Zitat von Fränze So falsch finde ich mein Sierra Leone-Beispiel nicht.
Meinte ich doch:
Zitat von ShakeTheDisease Außerdem ist dein Sierra Leone-Beispiel gerade ein Beweis, daß die Hölle auf Erden ist!
Dein Bsp. mit dem überfahrenen Mann ist doch wieder ein Beweis. Und ich sage, es ist
eine Erde und finde es naiv mit dem Finger auf Afrika zu zeigen: Da is alles noch schlimmer!
Ich habe in unserem sicheren, sauberen und weitgehend ungefährlichen Land erlebt, wie ein Kind von einer Straßenbahn angefahren wurde. Anders als in Sierra Leone hat sich sofort eine Traube um das Kind gebildet. Aber glaubt mir, die verzweifelten Schmerzensrufe des schnell atmenden Kindes habe ich bis heute nicht vergessen! Ich will das nicht näher beschreiben... Vielleicht hätte ich weitergehen und mir keine Sorgen machen brauchen, weil in Afrika isses viel schlimmer. Ach nee nur in Afrika isses richtig schlimm. Nur weil in Afrika jede Minute das Schicksal grausam zuschlägt und hier nur einmal am Tag...
Viele Unglücks-Menschen = Hölle, und nur ein paar wenige Unglücks-Menschen = halb so wild, sollen die erstmal nen Krieg mitmachen.
Ich finde, ein
einzelnes Schicksal reicht schon!
Zitat von Dreamrat Wenn er die Wahl gehabt hätte, zwischen leben und kein leben, hätte er sich für kein leben entschieden. Er wollte nicht geboren werden.
Ja, habe ich auch erlebt. Als ich einen Kumpel im psychiatrischen Krankenhaus besucht habe, habe ich dort viele junge nette Menschen kennengelernt. Ich bin da jedes Wochenende hin und als es langsam Frühling und wärmer wurde, da liefen sie dann kurzärmlich herum. Und erst dann fiel mir auf, wo ich überhaupt bin: Da habe ich all die breiten hellroten Narben an den Handgelenken gesehen! Ich war geschockt, daß diese netten wertvollen Menschen ihr Leben nicht wollten.
Dieses Erlebnis hat mich bis heute geprägt.
Zitat von Dreamrat hey, mir fällt da noch etwas ein, wie muss dann wohl das Gefühl sein, wenn man weiß, das man bald sterben muss, z.B. bei Krankheit? Wenn man weiß das man nur noch 2 Monate zu leben hat!
Eine Cousine hatte Blutkrebs und lag schon wochenlang im Krankenhaus. Die letzten Tage, als sie erfahren hatte und auch fühlte, daß sie nur noch ein paar Tage lebt, wollte sie mit niemandem mehr sprechen. Ich stelle mir ihre Verzweiflung furchtbar vor.
Mit all diesem Geseiere wollte ich bloß erzählen, daß Angst vor dem Tod, wie das Christentum lehrt, unnötig ist, Schmerzen gibt es nur im Leben, nicht im Tod.
Und wenn ich schon mal bei den Religionen bin: Im Christentum kommt man entweder in den Himmel, oder in die Hölle. In fernöstlichen Religionen ists das Nirvana, oder man kommt wieder auf die Erde zurück. Somit weiß ich, was unter Hölle zu verstehen ist: Wer nicht ins himmlische geile Nirvana kommt, hat die Arschkarte gezogen und muß wieder zurück auf die Erde.
Damit ihr nicht denkt, ich bin der Obergruftie, ich habe mich auf das HölleAufErden-Geflenne nur eingelassen, weil es um Anjas Arschkarte in die Hölle ging.
Ich möchte etwas von meiner positiven Sicht mitgeben.
Es wird kitschig klingen. Ich habe alles wirklich Schöne erlebt. Nicht möglich?
Es ist ein Gefühl. Die Reise hat mich also befriedigt. Es wäre
schön, alles Schöne immer wieder zu erleben, aber es
muß nicht. Ich bin nicht traurig wenn es zu Ende ist, und vor was sollte ich Angst haben?
Vielleicht hat man Angst das Leben zu verlieren und klammert daran, weil man noch nicht bekommen hat was man wollte?