. Aber es gibt auch viele Menschen die kehren nicht von ihrem falschen Weg um. Menschen die bis zu ihrem Tod stur dabei bleiben, sie hätten richtig gehandelt. Was diese betrifft, diese sollten sich darüber im klaren sein, daß es eine Hölle gibt, wo die Qual kein Ende nimmt.
Zitat von OrionX:
wo ist das christentum? "Liebe deine Feinde" is eine der Botschaften die Jesus Christus verbreitet hat, aber aus deinem post spricht pure verachtung und hass. Befindest du dich denn noch auf dem weg des Messias wenn du so denkst?
- Jesus Christus hat sich stets für die Ausgegrenzten, Unterdrückten, die Schwachen, die Kranken und
die Wehrlosen eingesetzt und ihnen geholfen.
- Jesus Christus hat die Menschen zur Umkehr aufgefordert. Er hat sie aufgefordert, ihre Sünden zu bekennen und ein neues Leben anzufangen, damit sie gerettet werden.
- Jesus Christus hat ohne Zurückhaltung alles Böse der Menschen angeprangert und darauf hingewiesen, wohin dieser Weg endgültig führt. Deshalb haben ihn viele Menschen gehasst und letztlich wurde er gekreuzigt. So ist es den Propheten auch schon gegangen.
http://www.biblegateway.com/passage/...21;&version=54;
Zitat von OrionX:
mit dem medizinischen abtöten eines Fötus...
Man kann auch "Umstrukturierung"
, „Freisetzung von Humankapital“, oder „rationalisieren“ sagen, wenn man „entlassen“ meint.
oder
"Umsiedlung" statt "Vertreibung"
oder
"Ethnische Säuberung" statt "Vertreibung unerwünschter Völker"
oder eben: "
medizinisches abtöten eines Fötus" anstelle von
"
töten eines werdenden Menschen"
Zitat von michaelg:
Abtreibung ethisch abzulehnen, zu verwerfen ist ohne Frage zulässig, und sie für sich selber zu "kriminalisieren" kann ich auch nachvollziehen. Eine Abtreibung ist schließlich eine Tötungshandlung.
Eben. Und wie erwähnt: Welche Intentionen der "Tötende" hat, oder derjenige der es in Auftrag gibt, das kann niemand wirklich endgültig beurteilen. Es ist und bleibt aber eine Tötungshandlung, die in der Tat aus "niedriger zu bewertenden Beweggründen" erfolgt.
(um es mal freundlicher auszudrücken, sie sind sicher unterschiedlich "niedriger", aber halt immer niedriger.)
Niedriger als das werdende Leben eines Menschen. Dieser kleine Mensch
-ob aus Vergewaltigung oder nicht- kann ganz sicher nichts für die Tat seines Vaters. Niemand hat das Recht, ihn zu töten.
Zitat von michaelg:
sailor: Gibt es für dich eine "Abstufung" von Taten aus Selbstsuch, eine Unterscheidung von grauenhaftem Mord und Mordversuch oder sagen wir mal nur eine Beleidigung? Und das vor dem Hintergrund von Mt 5, 21-24.
Ich maße mir nicht an, das zu beurteilen
wie die jeweiligen Taten tatsächlich abzustufen sind.
Was ich oben von "
grausam und besonders gemein" schrieb, ist aus
meiner persönlichen Sicht heraus gemeint und ganz sicher von den Beweggründen von Mutter und Vater stark abhängig. Ehrlich gesagt hätte ich das auch etwas genauer differenzieren sollen, wie es gemeint ist.
Wenn eine Frau aus Angst (etwa vor ihren gewalttätigen Eltern) handelt, dann ist das sicher nicht "
grausam und besonders gemein". Das würde aber zutreffen, wenn ich Sex habe, geistig hinreichend Verstand habe und dann -etwa weil meine Pläne nicht aufgehen, mein Freund nicht einverstanden ist, oder es für mich persönlich Nachteile hat, das Kind töten lasse.
Ebenso trifft das (aus meiner Sicht) zu, wenn ich ein Kind töten lasse, nur weil es vermutlich!!! (sowas ist so gut wie nie sicher) behindert ist, und ich keine Last mit ihm haben möchte. (so wurde hier im Thread schon argumentiert) Auch wenn ich es sicher weiß, daß es behindert ist, ändert es in meinen Augen rein gar nichts daran, daß ich dazu kein Recht habe.
Mt 5,21-24 kannst Du halt entnehmen, daß es bei Gott Unterschiede in der Bewertung gibt.
Tatsache ist aber auch:
Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller <Gebote> schuldig geworden. Denn der da sprach: »Du sollst nicht ehebrechen«a, sprach auch: »Du sollst nicht töten.« Wenn du nun nicht ehebrichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzes-Übertreter geworden.
Jak 2,10-11
Röm 3,23
denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes
Röm 6,23
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod...
Nur auf diesem Weg ist es möglich:
Joh 14,6
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Zitat von Sunshine:
Ich habe nicht gewusst, kann ich dies kind lieben, kann ich es lernen zu lieben.
Wie würd es wenn ich es hasse ! ? !
Das kind hätte Warscheinlich das leben lang leiden müssen .....
Das ist eine wirklich schwere Situation.
Aus diesen Worten spricht, daß Du Dir nicht sicher warst, wie Du handeln solltest.
Es hätte also demnach auch aus Deiner Sicht die Möglichkeit gegeben, daß Du es vielleicht doch (wenn auch nicht am Anfang) hättest lieben können.
Es gibt doch so viele Kinder, die kommen zur Welt und ihre Eltern lieben sie nicht, verkaufen sie (in anderen Ländern durchaus üblich), legen sie in die Babyklappe, u.s.w.
Obwohl viele Kinder dadurch schwere psychische Probleme haben, es lässt sich niemals sicher sagen, daß es immer so ist und daß es immer so bleibt bei ihnen.
Es gibt beispielsweise auch Fälle, wo Menschen ins Koma fallen (durch einen Unfall etc.) und danach wie ausgewechselt sind, weil sie etwa Schlimme Zustände aus ihrer Kindheit vergessen konnten. Edit: >Das ist ein Beispiel, das ich selbst erlebt habe.<
Für Gott sind grundsätzlich alle Dinge möglich, sowohl bei dem verhassten Kind als auch bei den Eltern die ihr Kind hassen.
http://www.jesusfilm.org/languages/index.html