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Was haltet ihr von Abtreibung?

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biedermann2004
Alt 06.12.2004, 22:54   #51
Standard

Original geschrieben von Dichter
willst Du etwa Moral und unser Recht, (also das schrftl. fixierte) angleichen?
Nein, das wäre unzulässig, weil die moralische Position, die ich vertreten, einer Gesinnungsethik entstammt. Würde ich meine Position in positives Recht umwandeln würden, so wäre das ein unzulässiger induktiver Schluss. Unzulässig, weil meine moralische Position keine Allgemeingültigkeit beanspruchen kann, auch wenn sie danach bestrebt ist.

Wenn man allgemeingültig sagen könnte, was moralisch ist und was nicht, so würde ich das positives Recht werden lasse.

In Bezug auf die Abtreibung ist der Fall jedoch ein anderer. Dort ist klar, dass die Abtreibung moralisch verwerflich ist. Und das ist nicht subjektiv, sondern Objektiv zu begründen. Deswegen sollte sie verboten werden. Wenn jemand allerdings andere Handlungsvarianten über die Moral stellt und auch die Menschenwürde nicht als Wichtigstes erachtet, sind auch andere Konsequenzen möglich.

Das ist für mich das Fazit der Diskussion.
 
 
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Shawna
Alt 07.12.2004, 13:28   #52
Standard

@biedermann2004
Glaubst du im ernst all das was du da von dir gibst?
Wie kannst du von Frauen verlangen,ein Kind von einem Bastard auszutragen,der sie vergewaltigt hat?
Das würde ich nochnichtmal meinem schlimmsten Feind wünschen.
Du redest hier von der Würde eines jeden Menschen. Was ist mit der Würde der Frau, die zuvor gedemüdigt und geschändet wurde? Hat die keine Rechte?
Selbst wenn sie das Kind austrägt,was ist dann später? Wenn es erfährt das sein Vater ein Vergewaltiger ist. Ist das nicht eine tolle Neuigkeit. Ein wahrhaft toller Stammbaum,auf dem wirklich stolz sein kann.

Und noch ne Frage:Wie alt bist du eigentlich?
 
 
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Felicitas
Alt 07.12.2004, 15:09   #53
Standard

hm....

meinen standpunkt hab ich vor ein paar monaten schon mal recht ausführlich geschrieben. um nicht nochmal alles zu tippen geb ich euch mal den link.

vllt mag nun mal jmd meine kernthese widerlegen

Mal wieder GEZ


wieso hat die frau (/ das paar) nicht das Recht auf Entscheidung über ihren körper und ihr leben, einem noch nicht humanen zellhaufen werden aber rechte zugesprochen?
edit: ohje ich seh grad das das hier ja wahnsinnig philosophisch geworden ist. aus dem grund ist meine oben gepostete antwort natürlich nicht tiefgründig genug und das ganze thema wohl eher reif fürs philo forum.

moechen, bitte übernehmen sie.
 
 
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biedermann2004
Alt 07.12.2004, 21:00   #54
Standard

Original geschrieben von Shawna
@biedermann2004
Glaubst du im ernst all das was du da von dir gibst?
Ja.


Wie kannst du von Frauen verlangen,ein Kind von einem Bastard auszutragen,der sie vergewaltigt hat?
Aus moralischen Gründen.

Und noch ne Frage:Wie alt bist du eigentlich?
19
 
 
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Shawna
Alt 08.12.2004, 14:02   #55
Standard

Ich denke mal wenn du etwas älter bist, denkst du ein wenig anderes als heute. Dann denkst du vielleicht bisl erwachsener.
Bei dem Thema Vergewaltigung und Schwangerschaft glaube ich nicht das man hier von Moral sprechen kann und darf. Das hat nicht den kleinsten Funken was damit zu tun. Es ist ja schon schlimm genug das man mit der Sache als Frau fertig werden muss,wenn man das überhaupt irgendwie kann. Und dann muss man sich noch solchen Blödsinn von jemanden wie dir anhören.
In ein paar Jahren wirst du sicherlich anders darüber denken, und nicht solch ein Meinung aus einer Laune heraus vertreten. Ich denke mal das du dir über all das noch nicht mal im klaren bist.
Würdest du ein Kind 9Monate in dir tragen,eine emotionalle Bindung mit ihm Eingehen, es dann unter Schmerzen gebären, wenn du vergwaltigt worden bist?

Ich finde den Fall aus Lemgo, wo die Eltern schon sehr früh wussten,das sie siamesische Zwillinge erwarten, die beide am Kopf zusammengewachsen sind,viel schlimmer. Die wussten das bei der OP nur ein Kind überleben wird. Sie haben die Kinder bekommen. Sie haben sie in den Armen gehalten und geliebt,sie konnten den Kindern in die Augen sehen. Und sie waren sich bewusst das sie nur mit einem Kind nach Hause kommen werden. Und haben ein sich dafür entschieden, ein Kind sterben zu lassen. Sie waren damit einverstanden,das ein Kind sterben wird. Das sind doch keine Eltern. Die haben ihr lebendiges Kind sterben lassen, nur damit das andere überlebt. Und haben noch dazu die Bevölkerung um Spenden gebeten damit zu in die USA fliegen können um die OP dort durch führen zu lassen. Die sind doch nicht ganz dicht!
Das nenn ich pervers und grausam. Hier kann man von Moral reden. Und nicht von einem "ding" das auf unnatürliche Weise und gegen den Willen gezeugt wurde.
 
 
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moechen
Alt 10.12.2004, 09:30   #56
Standard

Zur Stelle Sir Feli!

Es wäre schön, wenn ihr so ein bissl zum eiegntlichen Thema zurückkommt.Wer wie alt ist muss nicht hier diskutiert werden. Ander Meinungen aber schon respektiert werden also alle wieder ein wenig brav sein!

Abtreibung. Ein Thema wo bestimmt scho jeder mal drüber nachgedacht hat...
Ich finde, dass jeder das selbst entscheiden sollte. Wenn ich nun schwange werden würd, was eh nich passiert aber egal, wüßte ich nicht ob ich auch über diese Möglichkeit nachdenken würde. Ist wahrscheinlich dan n Situationsbedingt.
Jeder der so etwas tut, wird seine Gründe haben u. diese Gründe werden auch bei jeden anders ausfallen.
Viele Männer sagen ja nun auch, sie haben auch nen Mitspracherecht...wenn die sagen, sie wollens behalten, liegt es aber doch trotzdem ganz bei der Frau, denn es ist ihr Körper...
Ich habe hier gelesen, dass die es auch ausbaden sollen, wenn sie nun mal nicht verhütet haben oder sonst irgendwas... Nur muss man sich darüber im klaren sein, dass dieses ausbaden dein ganzes leben geht... und es gibt genug menschen, die noch nicht mal mit den eigenen leben nicht fertig werden u. das kind leidet dann doch nur. oder das sie noch nich reif genug sind, dass sie ein kind betreuen können...
jetzt sagt aber bitte nicht, dass wenn man seine Tage bekommt, auch reif für ein Kind ist. Das ist nämlich großer Schmarn.
 
 
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Jazhara
Alt 10.12.2004, 15:31   #57
Standard

naja ... wenn man die bilder so sieht wirds einem aber echt schlecht ... =/
Ich finde, man sollte nicht abtreiben ... wenn es schon zur schwangerschaft kommt, sollte man auch die konsequenzen tragen!
Ja, das is eigentlich auch schon alles ...
 
 
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Shawna
Alt 11.12.2004, 13:04   #58
Standard

Original geschrieben von Jazhara
Ich finde, man sollte nicht abtreiben ... wenn es schon zur schwangerschaft kommt, sollte man auch die konsequenzen tragen!
Und die Kinder müssen es austragen?!
 
 
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Jazhara
Alt 12.12.2004, 11:38   #59
Standard

Original geschrieben von Shawna

Und die Kinder müssen es austragen?!
nein, das is natürlich auch mist ... aber bist du denn nicht glücklich auf der welt zu sein? wenn du abtreibst gibst du dem kind ja nicht die chance sich so zu fühlen!
 
 
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Pretender
Alt 15.12.2004, 12:04   #60
Standard

so... ich will hier mal n kurzes bündiges statement abgeben...
Jeder der seine "Ich treibe nieeee ab"-Begründung hier ablädt will ich vorab mal so sagen... IHR WART NOCH NIE IN SO EINER ZWANGSLAGE WO EINE MUTTER EINE SOLCH SCHWIERIGE ENTSCHEIDUNG TREFFEN MUSSTE
ausserdem... jeder der das ganze mit einem kindischen "Wer sich die suppe einbrockt muss sie auch auslöffeln" oder ähnlichen scheiss betitelt sollte mal über den Satz nachdenken.... das ist ja fast wie "So du hast nen fehler begangen und deshalb musst du dir und deinem kind (beachtet die vllt schwierige situation) nun dein und sein gesamtes Leben versauen" ...Selbstyranen da draussen... Werdet erstmal schwanger -_- Gute Nacht!
 
 
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Felicitas
Alt 15.12.2004, 13:41   #61
Standard

Original geschrieben von Jazhara

Ich finde, man sollte nicht abtreiben ... wenn es schon zur schwangerschaft kommt, sollte man auch die konsequenzen tragen!
hier geht es doch nicht um ladendiebstahl oder eine versaute klausur. hier geht es um das leben von 3 Menschen!

und jetzt zu fragen "bist du nicht glücklich das du lebst?" ist auch totaler schwachsinn.

natürlich bin ich froh das meine mutter sich für mich entschieden hat (bin ja auch ein wunschkind). aber was passiert mit denen wo die mutter aus scheinheiligen gründen nicht abgetrieben hat? die ihr lebenlang evt. ungeliebt, finanziell am nullpunkt, ohne vater aufwachsen? ich bin mir ziemlich sicher das einige von denen sagen würden:

"natürlich bin ich froh zu leben, aber ich hätte es meiner mutter auch nie verübelt wenn sie mich nicht ausgetragen hätte. denn diese umstände unter denen ich groß werden musste waren für alle beteiligten sehr sehr hart und jeder musste sein eigenes leben aufgeben. meine mutter lebt von sozialhilfe. mein vater versucht irgendwie immer etwas unterhalt aufzukratzen. ich habe nie etwas eigenes bessen. zu weihnachten gab es nie geschenke, ich war noch nie im urlaub. bei meiner mutter hat sich durch unsere finazielle notlage ein derartiger psychischer druck aufgebaut das sie angefangen hat zu trinken. hätte sie mich nicht ausgetragen, hätte sie eine ausbildung machen können und hätte die chance auf einen job gehabt. in dem leben was sie mir da hätte bieten können, hätte ich lieber gelebt."
 
 
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Morris
Alt 15.12.2004, 14:49   #62
Standard

Bei der Diskussion um Abtreibung sollte es in erster Linie darum gehen, wann Leben anfängt. Bei der Vereinigung von Samen- mit Eizelle oder erst nach drei, vier Monaten? Denn keiner hat das Recht, das Leben eines anderen zu vernichten, auch wenn es sich erst im Mutterleib befindet. Zu sagen, das Kind würde schlecht und ohne Liebe aufwachsen kann somit kein Abtreibungsgrund sein.
Feli, du schreibst ja auch im Konjunktiv, weißt also die Zukunft nicht, wie kann man dann so Abtreibung legitimieren?

Schwieriger ist die Sache nur, wenn bei einer Schwangerschaft das eigene Leben mit auf dem Spiel steht...
 
 
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Felicitas
Alt 15.12.2004, 15:39   #63
Standard

die zukunft kennt wohl keiner. und keiner kann für andere schreiben. genauso wenig wie ich das fiktive zitat oben anbringen kann, lässt sich die frage formulieren ob man glücklicher geworden wäre wäre man nicht .

ich legitimiere abtreibung nicht im vollen ausmaß, ich bin lediglich der meinung das die mutter das recht hat über ihren körper und mutation dessen (zellmutation zu einem kind) bestimmen kann.

außerdem find ichs schwachsinnig einen zellhaufen rechte zuzusprechen und gleichzeitig einem bestehenden menschen rechte abzusprechen.

genauso schwachsinnig wie einem zellhaufen zu unterstellen er hätte gefühle und schmerzen während der abtreibung. das ist alles nicht bewiesen und wird von pseudo baby-menschenrechtlern verwendet um auf der emotionsschiene ihre doch nicht wirklich begründeten gedanken durchzusetzen.

vllt kann man soweit gehen um einen zellhaufen als menschliches wesen anzuerkennen wenn es unabhängig vom körper der mutter überleben kann (wie es bei frühgeburten der fall ist).
 
 
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LowZ
Alt 15.12.2004, 16:26   #64
Standard

an die philosophen unter uns:
ist verhütung auch nicht eine art abtreibung?
 
 
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Morris
Alt 15.12.2004, 16:44   #65
Standard

Eine schwangere Frau trägt Verantwortung für ungeborenes Leben, weshalb sie auch zu einem relativ gesunden Leben gezwungen ist. Genausowenig kann sie doch nicht einfach nach eigenen Gutdünken entscheiden, dass mit dem Kind alles nur noch bergab geht.
Deswegen denke ich, man sollte nicht aus sozialen Gründen abtreiben, selbst bei Behinderungen müsste man vorsichtig sein.

Und wenn man als Definition für Leben sagt, es müsse unabhängig vom Körper der Mutter überleben können (im Gegensatz zu "Zellhaufen), bezieht man ja zwangsläufig die Medizin mit ihrer Technik, wie etwa Brutkästen, mit ein. Ein Überleben solcher Fälle wäre vor einiger Zeit wohl nicht möglich gewesen. Man könnte den Faden science-fiction-like weiterspinnen und sagen, bald gebe es Möglichkeiten auch "Zellhaufen" zu Säuglingen heranwachsen zu lassen, denn alles was den Menschen hervorbringt ist bereits vorhanden, wenn sich Samen- und Eizelle vereinigen.

Ob ein "Zellhaufen" Bewusstsein hat oder nicht, weiß ich nicht. Darum geht es mir auch garnicht... Für mich ist das auch nicht relevant.

In der Biologie lehrt man, es gebe vier Merkmale des Lebens: Beweglichkeit, Reizbarkeit, Stoffwechsel, Fortpflanzung. All diese Merkmale werden in der Schwangerschaft nach und nach aufgebaut (die Fähigkeit zur Fortpflanzung kommt sogar später) einfach weil sich Samen und Ei miteinander verbinden und versorgt werden. Die Menschwerdung ist also ein langwieriger Prozess, deswegen finde ich es schwierig und sogar verantwortungslos, zu behaupten, ab diesem oder jenem Stadium ist der Zellhaufen ein Mensch.
 
 
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Felicitas
Alt 15.12.2004, 17:02   #66
Standard

ich möcht mal einlenken: ich versteh dich und deine argumentation. ich bin mir in diesem themen auch nicht ganz einig. ich geb dir eigentlich auch absolut recht. nur widerstrebt es mir als frau das man mich abwerten würde wenn ich warum auch immer mich gegen ein kind entscheiden würde.

denn auch wenn es egoistisch klingen mag: in erster linie denke ich an mein leben. denn genauso wie das kind recht auf ein anständiges leben hat, so habe ich das ja auch. und wenn ich der meinung bin das ich eine schwangerschaft/mutterschaft nicht in dem maße durchziehen kann wie ich es für richtig halte, möchte ich auch entscheiden. denn es ist in erster linie mein körper und mein leben.

wie gesagt, wenn ich heut mit 20 schwanger werden würde, würde ich auf keinen fall abtreiben. weil ich mitlerweile weit genug bin um auch für schwierigkeiten lösungen zu finden. von denen ich aber behaupte sie mit 14 zb nicht sehen zu können.

spinnen wir mal weiter: ich bin mitte 2. lehrjahr. meine ausbildung ist im november nächsten jahres zu ende. danach will ich studieren. wenn ich jetzt schwanger werden würde würde ich pi ma daum 2 monate vor meiner prüfung mein kind austragen. natürlich könnte ich dann die prüfung machen. auch wenn es mit lernen und kind mehr als 2 schichten am tag werden. mein studium würde im oktober beginnen. das größere problem wäre das ich noch zu hause wohnen würden. ich bin mir sehr sicher das es ordentlich krach geben würde zu hause wenn ich schwanger werden würde. aber ich weiß zb das mich meine schwiegereltern bedingungslos unterstützen würden. aber das sind alles sachen die hätte ich noch vor 3 jahren nicht gesehen. da wäre ich vor schier unlösbaren problemen gestanden, wäre wahrscheinlich zu hause abgehauen, aus angst vor meinen eltern. ich hätte panik bekommen, weil ich meine ausbildung beenden will. wahrscheinlich würde ich mein studium aufgeben, obwohl ich mir sicher bin das ich auch das handeln könnte.

aber kannst du dir vorstellen wie soetwas für frauen in der pupertät aussieht? die nicht mal mit sich, ihren gedanken und ihrem leben klarkommen? die gar nicht die "reife" haben um diese lebensaufgabe halbwegs sinn- und planvoll zu meistern? die vor einem riesen großen haufen problemen stehen und keine wege sehen? und der freund dann wahrscheinlich genauso. wenns hochkommt unterstützen nicht mal die eltern die ganze sache. wie soll ein kind wissen das es pro familia gibt, wie soll es wissen das es beistand vom frauenarzt bekommt (vvlt war es noch nie bei einem, oder traut sich dann nicht hin), wie soll es von mutterprojekten wissen, wie von sozialhilfe, wie von all den möglichkeiten die es trotzdem hat. woher soll es wissen das junge mütter in der ausbildung vorrechte auf kindergarten/grippenplätze haben die auch vom staat finanziert werden?

ich mein ich hab mich dann mit 19 mal damit beschäftigt. hab mich umgesehen wo man hilfe bekommen könnte. aber auf so eine idee wär ich mit 14, 15 oder auch mit 17 nicht gekommen.
 
 
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Jazhara
Alt 15.12.2004, 19:20   #67
Standard

Original geschrieben von Angel Aldous Mo
IHR WART NOCH NIE IN SO EINER ZWANGSLAGE WO EINE MUTTER EINE SOLCH SCHWIERIGE ENTSCHEIDUNG TREFFEN MUSSTE
Stimmt! deswegen kann ich das auch nur aus meiner Sichtweise sagen!



@felicitas: ich wollte eigentlich nicht, dass das so krass rüberkommt! ich wollte eigentlich sagen, man soll nicht unüberlegt abtreiben, einfach nur, weil man denkt 'ich hab kein bock auf das kind' ..auch wenn man eigentlich die nötigen mittel/möglichkeiten/fähigkeiten/wasweißichwas hat um das kind großzuziehen!
 
 
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Morris
Alt 15.12.2004, 20:43   #68
Standard

Ich für mich versuche Grundsätze immer irgendwie nüchtern aufzubauen. Eine Schwangerschaft mit 14, noch dazu in einem sozial unsicheren Milieu, ist auf jeden Fall eine große Belastung, körperlich und psychisch sowieso. Für mich stellt sich da die Frage, ob man sojemanden zutrauen kann, über Leben, Tod und eigene Entwicklung zu entscheiden (gerade weil eine solche Person eben "unreif" ist), auch wenn klar ist, dass die Entscheidung nur in seltenen Fällen ohne Diskussion mit anderen getroffen wird. Wenn nun Sachen wie Babyklappe oder ProFamilia der Betroffenen unbekannt sind, liegt das an mangelnder Fürsorge seiten des Staates. Dieser trägt dann Mitverantwortung am toten Embryo und auch daran, dass es überhaupt zur ungewollten Schwangerschaft kam. Schließlich muss irgendwas falsch laufen, wenn die Möglichkeit einer Abtreibung wohlbekannt ist, nicht aber solche Initiativen (geben Frauenärzte eigentlich auch in dieser Hinsicht Beratung?). Aus dieser Sichtweise scheint es überaus grotesk, jemanden das Recht auf Wählen vorzuenthalten, diese aber gleichzeitig über das Leben Ungeborener entscheiden kann.
Doch muss ich erkennen, dass man hierzulande nicht einfach so jemanden irgendwelche Rechte absprechen kann, was auf jeden Fall auch gut so ist. Differenzieren sollte man aber irgendwie schon, gerade wenn es um solch heikle Themen geht.

Achja:
Versteh mich bitte nicht falsch, Feli , ich möchte hier niemanden abwerten. Ist vielleicht kein passendes Beispiel, aber mir würde niemand die Kompetenz zusprechen, eine agrarpolitische Entscheidung zu treffen, gerade weil ich in dieser Materie fremd bin. Genauso fremd ist einem jugendlichen, plötzlich ungewollt schwangeren Mädchen das nun folgende, schwere Leben als Mutter. Das Problem ist eben, dass die Entscheidung - Abtreibung ja oder nein - einen direkt und unmittelbar betrifft.
 
 
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Snoopy
Alt 30.12.2004, 13:57   #69
Standard

Oha, ist das denn nicht gefährlich für die Frau? Da krieg ich ja 'ne Gänsehaut, wenn ich das lese...
meine Cousine hat mal abtreiben lassen und hatte danach tierische schmerzen und dann hat der Arzt gesagt, dass das gut ist, weil er dann sicher sein kann, dass er das richtige entfernt hat und nicht irgendwelche Organe...

Ich würde jedenfalls selbst nie abtreiben, was da andere machen ist denen ihre Sache, denn sowas kommt ja immer auf die Situation drauf an und wenn man vorher schon weis, dass man seinem Baby kein gescheites Leben bieten kann, finde ich es auch besser abzutreiben. Da ich auf alle fälle mal Kinder haben möchte hätte ich bei einer Abtreibung zu große Angst, dass ich danach nichtmerh schwanger werden kann - was durchaus passieren kann, da bei diesem Eingriff die Gebärmutterschleimhaut so strak verletzt werden kann, dass sich daran kein Ei mehr festsetzen kann...
 
 
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Pingu
Alt 03.01.2005, 06:14   #70
Standard

Schwangerschaftsabbrüche, weil man das Kind nicht haben will, finde ich total schrecklich, und moralisch verwerflich.
Ich für meinen Teil kann dies nicht verstehen.


Als Embryo sind wir unser Körper, das empfinden unseres Körpers beginnt erst als Fötus. Ich verfüge keinesfalls über detailiertes Fachwissen aber meine Recherchen führen mich zu dem Schluss, dass die Hirnaktivität (Sofern es dies überhaupt schon als solche gibt)eines Embryos (wenn man den Vergleich wagt) geringer sind als die einer Mücke. Ich würde somit der Mücke mehr Recht auf Leben zugestehen als einem Embryo ( Embryo = nicht älter als 9 Wochen ).

Aus moralischer Sicht gibt es für mich aus oben genanntem Grund keinen Einwand gegen die Abtreibung eines Embyos.

Von jedem, der das anders sieht wüsste ich gern wie er Leben bewertet (und dies muss jeder tun, da wir in der Behandlung der Mücken nicht identisch verfahren können wie mit unserem Nachbarn.).


Zum Schluss noch eine Entschuldigung an die Mücken die ich hier so schamlos als "Negativbeispiel" hinstelle
 
 
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lightblue
Alt 03.01.2005, 11:00   #71
Standard

abtreiben? niemals!
menschen, die sagen, sie könnten ihrem kind nichts bieten oder es wäre besser, wenn es diese sachen nicht miterlebt..sorry, kann ich gar nicht verstehen!
das kind kann doch hinterher immernoch das beste draus machen!
es ist ja im prinzip legaler mord (egal jetzt wo leben anfängt...) und...ach ich kann das nich beschreiben, denn ich würde mir mein ganzes restliches leben gedanken machen, was mein kind machen würde, wo es im leben steht etc....
und wenn man es abgibt...in ein heim oder sonst wo hin..dieses kind darf wenigstens leben und in unserer gesellschaft muss keiner angst haben, zu verhungern. es kann überleben in der heutigen welt und deshalb ist für mich der grund "ich kann meinem kind nichts bieten" oder "ich kann nicht für es sorgen" nicht gerechtfertigt
 
 
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Bi-Zar
Alt 03.01.2005, 13:37   #72
Standard

Original geschrieben von LowZ
an die philosophen unter uns:
ist verhütung auch nicht eine art abtreibung?
So argumentiert die Kirche gegen die Pille. Sie ist natürlich nur gegen die Pille, weil sie ein Kind töten kann. Das geht folgerndermaßen.

Die Pille ändert nicht nur Hormonhaushalt und unterbindet den Eisprung, sondern verändert auch die Zusammensetzung der Schleimhaut. Manchmal kommt es eben doch zum Eisprung und dann nistet sich eine Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ein, die allerdings das werdende Leben verhunger lässt.
Aber gegen Kondome sind die ja auch, obwohl die kein werdendes Leben töten können.
 
 
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Pingu
Alt 04.01.2005, 03:05   #73
Standard

Original geschrieben von LowZ
an die philosophen unter uns:
ist verhütung auch nicht eine art abtreibung?
Hat das wirklich etwas mit Philosophie zu tun? Verhütung ist doch vom Prinzip dasselbe wie Abtreibung: Die weiterentwicklung der Zellen zu einem Menschen wird gestoppt, die Zellen getötet.

Es ist auch Abtreibung wenn eine Frau nicht sofort nach Erreichen der Geschlechtsreife dafür sorgt, dass das Ei befruchtet wird. Das Ei wird getötet und niemand denkt an den armen Menschen und wo er heute wäre.

Aber gegen Kondome sind die ja auch, obwohl die kein werdendes Leben töten können.
nunja .. Ich bin der Meinung wenn eine Person eine Abtreibung innerhalb der ersten Wochen schon nicht mehr befürworten kann dann müsste sie auch jedem Mann jede Ejakulation vorwerfen. Die Samen verlieren so die Chance auf ein Leben. Oder : Isst ein Mann sein Fleisch nicht zuende auf so verlieren die Proteine darin die Chance ein Samen zu werden ..

Ich will damit verdeutlichen, dass es nur ein paar Wissenschaftler oder Politiker waren die irgendwann mal gesagt haben, dass es sich ab der Verschmelzung von Samen und Eizelle um Leben handelt. Ok, das basiert vermutlich auf der allgemeinen Definition von Leben aber auch jene ist nur eine Festsetzung von Menschen die dies für am logischsten halten.

Ich verstehe daher nicht wie man z.B. das Töten von fühlenden Wesen wie Fischen oder Schweinen unterstützen kann und sich auf der anderen Seite quer stellt wenn es darum geht die Entwicklung von einem Haufen Zellen die gerade anfangen miteinander zu aggieren zu beenden. Der einzige Argumentationsansatz der mir da einfällt wäre das Potential dieser Zellen. Vom Potential her muss man dann aber auch wieder den ejakulierenden Mann , der die Samen nicht an der entsprechenden Stelle abliefert oder der Frau, die nicht sofort für die Befruchtung sorgt vor Gericht stekllen. Den Zellen wird "ihr Recht auf Leben" genommen.

Es gibt da draußen so viele äußerst überzeugte Gegner von Abtreibung, da muss doch jetzt mal einer kommen und mir erklären wo mein Denkfehler liegt..

Gruß
Pingu
 
 
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Morris
Alt 04.01.2005, 11:39   #74
Standard

Die körperliche Entwicklung eines Menschen beginnt im Allgemeinen mit der Befruchtung der Eizelle durch den Samen. Davor kann kaum von menschlichem Leben gesprochen werden, da Samen und Eizelle nur einen haploiden Chromosomensatz besitzen, obligatorisch wäre aber ein diploider. So würde ich auch nicht sagen, es sei Abtreibung, wenn man verhütet, denn man stoppt ja keine Entwicklung menschlicher Zellen sondern verhindert sie von vornherein, was ein bedeutender Unterschied ist.
 
 
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indish girl
Alt 03.09.2005, 20:10   #75
Standard

ich finde abtreibungen abartig die bilder waren schrecklichen und haben sehr gutr verdeutelicht das es kleine menschen sind
ich finde es teilweise aber total krank von den frauen die jee woche nen anderen macker haben und dann schwanger sind und es abtreiben.
die leute die abtreiben weil sie meinen sie sind noch nicht reif für ein kind die sollten langsam mal über verantwortung nachdenken diese leute finde ich sind mörder.

leute die ihre kinder abtreiben weil sie krank sind und die geburt eine gefahr wäre da verstehe ich es etwas.
aber was nicht in meinen kopf will ist das teilweise schon 12 jährige kinder miteinander schlafen und dann schwanger sind die kinder sind total scheiße.das will ic hnicht bverstehen die schlafen mireinander ohne wahrscheinlich zu wissen was dabei passiere kann zum beispiel ewin kind,aids etc. naja das wars
 
 
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